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EUROPAWEITE DEMONSTRATION

Madrid - Berlin - Prag - Brüssel

„EUROPA muss ANDERS und BESSER werden!“

Fotoreportage von der Demo am 15. Mai 2009 in Brüssel

„Die Krise ist schlimm genug", werden sich die belgischen Kollegen gedacht haben, „da sollen die, die sie verursachten, wenigstens einen Tritt von uns gegen das Schienbein bekommen,“

Also legten sie die europaweite Demo gegen die Krisenlasten auf einen Freitag. Damit die Arbeiter nach Brüssel zur Demo fahren konnten, wurde eben ein landesweiter Streiktag beschlossen und durchgeführt.

In Deutschland sind die Gewerkschaften zahmer, ja sehr zahm sogar. „Politische Streik? Igitt, da sind doch die Gerichte dagegen.“ Sagen die Gewerkschaftsbosse und entsprechend abei genau dem, was Lenin einmal so karikierte: „Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!“

Die deutschen Gewerkschaften halten sich an die Spielregeln, die das Kapital vorgibt. Die besagen nun mal, dass politischer Streik nicht drin ist. Also demonstrierten sie am Samstag, da braucht niemand zu streiken.

Nachfolgend eine Fotoreportage von der großen Demo am 15. Mai 2009 in Brüssel. 60.000 Menschen nahmen an der Demonstration teil,

Protest Manifestation Brussels Brussel Bruxelles May Mei 15 2009

http://www.youtube.com/watch?v=IfRCI4_TaMI

Fotos von Jens Torsten Bohlke. 

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Streikende Gewerkschafter tragen sich auch in diesem Gewerkschaftsbüro in Streiklisten ein

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AudiAutowerker in Brüssel gegen „Belgien als sozialer Friedhof“ und gegen Kapitalismus

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„Die Krise seid Ihr, die Lösung sind Wir“, so CGTGewerkschafter aus Frankreich in Brüssel

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60.000 gewerkschaftlich gutorganisierte Arbeiter demonstrierten lautstark durch Brüssel

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Frauen und Jugendliche waren sehr gut vertreten

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„Der Kapitalismus ist krank“, so die rote sozialistische Gewerkschaft

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Brüssels Kommunisten forderten an der Börse die Verstaatlichung aller Banken

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„Laßt die Reichen die Krise bezahlen“, forderte eine internationale Arbeitergruppe

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Meine Kollegen bei einer Marschpause am Straßenrand

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 Polizei beim Abriegeln der Gewerkschaftsbüros in Brüssel

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 „Erst die Menschen, nicht der Profit“, so die Partei der Arbeit PvdA/PTB

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Gewerkschaftsaktive bei SITEL sind besorgt: Von 850 Jobs sind 350 in Gefahr!

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Frauen und Jugendliche waren sehr gut vertreten

 

EUMassendemonstrationen gegen Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiterklasse

„DER KAPITALISMUS IST KRANK!“

von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Exklusiv für K-Online, 15. Mai 2009.-   Zehntausende Menschen haben bereits am Donnerstag auf zahlreichen Kundgebungen in ganz Europa für mehr Arbeitsplatzsicherheit und gegen die Sparprogramme ihrer Regierungen demonstriert.

So kamen in Madrid bis zu 150.000 Demonstranten auf die Straße. Die Kundgebung in Spanien war der Auftakt einer dreitägigen Protestserie in europäischen Hauptstädten.

„Gegen die Krise, Beschäftigung zuerst“ lautete der Slogan auf zahlreichen Plakaten. Und immer mehr Menschen bezeichnen den Kapitalismus als krank auf ihren Transparenten bei der Kampfdemonstration.

In Brüssel hielten die Demonstranten unter anderem auch ein Plakat mit „A social Europe? , yes we can! „ in Anlehnung an Obamas Wahlshow hoch.

Die Großdemonstrationen in Madrid, Brüssel, Berlin, Prag usw. finden im Rahmen der Aktionstage des Europäischen Gewerkschaftsbundes (ETUC) für ein soziales Europa statt. Aus allen Landesteilen Belgiens und aus den Nachbarländern nahmen insgesamt bis zu 60.000 Werktätige an der Kundgebung in Brüssel teil. Zur selben Zeit waren z.B. nur 55 Prozent der Busse der wallonischen Nahverkehrsgesellschaft TEC im Einsatz. Die Störungen im Busverkehr waren enorm, während die belgische Bahn Sonderzüge einsetzte.

Bei der Kundgebung im Zentrum der belgischen Hauptstadt verlangten Sprecher der Gewerkschaften einen europäischen Sozialpakt mit mehr sozialer Gerechtigkeit, mehr Solidarität, mehr und bessere Jobs und weniger sozialer Ausgrenzung. Außerdem forderten sie von der EU, mehr für den Erhalt der Arbeitsplätze zu tun.

Die Demonstranten zogen friedlich, aber lautstark vom Nordbahnhof bis zum Südbahnhof. Dabei erklärten sie, daß sie nicht für die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise zahlen wollen. Das sei eine weltweite Krise des Kapitalismus. Zahlen sollen die Reichen, darin waren sich alle einig.

Zu der Großkundgebung hatte der Europäische Gewerkschaftsbund aufgerufen. Stark beteiligt waren alle drei großen belgischen Gewerkschaften. Gewerkschafter meinten übereinstimmend, daß dies die größte Demonstration Belgiens in den letzten Jahren gewesen ist.

Weitere Kundgebungen werden am Samstag in Berlin und Prag veranstaltet.

Quellen: flanderninfo.be, brf.be

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