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NIEDERLANDE
High-Tech-Gemüse
Marijke
Bijl, Mitarbeiterin des Unterstützungskomitees für illegal Beschäftigte
(OKIA), Den Haag
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„Außerdem
entsprechen sie (niederländische Arbeitskräfte, Red. K-online)
in puncto Geschicklichkeit, Ausdauer und Geschwindigkeit nicht
den Anforderungen. Die Gärtnereien ziehen es bei weitem vor,
erfahrene und motivierte Papierlose anzustellen, die bereit
sind, 50 bis 70 Stunden pro Woche sowie Nachtschichten in Kauf
zu nehmen. Und sie müssen 14 Stunden lang auf einem Knie Salat
pflanzen oder ernten können – für beide Knie reicht der
Platz zwischen den Reihen nicht aus!“ |
NIEDERLANDE
High-Tech-Gemüse
Marijke
Bijl, Mitarbeiterin des Unterstützungskomitees für illegal Beschäftigte
(OKIA), Den Haag
Quelle:
http://www.labournet.de/branchen/bergbau/gemuesenl.html
Die
Niederlande gehören weltweit zu den wichtigsten Exporteuren von
Treibhausgemüse und –blumen, die unabhängig von der Jahreszeit, auf
Steinwolle und Nährstofflösung produziert. Im folgenden Beitrag steht
die Thematik der illegalen Beschäftigung von Migranten im Westland –
der wichtigsten Gewächshausregion des Landes – im Mittelpunkt.

Bereits
1650 lebten 60 Prozent der niederländischen Bevölkerung in Städten.
Intensive Landwirtschaft kennt man hier schon seit langem, jeder
Quadratmeter wurde effektiv genutzt. Das Meer überflutete regelmäßig
den Küstenstreifen, doch die Niederländer eigneten sich schnell die
Kenntnisse an, die so verloren gegangenen Landstücke zurückzuerobern:
Mit ihrem Deichen- und Mühlensystem gelang es ihnen, dem Meer Boden
abzuringen, den man „die Polder“ nennt. Im Westland, einem Dreieck
zwischen der Nordseeküste, Den Haag und Rotterdam, hat sich über
Jahrtausende ein fruchtbarer Torf-Sandboden gebildet, der sich gut für
den Obst- und Gemüsebau eignet. Die Kanäle, die im ganzen Gebiet
angelegt wurden, bewässerten nicht nur das Land und regelten den
Wasserstand, sondern dienten auch als Transportwege für die
landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Mit der unmittelbaren Nähe von Großstädten
war der Absatz für die Bauern gesichert.
Die
„gläserne Stadt“
Bis
zum Zweiten Weltkrieg war die Produktion noch ziemlich vielfältig: von
Gemüse über Beerenobst bis zu Trauben. Erst nach dem Krieg ging man zu
einer hochintensiven Bewirtschaftung und gleichzeitigen Spezialisierung
auf Tomaten, Paprika und Gurken über. Ermöglicht wurde diese
Entwicklung durch die Entdeckung bedeutender Gasvorkommen im Jahr 1959
im Norden des Landes, welche die Voraussetzungen für den Gemüsebau
unter Glas im großen Maßstab schuf. 1963 wurden die ersten mit Gas
beheizten Treibhäuser aufgestellt. Seither nimmt die Fläche ständig
zu – 1996 waren ca. 12.200 ha Nutzfläche des Westlandes mit Glashäusern
verbaut. Ursprünglich besaßen die Glashausunternehmer nur kleine
Parzellen von ca. 1 ha. Aber in den letzten Jahren sinkt die Zahl der
Betriebe, während die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche zunimmt.
Mit dem Ziel, den niederländischen Gartenbau im weltweiten Wettbewerb
noch leistungsfähiger zu machen, fördert der Staat den
Konzentrationsprozess.
Heute
gibt es in den Niederlanden etwa 100.000 Landwirtschaftsbetriebe, wovon
12.000 im Gartenbau spezialisiert sind. Gemüse und Blumen machen einen
bedeutenden Teil der Agrarproduktion aus, 80 Prozent davon werden
exportiert.
Blumen-
und Gemüsebörsen
Der
Absatz war während sehr langer Zeit auf genossenschaftlicher Basis
organisiert: Bereits im 19. Jahrhundert schlossen sich die Gärtnereien
in örtlichen Vermarktungsvereinigungen zusammen, welche die Gemüseversteigerungen
durchführten. Im Laufe der Zeit fusionierten diese
Verkaufsgenossenschaften. Heute gibt es nur noch einige wenige – dafür
umso größere – wie z. B. die „Bloemenveiling Alsmeer“
(„Blumenbörse Alsmeer“), mit 5.000 Glashausbetrieben als
Teilhabern. Stattliche 75 ha umfasst das Grundstück, auf welchem deren
Lager-, Verarbeitungs- und Versteigerungshallen untergebracht sind.
