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Der
Ewige Jude –
Oder
Wie
eine pseudokommunistische Minisekte die Ursachen des 2. Weltkriegs
uminterpretiert
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 25. September 2009 – Es wäre eigentlich müßig, sich mit den
Ausdünstungen einer kleinen Gruppe von Menschen zu befassen, die dummes
und schlimmes Zeug in die Welt setzt. Selbst dann wäre es von
verminderter Wichtigkeit, wenn dieses Häuflein rassistisches und antijüdisches
Zeug stinkend aus ihren Darm in die Umwelt entlässt. Solches Zeug
stinkt, ist eklig und muss, wenn es in Politik umgesetzt werden soll,
auf das Schärfste zu bekämpfen. Wir nennen das dann antifaschistischen
Kampf. Aber hier geht es um mehr.
1.
Die Juden sind am Krieg schuld – meint diese ominöse Gruppe
Was
ich meine, ist ein Leitartikel in der Septemberausgabe der Zeitung
„Rote Fahne“ der Gruppe, die sich KPD nennt. Da ich mich nicht überwinden
kann, diese Pseudo-KPD so zu nennen, nenne ich sie fortan Gruppe RF,
Dass
dieser Leitartikel grottenschlecht ist, ist das eine. Hier werden
teilweise schon falsche historische Fakten genannt. Das am wenigsten
wichtige an den Anfang: Der Artikelschreiber (der Chefredakteur der
Zeitung RF) zitiert Hitler;
„Seit
4.45 Uhr wird zurückgeschossen, und von jetzt an wird Bombe für
Bombe vergolten.“
Das
allerdings sagte Hitler nicht, er sagte tatsächlich:
„Seit
5.45 Uhr wird zurückgeschossen und von jetzt an wird
Bombe für Bombe vergolten ”
Dass
Hitler von einer Stunde später sprach, ist nicht wichtig, zeugt aber
von der schlampigen Herangehensweise des Autors dieses Zentralorgans.
Wohlgemerkt: Der ist Chefredakteur des Zentralorgans einer Partei, die
den Namen KPD usurpiert
hat.
Der
sonderte in diesem Artikel nachfolgend einen Gestank nach Nazischeiße ab, der
tiefbraun ist und der gen Himmel stinkt.
Sie
schreiben doch tatsächlich folgendes:
„Dem
deutschen Großkapital und dessen Rüstungsindustrie stand diesmal das jüdische Kapital als Konkurrenz im Wege
- und damit zugleich die gesamte jüdische Bevölkerung in Deutschland
und in den von den Nazis eroberten Gebieten. Die jüdische Bevölkerung
wurde ebenso brutal und grausam verfolgt wie wir Kommunisten, die
Sozialdemokraten und andere antiimperialistisch-demokratische Kräfte,
die in Konzentrationslagern gefoltert und unter grausamsten Bedingungen
ermordet wurden.“
Das
Weltjudentum steht also auf der Seite der Feinde Deutschlands. Der Jude
– folgt man der Gruppe RF – ist der Feind. Der Ewige Jude, der nach
Vorstellungen Hitlers, hinter dem Gebüsch lüsternen arischen Mädchen
auflauert um sie zu schänden (so was schreibt Hitler wirklich in
„Mein Kampf“), feiert fröhliche Urständ.
Es
erhebt sich die Frage, was und wer denn wohl das „jüdische Kapital“ ist?
Ich weiß das nämlich nicht. Jude definiere ich einfach religiös. Nur
der ist Jude, der Anhänger der jüdischen Religion ist. Hatte also ein
Hoher Rat der Juden so viel Kapital angehäuft, dass es mit Deutschland
in den Krieg ziehen konnte? Wo aber lag dieser jüdische Vatikanstaat?
Oder
ist gar Henry Ford ein Jude,
denn die USA sind ja auf der Seite der Feinde Hitlerdeutschlands, obwohl
Ford ein glühender Verehrer Hitlers war? Oder die Deutsche Bank gegen
amerikanische und englische Banken? Oder IG-Farben gegen englische und
amerikanische Chemiekonzerne? Komischweise arbeiteten diese aber über
die ganze Zeit des Krieges, über die Schweiz, recht eng zusammen und
IG-Farben-Werke wurden auch nicht bombardiert – jedenfalls die nicht,
die in den späteren Westzonen lagen. In der zukünftigen sowjetisch
besetzten Zone aber wurden Bomben auf IG-Farben-Betriebe geworfen.
