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Dreigroschenjungs
Ralf
Fücks: Vom Spalter zum rechten Vordenker der Grünen
von
Gerd Höhne
Einst
war er die rechte Hand des Chef des Kommunistischen Bundes
Westdeutschlands, eines angeblich kommunistischen Vereins.
Der
KBW war wohl der schillernste Verein der ML-Bewegung der 70er Jahre. Die
KPD/ML bemühte sich unter Ernst Aust ernsthaft eine Politik zu
verfolgen, die sich an den Klassikern des Kommunismus orientierte und
sich an der Arbeiterklasse zu orientieren, die KPD-AO der SDS-Chefs
Semmler und Horlemann, versuchte sich mit der Arbeiterklasse zu verbrüdern,
der KBW versuchte das nicht einmal, er dachte anstelle der
Arbeiterklasse. Arbeiter hielt sich der KBW zum Vorzeigen, wenn
überhaupt welche dabei waren. So forderte er bei einer Tarifrunde der
IG-Metall einmal eine Mark pro Stunde Lohnerhöhung, saß aber nicht am
Verhandlungstisch und hatte auch nichts, was diese Forderung durchsetzen
konnte.
Oder
der KBW sah im § 218 die zentrale Frage der politischen Bewegung und
forderte dessen Abschaffung. Sicher, kein fortschrittlicher Mensch
konnte sich für die Beibehaltung des Abtreibungsverbots einsetzen. Es
war eine wichtige Forderung, die Abschaffung zu fordern.
Die
Arbeiterbewegung hatte schon in den 20er Jahren die Abschaffung des §
218 verlangt und der Arzt, Kommunist und Literat, Friedrich Wolf, machte
sich für die Abschaffung stark. Sein Drama „Cyankali“
thematisiert dies.
Er
bildete Sanitäter aus dem Ersten Weltkrieg aus, kostenlos saubere
Abtreibungen durchzuführen, damit ungewollt schwangere Arbeiterfrauen
nicht bei "Engelmachern", Gesundheit und Leben bei einer
Abtreibung aufs Spiel setzen.
Aber
der Kampf gegen dieses Gesetz konnte nicht die zentrale Frage einer
kommunistischen Organisation sein. Der KBW des Joscha Schmierer und des
Ralf Fücks tat aber genau das.
Da
sie schon einmal bei der menschlichen Zeugung waren, verlangten sie auch
die Abschaffung des Naturgesetzes, dass der Mensch neun Monate nach der
Zeugung im Mutterleib verbringt und sich entwickelt. Das war dem KBW zu
kurz, sie wollten eine Verlängerung auf zwölf. Daher forderten sie,
bezahlten Schwangerschaftsurlaub für 12 Monate vor und nach der
Entbindung. (Das ist kein Witz!)
Anfand
der 80er Jahre löste dich der KBW auf. Der größere Teil mit Fücks
und Schmierer legten rot ab und färbten sich grün ein.
Dort
taten sie sich nicht durch linkes Engagement hervor, sondern durch
rechtes. Sie gehörten ausnahmslos dem Fundiflügel an.
Schmierer
arbeitet heute als Strategiedenker in Fischers Außenministerium für
die weitere Expansion des deutschen Imperialismus, Fücks brachte es zum
Bremer Umweltsenator und ist jetzt Chef der Heinrich-Böll-Stiftung.
Hier zeichnet er sich durch Umtriebigkeit am rechten Flügel der Grünen
aus. Amerika, meint er, sei im Irak nicht des Öls wegen, sondern um die
Demokratie zu verbreiten.
Preisfrage:
Haben diese Leute irgendwann mal eine Kehrtwende gemacht oder haben sie
jetzt nur die Tarnung abgeworfen und sich als das geoutet, was sie immer
schon waren: bezahlte Dreigroschenjungs des Kapitals. |