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Das
antideutsche Konglomerat aus Spinnern, Reaktionären und bezahlten
Lumpen setzt die Linke mit Faschisten gleich, führt einen reaktionären
Kreuzzug gegen sie und bekämpft jeglichen antiimperialistischen Kampf
als angeblich antisemitisch. So hier auch Brockof. Es ist unerheblich,
dass Attac die brockofschen Positionen so offen nicht vertritt. |
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Erwiderung
zur Gegendarstellung von Alfred Brockof zum Beitrag „Lokaler ATTAC-Fürst
als Denunziant“
Lokaler
Attac-Fürst behauptet:
Das
war kein Denunziation! Outet
sich aber dann als Intrigant und sog. Antideutscher
Von
Gerd Höhne
Dass
Brockof reagiert, hoffte ich bei meiner Polemik gegen seine
Denunziantenschmiererei, ist doch Eitelkeit ein Zeichen der Attac-Fürsten
weltweit. Dass er aber so reagiert, habe ich nicht zu hoffen gewagt.
Aber man hat manchmal Glück und der, dem eine Polemik gewidmet ist,
reitet sich noch mehr rein. Nun denn, hier meine Gegen-Gegendarstellung.
1.
Störung der Veranstaltung des Friedensforum am 7. August
2002
Originalton Brockof:
Am
7. August 2002 organisierte das Friedensforum Duisburg eine
Gedenkveranstaltung für die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima.
Diese Veranstaltung geschah in der Vorbereitungs- und
Mobilisierungsphase zur Großdemonstration am 14.09.2002 in Köln, zu
der ATTAC mit fünf Gewerkschaftsjugendverbänden und anderen
Initiativen – darunter auch das Friedensforum – aufgerufen hatten.
Ich hatte eine Anzahl ATTAC-Flyer „ Her mit dem schönen Leben –
eine andere Welt ist möglich“ mitgebracht, um sie an Leute auf der
Kundgebung zu verteilen. Ich dachte mir, wenn schon mobilisiert wird,
warum nicht auch dort, zumal das Friedensforum an der Demo in Köln
beteiligt war.“
Zunächst
mal klargestellt: Diese Demo in Köln war eine der Gewerkschaften, an
der auch Attac und andere Gruppen beteiligt waren. Brockof erweckt
wieder mal den Eindruck, Attac sei der Nabel der Welt: Überall ist
Attac vorn, immer gibt Attac die Initialzündung, immer ist es Attac,
das aktiv wird und was macht.
Dem
ist aber nicht so. Attac hängt sich dran an die Bewegung und tut so,
als sei sie es, die sie führt. Was Attac meisterhaft versteht, ist
Rosstäuscherei. So auch hier.
Nun
zum Tatbestand:
Am
7. August 2002 fand in der Duisburger Innenstadt eine
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Atombomben von Hiroshima und
Nagasaki statt. Gast und Hauptredner war der Nagasaki-Überlebende Kazuo
Soda. Herr Soda ist, versteht sich, schon recht betagt, ein ehemaliger
Lehrer und auch nicht der Gesündeste. Aber er reiste die Tausende
Kilometer an und redete in Duisburg. siehe
und siehe
Während seiner Rede wurden
die anwesenden Gruppen gebeten: keine Flugblätter oder andere Aktivitäten.
Schon allein der Höflichkeit und Achtung gegenüber dem Gast. Alle
hielten sich daran. Alle außer Brochof.
Brockof wurde zunächst
ruhig, dann nachdrücklicher darauf hingewiesen, während der Rede des
Herrn Soda nicht zu stören.
Nur widerwillig beugte er
sich. Er redete mit einem anderen Attacisten, der sich ruhig und passiv
verhalten hatte – der besaß auch die Attac-Zettel, verteilte sie aber
nicht. Dann ging Brockof zu dem Ordner, der ihm die Störung verboten
hatte, griff ihn an die Kleidung und rief laut: „Wir sprechen uns
noch!“ und hob die Faust. Er schrie ferner, er wolle G.A. in die
Schnauze hauen und bedrohte ihn mit geballter. Da gibt es Augenzeugen,
die das gesehen haben!
Das alles während der Rede
des Herrn Soda. Die Veranstaltungsleiterin griff ein und sagte ihm, er
beleidige den japanischen Gast und Redner, wenn er dessen Ansprache störe.
Man beachte die „Gegendarstellung“ Brockofs: „Der
abfällige Kommentar auf die ATTAC-Flyer (...) versetzte mich in Rage,
dass es zu einem Wortgefecht kam.“
Er
gibt also zu, in Rage gewesen zu sein, weil G.A. angeblich die Flugblätter
abfällig kommentiert habe. Ist das der Attac-Stil der inhaltlichen
Auseinandersetzung? Jeder, der mal Flugblätter verteilt hat, weiß,
dass „abfällige Kommentare“ normal sind. Wenn jedes Mal
Kritiker bedrohen würden, jede politische Aktion in der Öffentlichkeit
würde zu Schlägereien führen.
2.
Keine Denunziation -Initiativ. e.V. war ihm nur unangenehm in Erinnerung
geblieben.
