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Gelbe
Gewerkschaftsbonzen – Handlanger der Rüstungslobby
Studie
der IG-Metall fordert noch mehr Milliarden in die Rüstung
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
am 9. September 2011 – Es klingt erstmal harmlos: „Unternehmen,
Betriebsräte und Gewerkschaften müssen gemeinsam die Entwicklung neuer
Produkte für neue Märkte beschleunigen. (…)
Voraussetzung
ist dafür,
dass gemeinsame Strategien mit Bund, Küstenländern, Industrie und der
IG Metall mitentwickelt, Anpassungs- und Diversifizierungsprozesse
gezielt vorangetrieben und mit Fördermitteln werden.“
Die
„neuen Produkte“, für die man die berüchtigte
„Sozialpartnerschaft“ aus Gewerkschaften. Konzernmanagement und
kapitalistischen Staat aus der Mottenkiste holen will, sind keine neuen
Eisenbahnzüge, die nicht entgleisen können und in denen die
Klimaanlage immer funktioniert, keine Fernseher, mit denen man sogar
Rosenduft übertragen kann und auch keine Autos, die mit Leitungswasser
fahren, es sind Mordmaschinen für den Krieg.
Die
IG Metall stellt sich voll hinter dieses Kriegspolitik der
Imperialisten, verbrämt es nur sprachlich:
„Die
Streitkräfte stehen vor der Aufgabe, zunehmend neue internationale
Aufgaben zu übernehmen, die veränderte militärische Fähigkeiten und
neue Ausrüstung erfordern. Nach dem Ende des Kalten Krieges hat es in
Deutschland und innerhalb der NATO eine sehr stark veränderte
Wahrnehmung bezüglich möglicher Bedrohungsszenarien gegeben. Dies hat
Rückwirkungen auf die militärischen Anforderungen und das Fähigkeitsprofil
der Bundeswehr, ihre Bewaffnung und Ausrüstung. Es herrscht weitgehend
Einigkeit, dass das Bedrohungs- und Kriegsbild des 20. Jahrhunderts,
geprägt durch starke, gepanzerte Landstreitkräfte zur Sicherung der
nationalen Grenzen, für Europa nicht mehr zutrifft. So haben sich auch
die Anforderungen an die Bundesmarine verändert.“
Auf
gut deutsch heißt das: Der Kalte Krieg – besser die Existenz des
sozialistischen Lagers – hat das Führen von Kriegen erschwert, denn
ein Krieg Ost gegen West wäre ein Weltkrieg mit Atomwaffen gewesen,
Das
ist jetzt anders: Kriege sind wieder führbar, wenn auch nicht in
Mitteleuropa. Aber es gibt ja auch Länder weitab. Um aber der
„Bedrohung“ am Hindukusch, in Afghanistan, Herr werden zu können,
oder In Afrika die Regime – die unfreundlichen weg und die
freundlichen hin-„kriegen“ zu können, bedarf es nicht unbedingt
einer Panzerbrigade, Die sind in den Bergen Afghanistans nur bedingt
einsatzfähig, in Afrika nicht minder.
Auch
muss man die Panzer, die Soldaten, die Waffen usw. dahin bringen. Dazu
braucht die Bindeswehrmacht Transportmöglichkeiten, also auch Schiffe,
Und man muss das Bedrohungspotential (Kanonenbootpolitik) aufrecht
erhalten können – kurz: Kriegsschiffe sind dazu gut geeignet.
Wenn
nun deutsches Krieggerät – Schiffe. Waffen, Panzer,
Fluggerät – überall
auf der Welt präsent sind, wenn sie der hohem Qualitätsanforderungen „made
in Germany“ entsprechen, die Technik ausgereift und sie auch gut töten
können, interessieren sich auch die Potentaten anderer Länder für
deutsches Mordwerkzeug. So lieferten deutsche Werften U-Boote nach
Israel und werden dort mit Sicherheit nicht dazu eingesetzt, den
Salzgehalt des Toten Meere zu prüfen.
Erinnern
wir uns auch, dass das Zwangsregime in Saudi Arabien deutsche Panzer und
anderes Mordwerkzeug kauft. Deutschland ist einer der führenden
Waffenexporteure weltweit.
Und
die Waffen werden, ist die Bundeswehr damit ausgerüstet, nicht nur
Deutschland kriegsfähiger machen, sondern verkaufen sich prächtig in
alle Krisenregionen der Welt. Die Toten sind gewollt, sind Kolatoralschäden.
Die sind d en IGM-Bonzen egal, den Chefs der Rüstungskonzerne schon längst.
Mehr
noch: Die gelbe IG-Metall-Führung ist voll dabei, wenn es um die
Ausweitung imperialistischer Kriege geht – natürlich bedrohen böse
Kräfte die Sicherheit der BRD:
„Das
neue sicherheitspolitische Umfeld des 21. Jahrhunderts wird bestimmt von
dem Konzept weltweit mobiler Streitkräfte, die flexibel an wechselnden
Schauplätzen für militärische Einsätze zur Verfügung stehen. In der
Praxis haben alle drei Teilstreitkräfte der Bundeswehr – Luftwaffe,
Heer, Marine – Einsatzaufgaben übernommen, die in Kooperation im -NATOBündnis, im Rahmen der gemeinsamen Europäischen Außen- und
Sicherheitspolitik oder in UN-Missionen durchgeführt werden. Eine in
diesem Zusammenhang neue Herausforderung stellt die zunehmende Bedrohung
des freien Warenverkehrs zu See durch Piraterie und Terrorismus dar
(z.B. am Horn von Afrika und im Golf von Aden). Da ungefähr neunzig
Prozent des Außenhandels der EU auf dem Seeweg abgewickelt werden, hat
die EU im Rahmen der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik it der
Operation „Atalanta“ und der Entsendung von Seestreitkräften
reagiert.“
Dass
deutsche Truppen in Afghanistan sind, weil da handfeste ökonomische
Interessen auf dem Spiel stehen (das Land ist reich an Bodenschätzen)
– dass im Kongo mit deutschen Waffen und deutschen Hintermännern ein
blutiger Bürgerkrieg geführt wird, ignorieren Huber und Konsorten.
Die
IGM-Führung sorgt sich vor allem um die Geschäfte der Rüstungskonzerne.
Dass deren Geschäft der Tod ist, interessiert die famosen
„Kollegen“ nicht. Sie geben vor, sie sorgten sich um die Arbeitsplätze
der Metallarbeiter. Stattdessen interessiert sie die Geschäfte der
Bosse und Großverdiener am Mord an Millionen Menschen. Und Huber und
Konsorten sorgen sich um die Profite des Großkapitals. Das zeigen sie
wieder einmal, denn auch sonst haben sie diese Interessen im Kopf –
das zeigt ihre ganze Politik und auch ihre Politik um Verbesserung der
Arbeitsbedingungen und der Löhne: Das Lohnniveau ist in Deutschland auf
breiter Front eingebrochen. Ein abhängig Beschäftigter verdient heute
real und absolut weniger als noch vor Jahren. Darüber können auch
deren salbungsvolle Worte nicht hinweg täuschen; „Schaut
Euren Führern nicht aufs Maul, schaut
auf ihre Hände“., das sagte schon August Bebel.
G.A.
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