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Streik auch zu Weihnachten

Ende des Arbeitskampfes der Beschäftigten bei Gate Gourmet weiter nicht in Sicht

Von Hans-Gerd Öfinger

Quelle: jungeWelt vom 20.12.2005

Auch am heutigen 75. Streiktag ist kein Ende des Arbeitskampfes der Beschäftigten des Düsseldorfer Airline-Caterers Gate Gourmet abzusehen. Am Montag bekräftigten die 80 Streikenden in einer Streikversammlung noch einmal ihre Entschlossenheit zur Fortsetzung des Streiks. Nach dem Widerspruch zur Tarifeinigung Anfang Dezember (jW Berichtete) hatte Gate Gourmet mehrfach angekündigt, weitere Gespräche mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) führen zu wollen. Allerdings sei bis heute kein Vorschlag zum weiteren Vorgehen eingegangen, so NGG-Sekretär Dieter Schormann auf jW-Anfrage. Somit werden die Streikposten auch zu Weihnachten und in der Neujahrsnacht vor Halle 8a auf dem Düsseldorfer Flughafengelände stehen.

Am Wochenende fanden an mehreren Orten Solidaritätsaktionen statt, so auch auf dem Frankfurter Flughafengelände. Dort hatten die Workers Center Initiative Rhein Main und Flughafenausbau-Gegner eine Demonstration auf dem Busparkplatz vor Terminal 1 angemeldet. Mit der Aktion wollten die Demonstranten unter anderem auf die große Zahl schlecht bezahlter und prekärer Arbeitsplätze auf dem Gelände der vorgeblichen »Jobmaschine« Flughafen hinweisen.

Auch bei der Catering-Firma LSG Sky, die noch eine 100prozentige Tochter der Lufthansa und mit ca. 6500 Beschäftigten der weltweit größte Caterer überhaupt ist, wird die Belegschaft durch den Lufthansa-Konzern massiv unter Druck gesetzt. Hier wurde im September 2005 durch massive Erpressung für die Standorte Frankfurt und München mit allein 4000 Beschäftigten eine Verschlechterung des Tarifvertrags durchsetzt. So sind die Einstiegsgehälter jetzt um 25 Prozent niedriger als bisher, während die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von 38 auf 40 Stunden angehoben wurde. Ähnlich wie bei Gate Gourmet sei auch bei LSG Sky die Arbeitshetze in einem Ausmaß gestiegen, »daß einem die Luft wegbleibt«, so die Workers Center Initiative.

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