Vorweg
Zitat Brockof; „Ich möchte zuallererst klarstellen, das es sich in
meinem Schreiben um eine inoffizielle Mail handelte, die ursprünglich
an einige Mitarbeiter von ATTAC-Duisburg und des Duisburger Sozialbündnisses
gerichtete war und als Diskussionsgrundlage dienen sollte. Irrtümlicherweise
ist diese Mail an andere Personen weitergeleitet worden.“
Dazu:
Auch inoffizielle Texte sind offiziell, geben sie doch die Meinung des
Schreibers wider. Brockof wendet sich, wie er sagt, an „an einige
Mitarbeiter von ATTAC-Duisburg und des Duisburger Sozialbündnisses“.
Wohlgemerkt: einige, nicht alle!
Der
Text soll offensichtlich die Gruppe Initiativ e.V. aus dem Duisburger
Sozialbündnis kicken, dazu unterstellt Brockof
ihnen, mit angeblich islamistischen oder gar terroristischen
Gruppen gemeinsame Sache zu machen. Wenn das kein Denunziantentum ist,
dann weiß ich nicht, was dann solches ist.
Mehr
noch: Da sich Brockof mit seinem Pamphlet, wie er meint, nur intern
bewegt, sollen die Betroffenen arglos bleiben, dass solche Gerüchte in
Umlauf gesetzt wurden. Ihnen soll dann einfach der Beschluss präsentiert
werden: Raus mit euch, ihr seid Faschisten. Das genau ist die Masche der
Antideutschen.
Die
sog. Antideutschen, dieses Konglomerat
aus Spinnern, Reaktionären und bezahlten Lumpen, behaupten, wie hier
Brockof auch, jede Kritik an der israelischen Politik sei antisemitisch.
Sie wenden sich, genau wie Brockof, gegen den sog. Antiamerikanismus.
Und sie setzen außerdem wüste Beschimpfungen und Unterstellungen gegen
linke in die Welt, die sie als Antisemiten und Nazis diffamieren – wie
hier auch Brockof.
Über
den Spendenaufruf zur Unterstützung des irakischen Volkes gegen die
Besatzer, haben wir hier schon Stellung genommen. (siehe)
Ich werde mich nicht wiederholen. Auch die antideutschen
Schmiereien gegen linke Kräfte, werde ich nicht erneut
aufgreifen. Das ist längst geschehen (siehe).
Da
die Antideutschen bekanntlich absolut argumentensresistent sind, werde
ich auch nicht gegen sie argumentieren. Es gilt sie zu entlarven, zu überzeugen
sind sie nicht. Wie denn auch? Mit Spinnern zu reden, hat keinen Sinn,
mit Reaktionären noch viel weniger – die müssen bekämpft werden –
und bezahlte Lumpen sind keiner Diskussion wert.
Noch
ein paar brockofsche Zitate:
„Im
Sinne des repressiven Konsenses über die Verurteilung Israels einerseits
als imperialistischer „Brückenkopf“ der kapitalistischen
US-Weltherrschaft mit samt ihrer europäischen Satteliten oder
andererseits als mammonistischer Fetisch, der das Bild vom raffgierigen
Juden wiedererwecken lässt, verwischt
die antiimperialistische, antizionistische, revolutionäre Weltliga
die Grenzen des klassischen links – rechts Schemas. Aus „ehrbaren“,
für die sozial ausgegrenzten Palästinenser streitenden Antizionisten
werden furchtbare Antisemiten!“ (Hervorhebung im Original)
Dass
in Israel Apartheid herrscht, ist nicht etwa die Erfindung deutscher
Faschisten oder Antisemiten, sondern das sagen auch fortschrittliche Israelis
und auch Juden außerhalb Israels (siehe) Nur ein Zitat von diesen, sehr
frommen, Juden:
"Jene, die den Zionisten behilflich sind, werden am Tage des
Gerichts dafür bezahlen, weil sie die Massen zur Sünde zwingen. Deshalb soll
jeder, der auf der Seite von Gott und Seiner Torah ist, sich nicht mit Übeltätern
zusammentun und sich ihnen nicht anschließen. Im Gegenteil, sie sollten ihnen
so oft wie möglich gegenüberstehen"
(der
Lubavitscher Rabbi Shalom Dov Ber Schneerson) oder
„Das authentische jüdische Volk steht in strikter Opposition gegen
jede Kränkung der arabischen Nation. Die arabische Nation tat dem jüdischen
Volk bis zum Anbruch des zionistischen Nationalismus niemals etwas zu Leide.
Das jüdische Volk ist durch die Thora dazu angehalten in den Ländern ihres
Aufenthaltes den Frieden mit den jeweiligen Regierungen zu suchen und nicht
gegen irgendeine Nation zu rebellieren, insbesondere dann nicht, wenn es sich
um das Heilige Land handelt.“
(siehe)
Das alles sind jüdische
Stimmen. Man findet sie unter (siehe: Juden
gegen Zionismus) Sind das Antisemiten?
Brockof geht noch weiter mit
seinen Beschuldigungen:
„Auffallend
und bezeichnend sind die Ähnlichkeiten mit Stellungnahmen von Neonazis. Das
Deutsche Kolleg (Horst Mahler) verfasste unmittelbar nach dem 11. September
2001 eine Erklärung namens "Independence day live". In dieser
werden die Anschläge als Teil eines "Befreiungskrieges" bezeichnet.
Sie würden das "Ende des Amerikanischen Jahrhunderts, das Ende des
globalen Kapitalismus und damit das Ende des weltlichen Jahwe-Kultes, des
Mammonismus [markieren]". Schließlich heißt es: "Die militärischen
Angriffe auf die Symbole der mammonistischen Weltherrschaft sind - weil sie
vermittelt durch die Medien den Widerstandsgeist der Völker beleben und auf
den Hauptfeind ausrichten - eminent wirksam und deshalb rechtens."
