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Eine
feine Sippschaft
von
Anna/24.10.2007
Bahn-Bosse,
Aufsichtsräte, Gewerkschaftsbonzen, Klassenjustiz und Lohnschreiber
der Kapitalisten ziehen zu Feld gegen die Lokomotivführer, deren
Forderungen und gegen ihre Gewerkschaft GdL. Die neueste kriminelle
Masche des Bahnvorstands ist es am Streik beteiligte Lokführer zu
feuern.
Sehen
wir uns die Seilschaften an, die sich über die Lokomotivführer empören
und mit der die Bonzen von den Gewerkschaften Transnet und GDBA im
Aufsichtsrat kungeln.
Das
Einkommen eines Lokomotivführers dürfte im Jahr zwischen zwanzig und fünfzigtausend
Euro liegen. Hohe Arbeitszeiten, belastender Schichtdienst,
Konzentration und hohe Verantwortung kennzeichnen ihre Tätigkeit.
Das
Einkommen eines Vorstandsmitglieds bei der Bahn AG liegt im
Millionenbereich. Der Geschäftsbericht der Bahn gibt dazu folgende
Auskunft:
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
|
in
€
|
2006
|
2005
|
Diff.
in %
|
|
Gesamtbezüge
des Vorstands
|
16
589 000
|
9
748 000
|
+
70,18
|
|
-
davon fixer Anteil
|
4
209 000
|
3
804 000
|
+
10,65
|
|
-
davon erfolgsabhängiger Anteil
|
12
380 000
|
5
944 000
|
+
108,28
|
|
Bezüge
ehemaliger Vorstandsmitglieder
|
1
381 000
|
1
275 000
|
+
8,31
|
|
Pensionsrückstellungen
für Vorstände
|
17
554 000
|
15
223 000
|
+
15,31
|
|
Gesamtbezüge
des Aufsichtsrats
|
875
000
|
237
000
|
+
269,2
|
Quelle:
siehe
Die sieben
Vorstandsmitglieder Mehdorn, Sack, Suckale, Dr. Wiesheu, Dr. Rausch, Dr.
Bensel und Garber rafften im Durchschnitt jeweils 2,369.857 €
im Jahr 2006 in ihre Taschen.
Diese Seilschaft bediente sich mit dem 60 bis 120 fachen dessen, was ein
Lokführer im Jahr an Einkommen erzielen kann.
Anders ausgedrückt: Ein Lokführer muss mindestens 60 Jahre
dauernd im Schichtdienst arbeiten, um das an Einkommen zusammen zu
tragen, was einer der Vorstände sich in einem einzigen Jahr aneignet.
Auf
Essen, Kleidung, Wohnung, Urlaub, Auto und sonstige Dinge sollte der
Lokführer in diesen 60
Jahren aber verzichten, sonst bringt
er das Sümmchen nicht zusammen.
Diese
Vorstandsraffer empören sich wegen der „überzogenen“ Forderungen
der Lokführer und glauben sich im Recht. Mit kräftiger Unterstützung
der willfährigen, bürgerlichen Klassenjustiz überziehen sie die Lokführer
mit Prozessen um einen Streik zu verhindern.
Die
obige Statistik sagt aus, dass die Aufsichtsräte für die Zustimmung
zur „bescheidenen“ Erhöhung der Vorstandsbezüge um 70 Prozent mit
einem plus von 269,2 Prozent bei den Aufsichtsratsbezügen geschmiert
wurden.
Daran
sind dann außer kapitalistischen Ausbeutern und Raubgesindel auch
einige Funktionäre der Arbeiteraristokratie beteiligt. N. Hansen und L.
Krauß von der Gewerkschaft Transnet (GdED) sowie K. D. Hommel von der
GDBA schleppen die schwere Bürde der Aufsichtsratfunktion.
Jedes
der 20 Aufsichtsratmitglieder erhält im Durchschnitt einen Betrag von
43.750,- €
pro Jahr.
Dafür
nicken die Räte dann zwei- dreimal, vielleicht auch viermal pro Jahr
die Raubpläne des Vorstands gegen die Beschäftigten und dessen
Berichte ab.
Die
meisten Lokführer erhalten weit weniger als diese Abnickräte.
Zum
illustren Kreis der Aufsichtsräte gehören auf der Ausbeuterseite:
Ex-Wirtschaftsminister Dr. W. Müller (Vorsitzender des Vorstandes
Evonik Industries AG, vormals RAG), G. Brunnhuber (MdB), N. L.
Chrestensen (geschäftsführender Gesellschafter Erfurter Samen- und
Pflanzenzucht GmbH), Dr. Ing. Dr. h.c. J. Großmann (Vorsitzender des
Vorstandes RWE AG und Gesellschafter der Georgsmarienhütte Holding
GmbH), J. Hennerkes (Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Stadtentwicklung), Dr. J. Krumnow (ehem. Vorstand Deutsche Bank
AG), Dr. A. Nawrath (Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen),
Dr. B. Pfaffenbach (Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft
und Technologie), Dr. E. Voscherau Stellvertretender
Vorstandsvorsitzender
BASF Aktiengesellschaft) und Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Ing. H. Weiss
(Vorsitzender der Geschäftsführung SMS GmbH)
Diese
Leute leben nicht von Hartz IV. Sie müssen auch nicht von der eigenen
Arbeit leben. Die Ausbeuter leben in Saus und Braus von der Arbeit
Anderer.
Bei
den Recherchen zu einzelnen Ausbeutern ist leicht herauszufinden, dass
sie in vielen weiteren Funktionen, Räten und Gremien auftauchen. Überall
kassieren sie Viel für Nichts.
Es
existiert ein regelrechtes Netzwerk von Personen, die sich überall
bedienen. Der Kreis dieser Personen ist sehr klein, bezogen auf die Bevölkerung
der BRD.
Dieses Staats- und Wirtschaftssystem ist ein verkommenes, korruptes, räuberisches
Ausbeuterregime.
Die
Schlussfolgerung, was mit einem solchen Regime zu geschehen hat, wer-den
die Leser selbst richtig ziehen.
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