Ich
kenne kein jüdisches Kapital und ich kenne vor allem keinen Staat,
dessen herrschende Klasse das jüdische Großkapital ist. Gegen wen also
führten die deutschen Imperialisten dann
den Krieg? Folgt man der Logik der RF, dann gab es auf der einen
Seite eine herrschende Klasse – die jüdischen Kapitalisten – ohne
den dazu gehörigen Staat und auf der anderen Seite das deutsche Großkapital,
dessen Staat das Deutsche Reich war, das um seinen gerechten Platz am
Kuchen in den Krieg ziehen lässt und das gegen jene Staaten ohne
herrschende Klasse – oder waren das die Juden…? Verworrenes Zeug,
was da ausgedünstet wurde. Mit dialektischen und historischen
Materialismus hat das nichts, rein gar nichts, zu tun und damit auch
nichts von marxistisch-leninistischer Analyse.
2.
Sie stehen sehr nah bei den Nazis
Wenn
man ein jüdisches Großkapital, das aber keine herrschende Klasse eines
bestimmten Staates ist, hallizuniert, dann ist man ganz nahe an der jüdischen
Weltverschwörung, derer sich Hitler angeblich zu erwehren hatte.
Nach
dem RF-Artikel sind esdas deutsche Großkapital und das jüdische, die den
Krieg verursachten. Bei dieser Konstruktion gibt es die beiden
Hauptkontrahenten, die den Krieg vom Zaun brechen und folglich auch die
Kriegsschuld tragen. Dass das Großkapital – egal welches – seine
Konkurrenten aus dem Weg schaffen will, ist ja wohl typisch für die
kapitalistische Gesellschaftsordnung – im Zeitalter des Imperialismus
allemal. Das tun sie auch schon immer mittels Krieg.
Ich
lese aber eine Kritik des RF-Schreibers an dem deutschen Finanzkapital
heraus: Sie hätten dabei aber nicht die Juden in Deutschland und in den
eroberten Gebieten wie Kommunisten behandeln und umbringen sollen.
Ich
kenne den Spruch von meinen Altvorderen: „Hitler war ja nicht so
schlecht. Er hat die Arbeitslosigkeit beseitigt und die Autobahnen
gebaut. Nur das mit den Juden, hätte er nicht tun dürfen.“ Die
deutschen Großkapitalisten führten einen Krieg gegen ihre Konkurrenten
– das jüdische Kapital, was ja immerhin verständlich wäre – sie
gingen aber etwas weit und bauten die Gaskammern, das war falsch. Die
Logik der Gruppe RF!
Meine
letzten nicht-grauen Haare werden grau, alles in mir dreht sich um und
mir wird übel. So was in einer Journaille lesen zu müssen, die von
einer als kommunistisch sich ausgebenden Gruppe heraus gegeben wird,
bringt mich zum kotzen. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich
kotzen muss!
3.
Deutsch-sowjetischer
Nichtangriffsvertrag
Zunächst
eine Anmerkung noch zum angeblich jüdischen Feind des Deutschen Reiches
im 2. Weltkrieg:
Als
Hitler dann 1941 die Sowjetunion überfiel, wo war dort der jüdische
Hauptfeind der deutschen Großbourgeoisie? War in der UdSSR etwa das jüdische
Kapital die herrschende Klasse? Jedenfalls behauptete Hitler, die
Kommunisten seien von Juden gesteuert und damit auch die Sowjetunion.
Ich kann mich nur vor Abscheu vor diesen „Kommunisten“ der Gruppe RF
schütteln.
