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Erzeugung
von Angst gehört zum System der Ausbeutung
Angst
wird im Einzelhandel systematisch erzeugt - und die Gegenwehr?
Von
Anna Heinzberger/20. November 2006
Kommunisten-Online
ist den Arbeitsbedingungen im Handel nachgegangen und führte mit Beschäftigten
in verschiedenen Funktionen und Positionen Gespräche. Wir wollen einen
Blick hinter den zur Schau gestellten Schein der heilen Warenhauswelt
werfen.
Strukturen
im Handel
In
den Gesprächen stellte sich heraus, dass die betriebsinternen Abläufe in
allen größeren Handelsunternehmen nahezu identisch sind. Die
Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten von der Kassiererin bis zum
Abteilungsleiter sind ebenfalls durchweg von vergleichbarem Druck und
Stress bestimmt.
Die
Gespräche wurden mit Beschäftigten aus Discounter-Märkten und SB-Warenhäusern
geführt. Dabei kann ein Discountermarkt annähernd verglichen werden mit
der Abteilung in einem SB-Warenhaus. In diesem Beitrag stehen sie für die
kleinste operative Einheit der Handelsunternehmen.
In
Discounter-Märkten arbeiten durchschnittlich 2,5 Beschäftigte einschl.
des Marktleiters pro Schicht. Die Personalkostenquote beträgt ca. 4,5%
vom Umsatz.
In
den SB Warenhäusern liegt die Beschäftigtenzahl pro Abteilung geringfügig
höher (bei ca. 3,5-4,5) Beschäftigten pro Schicht einschl.
Abteilungsleiterin. Die Personalkostenquote liegt bei ca. 6-12 %.
Ein
wesentlicher Unterschied beider Verkaufssysteme besteht darin, dass in den
Discounter-Märkten durchgängig Palettenplatzierung praktiziert wird. Die
SB-Warenhäuser praktizieren überwiegend Regalplatzierung.
Die
5 Discounter-Ketten Aldi, Norma, Penny, Lidl, Netto beherrschen weitgehend
den deutschen Markt. Insgesamt haben die Discounter einen Marktanteil von
ca. 40% am gesamten Lebensmittelhandel. Im SB-Warenhaussystem sind überregional
bekannt z.B. Real, Hit, Globus, Edeka, Rewe, Kaufland.
In den SB-Warenhäusern besteht noch ein gewisser Anspruch auf und Service
für Kundenberatung.
In
diesen Unterschieden der Verkaufssysteme liegen die wesentlichen Gründe für
die unterschiedliche Beschäftigtenzahl und Kostenstruktur.
Betrachtung
der operativen Ebene
In
allen Handelssystemen und Ketten wird der eigenen Firmenphilosophie viel
Aufmerksamkeit gewidmet. Die Darstellung der gewünschten Firmenidentität
reicht von besonderer Dienstkleidung (Uniform) bis zu standardisierten
Redewendungen.
Diese
Äußerlichkeiten sind Versuche sich von den Mitbewerbern abzuheben. Sie
dienen dazu beim Kunden die Illusion zu erzeugen, er sei gerade für
dieses Handelsunternehmen ein besonders geschätzter Mensch und der
Einkauf dort sei besonders vorteilhaft. Diese
Vorgehensweise wird hauptsächlich gewählt, um die Kundenbindung zu erhöhen.
Für die Erzeugung des äußeren Scheins werden eine Menge Mittel,
Zeit und psychologische Tricks aufgewendet.
Für
Kunden sollen Glücksgefühle, Illusionen, Vorstellungen einer heilen Welt
erzeugt werden. Die Ideologen der Handelskapitalisten liefern dafür auch
gleich ein passendes Schlagwort. Einkaufs-Erlebnis-Welt
nennen sie die ganze Schau.
Psychologie,
allerdings von anderer Qualität, wird auch gegenüber den Beschäftigten
eingesetzt.
Gegen
die Beschäftigten werden zunehmend Druck, Stress, Angst erzeugt, die häufig
die Qualität von Mobbing erreichen und in manchen Fällen nicht anders
als mit dem Begriff psychischer Terror bezeichnet werden können. Auch
hier zeigt sich der unversöhnliche Gegensatz, den der Kapitalismus
fortschreitend erzeugt.
