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Anmerkung
Roter Webmaster:
„Anti“deutsche
sind nicht satisfaktionsfähig –
wir
bekämpfen sie als Faschisten,
diskutieren also nicht mit ihnen
Kommunisten-online
vom 15. Dezember 2009
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Warm
angezogen und unbeachtet:
Antideutsche
in Aktion |
Anmerkung
Roter Webmaster:
„Anti“deutsche
sind nicht satisfaktionsfähig –
wir
bekämpfen sie als Faschisten, diskutieren also nicht mit ihnen
Kommunisten-online
vom 15. Dezember 2009 –
Scheinbar brechen wir auf dieser Seite mit unserer Gewohnheit, mit dem
sog. Antideutschen nicht zu diskutieren, sondern sie zu bekämpfen. Ich
finde jedoch, dass beide Beiträge unsere Kriterien erfüllen. Hier
werden die Fakten benannt und die Antideutschen entlarvt.
Allerdings
besteht die Bedeutung dieser Fatzkes weder in ihrer personellen, noch
argumentativen Stärke, sondern nur in der Lautstärke ihres Geschreis,
ihrer Resistenz gegenüber der Vernunft und in ihrer Frechheit. Dabei
schrecken diese Lumpen nicht davor zurück, an meine Haustür einen
Davidstern zu malen. Dass sie damit das machen, was auch die Nazis
taten, ist bezeichnend. Die Nazis markierten nämlich mit eben jenem
Davidstern die Geschäfte und Wohnungen jüdischer Menschen. Ziel war die
Diskriminierung und letztlich deren Verfolgung. Dass die Antideutschen
das auch an meiner Haustür machten, ist nicht allein geschmacklos, es
ist ein Hinweis auf die wahre Gesinnung dieser Lumpen.
Ulrich
aus Nikaragua war, als er noch in der BRD lebte, Mitglied des
„Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD“, der inzwischen in
der Ecke der Antideutschen gelandet ist. Dabei gelang es dem
„Arbeiterbund“ sich unter falscher Flagge in den Kreis der
Teilnehmer einer jährlichen internationalen Konferenz der belgischen KP
einzuschleichen, die in Brüssel um den 1. Mai herum stattfindet. Sie
traten dort als die Vertreter der deutschen Kommunisten auf. Es gelang
uns – mit Hilfe von in- und ausländischen Genossen, den belgischen Genossen die wahre Rolle des Arbeiterbundes offen zu legen.
Wir
stehen oft kopfschüttelnd vor dem, was die sog. Antideutschen
aushecken. Das ist meist so blöd, dass es kein denkender und von
Vernunft begabter Mensch glauben mag. Wenn z.B. offen zum Völkermord
aufgerufen wird, wenn verlangt wird, dass Israel Atomwaffen einsetzen
soll, dann mag man nicht glauben, dass das jemand, der nicht total
besoffen ist, absondern kann.
Und
trotzdem: Die geben drei aufwendig gemachte Zeitschriften heraus,
unterhalten viele Internetplattformen, unterhalten Zentren und sogar die
Traditionsreiche antifaschistische Organisation VVN-BdA ist ihnen in
einigen ihrer Gliederungen erlegen. Ich erinnere nur an das unsägliche
Subjekt, den VVN-BdA-Funktionär und DKP-Mitglied Ulrich Sander, der
voll auf deren Seite steht.
Die CIA und der Mossad zahlen dafür.
Die
Stärke der Antideutschen liegt in deren Lautstärke – schrieb ich
oben. Davon lassen sich viele ehrliche Antifaschisten einschüchtern.
Vor allem, wenn da Leute im Namen honoriger Organisationen, wie eben die
VVN-BdA oder der Linkspartei auftreten.
Aber
das verleiht keine Gewähr, dass es sich dabei um wahre Antifaschisten
handelt. Das ist nur der, der sich gegen imperialistische Kriege,
Rassismus und Völkermord und letztlich gegen die kapitalistische
Ausbeuterordnung richtet. Genau das aber machen diese sog Antideutschen
nicht.
Wir,
die Kämpfer für eine gerechtere, sozialistische und antifaschistische
Gesellschaftsordnung sind die eigemtlivjrm Feinde der Antideutschen. Damit zeigen sie
ihr wahres Gesicht.