Derzeit
werden vierzig Prozent des europäischen Gemüsehandels – aber nicht
des Anbaus – über die niederländischen Börsen abgewickelt.
Jahrzehntelang hatten diese eine nahezu unantastbare Monopolstellung.
Erst ab 1990 gerieten sie zunehmend unter Konkurrenzdruck: Die billigen
Transportmöglichkeiten – insbesondere im Flugverkehr – eröffnen
nicht nur neue Absatzmärkte (z. B. die USA oder Japan), sondern ermöglichen
den Großeinkäufern auch zwischen Produkten aus der ganzen Welt zu wählen.
Rasch bauen sie ihre Machtposition aus. Kontrollieren 1991 die dreißig
größten europäischen Handelsgesellschaften noch 49 Prozent des
gesamten Obst- und Gemüsemarktes, so sind es im Jahr 2000 schon 68,5
Prozent. Heute verfügen die ersten zehn Großverteiler in Europa über
42 Prozent der Marktanteile und in den Niederlanden beherrschen vier
Supermarktketten 86 Prozent des Marktes.
Die
wesentliche Veränderung der letzten zehn Jahre besteht darin, dass der
Obst- und Gemüseverkauf nicht mehr von den Produzenten kontrolliert
wird, sondern von weltweiten Handelsorganisationen. 1997 wurden noch 97
Prozent über die traditionellen Versteigerungen abgesetzt, 2001 waren
es nur noch 30 Prozent. Das bedeutet das Ende der gemeinschaftlichen
Vermarktungsstrukturen.
Ähnliche
Entwicklungen lassen sich auch im Blumensektor beobachten. In sechzig
Prozent der Gewächshäuser werden inzwischen Blumen gezüchtet, weil
damit mehr zu verdienen ist als mit Tomaten. Eine holländische
Delegation stellte anlässlich einer Besuchsreise nach Kenia und
Tanzania fest, dass kleinblumige Rosen – trotz hoher Transportkosten
– dort billiger produziert werden können. In beiden afrikanischen Ländern
kostet ein Arbeitstag nur 1 bis 2 €, in den Niederlanden hingegen 160
€. Das Management der ausgelagerten Betriebe und die Vermarktung der
Rosen müssen dabei natürlich fest in holländischer Hand bleiben.
In
Zukunft soll der Handelsplatz für Blumen, Obst und Gemüse in den
Niederlanden noch ausgebaut und die Produktion – in erster Linie von
neu entwickelten Kulturen – in wenigen riesigen, hoch
technologisierten Gewächshausanlagen zusammengelegt werden.
Niederländische
Einwanderungspolitik
Um
1950 beginnen die Niederlande mit der staatlich gesteuerten Rekrutierung
von Gastarbeitern – vorwiegend aus Spanien, Italien und Jugoslawien.
Neben den offiziell Angeworbenen kommen auch sogenannte „spontane
Migranten“ ins Land. Im ersten Jahrzehnt finden diese Arbeitskräfte
vor allem im Bergbau, in den Schiffswerften und in der Textilbranche
Beschäftigung. Der Gemüsesektor war damals noch zum größten Teil auf
der Grundlage von Familienbetrieben organisiert. Erst durch die
Intensivierung des Gartenbaus Anfang der 1960er Jahren nimmt die Arbeit
in den Glashäusern industriellen Charakter an. Damit steigt der Bedarf
an billigem, nicht qualifiziertem Personal. Dies umso mehr, als mit der
Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und dem wachsenden Bildungsstand,
auch die meisten Bauernkinder nicht mehr bereit sind, die anstrengende,
schlecht bezahlte Landarbeit zu verrichten. In der Zeit von 1968 bis
1974 stellt man erstmals Billiglohnarbeiter vor allem aus der Türkei
und aus Marokko ein. Ihre Arbeitsverträge erstrecken sich über eine
Mindestdauer von einem Jahr und die Unternehmen werden angehalten, für
die Unterbringung ihrer Angestellten zu sorgen.
Die
Erdölkrise 1973 bremst das Wirtschaftswachstum und führt zu einer
Wende in der niederländischen Migrationspolitik. Ein offizieller
Anwerbestop sowie eine weitaus selektivere Vergabe von
Arbeitsgenehmigungen für Ausländer sind die Folgen. Dennoch geht die
Einwanderung weiter, nur werden die bisher „spontan Zugewanderten“
jetzt „illegale Migranten“ genannt. Ab Mitte der 1980er Jahre nehmen
die Immigrationszahlen auch durch die Fortsetzung des Familiennachzugs
und die wachsende Anzahl von Asylsuchenden zu. Aufgrund der Verschärfung
der Fremden- und Asylgesetzgebung werden immer mehr Menschen
illegalisiert. Nach verschiedenen spektakulären Aktionen der
Papierlosen kommt es zu mehreren Regularisierungswellen in den 1970er
und 1980er Jahren. Im Zuge der ersten – 1975 – erhalten 18.000
Personen eine Aufenthaltsgenehmigung, in einer zweiten – 1979/80 –
weitere 1.700.