Mit
Druck und Psychoterror gegen die Beschäftigten sollen die Ziele der glückstrahlenden
Einkaufs-Erlebnis-Welt erreicht werden.
Mobbing
und psychischer Terror führen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden
bei den Betroffenen, an denen sie teilweise für den Rest ihres Lebens
leiden.
Es
werden hohe Vorgaben für Kosteneinsparungen und Umsatzziele gemacht. Am
Ende der Kette landen diese Vorgaben beim unteren Führungspersonal
(Abteilungsleiter) in der Form von Vorgaben für die Zahl der Beschäftigten.
Dabei ändert es nichts am Ergebnis, ob die Vorgaben für die Beschäftigtenzahlen
auf den Umsatz, den Rohertrag oder eine andere Kennzahl bezogen sind.
Es bedeutet immer, dass die vorhandenen Aufgaben mit weniger Leuten
bewerkstelligt werden sollen. Die Aufgaben werden nicht reduziert. Im
Gegenteil kommen ständig neue Aufgaben und Anforderungen hinzu, die im
Konkurrenzkampf mit anderen Handelsunternehmen für die Abhebung von
diesen, vom oberen Management, für notwendig erachtet werden.
Gleichzeitig sollen die Beschäftigten höhere Umsätze realisieren. Als
Normalvoraussetzung dafür gilt, dass der Markt bzw. die Abteilung sich
durchgehend in einem Vorzeigezustand befindet. Idealerweise sollte die
Verkaufsstätte so aussehen, dass jeder nur auf diesen einen Kunden
gewartet hat, und alle von Ihm erwarteten Produkte in Massen vorhanden
sind.
Im Einzelnen gehört dazu, dass alle Verkaufsplätze gut und richtig bestückt
sind, dass keine leeren Verpackungen herumliegen. Es muss also
ununterbrochen nachgefüllt und entsorgt werden. Die Kassen müssen
ausreichend besetzt sein, damit sich keine langen Kundenschlangen bilden,
die für Unmut sorgen. Das Lager muss geführt werden, Bestellungen müssen
rechtzeitig ausgelöst werden und die Kassenabrechnung soll auch genau und
richtig sein.
Tätigkeiten, wie auffüllen, entsorgen, kassieren werden von nur einer
Person gleichzeitig erledigt, sie steht ständig in einem
Interessenkonflikt, welche Aufgabe Vorrang hat. Die anfallenden Arbeiten
sind so weit gefächert, dass der Anspruch bei zeitweiser Ein-Mann/Frau
Besetzung überhaupt nicht erfüllt werden kann. Es wird von vornherein
geplant, daß die theoretisierte, ideale Aufgabenerfüllung scheitern
muss.
Die
Führungskräfte werden wesentlich danach beurteilt, ob und in welchem
Umfang sie diese Vorgaben erreichen. Erreichen sie die Vorgaben nicht,
bedeutet das regelmäßig das Ende ihrer „Karriere“. Meist werden sie
danach aus dem Unternehmen herausgemobbt oder degradiert um noch als
Warnung für die anderen Beschäftigten zu dienen.
Das
mittlere Management (Bereichsleiter, Leiter eines Warenhauses) erkennt häufig
durchaus noch, dass die Vorgaben nicht erfüllbar sind im Rahmen der
bestehenden tariflichen und vertraglichen Bedingungen. Dass die Umsetzung
nur durch extremen Druck, Leistungsverdichtung, Vertragsbruch bis hin zu
offenem psychischen Terror temporär
realisiert werden kann. Wer sich auf dieser (taktischen) Ebene sperrt oder
Einwände erhebt wird ausgetauscht und durch Subjekte ersetzt, die
bewiesen haben, dass sie begeistert und skrupellos mit der groben
Brechstange arbeiten.
Deren
Auftrag ist häufig zeitlich begrenzt und beschränkt sich darauf
innerhalb einer vorgegebenen Zeit die Vorgaben zur Kosteneinsparung zu erfüllen.
Sie
interessieren sich also von vornherein nicht für langfristigen Erfolg.
Sie interessieren sich nur für Erfolg innerhalb ihrer Einsatzzeit.