Aber
weiter der Artikel in der RF:
„In
der Zwischenzeit kam es zu einem Deutsch- Sowjetischen Vertrag über die
Demarkationslinie am Bug. Damit konnte die Sowjetunion - der damals
einzige sozialistische Staat der Welt, in dem die Arbeiter, Bauern,
Soldaten sowie das ganze Volk die Macht im Verlauf der Großen
Sozialistischen Oktoberrevolution im Jahr 1917 errungen hatten -
unterbinden, daß die Armeen und Verbände der Waffen-SS
Hitlerdeutschlands in den Osten Polens und bis an die Westgrenze der
Sowjetunion vorstoßen konnten.“
Entkleiden
wir den Absatz mal von der
warmen Luft, die sie über die Sowjetunion schreiben. Das dient nur zur
Tarnung ihrer Absicht, die UdSSR mit als Kriegsverursacher zu verkaufen
(das macht übrigens die heutige polnische Regierung auch, denn sie
begeht den Jahrestag des sowjetischen „Angriffs“ auf Polen mit einer
Feier mit Reden, Parade und Weihrauchwedelnde und Weihwasser spritzende
Oberpfaffen).
Dann
lautet der Absatz: „In der
Zwischenzeit kam es zu einem Deutsch- Sowjetischen Vertrag über die
Demarkationslinie am Bug. Damit konnte die Sowjetunion (…)
unterbinden, daß die Armeen und Verbände der Waffen-SS
Hitlerdeutschlands in den Osten Polens und bis an die Westgrenze der
Sowjetunion vorstoßen konnten.“
Die
RF behauptet allen Ernstes also, die UdSSR habe polnisches Gebiet
okkupiert, das sei der Sinn dieses Vertrags und das in Absprache mit den
deutschen Faschisten. Klingt sehr ähnlich den antikommunistischen
Behauptungen der Regierung Polens und der imperialistischen Propaganda.
„Vergessen“ wird, dass sich Polen an der Zerstückelung der
Tschechoslowakei beteiligte und in Oberschlesien tschechisches Gebiet
annektierten, als Hitler die Tschechoslowakei besetzte – und das in
Absprache mit der Nazi-Regierung.
Tatsächlich
hat die UdSSR sich die Jahre vorher bemüht, die Westmächte und auch
die polnische Regierung, zum gemeinsamen Handeln gegen die Kriegspläne
Hitlers zu bringen. Die Politik der Westmächte – Apeasement genannt
– ermöglichte den deutschen Faschisten seit 1933 alle Verträge zu
brechen, die Wehrmacht aufzubauen, eigentlich verbotene Waffen zu
beschaffen, Österreich zu annektieren und schließlich mittels des Münchner
Abkommens die Tschechoslowakei zur besetzen. Die UdSSR wollte gemeinsam
gegen die Nazis mit den westlichen Mächten vorgehen, aber sie wollte
und konnte nicht allein die Kastanien aus dem Feuer holen, wie es die
Westmächte, vor allem England, wollten. Churchill es sagte damals:
„Lasst die beiden tollen Hunde (Hitler und Stalin) sich gegenseitig
umbringen.“
Die
Westmächte wollten also, dass es zum Krieg Hitlerdeutschlands gegen die
UdSSR kommt – und sie hätten tatenlos zugesehen.
Dahinter
steckt die Hoffnung der westlichen Imperialisten, die UdSSR würde dabei
zerschlagen, zumindest nachhaltig geschwächt und sie könnten wieder
ihre enteigneten Ölquellen und Rohstoffvorräte des Landes ausbeuten,
wie schon vor der Revolution.
Und
genau das vereitelte die sowjetische Regierung durch diesen Vertrag.
Denn es war abzusehen, dass England und Frankreich nichts gegen Hitler
unternehmen werden, wenn der den Krieg vom Zaun bricht.
Genau
das geschah ja auch. Hitler konnte unbehelligt durch englische und französische
Kriegshandlungen Polen erobern. Die Engländer lieferten den Polen noch
nicht einmal die mit polnischen Goldzahlungen gekauften modernen Waffen.
Wenn
England, dem offiziell mit ihm verbündeten Polen, nicht half, hatte es
auch keinen Schuss abgefeuert, um der UdSSR gegen Hitler zu helfen. Das
machten sie auch noch, als dann die Nazi-Wehrmacht die UdSSR überfiel.
Erst 1944 eröffneten sie in der Normandie eine zweite Front.