(Mammon, aramäisch, Reichtum. Im Neuen Testament Götze der Gewinnsucht“
Damit
ist die antideutsche Katze aus dem Sack. Wir alle, die nach dem 11. September
2001 nicht in das Zeder und Mordio-Geschrei einstimmten, das die gesamte bürgerliche
Presse anstimmte, sondern sagten, dass erstens nicht sicher sei, ob nicht die
CIA selbst das Ding gedreht hat und zweitens sagten, dass der Terrorismus in
jenen Ländern das Ergebnis imperialistischer Unterdrückung sei, werden nun
pauschal mit der NPD gleichgesetzt.
Ist
es denn auch faschistisch, wenn wir gegen Sozialraub kämpfen, was die NPD zu
machen ja auch vorgibt? Soweit wird selbst der famose Herr Brockof nicht zu
gehen bereit sein.
„Ich möchte Initiativ e.V. im Zusammenhang mit der Spendenaffäre
nicht mit dem Neofaschisten Horst Mahler vergleichen“ schreibt
Brockof hierzu treuherzig Klar doch, ein Hundsfot ist, wer Böses dabei
denkt. Es geht unserem Attacisten ums reine Zitieren, niemand wird
gleichgesetzt. Oder doch?
Wer im Glashaus sitzt, soll jedoch nicht mit Steinen werfen.
Mediko-International brachte vor einiger Zeit eine Attac-Kritik mit der Überschrift:
„Mitglieder von
Attac-Frankfurt im Bündnis mit rechtsradikaler Wählerinitiative – medico
international fordert umgehend Konsequenzen. (siehe)
Attac unterstützt da eine freie Wählergemeinschaft, die sich durch
nationalistisches Tun hervortat. Aber das sind ja deutsche Rechtsradikale, die
zählen nicht. Oder?
3.
Brockof: Kommunisten-online ist antisemitisch
Das
behaupten schon lange die durchgeknallten Antideutschen und zeigen dabei doch
nur ihre maßlose Ignoranz. Brockhof greift genau deren Gewäsch auf, indem er
schreibt:
„wenn
Günter Ackermann in seiner Auseinandersetzung mit den „Antideutschen“ und
anderen „Diversanten“ über das Thema „Antisemitismus und Faschismus“
behauptet, all die Krupp und Siemens waren eigentlich keine Antisemiten, auch
IG-Farben nicht.“
Müssen
denn die Konzernherren antisemitisch gewesen sein, um Hitler an die Macht
gebracht um mittels Krieg doch noch ihre Pläne der Weltherrschaft erreichen
zu können?. Krupp fand die Nazi dumm und primitiv, was ihm vor 1933 nicht
daran hinderte, der Nazipartei finanziell zu helfen – wie auch andere
Konzernherren. Nur Fritz Thyssen war Mitglied der NSDAP, der hatte das Treffen
mit Hitler im Industrieclub in Düsseldorf eingefädelt.
Bei
IG-Farben war es ganz ähnlich. Die Chemieindustrie bekam die
Weltwirtschaftskrise weniger hart mit und zeigte sich den Nazis gegenüber zunächst
bedeckt. Klar, auch IG-Farben verdiente sich dusslig und dämlich an den
Verbrechen des Krieges und an der Ausbeutung der Häftlinge. Und das nicht nur
durch Verkauf des Giftgases Zyklon B. An Sprengstoff und Synthetischem Gummi
wurden Milliarden verdient und IG-Farben unterhielt noch bis Kriegsende gute
Beziehungen zu alliierten Chemiekonzernen, z.B. Dupont. Über die Schweiz
wurden Geschäfte getätigt, sogar Lizenzgebühren bekam IG-Farben bezahlt und
zahlte solche auch. Dafür bombardierten alliierte Bomber dann
IG-Farben-Betriebe nicht - ausgenommen nach der Jalta-Konferenz die
IG-Farben-Betriebe auf dem Boden der späteren sowjetischen Besatzungszone.
Aber
widerspricht das meiner Festsstellung, die Brockof hier aufführt: „Der
Chemiekonzern hatte sogar vor 1933 auffallend viele Juden in wichtigen
Positionen.“ Tja, Herr Brockof, das ist historische Realität. Sie mögen,
wie auch die anderen ihres antideutschen Schlages, argumentenresistent sein,
aber was so ist, wird auch durch Ignoranz nicht anders. Es ging Krupp und der
gesamten deutschen Großindustrie, einschl. IG-Farben, nie um Rassenfragen,
sondern um Krieg und Eroberungen, um riesige Profite durch Raub und dazu war
eine Partei nötig, die den Konzernherren die organisierte Arbeiterbewegung,
allem voran die Kommunisten, vom Hals schaffte. Was ja dann auch geschah.
Aber
das widerspricht nicht meiner Festsstellung, dass die IG-Farben vor 1933 viele
Juden in herausragender Position hatten. Das Brockof’sche Erstaunen: „Habe
ich dort richtig gelesen? Die IG-Farben, die durch die Entwicklung des
Giftgases Zyklon-B das Material zur Massenvernichtung von 6 Millionen Jüdinnen
und Juden zusteuerte, waren eigentlich keine Antisemiten?! Wenn nicht
eigentlich, was waren die Krupp und Siemens dann wirklich?“ zeigt nur
seine Ignoranz.