Sie
wissen, dass Angst (Existenzangst) bei den Beschäftigten für gewisse
Zeitspannen enorme Leistungen freisetzt, die im weiteren Verlauf zu
irreversiblen
Gesundheitsschäden und zum Zusammenbruch führen. Diese Leistungen
mobilisieren die Beschäftigten bereits nach kurzer Zeit aus ihrer
Substanz. In der Praxis trafen wir zahlreiche Beschäftigte und Führungskräfte
an, die einen erschreckend hohen Konsum an starken Schmerzmitteln und
Psychopharmaka hatten. Darunter Mittel, mit hohem Suchtpotential.
Die
Brechstangenmanager interessiert das nicht, weil während der Dauer ihres
Einsatzes Fälle von Zusammenbrüchen als Einzelfall und schwache
Gesundheit einzelner Beschäftigter deklariert werden können. Das
menschliche Desaster tritt ein, nachdem sie wie die Heuschrecken weiter
gezogen sind. Sie kassierten die höchste Anerkennung und Bewunderung
durch das obere Management bereits vorher.
In
der Regel sind diese Ausfälle auch leicht zu ersetzen, weil das Kapital
beständig eine Reservearmee erzeugt, aus der die neuen Opfer zu
billigsten Bedingungen für die Kapitalisten rekrutierbar sind.
Häufig
besteht das praktische Vorgehen der Brechstangenmanager darin, dass sie
einzelne Exempel statuieren von Disziplinierung und Zurückstufung. Mit
Vorliebe wählen sie dafür langjährige Führungskräfte der unteren und
mittleren Ebene aus.
Besonders
geeignet sind die schwachen Ja-Sager, die nicht mehr jung genug sind um
sich überall mit Chancen zu bewerben. Es ist dabei durchaus erwünscht,
dass einige Betroffene in einer degradierten Stellung im Unternehmen
verbleiben.
Sie wirken so, als dauernd sichtbares Beispiel, das den Schrecken für den
Rest der Beschäftigten täglich neu erzeugt und aufrechterhält. Oft genügen
diese Maßnahmen schon, um flächendeckend ein hinreichendes
Angstpotential bei den Beschäftigten zu erzeugen und so die
Leistungsmobilisierung aus der Substanz in Gang zu setzen.
Einzelne
Führungskräfte, die sich dem Terror entziehen oder widersetzen, den
extremen Druck nicht an alle Untergebenen rücksichtslos weitergeben,
erfahren eine Sonderbehandlung.
Ziel ist die Führungskraft entweder schnell zu brechen oder die Kündigung
mit vorangehender Abmahnung vorzubereiten.
Sie
bedienen sich dabei u. a. der Methode, dass sie tatsächlich vorhandene Mängel
kritisieren. Diese Mängel sind auf Grund der systematisch, gewollten
Unterbesetzung der operativen Einheiten jedoch unvermeidbar und normal.
Eine Begründung, Rechtfertigung oder Klarstellung seitens der betroffenen
Führungskraft wird nicht akzeptiert.
Der Hinweis, auf zu wenig Personal oder krankheitsbedingte Ausfälle
hätte lediglich zur Folge, dass der Manager der Führungskraft Unfähigkeit,
mangelnde Belastbarkeit, falsche Planung oder Ähnliches öffentlich
vorwerfen würde.
Sie
werden also für Dinge verantwortlich gemacht, die in den Bereich und die
Entscheidungspflichten(!) der Unternehmensführung gehören. Es ist schon
raffiniert, die Beschäftigten der operativen Ebene für die
Entscheidungen (oder auch Nicht-Entscheidungen) der taktischen und
strategischen Ebenen verantwortlich zu machen.
Wir
trafen in den Gesprächen keine Beschäftigten, die sich angemessen
gewehrt hätten. Die Angst ist verbreitet und die sachliche Feststellung
von Tatsachen (hier die Entlarvung der taktisch-strategischen Ebenen) würde
wahrscheinlich unmittelbar zur Kündigung führen. Das obere Management in
der strategischen Ebene kann nicht dulden, dass es entlarvt und enttarnt
wird. Das könnte Solidarisierungen hervorrufen, weil alle die gleiche
Erfahrung besitzen. Die individuelle Schuldzuweisung an die Führungskräfte
und Beschäftigten der operativen Einheiten ist wichtiges Element der
Strategie, um das Terrorsystem aufrecht zu halten. Damit wird den Beschäftigten
fortschreitend das Selbstwertgefühl geraubt.