Das
wusste Stalin und machte das, was allein richtig war: Um Schaden vom
Land abzuwenden, schloss die UdSSR den Nichtangriffspakt und wendete die
Gefahr von seinem Land ab. Damit hatte er die Pläne der westlichen
Imperialisten durchkreuzt, die Sowjetunion blieb – erstmal – vom
Krieg verschont.
Dabei
war der sowjetischen Führung klar, dass sie nicht auf Hitler vertrauen
durfte. Die Kriegsgefahr war nur vorläufig gebannt. Aber sie gewann
Zeit und diese Zeit war nötig.
Allerdings
rückte die Westgrenze der UdSSR weiter nach Westen. Im Falle eines
Krieges hatten die faschistischen Truppen einen erheblich weiteren Weg,
um in die Tiefe der UdSSR vorzudringen. All das, so zeigte sich nach dem
Überfall der Faschisten auf die UdSSR, war wichtig und hat dazu
beigetragen, dass die UdSSR den Krieg gegen Hitler gewann.
Das,
meine Herrschaften der Redaktion RF, ist historische Tatsache und nicht
euer antikommunistischer Blödsinn.
4.
Warschauer
Aufstand 1944
Was
mich – im Zusammenhang mit den Behauptungen der RF über die
Kriegsursache – nun schon nicht mehr wundert ist, dass sie den
Warschauer Aufstand von 1944 erwähnen, jedoch nicht den Aufstand des Warschauer
Gettos vom 19. April 1943 bis 10.
Mai 1943 gegen die Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka. Den
Gettoaufstand lassen sie komplett
unter den Tisch fallen, erwähnen ihn mit keinem Wort. Zufall? Ich
mags nicht glauben.
Die
Aufständischen des Gettos hatten die Wahl, sich entweder wie Vieh zur
Schlachtbank treiben zu lassen oder kämpfend zu sterben. Sie
entschlossen sich zum Kampf. Der dauerte drei Wochen und endete mit der
Ermordung aller Aufständischen und der systematischen Zerstörung des
Gettos.
Zum
Warschauer Aufstand schreibt die RF:
„Den
ersten Höhepunkt des antifaschistischen Volkswiderstandes in Polen
stellte Warschau dar. Fast drei Wochen dauerten die Kämpfe, die mit von
den Arbeitern (…) geführt wurden.“
Den
ersten Höhepunkt des Volkswiderstands erst 1944? Mir fällt da aber
eine ganze Reihe auch anderer Widerstandsbewegungen mehr ein. Da ist die
Partisanenbewegung in den besetzten Teilen der Sowjetunion, in
Jugoslawien , Griechenland, Albanien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich
usw. Polen ist ein Land von vielen mit aktiver Widerstandsbewegung, in
allen besetzten Ländern gab es bewaffneten Widerstand, selbst im
kleinen Luxemburg. In Polen gab es zwei Widerstandsbewegungen: die Armia
kajowa (ak) und die Armia ludowa (al).
Die
ak bekannte sich zur polnischen Exilregierung in London, die al war
kommunistisch beeinflusst. Der Warschauer Aufstand sollte der polnischen
Exilregierung dazu dienen, vor dem Einmarsch der Roten Armee die
polnische Hauptstadt zu befreien. Das ohne Absprach, ja gegen, das
Oberkommando der sowjetischen Truppen, die bereits das Westufer der
Weichsel erreicht hatten. Wir haben bereits vor einigen Jahren einen
umfassenden Aufsatz über den Warschauer Aufstand gebracht. Darauf
weisen wir hin und verzichten hier auf die Wiederholung der Inhalte.
5.
Fazit:
Wir
beklagen mit Recht den erschreckenden Zustand der kommunistischen
Bewegung in Deutschland. Da redet ein Vorsitzender einer sich kommunistisch nennenden
Partei, der DKP, dass die Kollaboration der KP des Iraks mit denen
US-Besatzer vollkommen richtig sei, sein Chefideologe Steigerwald
befindet sch im heftigen Flirt mit den Trotzkisten und schwafelt was von
Pluralismus. Wenn er aber Kritik an seinen antikommunistischen Äußerungen
zu lesen bekommt, geifert er nur noch.
