|
Aus Betrieb & Gewerkschaft |
|
Wichtige Rubriken und Beiträge Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk Kampf den ideologischen Diversanten Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands Gegen den imperialistischen Krieg Wider
den Block der zur
Geschichte |
IG-Metall-Spitze bricht Streik im Osten ab Eigentor mit Folgen Daniel Behruzi aus: http://www.jungewelt.de/2003/06-30/003.php Ohne das Treffen der Tarifkommission und die Urabstimmung abzuwarten, haben die "alten Herren" der IG Metall den Arbeitskampf um die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland am Wochenende für beendet erklärt. Damit bleiben die Kollegen in den neuen Ländern Beschäftigte zweiter Klasse. Und schlimmer: Der Flächentarifvertrag ist tot. Zwar wirken dessen Regelungen für die derzeit Festangestellten nach, aber nun muss in jedem einzelnen Betrieb ein Haustarifvertrag durchgesetzt werden. Dabei stehen alle Regelungen des Manteltarifs, zum Beispiel die Übernahme der Azubis, auf dem Spiel. Unternehmerverbände und von ihnen bestellte "Experten", ost- und westdeutsche Politiker von Clement bis Gysi, gleichgeschaltete Medien von Bild bis taz sie alle waren sich einig: der "unvernünftigen" IG Metall, dem Flaggschiff der deutschen Gewerkschaftsbewegung, müsse ein entscheidender Schlag versetzt werden. Unterstützt wurden sie dabei von gewerkschaftlichen "Modernisierern", wie dem Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz, der den Ost-Kollegen öffentlich in den Rücken fiel. So wurde eine aktive Solidarisierung der westdeutschen Gewerkschafter mit den Streikenden größtenteils verhindert. Beschäftigte in Ost und West werden die Folgen dieser Niederlage zu spüren bekommen: Ob Flächentarifvertrag oder 35-Stunden-Woche all das steht nun auch in den alten Ländern zur Disposition. Zumal die IG Metall durch die sang- und klanglose Kapitulation ihre Kampagnenfähigkeit erst einmal weitgehend eingebüßt haben dürfte. Auch die halbherzigen "Proteste" gegen Schröders asoziale "Agenda 2010" deuten darauf hin. Offensichtlich will die Gewerkschaftsspitze keinen konsequenten Kampf, weder gegen Sozialabbau noch für tarifliche Forderungen. Gerade Betriebe wie ZF in Brandenburg und GKN in Zwickau, deren weitere Bestreikung großen ökonomischen Druck auf die Autokonzerne hätte bewirken können, wurden frühzeitig aus dem Streik genommen. Dass die wütenden Metaller den Streik auch gegen den Willen ihrer Führung weiterführen werden, erscheint unwahrscheinlich. Dafür bedarf es oppositioneller und Basisstrukturen, deren Aufbau die gewerkschaftliche Linke nun forcieren sollte. Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2003/06-30/003.php (c) Junge Welt 2003 |
|
Spenden
für die Homepage:
Günter Ackermann,
Konto-Nr.: 433 407 436, |