Wo
diese Methoden zur Brechung der operativen Führungskräfte nicht
ausreichen wird auch mit direkten Drohungen, Unterstellungen und Lügen
gearbeitet.
Spätestens
hier resignieren die meisten sachlich begründeten „renitenten“ Führungskräfte
endgültig und ordnen sich unter. Die kleine verbleibende Restzahl wird
entweder gekündigt oder kündigt selbst.
Mit
den geschilderten Methoden werden tatsächlich die schnellsten und größten
Erfolge im kapitalistischen Sinn erzielt. Was zählt sind
Kostenreduzierungen und Personalreduzierungen. Kein Handelskapitalist
fragt nach den Opfern und der anderen Seite der Medaille. Nicht einmal die
mittel- bis längerfristigen nachteiligen Folgen für das Unternehmen
selbst interessieren. Kapitalisten haben nur ein Auge für die
kurzfristigen Scheinerfolge.
Für
die Beschäftigten bedeutet es starke Einkommensverluste und extrem
gesteigerte Arbeitsbelastungen. Bei einem Teil der Beschäftigten wird die
Gesundheit derart nachhaltig beschädigt, dass sie nicht mehr oder nur
noch eingeschränkt arbeitsfähig sind. Der gesteigerte Profit des
Handelskapitalisten erzeugt ganz folgerichtig Verarmung und Zerstörung
beim Proletariat.
Auch
wenn dieser Beitrag seine Quellen vor allem im Handel hat, lassen sich die
Strukturen der Vorgänge, die Ergebnisse und Schlussfolgerungen auf alle
Bereiche von Industrie bis Verwaltung weitgehend übertragen.
Angst
wird systematisch erzeugt
Angst
ist das zentrale Element in der derzeitigen Entwicklungsphase des
Imperialismus. Die Ausbeuterklasse wendet dieses Element sowohl bei seinen
Raubzügen gegen das inländische Proletariat an, als auch bei seinen
internationalen Raubzügen. (die permanent geschürte Terrorangst ist
prinzipiell von der gleichen Qualität und dient dem gleichen Zweck. Das
Proletariat wird gefügig gemacht, um die imperialistischen Interessen
durchzusetzen. Nur der Maßstab ist größer.)
Warum
entwickelt sich keine Gegenwehr?
Zusammenhänge
und Tatsachen sind offensichtlich und seit Karl Marx und Friedrich Engels
wissenschaftlich erforscht.
Wir
erwarten nicht, dass diese Tatsachen von den Kapitalisten oder ihren
Medien dargestellt und propagiert werden. Was man erwarten kann, wäre
jedoch, dass die Gewerkschaften hier eindeutig und in aller Schärfe
auftreten. Das ist leider nirgendwo feststellbar. Die Beschäftigten sind
bis auf wenige Ausnahmen auf sich allein gestellt. Das ist einer der Gründe
dafür, dass sich kein solidarisches Bewusstsein und Handeln entwickelt,
obwohl Alle bis in die mittlere Führungsebene hinein betroffen sind.
Gewerkschaften
und Betriebsräte stellen eine Aristokratie innerhalb der Arbeiterklasse
dar, die keinerlei Interesse mehr an den Arbeitsbedingungen ihrer
Mitglieder bzw. Wähler zeigen. Sie schwadronieren ebenso wie die
Ausbeuter selbst über Konkurrenz, Sachzwang oder Ähnliches. Ihr
geistiges und ideologisches Fundament ist der Opportunismus, die
sozialdemokratische Irrlehre von Reform und Partnerschaft mit der
Ausbeuterklasse.
Die
Ausbeuterklasse bedarf ihrer nicht mehr. Darum gibt es auch keine Almosen
mehr für die Klientel. Viele Arbeiter verlassen die Gewerkschaften, weil
sie keinen Sinn mehr in einer Mitgliedschaft erkennen können. Die
Gewerkschaften befinden sich seit Jahren im Niedergang und müssen massive
Mitgliederverluste hinnehmen.
