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Antideutsches
Hetzblatt Jungle World interviewt MLPD-Chef
Hofberichterstattung
für den Duodezfürsten Stefan Engel
Von
Günter Ackermann/24. Juni 2006
„Von Anfang an sitzt der
gelernte Schlosser Stefan Engel der MLPD vor, seine Ehefrau Monika Gärtner-Engel
gehört ebenfalls dem Zentralkomitee an. Damit ist Engel länger
Parteivorsitzender, als es August Bebel, Ernst Thälmann oder Erich
Honecker waren. Nur wenige internationale Führer der Arbeiterbewegung
wie Enver Hoxha oder Kim Il-Sung haben noch länger als
Parteivorsitzende gedient.“
Das
hat der liebe Stefan, der Oberlehrer für den echten Sozialismus der
MLPD, unwidersprochen hingenommen. Engel, der Bebel unserer Tage, der Thälmann
unserer Tage – Erich Honecker wird er nicht sein wollen.
Ja,
noch mehr: Der deutsche Enver Hoxha und Kim Il-Sung ist er auch noch –
vielleicht gar eine Reinkarnation Lenins?.
Ein Prachtkerl also auf dem Thron des Duodezfürstentums MLPD in
Gelsenkirchen.
Und
dieser Fürst, mit Burgruine und ein Paar Hintersassen drum herum, ist sich
seiner großen Bedeutung zwar bewusst, ist aber ein bescheidener Mensch.
Man sehe sich mal die Engelsche Homepage an, da springt die gesamte
geballte Bescheidenheit voll ins Auge.
Bescheiden sagt er dann dem antideutschen Schreiberling: „Ich gelte als untypischer
Parteivorsitzender, den man auf der Straße nicht als solchen wahrnehmen
würde.“
Warum
sollte man Engel auf der Straße wahrnehmen können? Weil er der großen
und mächtigen Partei des Proletariats vorsteht, weil er der Führer der
deutschen Revolution ist? Ich denke, Engel wird nie zu mehr, als
ein kleiner
Duodez-Parteichef, wahrzunehmen werden. Die
Sorge des Stefan Engel, Teenager würden womöglich ihn auf der Straße
anhalten und um ein Autogramm bitten, ist unbegründet – es sei
denn, er und seine Partei inszenieren das selbst.
Was,
so frage ich mich, brachte die Antideutschen der Jungle World dazu, dem
Engel dieses Interview zu ermöglichen? Sonst sind alle, die aber
auch nur die Spur einer Kritik an der zionistischen Politik äußern,
Antisemiten und Nazis oder zumindest den Nazis nahe und die Kriegspolitik
der USA wird als Kampf gegen den Antisemitismus verkauft usw. Der Feind
dieses Hetzblattes ist immer unter den Linken zu suchen, Israel und die
USA sind die wahren Friedensfreunde.
Ist
es die gemeinsame antikommunistische Geisteshaltung? Das Geschwätz
der MLPD vom echten Sozialismus, dessen Erfinder eben jener Stefan Engel
ist, ist verwaschen und so unkonkret, dass niemand etwas damit anfangen
kann. Versteckt sich etwa hinter diesem Begriff nichts anderes als der
Antikommunismus der
„echten Sozialisten“?
Wenn
man aber die Politik der MLPD und ihre innerparteilichen Strukturen
näher betrachtet, so kommt einen schon das Grauen. Da
gibt es eine Zentrale Kontrollkommission (ZKK), der stand einst Willi
Dickhut selig vor, die ist unkontrollierbar und keiner Leitung, auch
nicht dem ZK, Rechenschaft pflichtig. Die ZKK ist allmächtig und wacht
über die „Denkweise“, ja, sie kontrolliert sie.
„Die
ZKK muß ständig auf das Zentralkomitee und die Organisation einwirken,
um in jeder Frage die nötige Wachsamkeit und Sensibilität im Kampf um
die Denkweise zu erreichen.“
Wie das geht? Mitmachen,
Schnauze halten, Engel Lobgedichte schreiben und sonst jedes kritische Denken abstellen.
Nur so geht’s. „Echter Sozialismus“ á la MLPD-Engel? Nein danke!
Aber zurück zum –
bescheiden lebenden – großen Führer des Marxismus-Leninismus,
Stefan Engel (folgt man der Hofberichterstattung der Jungle World): Was,
außer diesem verwaschenen Attribut „echt“ vor Sozialismus und 25
Jahre Sekten-Chefprediger, hat
dieser eigentlich Großes geleistet?
August Bebel war mit Wilhelm
Liebknecht der Begründer und Führer der ersten Partei der deutschen
Arbeiterklasse. Unter seiner Führung wuchs die SPD zur starken
Massenpartei des Proletariats. Ernst Thälmann war Vorsitzender der größten
kommunistischen Partei in einem kapitalistischen Land, der KPD. Unter
seiner Führung wurde die KPD zur bolschewistischen Kampfpartei neuen
Typs. Dass Erich Honecker auch eine Massenpartei führte, sei am Rande
erwähnt.
