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Die
Bürgschaften für General Motors (GM-Opel)
und die Rüstungsindustrie
Von
rws vom 21. November 2008
Im
November 2008 teilte Opel mit, dass es aufgrund der Krise des Konzerns
General Motors ohne Finanzhilfen seine Existenz gefährdet sähe. Die
Firmen- und Gewerkschaftsleitung hat daher die Bundesregierung, die
Landesregierungen von Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und
Thüringen um Bürgschaften für den Fall einer Insolvenz des
Mutterkonzerns General Motors gebeten.
Das
Automagazin „Fahrberichte“ informierte unter anderem:
„Am
17. März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich
Opel den Großteil der Aktien an den amerikanischen Automobilkonzern
General Motors. 1931 gaben sie das Unternehmen endgültig aus der Hand
der Familie Opel. Grund war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise.
Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 120 Mio.
Reichsmark. Die Opel-Brüder konnten dabei durchsetzen, dass der Name
Opel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten blieben.“
Der General
Motors-Opel-Konzern in Deutschland:
„Während
des Zweiten Weltkrieges stellte Opel mit dem Lastwagen Opel
Blitz das Rückgrat der Wehrmacht her. (...) Neben dem Blitz wurden in
den Fabrikhallen von Opel Komponenten für die Rüstungsindustrie
gefertigt.“
Zum
Engagement des Konzerns General Motors-Opel für den
Faschismus und Zweiten Weltkrieg:
„Das
Engagement von General Motors, sowohl in den USA als auch beim
Kriegsgegner Deutschland, wurde vom damaligen Geschäftsführer von GM
durch die hohen Profite gerechtfertigt. 1936 wurde Opel durch die
deutsche Regierung Steuerfreiheit eingeräumt. Die Folge war eine
Kapazitätsausweitung seitens GM. Bis Kriegsende wurden 1,1 Millionen
Fahrzeuge produziert.“ [1]
Die
„Presse.com“ berichtete am 5.08.2007 unter der Schlagzeile „US-Rüstungsindustrie:
Das große Geld mit dem Krieg“: „Die Kriege und die Angst vor neuen
Anschlägen sind der Motor unserer Wirtschaft“. Und: „Rekordumsätze
von 1000 Milliarden Dollar, 5,7 Millionen Beschäftigte.“ Sie
„verdienen ihr Geld in erster Linie mit dem Leiden anderer Menschen:
mit den Kriegen in Irak und Afghanistan. Und an denen verdienen sie
nicht schlecht.“ [2] Weiterhin im Text: „Auch zu Hause spart man
nicht. Das Verteidigungsbudget hat 2007 ein neues Rekordhoch erreicht:
533 Milliarden Dollar lassen sich die USA heuer ihr Militär kosten -
fast die Hälfte der weltweiten Militärausgaben.“
Robert
Higgs, Mitarbeiter beim Think-Tank „Independent Institute“, erklärt:
„Rechnet man hinzu, was andere Ressorts für Sicherheit und
Verteidigung ausgeben, beispielsweise das Heimatschutzministerium oder
das Energieministerium, kommt man auf 987 Milliarden Dollar“.
Jede
materielle und ideologisch-psychologische vorbereitende Kriegsproduktion
dient zugleich der primären Zielsetzung der Profitsteigerung und
der Vernichtung der lohnabhängigen Wertschöpfung im Kapitalismus. Die
Produktion der materiellen Verschwendung der lohnabhängigen Wertschöpfung
und der Vernichtung durch Kriegsproduktion ist die Hauptursache für
die gegenwärtige Spekulations- und Weltwirtschaftskrise.
An
diesem System der materiellen, ökologischen und sozialen Verschwendung
der Wertschöpfung und weltweiten human-physischen Vernichtung durch
imperialistische Kriege war auch General Motors und ihr deutscher
Opel-Zweig beteiligt.
(Opel ist zu 100 Prozent ein Tochterunternehmen von
General Motors)
Anmerkung
zur Zukunft: Eine (künftige) USA-Regierung wäre auch für die ökologische
und soziale Umstellung der Produktionsverhältnisse verantwortlich,
nicht nur bei (vormals) GM.
Zur
aktuellen Realität:
Jede
Bürgschaft an Opel entlastet den GM-Mutterkonzern und dessen (bisherige
private) Eigentümer. General Motors schuldet an Opel
Milliardenbeträge für erbrachte Leistungen.
Der
derzeitige Bürgschaftsträger für General Motors wäre die
US-Regierung über den US-Staatshaushalt.
Der
US-Staatshaushalt dient zugleich der Finanzierung des US-Militärhaushalts
– und nicht für die notwendige und überfällige Finanzierung des
US-Gesundheitswesen (49 Millionen US-Bürger ohne Krankenversicherung
und Gesundheitsschutz).
Jede
deutsche Bürgschaft, Kostenübernahme und Eigentums-Rückführung für
Opel (GM) dient der Entlastung des US-Staatshaushalts und der Fortführung und
Absicherung des US-Militärhaushalts, damit zugleich der (profitablen) Rüstungsindustrie
und der fortgesetzten Finanzierung staatsterroristischer Kriege! - Dies
ist auch der Bundesregierung und den deutschen Landesregierungen
bekannt. Dies sollte auch der parlamentarischen (nicht nur hessischen)
‚Linken’ bekannt sein (?).
Abschließende
Anmerkung:
Auch
die gewerkschaftlichen und lohnabhängigen Autobauer (auch bei Daimler,
Volkswagen, BMW, MAN, u.a.m.), (nicht nur) in EU-Deutschland,
Frankreich, China, Japan und den USA, müssen sich die
Frage stellen: nach dem ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinn
bzw. Unsinn ihrer ‚Wertschöpfung’ im herrschenden Kapitalismus und
Imperialismus.
Quelle:
[1] http://www.fahrberichte.de/hersteller/opel-2-2.html
[2]
http://diepresse.com/ |