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Reinhold Schramm
im Arbeitslosenausschuss (ALA) der GEW Berlin:

Wir wollen mehr als die (sozialdemokratischen) Gewerkschaften!
Wir müssen die Menschen dort abholen wo sie sind! Es gibt keinen anderen Weg!

(Auch wenn es Probleme bereitet in Ruhe durchlesen!)

Bezug:
„Mindestlöhne“ = Mogelpackung!

Nicht nur in Berlin sind „Mindestlöhne“ in Höhe von 7,50 €  bzw.  8,-- €  Brutto eine sozialdemokratische Mogelpackung!

Am Beispiel:

Punkt 1.
Laut Berechnungsbogen des JobCenter Tempelhof-Schöneberg (Berlin) liegt der gewährte Gesamtbedarf nach ALG II (Hartz IV) bei  731, - € (monatlich).

P. 2.
Auf der Basis einer zusätzlichen Tätigkeit eines „1,- € - Job“ erhöht sich das Auszahlungs-Netto auf  881, - €.
Hierbei ergibt sich monatlich eine max. Arbeitszeit von 130. Stunden (wöchentlich max. 30. Std.).  

P. 3.
Nach dem „Mindestlohn“ von 7,50 € ergibt sich ein Auszahlungs-Betrag von (max.)  950, - €  Netto.
Dies, bei einer monatlichen max. Arbeitszeit von 173. Stunden (wöchentlich: 40. Stunden).
P. 3.1.
Auf der Grundlage von 8, - € Std. ergibt sich ein Ausz.-Betrag von (max.)  1010, - €  Netto.

P. 4.
- Die Stunden-Differenz zwischen „1,- € - Job“  und  „Mindestlohn“ - Job  liegt bei (max.) monatlich 43. Arbeitsstunden (bzw. wöchentlich 10. Arbeitsstunden).
- Die Lohn-Auszahlungs-Differenz (P.2. zu P.3.) bei monatlich (max.) =  69, - Euro!  (bzw. 139, - €).
- Die Leistungs-Differenz liegt bei (plus-max.)  43. Stunden (zugleich Mehrarbeit: P.2. zu P.3.)

Punkt 4.1.:   In der Relation von „1,- € - Job“ zu „Mindestlohn“ (= 7,50 €), bei 43. Std. monatlicher Mehrarbeit, ergibt sich eine Stundenvergütung für die Mehrarbeit von: 1,60 € Netto-Std.(bzw., 3,23 €).

Punkt 5.0
Zusammenfassung der Zahlenrelation
:
ALG. II.                                                           731, - €   Auszahlungsbetrag.
„1-Euro-Job“ (130.Std.)                                     881, - €  Gesamtbedarf + Plus.
„Mindestlohn“ - 7,50 € Brutto, bei 173. Std.:      950, - €  Arbeitslohn - Netto.
„Mindestlohn“ - 8, -- € Brutto, bei 173. Std.:     1010, - €  Arbeitslohn - Netto.

Meine sozial-politische Bewertung.
Es gibt zwei Möglichkeiten für die politischen Liberalisten:

1. „Hartz IV.“  wird durch  „Hartz V.“ ersetzt. Mit der Folge der endgültigen sozialen Liquidierung großer Teile der armen Bevölkerung: Verlust der Wohnung, Massenquartiere und Obdachlosigkeit.
Die weitere logische Folge ist die weitere Verminderung der Lebenserwartung der armen Bevölkerung!
2. Es erfolgt eine Erhöhung der „Mindestlöhne „.

Anmerkung zu 2.: Dies wird mit den (kapitalistischen) „Liberalisten“ nicht möglich sein!

Schlussfolgerung:
Unsere politische und gewerkschaftliche Aufgabenstellung!
Unter den gegenwärtigen Bedingungen wären folgende Forderungen richtig:
- Verkürzung der Arbeitszeit (30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich).
- Einstellung aller Erwerbslosen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit (unabhängig vom Lebensalter)
- Bezahlung nach Tarif gemäß der beruflichen Qualifikation. Erhöhung der Tarife.
- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit (unabhängig vom Lebensalter, Geschlecht und Herkunft).
Hierfür müssen wir die geistige Aufklärung und die politisch-ideologische Auseinandersetzung führen!

Mit freundlichem und gewerkschaftlichem Gruß
Reinhold Schramm
im Arbeitslosenausschuss (ALA) der GEW Berlin

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