Aber
selbst in ihrem rasanten Niedergang vermögen sie den vollständigen
Bankrott ihrer Irrlehren und ihres Irrwegs nicht zu erkennen, im Gegenteil
sie verstärken ihn, indem sie sich überwiegend sogar noch an die
reaktionär, imperialistisch verkommene SPD klammern. Die Abspaltung WASG
schickt sich an, gemeinsam mit der sog. Linkspartei.PDS, der Illusion zu
verfallen, sie könne den gleichen Irrweg einige Kilometer vorher noch
einmal betreten und gehen.
Dieser
Zustand der Gewerkschaften und größeren politischen Gruppen in der BRD
ist wesentlich verantwortlich dafür, dass keine Gegenwehr und Solidarität
aufkommt.
Ihr
Zustand ist das Ergebnis von Opportunismus und Revisionismus. Er bedeutet
den vollständigen Bankrott dieser Ideologien und Theorien. Die Realität
liefert den stichhaltigen Beweis dafür. Die Repräsentanten dieser
Abweichung, Verfälschung und Negierung
des Marxismus-Leninismus in den Gewerkschafts- und Parteiführungen werden
reichlich von den Imperialisten für den Verrat entlohnt.
Mit
Schröder begann die beschleunigte Umwandlung der kapitalistischen
BRD-Gesellschaft zu einem aggressiven imperialistischen Staat. Die
imperialistischen Staatsorgane decken die Flanke der Ausbeuter mit
Gesetzen wie z. B. Hartz IV. Unter dem erlogenen Vorwand einer
terroristischen Bedrohung werden Militäreinsätze gegen das Proletariat
im Inland vorbereitet.
Es
ist eine Zeit, in der die anschaulichen Beispiele zur Entlarvung des
Systems täglich vorhanden sind und für das Proletariat verständlich
dargestellt werden können.
Die
Kommunisten bleiben mit dieser Aufgabe wieder einmal weitgehend allein.
Die vorhandenen ehrlichen Gewerkschafter und Sozialdemokraten sehen dem
Verrat ihrer Führungen tatenlos zu, anstatt mit kommunistischen Kräften
Bündnisse zu suchen. Das wäre aktive Tat, um gegen die aggressiven Raubzüge
der imperialistischen Ausbeuter Front zu machen.
Was
tun?
Angst
ist kein guter Ratgeber. Das Proletariat muss seine Angst überwinden und
den fortschreitenden Rückzug stoppen. Jeder Schritt zurück schwächt die
gesamte Arbeiterklasse. Die hartnäckige Verteidigung jeden Millimeters
der Positionen, die der Arbeiterklasse verblieben sind, ist der erste
Schritt um wieder Kräfte zu sammeln und stärker zu werden. Eine
Bedingung dafür ist auch, dass die fortschrittlichen Kräfte in den
Gewerkschaften, die Ablösung der Verräter in den Führungen zum Thema
machen. Ohne konsequenten Kampf gegen Opportunismus und Revisionismus kann
eine Reorganisation und Neuformierung der Arbeiterklasse nicht erfolgreich
sein. Diese Aufgabe muss weit oben in der Arbeitsliste stehen. Ein
Opportunist in der Führungsposition einer Arbeiterorganisation schadet
der Arbeiterklasse mehr als eine ganze Horde von Reaktionären in
Unternehmen und Politik.
Anna
Heinzberger
-
Versuche,
sie im Kreis der gleichrangigen Führungskräfte zu isolieren.
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Sie
zu demütigen, z. B. dadurch, dass der Manager sie vor versammelter
Mannschaft vorführt.
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Ihre
Autorität bei den Untergebenen zu untergraben, durch Umgehung des
„Dienstwegs“ und direkte Anweisungen an die Beschäftigten. Solche
Anweisungen widersprechen den Anweisungen der zuständigen Führungskraft,
um zusätzliches Chaos und gehäuft unerledigte Arbeiten zu
produzieren, die dann zu Abmahnung und Kündigungsdrohung führen.
-
Einer
der harmloseren Vorwürfe ist, dass ihnen mangelndes Kostenbewußtsein
und Verschwendung vorgehalten wird, wenn noch andere Beschäftigte
zugegen sind.
-
Ein
Manager führt die Führungskraft öffentlich vor, indem er in ihrem
Beisein auf der Verkaufsfläche Lücken in den Platzierungen
kritisiert, jedes Staubkörnchen mit den Worten „was ist denn das für
ein Saustall“ kommentiert. usw. usf.
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