Eine
andere Gruppe, die MLPD, schwafelt vom „echten Sozialismus“, verrät
aber nicht, was das ist, macht in ihrer praktischen Politik nichts
anderes als das Bestehende etwas „linker“ anzugehen und tarnt sich
mit einer Unzahl von Tarnorganisationen – kommunistisch ist davon
keine. Und die geben sich offen antikommunistisch. So legte deren
Sattelitenorganisation AUF in Dresden am Denkmal für den 17. Juni 1953
ein Gebinde mit der Aufschrift nieder: „Nie wieder Hammer und
Zirkel.“
Ihre
Vorfrau, Monika Gärtner-Engel, ist Vorsitzende der „Bürgerbewegung
für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft e.V.“, ihr Partner da ist
die ÖDP, eine rechtslastige Abspaltung der Grünen. Und die MLPD scheut
sich auch sonst nicht, sich mit Rechten einzulassen und die ganz
freundschaftlich zu belehren und sie aufzufordern, Mitglied der MLPD zu
werden.
Die
zuletzt entstandene Missgeburt ist eine sogenannte Kommunistische Initiative des
Kirchenbeamten Frank Flegel und des Geheimdienstexperten (oder mehr?)
Michael Opperskalski. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Kommunisten in
antirevisionistischem Sinne zu einen, wenn es aber zur Nagelprobe kommt,
schwanken sie und vermeiden es, konkret zu werden. Unsere Kritik
beantworten sie mit Gegeifere und Unterstellungen, bedienen sich dabei
sogar des windigen Subjekts Daniel Weigelt aus Dresden, der sich schon
mehrfach durch Geschreibsel hervor tat, in dem der die Kriege und
Kriegsverbrechen der Zionisten entschuldigte. 2005 tat er sich sogar
damit hervor, dass er – als Macher der Jugendorganisation der Gruppe,
die diesen antijüdischen Artikel verfasste, gegen den ich hier schreibe
– mit den Antideutschen gemeinsame Sache machte. Zum 60. Jahrestag der
Zerstörung Dresdens durch anglo-amerikanische Bombenangriffe, war er dabei und unterstützte Parolen wie:
„Keine Träne für die Krauts“ und „Es ist nicht schade um
Dresden.“
Dass
die deutsche KI eine Missgeburt wird, sagten wir bei der Gründung im September 2008
voraus. Außer ein paar eher wischiwaschi Texten kam dann auch nichts
von denen. Die einzige Kampagne der KI, die sie seit einem Jahr zustande
brachte, war eine kleine Vortragsreihe zur Bolivarischen Revolution in Venezuela – mit
einem Sozialdemokraten. Dass es dort eine starke Kommunistische Partei
gibt, ist ihnen offenbar entgangen. Wir setzten uns von Anfang an
kritisch mit der KI auseinander.
Die Antwort bestand in Gekeife, Unterstellungen und Verleumdungen.
Besonders hervor tat sich dabei jener Freund der zionistischen
Rassisten, Daniel Weigelt.
Chruschtschows
Linie und die seiner Nachfolger, vom „friedlichen Übergang“ zum
Sozialismus, von der Partei des ganzen Volkes und dem Staat des ganzen
Volkes, die falsche Stellung zur „friedlichen Koexistenz“ usw.
entwaffneten die Kommunistischen Parteien ideologisch nachhaltig.
Und
heute sehen wir das Ergebnis: Ideologische Unklarheiten in den Köpfen
vieler Genossen, Verwirrungen im Denken und Handeln und Degeneration der
Kommunistischen Parteien zum
sozialdemokratischen Wahlverein
und manchmal Schlimmeres.
Man
betrachte doch nur die Entwicklung der italienischen KP. Sie schwor
offiziell ab und fusionierte vor ein paar Jahren mit der Democratia
Christiana, also der italienischen CDU.