Nach
dem Inkrafttreten der Schengener Verträge 1985, beginnt in den
Niederlanden eine Phase der aktiven Abschreckungspolitik: Verschärfte
Kontrollen – auf der Suche nach illegal Zugewanderten – und die
systematische Einweisung von Asylsuchenden in Auffanglager werden zur
Normalität. Ab 1997 tritt die Sans-Papiers-Bewegung wegen der starken
Repression erneut mit der Forderung nach kollektiver Regularisierung an
die Öffentlichkeit. Nach zwei Jahren Mobilisierung, Demonstrationen,
Petitionen, Hungerstreiks und Kirchenasylaktionen, erreichen sie, dass
Papierlose, die sich nachweislich seit 1992 im Land befinden, Anträge
auf eine Aufenthaltsgenehmigung stellen können. Allerdings erhalten –
aufgrund äußerst restriktiv angewandter Kriterien – von 7.500
Antragstellern nur 2.500 einen positiven Entscheid.
Illegalisierte
– ideale Arbeitskräfte für den Glashaussektor
Bis
1991 haben alle Ausländer – ob mit geregeltem Aufenthaltsstatus oder
nicht – eine Sozialversicherungsnummer, die ihnen Zugang zu
arbeitsrelevanten Sozialleistungen garantiert. Seitdem sind durch ein
neues Gesetz Versicherungsnummer und Sozialleistungen an eine
Aufenthaltsgenehmigung gebunden. Bereits versicherte Personen dürfen
ihre Nummer noch bis 1998 weiter verwenden. Die soziale Situation der
Illegalisierten, deren Zahl mittlerweile auf über 100.000 gestiegen
ist, hat sich entsprechend verschlechtert.
Offiziellen
Schätzungen zufolge arbeiten ein Drittel aller „Sans-Papiers“ im
Gartenbau. Schon in den 1970er Jahren hatten etwa 20 Prozent der
Migranten im Westland keine Aufenthaltsgenehmigung. 1994 waren es –
laut amtlicher Statistiken – 17 Prozent und 23 Prozent im Jahr 2000.
Die Beschäftigung von Illegalisierten ist ein fester Bestandteil der
industrialisierten Wirtschaftsweise. Verschiedene Versuche von
staatlicher Seite, holländische Arbeitslose – unter Androhung, ihnen
die Sozialleistungen zu streichen – in die Gewächshäuser zu
vermitteln, scheitern am Widerstand der Betroffenen, die extrem harten
Arbeitsbedingungen und die niedrigen Löhne zu akzeptieren. Außerdem
entsprechen sie in puncto Geschicklichkeit, Ausdauer und Geschwindigkeit
nicht den Anforderungen. Die Gärtnereien ziehen es bei weitem vor,
erfahrene und motivierte Papierlose anzustellen, die bereit sind, 50 bis
70 Stunden pro Woche sowie Nachtschichten in Kauf zu nehmen. Und sie müssen
14 Stunden lang auf einem Knie Salat pflanzen oder ernten können – für
beide Knie reicht der Platz zwischen den Reihen nicht aus!
Früher
erhielten Landarbeiter oft noch feste Anstellungen und erledigten auf
den Gemüsebetrieben eine Reihe verschiedener Arbeiten. Sie wohnten oft
in Scheunen oder Wohnwagen neben den Glashäusern. Heute leben die
meisten in den nahen Städten in Pensionen, in der Regel zu dritt oder
viert in einem Zimmer. Das fixe Arbeitsverhältnis wurde durch ein
flexibles abgelöst. Der technische Fortschritt multipliziert die
Saisonhöhepunkte, die ungefähr zwei Drittel des gesamten
Arbeitsanfalls im Jahr ausmachen. Die Produktion erfordert zeitlich
begrenzte Großeinsätze, fixe Stellen sind zu teuer. Mitte der 1980er
Jahre entstehen die „HAL“1, Leiharbeiterfirmen, die sich auf die
Rekrutierung und Vermittlung von Tagelöhnern spezialisieren. 1998 tritt
ein neues Gesetz in Kraft, das die Genehmigungsvorschriften für die Gründung
privater Temporär-Agenturen erheblich erleichtert. Von nun an genügt
ein Mobiltelefon, um eine Leiharbeiterfirma zu eröffnen. Im Westland
vermehrt sich ihre Anzahl innerhalb weniger Monate von einigen Dutzend
auf fast zweitausend. Die Temporär-Agenturen stellen die Migranten oft
nur mehr stundenweise an. Die Vorteile für die Gartenbaubetriebe liegen
auf der Hand: Sie brauchen nur eine „Bestellung“ aufgeben, anschließend
werden die benötigten Hilfskräfte jeden Tag mit Bussen aus der Stadt
zu ihren Einsatzorten gebracht. Außerdem ist es auch viel schwieriger,
die Glashausunternehmer für die Einstellung von Schwarzarbeitern
rechtlich zu belangen. Im Fall von Kontrollen haben sie von nichts
gewusst und wälzen die Verantwortung auf die Leiharbeiterfirmen ab.