Enver Hoxha war nicht nur
Vorsitzender der Partei der Arbeit Albaniens, er führte auch das
albanische Volk im 2, Weltkrieg im bewaffneten Kampf gegen die
Italienischen und deutschen faschistischen Okkupanten. Und Kim
Il-Sung war nicht nur Parteichef, sondern auch Präsident der VR-Korea
und führte sein Land auch im bewaffneten Kampf gegen die
USA-Aggressoren im Koreakrieg vor über 50 Jahren.
Also
alle haben Hervorragendes geleistet, waren anerkannte Führer, national
und international. Das, was in der antideutschen Gazette Jungle World da
über MLPD-Engel verbraten wurde, war nur dümmste
Hofberichterstattung.
Die
MLPD ist keineswegs nun, nachdem das Interview erschien, peinlich berührt.
Ganz im Gegenteil. Unter der Überschrift „Wochenzeitung
„Jungle World“ vom 14.6. mit Interview von Stefan Engel, dem
Vorsitzenden der MLPD“
zitiert sie aus dem Interview und legt ein Link zu den Antideutschen.
Und
Stefan Engel? Warum gab er diesem antikommunistischen Hetzblatt ein
Interview? Wusste er nicht, wessen Geistes Kind diese Gazette ist oder
war es ihm gleichgültig, die Hauptsache in die Presse?
Man
kann es drehen wie man will: Vom großen Vorsitzenden bleibt nichts übrig.
Denn:
-
wusste er nichts von der antikommunistischen Ausrichtung der Jungle
World, dann ist er in seiner Funktion Fehl am Platze.
-
wollte er nur wieder mal in die Presse, war diese Hofberichterstattung
gar vorher abgesprochen, dann muss er es aber sehr nötig haben. Aus
Engel und seiner MLPD wird eine mickrige kleinbürgerliche Politsekte
– was sie ja wohl auch ist.
Anzumerken
sei noch, dass der Engel-Interviewer der Jungle World, ein gewisser Deniz Yücel ist. Yücel sieht derzeit im Islam die antisemitische
Hauptgefahr, organisiert Kongresse, an denen neben der SPD-Friedrich-Ebert-Stiftung und der
grünen Heinrich-Böll-Stiftung auch das American
Jewish Committee maßgeblich beteiligt ist. Das AJC ist eine berüchtigte
rechtszionistische Organisation in den USA, die u.a. seine Aufgabe darin
sucht, die Presse durch Drohungen und Erpressungen von kritischen
Artikeln zur Politik Israel abzubringen. Auch in Deutschland ist das AJC
aktiv und versucht ähnliches. Es bedient sich dabei willfähriger und
bezahlter „Wissenschafter“, wie z.B. den Duisburger Professor
Siegfried Jäger.
Vor
dem AJC in den USA sprach anlässlich ihres USA-Besuchs Frau Merkel und
ihr Gastgeber, der Kriegsherr George Bush. Das AJC ist die
offizielle Partnerorganisation der CDU-Konrad-Adenauer-Stiftung.
Deniz Yücel lässt sich
auch schon mal über den Kriegsverlauf des 2. Weltkrieges aus. Yücel
setzt da alle Deutschen mit den Nazis gleich und schreibt:
„Die einfache Tatsache, dass die Anti-Hitler-Koalition nicht darum gekämpft
hat, die Deutschen zu befreien, sondern darum, die Welt
von den
Deutschen zu befreien, ist der Vorstellung gewichen, dass die 300 000
Rotarmisten, die allein beim Kampf um Berlin starben, nichts sehnlicher
wünschten, als ausgerechnet den Deutschen
zu helfen.“
Wofür
die USA und die Westmächte kämpften, lasse ich mal außen vor. Die
UdSSR jedoch kämpfte nicht gegen die Deutschen, sondern gegen den
Faschismus. Wofür die Rote Armee kämpfte, geht aus dem Befehl Stalins
an die Sowjetarmee klar hervor:
„Es
wäre aber lächerlich, die Hitlerclique mit dem deutschen Volke, mit
dem deutschen Staate gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte
besagen, dass die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der
deutsche Staat bleibt.
Die
Stärke der Roten Armee besteht endlich darin, dass sie keinen
Rassenhass gegen andere Völker, auch nicht gegen das deutsche Volk,
hegt und hegen kann, dass sie im Geiste der Gleichberechtigung aller Völker
und Rassen, im Geiste der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen ist.“ J.W. Stalin, BEFEHL DES VOLKSKOMMISSARS FÜR
VERTEIDIGUNG Nr. 55, MOSKAU, 23. FEBRUAR 1942
Das ist
ja wohl eindeutig.
