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Antideutsche
faschistische „Kameradschaft Nordost“ sieht Hauptfeind links |
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Berlin AANO zerstört Poster gegen Sozialabbau
von
Gerd Christensen - 13.03.2004
16:21
http://germany.indymedia.org/2004/03/76900.shtml
Nordostberliner „Antideutsche Antifas“ zeigen,
wer für sie der „Hauptfeind" ist. „Antifaschistische Gruppen
aus dem Berliner Nordosten“ zerstörten in einer Aktion in der Nacht
zum Samstag (13.3.) in Prenzlauer Berg Plakate des „Berliner Bündnisses
gegen Sozialkahlschlag und Bildungsklau“ und anderer Gruppen. Diese
Plakate sollten zur Demonstration am 17.03. gegen den Berliner Haushalt
und die Demonstration am 3.4. (Europäischer Aktionstag gegen
Sozialabbau) mobilisieren. Außerdem verklebten die Antideutschen
Aufkleber der Gruppe AANO und überklebten Plakate. Das Bündnis gegen
Sozialkahlschlag sei Teil einer „deutschen Volksgemeinschaft“.
Das Verhalten antideutscher Gruppen im Berliner Nordosten gegen Linke
wird zusehends agressiver. Diesmal richteten AANO, PAO und andere
ADS-Nordost-Antifas ihre Aktivitäten gegen die Gegner des Sozialabbaus
und der Agenda 2010. Die verschiedenen Gruppen gegen Sozialabbau, die
sich im Berliner Bündnis gegen Sozialkahlschlag und Bildungsklau
zusammengeschlossen haben, verstärken derzeit ihre Mobilisierung für
die Demo „Haushalt kippen“ am 17.03. (17.00 Uhr U-Eberswalder) und für
den Europäischen Aktionstag. Dazu gehört auch das Plakatieren und das
Verteilen einer populär gestaltete Massenzeitung. Dies wird durch
Spenden vieler Aktivisten mühsam finanziert. Vieles ist noch nicht
einmal bezahlt. Auf den Plakaten wird auch auf die in den
Vivantes-Krankenhäusern herrschende Ausbeutungspolitik aufmerksam
gemacht, um den Leuten dort Mut zu machen. Desweiteren wurde ein Plakat
der Gruppe "Rotdorn", dass Schröder mit Zigarre posend zeigt,
verklebt. Es ruft zur einer Mobilisierungsveranstaltung am 20.03. mit
Jugendlichen zum Europäischen Aktionstag auf. Heute Morgen waren viele
dieser Plakate in Prenzlauer Berg heruntergerissen, oder einfach durch
zahlreiche Plakate „Antifaschistischer Gruppen aus dem Berliner
Nordosten“ überklebt worden. Auch zahlreiche Aufkleber der AANO waren
zu sehen. Die Plakate dieser Gruppen rufen unter anderem zu einer
Pro-Irak-Krieg-Veranstaltung der Zeitschrift „jungle world“ mit
Thomas Ebermann, zu einem Antifa-Konzert im Kurt-Lade-Klub in Pankow,
und zur Demonstration gegen die Bundesakademie für Sicherheit in
Niederschönhausen am 19.03. auf: „Delete this Nation“ mit
Gewehrpatrone). Auch eine Patrone würden die Nordost-Antideutschen am
liebsten den Gegnern des Sozialkahlschlags verpassen. Antideutsche
werfen der Bewegung gegen Sozialabbau, Gewerkschaftern und Linken vor,
sie seien Teil einer „reaktionären Volksgemeinschaft“, die den
„Standort Deutschland“ - und damit den Kapitalismus - dadurch retten
wolle, dass sie Sozialabau bekämpft. Gleichzeitig aber erheben AANO und
ihr Pankower Anhang den Vorwurf, die Kritiker gegen Sozialabbau neigten
zu „verkürzter Kapitalismuskritik“. Dieser berge die Gefahr einer
ideologischen Anschlußfähigkeit zu Antisemitismus. Aus dem Klassenkampf von unten könne eine
Progromstimmung gegen die Unternehmer, sogar ein neuer Holocaust
entstehen. Insbesondere die bildliche, karrikierende Darstellung
von Politikern sei eine verkürzende Kritik, da sie Kapitalismus
personifiziere. Andererseits, Pankower Antideutsche, die von
Antifa-Kritikern gerne als „Kameradschaft-Nordost“ bezeichnet
werden, sind in ihrer Kritik durchaus sehr persönlich. Bedrohungen
jeder Art, oder zum Beispiel, Jugendlichen bei Konzerten im Ladeklub die
Palästinenser Tücher wegzunehmen, gehört bei ihnen zum Einschüchterungsritual
gegen Linke. Das Abreißen der Plakate der Gegner des Sozialkahlschlags
ist durchaus als Warnung zu verstehen: „Dies ist unser Gebiet, ...“
Offenbar sind nicht die Nazis der Hauptfeind für die AANO, sondern
Linke, Gewerkschafter, das Berliner Bündnis gegen Sozialkahlschlag.
Deswegen müssen die Plakate eben überklebt und zerstört werden. Viele
Kritiker der Pankower AANO, der PAO und ihrer Subgruppen (die sich
selbst inzwischen als „Antifagruppen aus dem Berliner Nordosten“
bezeichnen - und angeblich unabhängig von einander sind) fragen sich,
woher diese Strukturen Geld für die aufwendigen Materialien haben. Auch
die Vermutung, dass es eine Verbindung zum Staatsschutz gebe, wurde von
Kritikern aus dem antifa-Lager geäußert. Bislang konnte dieser Vorwurf
jedoch nicht bestätigt werden. |
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