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Wichtige Rubriken und Beiträge Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk Kampf den ideologischen Diversanten Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands Gegen den imperialistischen Krieg Wider
den Block der zur
Geschichte |
Niederlage oder Verrat? von Klaus Steiniger Gleich
dreimal hintereinander druckte „Neues Deutschland“ – das Zentralorgan der
Gysi-Fraktion der PDS – während des Streiks mutiger ostdeutscher Stahlwerker,
Metaller und Elektroarbeiter für die 35-Stunden-Woche eine Annonce des
Unternehmerverbandes. Nicht 35, sondern 38 Stunden seien Hefe für den
wirtschaftlichen Aufstieg der Region. Zugeständnisse kämen nicht infrage. Nach
dem Streikbruch des unternehmerhörigen Flügels der IG-Metall-Spitze um Klaus
Zwickel, der ohne Große Tarifkommission und Urabstimmung den Ausstand für
beendet erklärte, als die streikenden Arbeiter noch in den Postenketten
standen, trompeteten die Medien von rechts bis pseudolinks Viktoria! Die
„Arbeitgeber“ hätten auf der ganzen Linie gesiegt. Selbst das
DKP-Wochenblatt „Unsere Zeit“, das mit den Streikenden solidarisch gewesen
war, erschien unter der irreführenden Schlagzeile „Aus der Niederlage lernen!“ Wie können Kommunisten den durch Schröder und die
SPD-Führung angemahnten, durch Zwickel vollzogenen Verrat korrupter
Gewerkschaftsbosse als Niederlage werten? Bei
Beginn des Arbeitskampfes hatte sich nur eine Minderheit der Belegschaften als
organisiert und streikbereit erwiesen. Die Unternehmer, bestärkt durch die
Medien – mit der rühmlichen Ausnahme der Tageszeitung „junge Welt“ –,
die meisten Politiker (bis zu CDU-Ministern und einem PDS-Oberbürgermeister)
und sogar durch manche Gerichte, hatten leichtes Spiel. Sie alle priesen den
Streikbruch als besondere Tugend an. Man solle „einer kleinen Gruppe
ideologisch verblendeter Heißsporne die Giftzähne ziehen“, empfahl die
„Heilbronner Stimme“. Das
alte Prinzip „Teile und Herrsche!“ wurde mit großem Erfolg angewandt, um
den Arbeitern eine Lektion zu erteilen: Versucht es nie wieder, Ossis! In
Wahrheit handelt es sich um eine Lehre für die Werktätigen in ganz
Deutschland: Entsolidarisierung ist das Einfallstor für alle,
die die Daumenschrauben anziehen wollen. Rückkehr zur 38-Stunden-Woche
auch im Westen heißt jetzt die Devise der Hundts, Rogowskis und Kannegießers.
„Die historische Niederlage einer der mächtigsten Gewerkschaften Europas dürfte
zum Genesen der deutschen Wirtschaft mehr beitragen als alle Beschlüsse aus dem
Schinkelschloß in Neuhardenberg“, begeisterte sich die großbürgerliche FAZ.
Möge
ihr das Triumphgebrüll im Halse stecken bleiben. Viele im Osten haben es satt,
daß auf ihrem Rücken weiterhin Politik gemacht wird. Sie wollen nicht länger
Manövriermasse fremder Eroberer sein. Noch ist nicht aller Tage Abend! Klaus Steiniger |
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