Seit kurzem werden die Arbeiter auch per Computer überwacht. Sie
bekommen – ebenso wie jeder Arbeitsvorgang und jede Gemüsereihe –
einen Code zugeordnet, mit dem Quantität und Qualität ihrer Leistungen
täglich kontrolliert werden. Die Glashausbetreiber können so zwischen
den Temporär-Agenturen, die Agenturen zwischen den Leiharbeitern für
den nächsten Tag auswählen. Wer arbeitet am schnellsten und
billigsten? Das drückt die Stundenlöhne und erhöht die
Leistungsanforderungen. Noch vor ein paar Jahren erhielt ein
„Illegaler“ einen durchschnittlichen Stundenlohn zwischen 5,50 €
und 6,80 €; heute arbeiten viele für nur 3,50 oder gar 2 € die
Stunde.
Das
Arbeitstempo ist enorm gestiegen und häufig verrichten die Tagelöhner
immer die gleiche Arbeit, von einem Glashaus zum anderen, was auch
vermehrt zu Gesundheitsschäden führt. Oft fällt auch der Zahltag aus,
weil der Chef der Vermittlungsfirma die Agentur schließt, selber
untertaucht oder die Firma bankrott macht.
Ein
Blick in die Zukunft
Seit
dem Jahr 2000 können bulgarische Staatsangehörige als Touristen
einreisen. Sie finden zunehmend Beschäftigung in den Gewächshäusern.
Meist handelt es sich um ethnisch türkische Bulgaren, die durch türkische
Leiharbeiterfirmen vermittelt werden. Als Neuankömmlinge haben sie kaum
Netzwerke und sind der Ausbeutung von Unternehmern und Hauswirten
wehrlos ausgeliefert. Massive Polizei-Aktionen schüchtern diese
Menschen zusätzlich ein – bei solchen Einsätzen werden an einem
Abend bis zu 100 Bulgaren aus ihren „Wohnungen“ geholt und direkt
per Charterflug nach Bulgarien ausgeschafft. Die Zurückbleibenden sind
bereit, jede Arbeit auch zu niedrigsten Löhnen anzunehmen.
Die
alteingesessenen Papierlosen können in diesem Rennen kaum mithalten.
Viele von ihnen sind über vierzig, sie haben oft zehn, fünfzehn, oder
sogar zwanzig Jahre unter großem Druck und in ungesunder Körperhaltung
gearbeitet. Nach all diesen Jahren werden die Alten verdrängt oder gar
abgeschoben. Jetzt sind junge und schnellere Männer gefragt.
Was
die Zukunft bringt, zeichnet sich in Umrissen bereits ab: Dreißig Jahre
lang haben hauptsächlich Türken, Marokkaner und in geringerem Masse Ägypter
die Arbeit in den Gewächshäusern getan. Mit der Erweiterung der Europäischen
Union wird sich der Arbeitsmarkt ab Mai 2004 für Beitrittsländer, wie
z. B. Polen, öffnen. Die holländische Regierung hat den
Gartenbauunternehmen in Aussicht gestellt, ab diesem Zeitpunkt legale
Saisonniers ins Land zu holen, die ihren „illegalen“ Vorgängern in
Sachen Flexibilität, Motivation und Billiglöhnen, in nichts
nachstehen.
Dieser
Beitrag ist erschienen in:
Bittere
Ernte – Die moderne Sklaverei in der industriellen Landwirtschaft
Europas«. Verlag Europäisches Bürgerforum/ CEDRI, Basel 2004, 128
Seiten, 12 Euro (inklusive Versandkosten: 14 Euro), Solidaritätspreis:
30 Euro. ISBN 3-9522125-2-0. Bestelladresse BRD: Europäisches BürgerInnenforum,
Hof Ulenkrug, 17159 Stubbendorf bei Dargun, Tel.: 03 99 59/2 03 29, Fax:
03 99 59/2 03 99, E-Mail: ulenkrug@t-online.de |