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Das alte Rezept:

Kampf den Arbeitslosen - nicht der Arbeitslosigkeit

Peter HartzDas ist er:
Peter Hartz- Schröders Mann fürs Schmutzige

 

 

 

 

Der große Zapatto oder:

der Mitbestimmer mit der Peitsche

von Günter Ackermann

Die Finanzial Times Deutschland (FTD) schrieb am 24. Juni 2002 über Peter Hartz unter der Überschrift "Peter Hartz: Zäher Verhandler mit Hang zur Revolution"

"Peter Hartz ist eine Ausnahmeerscheinung unter Deutschlands Managern: Bescheiden und zurückhaltend im Auftritt, überlässt er das Rampenlicht lieber anderen." 

Voll Bewunderung vor dem Manager, der ein "Arbeiterkind" (FTD) sei und auch mit den Tugenden, die das Zentralorgans einen Arbeiter zubilligligt: fleißig und bescheiden. Ein wahrer und edler Mensch folglich, nur das Wohl seiner Bescäftigten im Auge und, wenn dabei auch noch der Unternehmensprofit stimmt, umso besser.

Der menschenfreundliche Dr. h.c. Peter Harzt ist dabei alles andere als das.

Nur zwei Beispiele: Im Februar 2000 streikte VW-Arbeiter in Uitenhage (Südafrika) für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

Der Betriebsrat Stöter sagte auf der Aktionärsversammlung im Jahre 2000: „In einer Region, in der eine Erwerbslosigkeit von mehr als 50 Prozent vorherrscht, ist das eine menschenverachtende Entscheidung“, entrüstete sich Betriebsrat Stöter. In dem Konflikt gehe es hauptsächlich darum, 13 unliebsame Belegschaftsvertreter mit falschen Argumenten los zu werden. Dazu nehme das Management „1.287 Existenzvernichtungen billigend in Kauf.“

VW reagiert mit der Entlassung von 1287 Arbeitern. In Brasilien, im VW-Werk Sao Carlos, kämpften die Arbeiter für die 40 Stunden-Woche und die Lohnangleichung an die anderen brasilianischen VW-Werke gefordert. 22 Vermeindliche Rädelführer feuerte der Konzen.

Unser Menschfreund Holtz jedoch fand das ganz in Ordnung und wieß jegliche Kritik zurück, Die Betroffen hätten gegen das Arbeitsrecht verstoßen. Punkt.

Auch die andere Großtat von Hartz ist bei genaueren Hinsehen so menschenfreundlich nun wieder auch nicht.

VW hatte bekanntlich die Arbeitszeit auf 28,5 Stunden die Woche gekürzt, allerdings ohne Lohnausgleich und dafür Arbeiter eingestellt.

Der schon erwähnte Betriebsrat Stöter sagte auf dieser Versammlung: „Neben der ständigen Arbeitsverdichtung und dem Sozialabbau existiert die sogenannte 28,8-Stunden-Woche für den Produktionsbereich faktisch nur auf dem Papier“, berichtete Stöter den Aktionären. „Tatsächlich wird in Hannover und den anderen VW-Betrieben überwiegend 35 Stunden und mehr gearbeitet.“

So sieht es also aus. Die angebliche Arbeitszeitverkürzung durch den Konzern ist eigentlich nur ein Lohnverzichtmodell bei gestiegener Arbeitszeit.

Die damals angeblich zusätzlich eingestellten Arbeiter (sie sind nicht bei VW, sondern ein der Wolfsburg AG eingestellt), verdienen bei gleicher Arbeit 1/3 weniger als die direkt von VW eingestellten. Klar, dass sie dadurch auch die Löhne ihrer von VW eingestellten Kollegen faktisch drücken.  Stöter erklärte weiter, überall im Konzern fehle es an Arbeitskräften.

Unser Menschfreund und Arbeitsdirektor Hartz erklärte lakonisch: Bei der Wolfsburg AG seinen nur ehemalige Arbeitslose neschäftigt, darüber gebe es mit der IG-Metall einen Tarifvertrag.

Und dieser Peter Hartz sollte jetzt für Schröter ein Modell entwickeln, wie die Arbeitslosigkeit abzubauen sei. Er hat es vorgelegt.

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