Die
Gruppe RF ist zwar eine Minisekte, aber man sieht deutlich in ihr die
schadhafte Wirkung des modernen Revisionismus. Man bedenke nur, dass vor
ein paar Jahren ein bekannter und berüchtigter Berliner Neonazi und
faschistischer doppelter Totschläger, Mitglied dieser sog. KPD war. Wir
machten sie Sache publik, die Gruppe RF reagierte erstmal gar nicht,
dann trotzig und schließlich erklärte sie, das sei ein Irrtum, den sie
jedoch korrigiert hätten. Inzwischen wissen wir, dass es kein Irrtum
war. Nur, indem wir die Sache veröffentlichten, schlug die sog, KPD dem
Mann vor, sich etwas zurück zu halten und sich nicht offen zur KPD zu
bekennen. Der aber lehnte ab und verließ von sich aus die Gruppe RF.
Uns gegenüber sagten die aber, dieser Mann sei nicht Mitglied ihrer
Partei. es sei auch nie in Erwägung gezogen worden, ihn auf zu nehmen.
Eine glatte Lüge, der war schon längst Mitglied. Das aber wissen wir
erst heute. Die Mitgliedschaft
soll er sich auch nicht erschlichen haben, sondern denen war die
kriminelle und faschistische Vergangenheit bekannt, sogar der
Doppelmord. Bis heute kam noch keine Selbstkritik der Gruppe RF, aber
gegen uns Beschimpfungen.
Es
ist leider so: Wir Kommunisten müssen den ganzen revisionistischen
Dreck in unseren Köpfen überwinden. Das geht nur durch klaren Kampf
gegen den modernen Revisionismus in all seinen Erscheinungsformen und
die Besinnung auf den Marxismus-Leninismus. Chruschtschow und seine
Nachfolger haben den Marxismus-Leninismus verfälscht – das gilt es zu
überwinden.
Lenin
hat die Partei der Arbeiterklasse klar definiert:
„...wodurch
wird die Disziplin der revolutionären Partei des Proletariats
aufrechterhalten? wodurch wird sie kontrolliert? wodurch gestärkt?
Erstens durch das Klassenbewusstsein der
proletarischen Avantgarde und ihre Ergebenheit für die Revolution,
durch ihre Ausdauer, ihre Selbstaufopferung, ihren Heroismus.
Zweitens durch ihre Fähigkeit, sich mit den
breitesten Massen der Werktätigen, in erster Linie mit den
proletarischen, aber auch mit den nichtproletariscben werktätigen
Massen zu verbinden, sich ihnen anzunähern, ja, wenn man will, sich bis
zu einem gewissen Grade mit ihnen zu verschmelzen.
Drittens durch die Richtigkeit der politischen
Führung, die von dieser Avantgarde verwirklicht wird, durch die
Richtigkeit ihrer politischen Strategie und Taktik, unter der Bedingung,
daß sich die breitesten Massen durch eigene Erfahrung von dieser
Richtigkeit überzeugen.
Ohne diese Bedingungen kann in einer
revolutionären Partei, die wirklich fähig ist, die Partei der
fortgeschrittenen Klasse zu sein, deren Aufgabe es ist, die Bourgeoisie
zu stürzen und die ganze Gesellschaft umzugestalten, die Disziplin
nicht verwirklicht werden.“
Wenn eine Gruppe den Anspruch erhebt, die
Partei der Arbeiterklasse, also die KPD, zu sein und erfüllt diese
Kriterien nicht, ist es eine Mogelpackung – im günstigsten Fall
strebt sie es an, das zu werden.
G.A.
Aktion „Gewittersturm“ –
Der Aufstand von Warschau August/September 1944:
Von
der Sowjetunion verraten? von Gerd Höhne,
Sommer 2004 mehr
Siehe; Haltet den Dieb oder Wie Robert Steigerwald Stalin und
den Aufbau des Sozialismus verunglimpft und die Geschichte fälscht.
Von Günter Ackermann/Januar 2008 mehr
Pervers:
Antideutscher Lumpen bejubeln den gewaltsamen Tod von mindestens
35.000 Menschen und die totale Zerstörung
einer der schönsten Städte
Europas am 13./14. Februar 1945, von
Gerd Höhne mehr
Eine Kommunistische
Partei wird aus den Klassenkämpfen und der Abgrenzung zum modernen
Revisionismus entstehen, Kritische Analyse zum Aufruf: „Schafft
die Kommunistische Initiative in Deutschland“, Von Günter
Ackermann, Kommunisten-online vom 29. September 2008 mehr
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