Für
die Konzernherren war nicht Partei ausschlaggebend, sondern die
kapitalistische Philosophie der Profitmaximierung. Nach dem Ende des
Faschismus 1945 mutierten sie ja dann auch blitzschnell zu Demokraten. Ich
sehe hier zu ihrer nazistischen Vergangenheit keinen Widerspruch. Denn
„Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist, (...) die offene,
terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten
imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“
Die
dem Kapitalismus am besten entsprechende Staatsform ist die der bürgerlichen
Demokratie. Nur dann, wenn die als Unterdrückungsinstrument versagt, greift
das Monopolkapital zum Faschismus.
Die
Erklärung ist also ganz einfach. Brockof hätte nur sein Gehirn – sofern er
eins hat – einschalten müssen. Oder einfach genauer lesen müssen.
Und
dann holt Brockof zum großen entscheidenden Schlag gegen uns aus; „Ferner
schreibt Ackermann, der Nobelpreisträger, Erfinder der Ammoniaksynthese zur
Herstellung von Kunstdünger und Sprengstoff TNT, Fritz Haber, war Jude. Will
Ackermann damit andeuten, dass die Juden mitverantwortlich waren für Hitlers
Vernichtungskrieg ?!
Mehr dazu unter“
Nicht
nur das, Herr Brockof. Er ist auch der Erfinder des Giftgases, das deutsche
Truppen im Ersten Weltkrieg als erste einsetzten und das propagierte er auch
noch vehement und überwachte die ersten Gaseinsätze an der Front. Seine
Frau, die Chemikerin Clara Haber, konnte das nicht ertragen und beging deshalb
Selbstmord. Haber wird nach dem Ersten Weltkrieg von den Alliierten als
Kriegsverbrecher gesucht. Dass er jüdischen Glaubens war, ist eine
Feststellung, mehr nicht. Die Generäle, ohne die es keinen Giftgaskrieg
gegeben hätte, waren keine Juden, sondern gingen in die Kirche und beteten
zum Gott, der Eisen schuf.
Diese
Kriegsverbrechen werden weder größer noch kleiner dadurch, dass Haber der jüdischen
Religion angehörte. Auch der fragwürdige Begriff Rasse spielt keine Rolle.
Haber sorgte „nur“ dafür, dass seine Firma IG-Farben auch an diesem
Kriegsverbrechen guten Gewinn machte. Nicht die Religion oder gar Rasse sind
von Bedeutung, sondern die Klassenzugehörigkeit. Und Haber war, wie viele
andere katholischen, evangelischen und jüdischen Glaubens, Opfer oder Täter
am Verbrechen des 1. Weltkriegens. Haber aber gehörte zu den Tätern. Die
Hauptschuldigen, die Konzernherren, gehörten allen Religionsgruppen an. So
einfach ist das, Herr Brockof.
Aber
sie sind ja, wie auch die anderen ihres antideutschen Schlages,
argumentenresistent.
4.
Die antisemitische Friedensbewegung
Es
ist immer wieder die alte Leier: Wer Kritik an der Politik der Zionisten übt,
ist Nazi, lässt sich vor den Nazikarren spannen...
Brockof
schreibt zur Friedensbewegung:
„Ich
meinte aber:.. die anti-US und antizionistische Gesinnung von Teilen der
Friedensbewegung in Deutschland....
Ich (...) möchte aber trotzdem betonen, dass sich so manch ein
Friedensjünger mit einer Friedenstaube auf der linken Schulter vor den
antizionistischen Karren spannen lässt. In Duisburg hat es 2002 einen
Ostermarsch gegeben, zu dem ein Arzt des palästinensischen Ärzte und
Apothekerverbandes e.V. als Gastredner eingeladen wurde.
(Die
gesamte Rede ist zu finden unter)
Er
erblödet sich gar zu behaupten: „Waren doch auf der Demo auch Neonazis
anwesend, die zusammen mit Passanten und Diversanten der Deutschlinken
Ideologie frenetisch diese Rede beklatschten.“
Man
erzählte sich damals, Rook, der damalige PDS-Kreisvorsitzende, habe welche
gesehen, die ihn bedroht hätten. Andere aber komischerweise nicht, auch keine
aus der PDS. Da Rook schon mehrfach welche gesehen hatte (gleichzeitig aber
mit Mitgliedern der Schill-Partei an Infoständen gesichtet wurde), steigert
das dessen Glaubwürdigkeit nicht. V.a. redete er schon mal von schriftlichen
Drohungen, diese aber vorzulegen, vermochte er nicht.
Kurz:
Nein, niemand aus der rechten Szene wurde gesichtet, es sei denn, Brockhof zählt
sich dazu - er war ja dabei. Ob er aber „frenetisch diese Rede
beklatschte“, entzieht sich meiner Kenntnis.
