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Initiative gegen den Gewerkschaftsausschluß von Josef Lutz

c/o Winfried Fleischmann, Anna-Rosenthal-Weg 44, 91052 Erlangen 

Email: Winfried.Fleischmann@t-online.de

 17.1.02

Info Nr.6

An alle Unterstützer des Kampfs gegen den Gewerkschaftsauschluß  von Josef Lutz

Dr. Josef Lutz tritt in VERDI über

Josef ist im November 2001 nach seinem beruflichen Wechsel von Nürnberg nach Chemnitz übergangslos von der IGM in die Gewerkschaft Verdi eingetreten. Er hatte bereits lange vor der Auseinandersetzung mit der Semikron Geschäftsleitung eine Berufung an die technische Universität Chemnitz erhalten. Inzwischen wurde das Berufungsverfahren abgeschlossen und Josef ist seit Herbst 2001 als Professor für Elektrotechnik tätig.

Gegen den Beschluß des Kontrollrats der IGM, seinen Widerspruch gegen den Ausschluß aus der IGM  ohne inhaltliche Begründung zurückzuweisen hat er satzungsgemäß Einspruch beim Beirat der IGM eingelegt. Der Eingang des Einspruchs wurde ihm bestätigt mit der Bemerkung, daß seine Berechtigung geprüft wird.

Der 2.Bevollmächtigte der IGM Verwaltungsstelle Nürnberg, Jürgen Wechsler– ein schlechter Verlierer

Auf der Vertrauensleutekonferenz  der IGM  Bayern am 26./27.10.01  in Regensburg nahm  Kollege Winfried Fleischmann  zu dem Ausschlußverfahren, das von Wechsler und anderen angestrengt worden war Stellung.

Er bezeichnete es als unverständlich, daß ein international bekannter Naturwissenschaftler wie Dr. Josef Lutz aus der Gewerkschaft ausgeschlossen werden soll. Die IGM hat doch gerade große Schwierigkeiten sich im Angestelltenbereich zu verankern. Wenn nun ein Angestellter wie Dr. Lutz sich als Betriebsrat und Vertrauenskörperleiter  für seine Kollegen einsetzt werden ihm Prügel zwischen die Füße  geworfen nur weil seine linke politische Einstellung manchen nicht paßt. Es muß in der IGM Platz für alle sein, die auf antifaschistischer und antirassistischer Grundlage für die Interessen der Gewerkschaft eintreten.

Durch den Redebeitrag  fühlte sich Jürgen Wechsler zu einer Erwiderung herausgefordert.

Sie hätten sich in Nürnberg in der IGM schon immer für Kommunisten eingesetzt, als das in der IGM noch gar  nicht so selbstverständlich gewesen sei. Er sei für Meinungsvielfalt in der IGM, aber im Fall Josef Lutz sei es um den Stil der Auseinandersetzung gegangen. Er erwartet sowieso, daß er nächste Woche in der ‚Roten Fahne‘ der MLPD liest, daß sich die Vertrauensleutekonferenz der IGM gegen den Ausschluß von Josef Lutz ausgesprochen hat.

Jürgen Wechsler kann es offensichtlich nicht verkraften, daß sich sowohl der Vertrauenskörper der IGM bei Semicron als auch die IGM Mitgliederversammlung gegen den Auschlußantrag aus der IGM ausgesprochen hat. Auch auf der Betriebsversammlung bei Semikron erhielt Josef Lutz den Beifall der Kollegen und nicht ein Jürgen Wechsler mit seinen Ausflüchten zum Gewerkschaftsausschluß.

Josef Lutz bekundet seine Solidarität mit einem Verdi-Kollegen aus Essen

Lieber Alois,
ich möchte Dir hiermit meine Solidarität und Unterstützung ausdrücken.
Denn mir ging es in einigem ganz ähnlich wie Dir. Auch gegen mich hat der IGM
Ortsvorstand Nürnberg ein Ausschlußverfahren eingeleitet. Das geschah
zeitgleich und parallel zu einem Kündigungsverfahren meines Unternehmers, das
ich inzwischen gewonnen habe. Nicht aber das Ausschlußverfahren. (...)
Vielleicht hilft Dir das in der Beurteilung dessen wie sie mit Dir umgehen.

Es wiegt schwer, wenn Gewerkschaftsfunktionäre die gute Zusammenarbeit mit
Unternehmern höher stellen als das Interesse der Gewerkschaftsmitglieder.
Auch wegen des Umgangs mit mir sind viele Kollegen aus der Gewerkschaft
ausgetreten. Aber das schwächt uns ja. Wir müssen eine starke
Kampforganisation für unsere Interessen haben. Und bestimmte Funktionären
geht es wegen Ihres “Bündnis für Arbeit" vor allem um das Unternehmerlob.
Und für die Sorgen der Kollegen haben sie kein Herz. Das soll dann modern
sein.
Bei mir wollten sie einen “innovativen Tarifvertrag" abschließen mit
entsprechenden Nachteilen bei flexibler Arbeitszeit und Lohn, bei Dir wollen
sie die Löhne kürzen. Wenn man dazwischentritt und die Unterstützung der
Belegschaft hat, dann geht es rabiat zu.
Viele Kollegen sind entsetzt über sowas. Man darf hier keine Resignation
aufkommen lassen. Das Gewerkschaftsbuch hinschmeißen ist der ganz falsche
Weg, die Konsequenz ist Untätigkeit und das ist dann beiden da oben recht.
Wir müssen darum kämpfen, raus aus dem Bündnis für Arbeit.
Raus aus dem Aktzeptieren der Unternehmerinteressen als “Sachzwänge". Unsere
eigene Rechnung aufmachen.
Für Gewerkschaften als Kampforganisationen.

Lieber Alois, Ich weiß, daß so eine Situation persönlich nicht einfach ist.
Wie geht es Dir? Hast Du auch Familie und Kinder? Ich bin sicher, Du wirst
viel Unterstützung finden.

Mit solidarischen Grüßen
Josef Lutz

Inzwischen ist das Ausschlußverfahren abgewehrt,

Beschluß des Seminars “Neue Erkenntnisse im Mikro- und Makrokosmos”

16 Teilnehmer des Seminars der Thomas-Dehler-Stiftung
am 28.- 30. September 2001 in Fürth
unterschrieben eine Erklärung gegen den Gewerksschaftsausschluß von Josef
Lutz:
“Wir Teilnehmer des Seminars der Thomas-Dehler Stiftung “Neue Erkenntnisse
im Mikro- und Makrokosmos"
protestieren gegen den Gewerkschaftsausschluß von Josef Lutz aus Gründen der
Gesinnung
und wir sprechen uns für Meinungsfreiheit und Demokratie aus."

 

Dokumentation noch erhältlich:

Dokumentationen zum erfolgreichen Kampf gegen die politische Kündigung von Josef Lutz sind noch erhältlich bei:

http://www.neuerweg.de

Alte Bottroper Str. 42
45356 Essen
Tel: 02 01/2 59 15
Fax: 02 01/6 14 44 62

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
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