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aus:

vom
17. Mai 2002
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Daniel
Behruzi
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Metaller
verarscht - Industrielle zufrieden
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Geringe
Einkommenssteigerung als Tarifergebnis in Baden-Württemberg
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Lohn-
und Gehaltserhöhungen im Gesamtvolumen von 6,5 Prozent hatte die
Gewerkschaft in der diesjährigen Tarifrunde der Metall- und
Elektroindustrie gefordert. Herausgekommen ist kaum mehr als die Hälfte.
In dem Vertrag, auf den sich die Tarifparteien am Mittwoch abend im
Pilotbezirk Baden-Württemberg geeinigt haben, sind bei einer Laufzeit von
22 Monaten Lohnerhöhungen von vier Prozent zum 1. Juni diesen Jahres und
3,1 Prozent zum 1. Juni 2003 festgeschrieben. Allerdings besteht diese Erhöhung
aus zwei Komponenten. 0,9 beziehungsweise 0,5 Prozent werden in der
Lohntabelle nicht berücksichtigt, so daß künftige Lohnverhandlungen von
einem niedrigeren Niveau ausgehen. Diese Ersparnis soll den Unternehmern
zu der von ihnen geforderten »Kostenneutraliät« in bezug auf den
ebenfalls im Abschluß enthaltenen Entgeltrahmenvertrag (ERA) verhelfen.
Dieser beinhaltet eine Angleichung der Bezahlung von Arbeitern und
Angestellten. Für die Monate März und April gibt es keinerlei
Lohnsteigerung. Im Mai erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von
120 Euro.
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Ende
des Operettenstreiks
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Zum
Tarifabschluß der IG Metall in Baden-Württemberg
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Der
von Gewerkschafts- und Unternehmersprechern wie auch von den Medien
gleichermaßen zum »Arbeitskampf« hochstilisierte Operettenstreik in der
Metallindustrie neigt sich seinem Ende zu. Wie nicht anders zu erwarten,
liegt das Ergebnis, das sich bei genauerer Betrachtung der verschiedenen
Komponenten des Tarifabschlusses bei nur wenig mehr als drei Prozent
bewegt, in der Bandbreite jener »Lohnleitlinien«, deren formale
Festlegung die IG Metall im sogenannten »Bündnis für Arbeit« immer äußerst
wortradikal bekämpft hat. Auch das Kleingedruckte ist bemerkenswert. So
konnten die Unternehmer nach der Einigung zufrieden vermelden, daß die IG
Metall erstmals auch in einem westlichen Tarifbezirk verbindlichen Öffnungsklauseln
zugestimmt hat, die den Unternehmern mit gewerkschaftlichem Segen
gestatten, unter Tarif zu bezahlen.
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