Nach
dem Ostermarsch kamen ganz ähnliche Vorwürfe aus der PDS-Duisburg. Der
Kreisvorstand bezichtigte seine Ex-Vorsitzende (bis November 2001), sie stünde
in der Nähe von Jörg Haider. Hanna Acckermann hatte eine Presseerklärung
des Friedensforum zu Palästina auf die Homepage gesetzt und die Presseerklärung
verfasst. Hanna Ackermann schrieb damals an den Kreisvorstand der PDS in
Duisburg:
„Ich - allen Vorstandsmitgliedern des Duisburger PDS-Kreisverbandes
persönlich bekannte Autorin des oben aufgeführten Zitats –bin Tochter
eines Widerstandskämpfers, die diese Tradition bewusst fortsetzt, und Angehörige
eines VOLKRS, gegen welches die deutschen Faschisten einen VERNICHTUNGSKRIEG
geführt haben.“ (siehe)
Die damalige PDS-Ratsfrau
und Jungdemokratin Irina Neszeri hatte sich ähnlich geäußert wie ihr
Kreisvorstand. Die Jungdemokraten, die sogar das Tragen von Palästinensertücher
als antisemitisch einstufen (siehe),
bekamen damals vom Friedensforum die Chance, ihre Position zu vertreten. Der
Auftritt von Frau Neszeri war erbärmlich.
5.
Ende und Fazit
Ich
wiederhole eine Feststellung von mir: „Die
sog. Antideutschen, sind ein Konglomerat aus Spinnern, Reaktionären und bezahlten Lumpen.“
Brockof kann sich aussuchen, was er ist, denn er vertritt in seinem
Schmuddeltexten, die wir hier dokumentierten, seine Gesinnung.
Attac
hat mit Sicherheit den Zenit überschritten. Die Niederlage, die die
Hauptfürsten von Attac, Wahl und Rätz, bei der Konferenz im Januar in
Frankfurt am Main erleiden mussten (siehe)
markiert den Niedergang dieser ominösen Organisation. Da hilft auch nichts,
dass die DKP-Zeitung UZ das als „Kleinkarierter
Eklat bei Erklärung“
bezeichnet. Aber bei der UZ wundert uns inzwischen gar nichts mehr. Dieser
Artikel ist innerhalb der DKP sehr kritisiert worden.
Brockof hat hier in seinen
beiden Texten genau gezeigt, was sein Attac ist: Eine Organisation zur
Verhinderung des Kampfes gegen den Kapitalismus.
Das
antideutsche Konglomerat aus Spinnern, Reaktionären und bezahlten Lumpen
setzt die Linke mit Faschisten gleich, führt einen reaktionären Kreuzzug
gegen sie und bekämpft jeglichen antiimperialistischen Kampf als angeblich
antisemitisch. So hier auch Brockof. Es ist unerheblich, dass Attac die
brockofschen Positionen so offen nicht vertritt. Aber manchmal ist der wahre Charakter von Attac schon gut erkennbar:
-
-
Susanne George beglückwünsche George Bush zum Afghanistan-Krieg,
-
-
Oberfürst von Attac, Grigold, wollte gar die feindliche Übernahme der
Friedensbewegung und
-
- nun dieses
lokale Würstchen, dass sich zum Antideutschen mausert.
Schöne
Sippschaft ist das!
Gerd
Höhne
Georgi Dimitroff: Die
Offensive des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen
Internationale
|
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zurück
Gegendarstellung
An
Gerd Höhne, Günter Ackermann
und
alle, die mich der Denunziation beschuldigen!
Re:
Lokaler ATTAC-Fürst als Denunziant
www.kommunisten-online.de/Betr.Gwer/der_denunziant.htm
1.
Stellungnahme zu den gegen mich gerichteten Vorwürfen auf der
Gedenkveranstaltung für
die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima:
Am
7. August 2002 organisierte das Friedensforum Duisburg eine
Gedenkveranstaltung für die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima.
Diese Veranstaltung geschah in der Vorbereitungs- und
Mobilisierungsphase zur Großdemonstration am 14.09.2002 in Köln, zu der
ATTAC mit fünf Gewerkschaftsjugendverbänden und anderen Initiativen
– darunter auch das Friedensforum – aufgerufen hatten. Ich
hatte eine Anzahl ATTAC-Flyer „ Her mit dem schönen Leben – eine
andere Welt ist möglich“ mitgebracht, um sie an Leute auf der
Kundgebung zu verteilen. Ich dachte mir, wenn schon mobilisiert wird,
warum nicht auch dort, zumal das Friedensforum an der Demo in Köln
beteiligt war. Ich wollte
niemanden vom Zuhören abbringen, keineswegs! Der abfällige Kommentar
auf die ATTAC-Flyer des Mitarbeiters des Friedensforums, Günter
Ackermann, der in dem Artikel „Der Denunziant“ von Gerd Höhne in
diesem Zusammenhang wohl nicht genannt werden möchte, versetzte mich in
Rage, dass es zu einem Wortgefecht kam. Ich möchte mein Verhalten
keinesfalls rechtfertigen, aber dass mir Gerd Höhne in seinem Artikel
unterstellt, ich hätte Herrn Ackermann Prügel angedroht, ist eine Unterstellung,
die ich zurückweise! Nachdem der Redner aus Japan seine Rede
beendete, ging ich auf den Mitarbeiter zu und entschuldigte mich für
mein barsches Auftreten. Es kam sogar zu einer gegenseitigen
Stellungnahme zum Vorfall.
Kritischer
Dialog statt repressiver Konsens!
Antizionismus
und Antisemitismus bekämpfen!
2.
Der Vorwurf der Denunziation gegen Initiativ e.V.
Ich
möchte zuallererst klarstellen, das es sich in meinem Schreiben um eine
inoffizielle Mail handelte, die ursprünglich an einige Mitarbeiter von
ATTAC-Duisburg und des Duisburger Sozialbündnisses gerichtete war und
als Diskussionsgrundlage dienen sollte. Irrtümlicherweise ist diese
Mail an andere Personen weitergeleitet worden.