Die UdSSR wollte nicht die Zerschlagung Deutschlands, sondern die
Zerschlagung und Ausrottung des Faschismus. Das ist zweierlei, Herr Yücel!
Und
die Sowjetsoldaten? Natürlich hatten sie Hass auf die Faschisten, die
ihre Heimat verwüstet, ihre Frauen, Freundinnen und Schwestern
vergewaltigt, ihre Freunde ermordet hatten. Es mag auch Soldaten gegeben
haben, die Faschisten mit Deutschen gleich setzten, aber das waren
Ausnahmen. Trotz anderslautender antikommunistischer bürgerlicher
Propaganda, der offenbar Herr Yücel
aufsitzt, gibt es viele Beweise dafür, dass die Rotarmisten keinen Hass
auf die Deutschen hatten. Das begründet sich schon allein in der
Tatsache, dass in der UdSSR die deutsche Kultur, die Dichtung und nicht
zuletzt auch die Deutschen Karl Marx, Friedrich Engels, Karl Liebknecht,
Ernst Thälmann usw. als Heroen des Geistes und der Revolution hoch
geachtet waren. Der dem sowjetischen Dichter Ilja Ehrenburg angelastete
Aufruf zum Mord und zur Vergewaltigung der Frauen, ist eine platte
Fälschung aus dem Hause Göbbels.
All das kann sich der
Kleinbürger und Fan der zionistischen Rassisten, der Herr Yücel,
nicht vorstellen. Allerdings ist ein beschränkter Horizont nicht der
Maßstab für die Realität.
Der
Herr Yücel
meint dann zum Schluss
seines Pamphlets:
„Aus diesem deutschen
Selbstgespräch gibt es freilich kaum ein Entrinnen. Wer geräuschvoll
vorträgt, dass er dabei nicht mitmache, läuft Gefahr, auf seine Weise
dazu beizutragen. Konsequenter wäre es, nichts zu sagen. Einfach
schweigen. Das wäre die angemessene Form, wie Deutschland
den 8. Mai,
den Tag seiner Niederlage, begehen sollte: die Klappe halten.“
Die
Deutschen sollen zum 8. Mai „die Klappe halten“? Das könnte den Bürgerlichen,
den Rechten, den nationalen und den antinationalen Faschisten, von
Nationalzeitung und Jungle World und Bahamas und allen Reaktionären so
passen.
Betont werden muss
allerdings: Es waren Deutsche, die in Auschwitz
mordeten, es waren Deutsche, die andere Länder überfielen, aber es
waren nicht die
Deutschen, es war das deutsche Monopolkapital und ihre
Helfershelfer, die Faschisten.
Wenn
die Faschisten sich nicht direkt nach dem Reichstagsbrand 1933 der
gesamten demokratischen Opposition, vor allem aus der Arbeiterbewegung,
den Kommunisten und Sozialdemokraten, durch Terror und Mord
entledigt hätten, wäre der 2. Weltkrieg und damit auch Auschwitz, nicht möglich gewesen.
Auch waren es deutsche Kommunisten, die im Spanischen Bürgerkrieg den
Faschisten, den deutschen, spanischen und italienischen, bewaffnet
entgegen traten. Die deutschen Truppenteile der Interbrigaden galten als
besonders mutig.
Wer
das verwischt, verschleiert die wahren Schuldigen an den Verbrechen des
2. Weltkrieges, die Krupps, Siemens, Thyssens, die
IG-Farben, die Deutsche Bank usw. der deckt die wahren Schuldigen an den
Verbrechen.
Aber
genau darum geht’s ja bei den Antideutschen: die wahren
Verantwortlichen der Verbrechen des Faschismus werden reingewaschen, der
Klassencharakter des Faschismus wird verschleiert und somit sind wir bei
dem, was das Wesen der Antideutschen ist: Bezahlte Subjekte und Agenten
der Geheimdienste der imperialistischen Mächte, die den Zweck
verfolgen, jede antiimperialistische Politik zu verunglimpfen. Dass sie
sich da des Begriffs „antisemitisch“ bedienen, ist perfide. Denn
diese von den Antideutschen Verunglimpften – auch Kommunisten-online
gehört dazu – kämpfen gegen Faschismus und Rassismus jeglicher
Spielart – damit aber auch der zionistischen Spielart des Rassismus. Es
gibt eben nicht nur in Deutschland Rassisten, auch anderswo und
Zionismus ist nun mal Rassismus.
Diesem Hetztblatt
Jungle World
gab Stefan Engel ein Interview und dieser Hetzer, der
Herr Yücel, schrieb die Hofberichterstattung. Man spürt beim Lesen des
Interviews direkt, wie der Frager wie ein Schoßkätzchen Engel
anschnurrt und ihm die Stichworte gibt. Einfach widerlich!
G.A.
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