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GewerkschafterInnen
gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus Thüringen
99096
Erfurt
Tel.:
0361 2117 192
Fax:
2117 191
Oder
0163 232 8881
26.10.2004
Ungestörte
Neonazis
Zum
zweiten Mal durfte ich persönlich erleben, dass Neonazis die
Kundgebungen gegen die Soziale Demontage in Eisenach mit
nationalsozialistischen Publikationen, Rufen und Transparenten
funktionalisieren dürfen.
Nach
der Kundgebung am 11. Oktober wurde ich von Neonazis verfolgt, mein
Auto-Kennzeichen wurde notiert und ich wurde mit Aussagen wie „Du bist
bald tot“ bedroht.
Am
25.10., als ich wieder von dem sozialen Bündnis als Redner eingeladen
wurde, durfte ich noch schärfer erleben, wie ungestört die Neonazis
Nichtdeutsche bedrohen und sogar angreifen dürfen.
Als
die Neonazis mit nationalsozialistischen Transparenten direkt in die
Kundgebung einziehen wollten, versuchten einige TeilnehmerInnen, dies zu
verhindern. Ich wurde dabei von Neonazis niedergeschlagen und erneut mit
Mord bedroht. Die Polizei griff erst danach ein, hielt jedoch die
Neonazis aus der Kundgebung gegen Soziale Demontage, Rassismus und
Neonazismus nicht heraus.
Die
soziale Demontage führt zunehmend zum Anwachsen rassistischer und
antisemitischer Haltungen.
Gegenaufklärung
durchzuführen, die Menschen davor bewahrt der Neonazipropaganda zu
folgen, ist auch Aufgabe der sozialen Bewegung.
Aber
die Kundgebungen und Demonstrationen und Minderheiten vor
neonazistischen Eingriffen zu schützen, ist Aufgabe der Polizei. Während
aber mit staatlicher Gewalt verhindert wird, dass AntifaschistInnen
Neonazidemos stören, wird zugelassen, dass soziale Kundgebungen von
Neonazis gestört und Nichtdeutsche sogar niedergeschlagen werden. Ist
das der Schutz der Demokratie?
Deshalb
laden wir die sozialen Bewegungen ein, am 6. November in Gotha am 14.
antirassistischen Ratschlag „GEGEN das VERGESSEN“ teilzunehmen.
Angelo
Lucifero
Für
weitere Auskünfte steht ich Ihnen zur Verfügung (Tel.: 03612117 192
oder 0163 232 8881). |