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„Eine andere Welt ist möglich“, steht auf den Plakaten des deutschen Attac-Ablegers. Ein Slogan, der, wie die Theologin Dorothee Sölle meint, auch in die Bibel passen würde. ...
Alles ist genau auf Medienwirksamkeit kalkuliert, die Fernsehleute kriegen schöne Bilder, die Presse knackige Statements. ...
Oskar Lafontaine, einst SPD-Vorsitzender, war einer der Heimatlosen, die in Deutschland zu Attac fanden. ...
Attac, dieser merkwürdige Zwitter aus lockerem Netzwerk und Vorzeigeorganisation, ...
In der Verdener Zentrale erzählt einer der führenden Leute, im Grunde wüssten sie auch bei Attac, dass es zur Marktwirtschaft keine Alternative gebe. Sie müsse nur so reguliret werden, dass sie gerechtere Ergebnisse produziere. Das ist ziemlich weit weg von den antikapitalistischen Parolen auf den Demos – und deshalb sagt es niemand allzu laut, um das brüchige Netzwerk nicht zu gefährden. ..

Gewerkschaftsmann Andreas Staets, der sich bei Attac mit der Privatisierung der Bildung beschäftigt, hofft allenfalls auf einen Langzeiteffekt der Bewegung. Sie soll das Bewusstsein verändern, Sensibilität wecken und so für eine neue Managergeneration sorgen: „Das Potential liegt auch darin, dass die jungen Leute irgendwann Karriere machen.“ ...

„Es ist 20 Jahre im Grunde nicht demonstriert worden“, sagt die Pfarrerin Ruppert-Golin. „Aber über 500 Leute haben jetzt in Marburg gegen die WTO protestiert. Das macht mir Mut.“ ...

(Auszüge aus „Und plötzlich träumen alle von einer besseren Welt“ in: Stern 1/2002, S. 118f, der Text wird von Attac-Seiten verlinkt)


Am 10.11 wurden einige unsere Prognosen über ATTAC - Stuttgart bestätigt. Nach verschiedenen Aktionen (Redner, Musik, Theater usw.) hatten wir eine Demonstration geplant. Kurz vor Beginn der Demonstration sind ungefähr 200 Kurden mit Plakaten und Fahnen angekommen. Weil ATTAC nicht so gut mobilisiert hat, gab es plötzlich mehr Kurden als ATTAC‘ler.

Die ATTAC Führerschaft hat sich daraufhin entschieden, die Demo abzusagen. Manche ihrer Gründe dafür waren effektiv rassistisch („Ihre Plakate sind nicht auf deutsch.“. „Sie sind zu laut und wütend.“)
(aus einem Bericht von Linksruck Stuttgart)


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