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"Antideutsches" Gesindel auf rassistischer Gewaltdemo

 von Gerd Höhne

Eine Horde von knapp 200 antideutschen Lumpen versuchten am Samstag, den 10. Juli 2004 in Berlin-Kreuzberg und Neukölln gegen Linke und Moslems eine Hetz- und Gewaltdemo zu inszenieren. Diese Berliner Bezirke seien, so heißt es im typisch verqueren und verworrenen Bahamas-Stil[1] antisemitische „Wehrdörfer“. Diese Bezirke seien keine Wehrdörfer, „in dem Menschen verschiedener Kulturen friedlich und freundlich zusammenleben. Das ist zwar ganz und gar gelogen“[2]  

sondern es sei 

„die blanke Wahrheit über das Wehrdorf: Wenn sich dessen Bewohner auch über sonst nichts einig sind, wissen sie doch ganz genau, wen sie hier nicht haben wollen, nämlich Juden.“[3]

Motto der antideutschen Lumpen für ihren Aufmarsch war: Gegen den antizionistischen Konsens Schluß mit der antisemitischen Gewalt in Kreuzberg und Neukölln“[4]

und weiter: 

„Dabei haben die Dörfler nichts gegen Juden, solange sie tot sind und sie mit ihnen ihren antifaschistischen Lerneifer illustrieren können, dessen Quintessenz darin besteht, den lebenden Juden Lektionen in deutscher Friedenspolitik zu erteilen.“[5]

Ein weiteres entlarvendes Zitat aus Bahamas: 

„In Kreuzberg lebt man vor, was praktizierte Toleranz heißt: Toleranz ist, wenn man alles auszuhalten bereit ist, was an Niederträchtigkeiten im Namen von Kultur und Identität verbrochen wird und wenn dabei einer den anderen deckt.“[6]

Bei ihrer Provokationsdemo griff das antideutsche Gesindel nicht nur Linke an, sondern auch Kinder und Jugendliche.

Den Feind, den dieses Gesindel ausgemacht hat, sind Linke unterschiedlichster Art, die gegen imperialistische Politik und die Kriegspolitik der Imperialisten auftreten  und und Moslems. Bekanntlich begrüßen diese antideutschen Lumpen den Krieg, den die Regierungen ihrer CIA- und Mossad-Geldgeber  in den unterschiedlichsten Ländern, v.a. in Palästina und den Irak, führen. Deshalb forderten sie auch:

„für die politische Isolierung linker Antisemiten (,,,) und deren Anhänger“[7] (damit meinen sie alle, die sich gegen den zionistischen Rassismus wenden), weiter: 

„gegen alle Manifestationen für die Intifada oder einen sogenannten irakischen Widerstand“[8], „gegen jeden öffentlich propagierten Juden- bzw. Israel-Hass, sei es im autonomen Zentrum oder im Al-Aqsa-Café, in der Moschee oder in der evangelischen Kirche“ 
Das geht ja wohl nur mittels Polizei- oder Verfassungsschutzüberwachung und
.Einschalten der Strafjustiz und/oder Organisationsverbote gegen linke Gruppen und Zentren, Moscheen und Kirchen. Für sie ist jegliche Kritik an der Aggressionspolitik der USA und Israels antijüdisch und antisemitisch.

Dass das antideutsche Gesindel den Imperialismus und zionistischen Rassismus verherrlicht,. bekundeten sie in diesem Aufruf ebenfalls:

  „Solches öffentliche Bekenntnis gegen Israel wurde jüngst durch die Europawahlplakate der linken Parteien bekräftigt, die den Haß auf die USA – den einzigen verläßlichen Freund Israels – schürten.“[9]

Nun denn, rufen wir ihnen entgegen: „Wessen Brot ihr fresst, dessen Lied ihr gröhlt!“ Ihr gröhlt das Lied der Welteroberung des USA-Imperialismus, von Krieg und Völkermord, von Unterdrückung, Hunger und Elend, ihr gröhlt das Lied es bigotten US-Kriegsherrn Bush, der nur durch Wahlfälschung Präsident werden konnte. Dieses Lied ist voll Misstöne, aber ihr gröhlt es. Dabei erreicht ihr vor allem eins: Ihr demaskiert euch als billige und widerliche Rassisten und Freunde von Mördern und Kriegstreibern. Jetzt greift ihr erst "nur" zu Gewalt gegen Einzelne, wann werde ihr zu Mord und Totschlag greifen? Zuzutrauen ist es euch Gesindel.

Ihr müsst eben euer Geld – euer Blutgeld – verdienen. Man bekommt das Kotzen, wenn man eure Parolen hört und mir stülpt sich der Magen um, wenn ich euer Geschreibsel lese.


[1]  Wir bringen keinen Links zu Bahamas. Das täten wir auch nicht zu Nazi-Homepages. Bahamas ist ein rassistisches und faschistisches Blatt, das verlinken wir nicht. Wer es nachlesen will, möge die Homepages dieses Schmierblattes im Internet suchen oder das Blatt sich kaufen. Aber Vorsicht! Es ist tödlich langweilig..

[2]  Bahamas Nr. 44

[3]  ebenda

[4]  ebenda

[5]  ebenda

[6]  ebenda

[7]  ebenda

[8]  ebenda

[9]  ebenda

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Quelle: jungeWelt vom 12.07.2004  

Inland

Markus Bernhardt

Rassistischer Aufmarsch in Berlin

Antideutsche Gruppen fordern Ende von Migrantenprojekten in Kreuzberg und Neukölln

Über 200 Anhänger sogenannter antideutscher Gruppen aus dem Umkreis der Zeitschrift Bahamas haben am Sonnabend an einer Demonstration unter dem Motto »Gegen den antizionistischen Konsens« durch die Berliner Bezirke Neukölln und Kreuzberg teilgenommen. Dabei kam es wiederholt zu körperlichen Angriffen der »Antideutschen« auf nichtdeutsche Anwohner und Linke, die spontan gegen den rassistischen Aufmarsch demonstrierten. Auch mehrere Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien wurden bedroht und geschlagen. Bezugnehmend auf den Krieg der israelischen Besatzer gegen die Palästinenser forderten sie weitere militärische Aktionen gegen die Bevölkerung der besetzten Gebiete. Auf Transparenten wurde unter anderem verlautbart »Panzer in Ramallah – das ist wahre Antifa!« und »Scharon ist ein Antifaschist!« Neben der proisraelischen Propaganda gingen die »Antideutschen« vor allem mit der Bevölkerung von Neukölln und Kreuzberg ins Gericht, die pauschal als »antisemitisch« bezeichnet wurde. Die »multikulturelle Alltagskultur« in diesen Bezirken müsse »empfindlich gestört und bekämpft werden«, hieß es in einer Rede, in der auch die Schließung von Sozialprojekten für Jugendliche mit islamischem Hintergrund gefordert wurde.

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