Im
Vorfeld des von mir geäußerten Vorschlags Initiativ e.V. aus dem
Duisburger Sozialforum ausschließen, sprachen wir im Duisburger
ATTAC-Plenum über den Spendenaufruf von Initiativ e.V.
Die im Raum anwesenden waren alle einer Meinung diesen
Spendenaufruf für den Widerstand im Irak nicht zu unterstützen, da
solche Maßnahmen die Gewaltspirale in diesem Land noch weiter forcieren
würden. Haben die Selbstmordattentate in Bagdad und Umgebung die
Situation der von Krieg, Diktatur, Handelsembargo geschundenen Bevölkerung
irgendeine Verbesserung gebracht? Ich befürchte kaum. Es ist
wohl eher zu befürchten, dass die alten Machthaber der Ba´ath Partei
gepaart mit fundamentalistischen Kräften von den Geldern profitieren,
um ihren bewaffneten Kampf gegen den US-Imperialismus mit finanziellen
Mitteln aus Europa fortzusetzen. Die spendefreudige, antiimperialistische Front, die beseelt
ist vom Recht auf nationale Selbstbestimmung der Völker, begibt sich mit diesen Aktionen in gefährliches Fahrwasser,
wenn sie durch ihre finanzielle Unterstützung des irakischen Unabhängigkeitskampfes
gegen die Besatzer die Rückkehr der alten Schlächter unter
neuer – vielleicht islamistischer! - Fahne ermöglichen. Aber
das nimmt die neue, antiimperialistische Bewegung jenseits des
antifaschistischen Denkens bewusst in Kauf!
Mit
Bezug auf den Artikel in Jungle World, 52/2003 ist eine Gruppe in Österreich
namens Antiimperialistische Koordination AIK – in
Zusammenhang mit der Spendenaktion erwähnt. Sie ist zusammen mit Revolutionär
Kommunistischen Liga - RKL
- wegen ihrer
antisemitischen Hetze in Österreich aufgefallen.
Dazu schreibt das Bündnis Aktion gegen Antisemitismus in Österreich
www.doew.at :
„...Ein
AIK-Führungskader wetterte rund um den Jahreswechsel 2002/3 im palästinensischen
Flüchtlingslager Baka bei Amman gegen die "Zweistaatenlösung"
und meinte weiter: "Die Zerstörung des Zionismus und eines so
genannten Staates Israel ist der einzige Weg zur Gerechtigkeit."
Israel nannte er bei dieser Gelegenheit "die schlimmste Diktatur
der Welt, mit einem Apartheidregime schlimmer als in Südafrika".
Die Weltanschauung von AIK und RKL offenbart sich auch in
deren Reaktionen auf die Terroranschläge vom 11. September 2001. Die
AIK schrieb dazu etwa: "Die verwundete
Bestie brüllt. [...] Jene, die sich triumphal als stärkste Militärmacht
aller Zeiten verstanden, wurden in ihrem empfindlichsten Punkt getroffen
- ihrer angeblichen Unverwundbarkeit. [...] Sie können sich ihre
Krokodilstränen sparen, denn jetzt ernten sie, was sie einst säten.
Sie haben kein Recht, sich zu beschweren, wenn der Krieg und die Ströme
von Blut, die sie in den ärmsten Ländern vergießen, nun auch das Herz
des Imperiums erfasst. Viele Opfer der Anschläge sind unschuldig. [...]
Die gefährlichsten Terroristen sind jene, die die Fäden der
Weltpolitik ziehen."
„...Ende
Oktober 2001 schrieb die RKL in einem weiteren Papier: "Die
islamistische Bewegung verfügt über ein antiimperialistisches
Potential, das mit den Ereignissen vom 11. September noch weiter
angewachsen ist. Wir müssen das gegen den Imperialismus gerichtete
Moment bedingungslos unterstützen."
Auffallend und
bezeichnend sind die Ähnlichkeiten mit Stellungnahmen von Neonazis. Das
Deutsche Kolleg (Horst Mahler) verfasste unmittelbar nach
dem 11. September 2001 eine Erklärung namens "Independence day
live". In dieser werden die Anschläge als Teil eines
"Befreiungskrieges" bezeichnet. Sie würden das "Ende des
Amerikanischen Jahrhunderts, das Ende des globalen Kapitalismus und
damit das Ende des weltlichen Jahwe-Kultes, des Mammonismus
[markieren]". Schließlich heißt es: "Die militärischen
Angriffe auf die Symbole der mammonistischen Weltherrschaft sind - weil
sie vermittelt durch die Medien den Widerstandsgeist der Völker beleben
und auf den Hauptfeind ausrichten - eminent wirksam und deshalb
rechtens." (Mammon, aramäisch, Reichtum. Im Neuen Testament Götze
der Gewinnsucht)
(Danke
für die Aufklärung; Der Rote Webmaster)
Im
Sinne des repressiven Konsenses über die Verurteilung Israels
einerseits als imperialistischer „Brückenkopf“ der kapitalistischen
US-Weltherrschaft mit samt ihrer europäischen Satteliten oder
andererseits als mammonistischer Fetisch, der das Bild vom raffgierigen
Juden wiedererwecken lässt, verwischt
die antiimperialistische, antizionistische, revolutionäre
Weltliga die Grenzen des klassischen links – rechts Schemas. Aus
„ehrbaren“, für die sozial ausgegrenzten Palästinenser streitenden
Antizionisten werden furchtbare Antisemiten!
