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„Antideutsche“
Lumpen hetzen zum Krieg:
Demo
der Antideutschen „Gegen den Friedensmob“
Von
Gerd Höhne/02. August 2006
Am
Freitag, dem 28. Juli 2006 demonstrierten sie für den Krieg, Den Krieg
der Zionisten gegen die arabischen Nachbarn, vor allem gegen das palästinensische
Volk und das Volk des Libanon. „Gegen den Friedensmob“ (sic!)
nannten sie das.
Allerdings
war die Beteiligung eher spärlich. Einer der Mitveranstalter beklagt
deshalb weinerlich:
„Ein
breites Bündnis höchst unterschiedlicher Organisationen und Personen
demonstriert heute in Berlin für Israel. Leider allerdings sind
nicht, wie bei den so
genannten Friedendemonstrationen im Februar 2004 Hunderttausende,
sondern nur einige wenige.“
Also
trotz „breitem Bündnis höchst unterschiedlicher Organisationen und
Personen“ nur ein paar Hansel…
Einer
der Hauptredner war, neben Michel Friedman, ein smarter Enddreißiger,
Schreiberling der antideutschen Blätter „Konkret“ und „Jungle
World“ aus uraltem arischem Adel, ein „Thomas von der Osten-Sacken.
Der Kerl“ ist Journalist,
Menschenrechtler und Intellektueller.“, So jedenfalls wird der
antideutsche Baron von der von der israelischen Regierung getragene
Internetseite „Hagalil“ bezeichnet.
Der
antideutsche Adlige stritt in seiner Rede heftig dafür, dass Israel das
Recht habe, diesen Krieg zu führen. Es kämpfe gegen Hamas und Hisbolah,
meinte von der Osten-Sacken.
Dass
Hamas vor Jahren eine Kreatur des Mossad war, um die Palästinenser von
der PLO Arafats abzubringen und sich nun undankbar zeigt und gegen ihre
eigenen Erzeuger vorgeht, war ein Betriebsunfall. Dass sich dadurch die
Lage in Palästina nur noch mehr destabilisierte und das Vorgehen der
israelischen Armee vor allem gegen die Zivilbevölkerung alles noch
verschlimmert, verschweigt der feine Herr von der Osten-Sacken.
So
ähnlich auch mit der Hisbollah. Diese schiitische Gruppe entstand erst,
als Israel in den 80er Jahren den Libanon angriff und militärisch
besetzte. Die Zionisten wollten gegen die dort ansässige Führung der
PLO vorgehen.
Während
dieser israelischen Aggression kam es dann, mit wohlwollender Duldung
durch den damaligen israelischen Kriegsminister Sharon zu den Massakern
in den Flüchtlingslagern.
Als
Israel abzog, gab es praktisch keine libanesischen Regierungsstrukturen
mehr. Jeder kämpfte gegen jeden, die Milizen beherrschten das Land, in
den schiitischen Landesteilen entstand die Hisbollah. Erst Syriens
Eingreifen stabilisierte die Lage wieder.
Israel
ist also selbst der Verursacher der Lage und gibt vor, es wolle die
Sicherheit Israels herstellen. Dass dabei genau das Gegenteil eintritt,
war sicher nicht ungewollt. Es gibt dann den Vorwand, militärisch gegen
der „Schurkenstaat“ (George W. Bush) Syrien und – nach dem
gleichen Muster wie weiland im Irak – gegen die angeblichen
Atomwaffenentwickler im Iran vorgehen. So einfach ist das.
Unser
blaublütiger Redner vom 28. Juli 2006 aber malt das Gespenst eines
neuen Auschwitz an die Wand. Verschweigt aber, dass Auschwitz ein Werk
der deutschen Faschisten und nicht eins der Araber war. Er verschweigt
auch, dass sowohl die PLO, Hamas und die Hisbollah nicht gegen die Juden
kämpfen, sondern gegen den zionistischen Hegemonieanspruch dessen
Rassismus. Die angeblichen Sponsoren der Hisbollah sollen, so behauptet
der antideutsche Baron, die Vernichtung der Juden im Schilde führen.
Dass es in Syrien und auch im Iran eine zahlenmäßig große Gruppe
alteingesessener Juden gibt, die dort in Frieden und Toleranz ihr Leben
führen und ihre Religion ausüben können, passt nicht ins Weltbild
dieses „Menschenrechtlers“ (Hagalil).
Wessen
Geistes Kind der Herr von der Osten-Sacken ist, zeigte sich schon vor
ein paar Jahren. Damals, kurz vor der USA-Aggression im Irak, hetzte er
schon mal für den Krieg. Er kam mit Phantasiezahlen von Saddam-Opfern
(eine Million), die nirgendwo bewiesen werden und Experten für
Hirngespinste hielten. Sicher, Saddam Hussein ist kein lieber Mensch
gewesen, sondern ein brutaler Despot, aber auch er war eine Kreatur des
Imperialismus. Die USA unterstützten seinen Krieg gegen den Iran in den
80er Jahren mit Waffen und durch Satellitenaufklärung. Erst als sie ihn
nicht mehr brauchten, ließ Präsident Bush (sen.) ihn in die Falle
tappen, indem er so tat, als sei er mit der Annexion Kuwait
einverstanden.
Damals
dichtete der blaublütige Möchtegern-Menschenrechtler auch am Märchen
von den irakischen Atomwaffen. Dabei war er nicht wählerisch mit
Mitstreitern für die Menschenrechte made in USA.
Anfang
November 2002 gab es in Berlin eine Konferenz
der „Koalition für einen demokratischen Irak“ von irakischen
Exilpolitikern. Diese irakischen Politiker, die sich nach der Besetzung
alle als Quislinge der Besatzer betätigten, behaupteten – ohne
Beweise zu haben – der Irak baue an Massenvernichtungswaffen.
Moderator war unser blaublütiger Menschenrechtler Thomas von der
Osten-Sacken.
Ein
Redner war auch der umtriebige Herr Tilman Zülch von der Gesellschaft für
bedrohte Völker. Das ist eine Hilfsorganisation der deutschen Außenpolitik
und ist eng verflochten mit dem „Bund der Vertriebenen“. Zülch gehört
zu den Hauptschreiern für das revanchistische „Haus der
Vertriebenen“ in Berlin.
So
schließt sich der Kreis: Die „Antideutschen“ geben vor, gegen den
deutschen Faschismus zu kämpfen, ja sie behaupten sogar, die Mehrheit
der Deutschen und der Europäer seien Antisemiten und Faschisten, weil
sie den Kriegen Israels ablehnend gegenüber stehen. Und auf einmal
treffen nationalistische Berufs-Heimatvertriebene und „Antideutsche“
in trauter Gemeinsamkeit in Liebe aufeinander. Zufall?
G.H.
beachte
auch:
Alte Feinde, neue Feinde,
Von einem drohenden Weltkrieg, runderneuertem Faschismus und den jüngsten
Mutationen der sogenannten Antideutschen – und wie der Widerstand
gegen all dies aufgebaut werden könnte, von Jürgen Elsässer in
jungeWelt vom 2. August 2006 mehr
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