Ich
möchte Initiativ e.V. im Zusammenhang mit der Spendenaffäre nicht mit
dem Neofaschisten Horst Mahler vergleichen,
(genau das machst du aber! Der
Rote Webmaster) aber ihr Weg
kann in die gleiche Richtung tendieren. Auf einer Website des
Antifa-Komitees www.antifakomitee.de/Free_iraq/broschueren.html
fand ich einen Link zum arabischen, anti-US Netzwerk www.Jihadunspun.com
.
In
der Rubrik „Islam under Attack “
wird zur ideologischen Rechtfertigung des heiligen
Befreiungskrieges der muslimischen Welt gegen den Satan USA
folgende Behauptung aufgestellt: (Übersetzung aus dem
Englischen)
„Die
islamische Gemeinschaft ist das direkte Ziel des US-Krieges gegen den
Terrorismus im Inneren sowie außerhalb der USA. Der Krieg gegen den
Terrorismus ist ein Krieg gegen den Islam. Warum werden Muslime zur
Zielscheibe und wird der Islam aufstehen um die Aggressoren gegen die
Muslime niederzukämpfen?
Auf
der Website fand ich am 19. Februar 2004 folgenden Artikel, den ich
jetzt nicht ins Englische übersetzen werde. In Anbetracht der
vielerorts von islamistischen Kreisen zitierten US-Zionistischen
Weltverschwörung gegen die arabische Welt, spricht der Autor im Artikel
„Zionisten
beanspruchen Siedlungsland in Nordirak“
vom US-zionistischen Ziel der Unterjochung der arabischen Region. Dafür
soll Israel ein 200 qkm großes Gebiet im Nordirak zur Durchsetzung
seiner zionistischen Expansionspolitik für die Siedlung von 150.000
Juden beanspruchen!
Zionists
Claiming Land For Settlement In North Iraq
Feb
19, 2004
Compiled
And/Or Translated by Muhammad Abu Nasr, Free Arab Voice
According
to a report in Ash-Sharq newspaper carried by Islammemo.cc, Turkoman
sources in northern Iraq report that in accordance with the US-Zionist
goal of subjugating the Arab Region to their control, there is a plan
to settle thousands of Jewish families in northern Iraq. The Turkoman
sources report that “Israel” has imposed its presence in the area
by taking control of a 200-square-kilometer piece of territory that
begins at the Syrian-Iraqi border and extends to the east as far as
the border of Iran, passing through Tal‘afar and Mosul.
The sources add that the aim of the land purchases is to settle more
than 150,000 Jews in the area that coincides with the borders of the
“Kurdish state” desired by Kurdish chauvinist parties.
The Turkoman sources speculated that the Zionist plan was a part of a
broader effort to create a zone of armed strife that would embroil and
exhaust the various ethnic and religious groups in Iraq.
An
alternative or additional explanation of the Zionist land acquisitions
in northern Iraq might be related to a report published on 24 October
2003 that said that the Turkish government in Ankara, sensitive about
the situation in northern Iraq, had protested to the Zionist regime in
occupied Palestine over alleged purchases by Zionist interests of oil
fields from Kurds in northern Iraq. At the time the Turkish Foreign
Ministry was reported to have summoned the “Israeli” ambassador to
Ankara, Pini Avivi, to convey its concern over the matter and to call
on “Israel” to bring such purchases to an end.
Initiativ.
e.V. war mir unangenehm wegen
ihrer Beteiligung an einer Irak-Palästina-Soli-Demo im September
letzten Jahres in Duisburg-Marxloh in Erinnerung geblieben. Diese Demo
hat in Insiderkreisen wegen der Beteiligung des islamistischen HDR und
der allgemeinen anti-israelischen Stimmung für Diskussionsstoff
gesorgt. Unter www.germany.indymedia.org/2003/09/62424.shtml
ist ein interessanter Beitrag mit Fotos zu dieser Aktion, die
meine Bedenken über Initiativ e.V. noch weiter bestärkten.
War
da nicht die Rede von einer linken Demo? Linke Antifaschisten Hand in
Hand und brüderlich vereint mit Islamisten, letztere im Namen der
Shariah fundamentale Frauenrechte auf Gleichberechtigung ablehnen! Ich
unterstelle den unterdrückten, in ihrer Burka eingezwängten,
moslemischen Frauen auf dieser Demo (s.h. Foto!) selber keine Absicht
zum Skandieren anti-israelischer Töne, denn sie sind durch ihre Entmündigung
Opfer einer totalitären Ideologie. Der Islamismus erfüllt alle
Wesenszüge des Faschismus: er ist antilibertär, frauenfeindlich,
antiemanzipatorisch, patriarchalisch, antidemokratisch!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ganz
zu schweigen von den Kindern, die das Transparent „Zionist =
Nazi“ hochhalten. Kinder werden ideologisch missbraucht; ihre
Zukunft ist der Hass!
Zionismus
= Nazismus! Zionismus = Faschismus!
Dieser Vergleich wird auch gerne von einigen Aktivisten
unterschiedlichster, ideologischer Schattierungen auf Kundgebungen
herangezogen. Bei diesem Vergleich wird mir Angst und Bange; demaskiert
er doch unterschwellig so sehr die Sehnsucht eines Teils der deutschen,
antiimperialistischen Bewegung nach der Endlagerung ihrer eigenen
Geschichte in Palästina, indem verzweifelt versucht wird sich seiner
historischen Verantwortung für den Staat Israel im allgemeinen und
insbesondere der Shoah-Jüdinnen und Juden zu entledigen. In meinen
Augen ist jeglicher Vergleich zwischen Zionismus und Nazismus
unmoralisch und zielt darauf die Nazivergangenheit der seit 1990
zusammengewachsenen deutschen Nation zu revidieren:
„Aufgearbeitet
wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen
beseitigt wären. Nur weil die Ursachen fortbestehen, ward sein Bann
bis heute nicht gebrochen." (Th.W.Adorno)
Warum
Auschwitz?...wenn Günter
Ackermann in seiner Auseinandersetzung mit den „Antideutschen“
und anderen „Diversanten“ über das Thema „Antisemitismus
und Faschismus“ behauptet, all die Krupp und Siemens waren eigentlich
keine Antisemiten, auch IG-Farben nicht. Der Chemiekonzern hatte sogar
vor 1933 auffallend viele Juden in wichtigen Positionen, schreibt Günter
Ackermann. Habe ich dort richtig gelesen? Die
IG-Farben, die durch die Entwicklung des Giftgases Zyklon-B das Material
zur Massenvernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden zusteuerte,
waren eigentlich keine Antisemiten?! Wenn nicht
eigentlich, was waren die Krupp und Siemens dann wirklich?
Ferner
schreibt Ackermann, der Nobelpreisträger, Erfinder der Ammoniaksynthese
zur Herstellung von Kunstdünger und Sprengstoff TNT, Fritz Haber, war
Jude. Will Ackermann damit andeuten, dass die Juden mitverantwortlich
waren für Hitlers Vernichtungskrieg ?! Mehr dazu unter www.kommunsten-online.de/Diversanten/abschaum3htm/Antideutsche
Der
Vorwurf von Gerd Höhne „...Zu Ende gedacht: Brockof behauptet
damit, Initiativ e.V. sei eine faschistoid-terroristische Gruppe, die
Mord und Terror unterstützt...“ ist eine bodenlose Unverschämtheit
und wiederspricht dem
Inhalt des Schreibens. Ich schrieb, das Initiativ e.V. Seite an Seite
mit islamistischen Gruppen auf der Demo marschierte. Daraus
ergibt sich nicht zwangsläufig, dass sie faschistoid und terroristisch
ist, obwohl sie wegen des
Spendenaufrufs Mord und Terror unterstützen will!
Das die Aktivisten Sympathien hegen für ein breitgefächertes
Bündnis aus Islamisten, Nationalbolschewisten etc., ist einigen
Kommentaren von Anhängern der neuen, antiimperialistischen Bewegung im
Artikel von Indymedia zu
entnehmen. Sonst hätten diese Leute die Demo nicht mit diesen Verbänden
gemeinsam durchgezogen!
Mir
ist in dem Schreiben ein Fehler unterlaufen, den ich hier richtig
stellen möchte:
„...dies
sei ein Komplott der Wochenzeitung „Jungle World“, die in der
Vergangenheit kritisch über die antiamerikanisch und antizionistisch
orientierte Friedensbewegung in Deutschland berichtete. Ich meinte aber:.. die anti-US und antizionistische
Gesinnung von Teilen der Friedensbewegung in Deutschland....
Ich
bitte dies zu entschuldigen, möchte aber trotzdem betonen, dass sich so
manch ein Friedensjünger mit einer Friedenstaube auf der linken
Schulter vor den antizionistischen Karren spannen lässt. In Duisburg
hat es 2002 einen Ostermarsch gegeben, zu dem ein Arzt des palästinensischen
Ärzte und Apothekerverbandes e.V. als Gastredner eingeladen wurde.
(Die gesamte Rede ist zu finden unter www.friedensforum-duisburg.de/2002/o-marsch02/ayad.html)
Herr
Ayad sprach in seiner Rede wiederholt von "Nazi-Methoden der
israelischen Armee". Er geht sogar so weit, die Deutschen
aufzufordern, gerade aufgrund der deutschen Geschichte Partei gegen
Israel zu ergreifen, weil Israel doch dasselbe täte wie
Nazi-Deutschland, nämlich "ein unschuldiges Volk zu
liquidieren". Mit seinen Forderungen trifft er bei vielen Deutschen
auf offene Ohren. Waren doch auf der Demo auch Neonazis anwesend, die
zusammen mit Passanten und Diversanten der Deutschlinken Ideologie
frenetisch diese Rede beklatschten.
Der
Antisemit von rechts stehend für die Vernichtung der jüdischen Rasse
oder der Antizionist von links stehend für den Klassenkampf am falschen
Objekt - beide triumphieren
sie darüber, das ihnen Geschichte und Vernunft keinen Pfifferling
bedeuten. Der unbändige Triumph über die Endlagerung der Geschichte in
Palästina feiert den sich abzeichnenden Verlust von Auschwitz als Dreh-
und Angelpunkt des politischen Denkens, als Fluchtpunkt deutscher
Geschichte. Dieser Zivilisationsbruch wird zur Basis deutschen
Selbstverständnisses degradiert.
Warum
Auschwitz? So lange wir keine Antwort darauf finden, wird es keinen
Frieden in Israel und Palästina oder anderswo auf der Welt geben.
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