Entlarven
wir diese Subjekte als das was sie sind:
Faschisten
und Kriegshetzer
zurück
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Zur
Gaza-Erklärung des sog. Arbeiterbundes
Die
Position des Arbeiterbundes verletzt den proletarischen
Internationalismus und leugnet die Klassenwidersprüche.
von
Ulrich
aus Nikaragua
Kommunisten-online
15. Dezember 2009 -
Liebe
Genossin!
Ich
habe mich mit der Gazaerklärung des Arbeiterbunds befaβt.
Sie ist eine etwas abgeschwächte Form von dem, was ich schon gelesen
hatte. Dieser ursprüngliche Text ist aber nicht mehr aufzufinden in der
Web-Site. Dazu habe ich gelesen die Stellungnahme auf der WEBsite von
TSB (Thomas-Schmitz-Bender).
Alles
zusammengenommen habe ich Folgendes verstanden.
-
Die vertriebenen oder sonst wie heimgesuchten Palestinenser müssen
warten bis die “Menschen” (?) inPalestina, das diese Israel nennen,
sich entschlieβen
sie in ihrem eigenen Land zu akzeptieren. (Das war im vorigen Text der
Web-Site).
-
Man darf nichts gegen den Zionismus unternehmen, denn “Israel” ist
ein notwendiges Produkt von Auschwitz. Ohne Auschwitz kein Israel.
-
Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Folglich ist sein Feind auch
meiner oder wenigstens darf ich mich nicht damit solidarisieren, weil
das “meinen” Klassenfeind begünstigenn könnte. Folglich adios all
ihr Völker, die ihr vom Feind “meines” Imperialismus heimgesucht
seid. Schaut zu wie ihr klar kommt.
-
Der deutsche Widerstand ist nicht der Rede Wert. Das deutsche Volk ist
schlecht. Das steht nicht offen drin, man kann es aber so vermuten, so
wie der Text abgefasst ist. Mit solcher Vermutung stehe ich offenbar
auch nicht alleine da. Andere sehen es auch so. Falls es ein Irrtun ist,
muβ
er ausgeräumt warden.
Leider
habe ich nur wenig Zeit , um darauf einzugehen. Ich werde aber mein
Bestes tun. Ich will nur vorneweg sagen, daβ
mir niemend die besondere Gefährlichkeit des deutschen Imperialismus
beweisen braucht und auch nicht, daβ
der Hauptfeind im eigenen Land steht. (Wohlgemerkt: Hauptfeind)
Die
Position des Arbeiterbundes verletzt den proletarischen
Internationalismus und leugnet die Klassenwidersprüche. Und das ist
schlimm.
1.
Widersprüche zwischen den herrschenden Klassen und/oder
imperialistischen Klassen haben weder Marx davon abgehalten, sich AUS
PRINZIPIELLEN Erwägungen mit der Pariser Kommune zu solidarisieren,
obwohl er sie für einen taktischen Feheler hielt, noch die deutschen
Revolutionäre des ersten Weltkrieges mit den Russischen gemeinsame
Sache zu machen, noch die KPD der Weimarer Republik sich gegen den
Justizmord an den Anarchisten Sacco und Vanzetti zu solidarisieren, etc.
Die herrschenden Klassen mögen sich aufteilen gemäβ
nationalen Interessen und anderen Gruppeninteressen: Unsere
Klassensolidarität ist internationalistisch und ich kann nicht einsehen
warum sie von de jeweiligen Quimäre “unseres” jeweiligen
Imperialisten gegängelt werden sollte. Wenn “unser” Hauptfeind
durch unsere Solidarität mit anderen Völkern irgendwelche Vorteile
erlangt, dann Haben wir schlecht gekämpft. In Nikaragua sagt man
jedoch: Der schlechteste Kampf ist der, den man nicht aufnimmt. Ich weiβ
nicht, wie Du der Mutter eines kaputtgebombten Kindes in Bagdad
klarmachen willst, daβ
die Solidarität mit ihrer Sache durch die Position “deines” –
nationalen(!) – Imperialisten begrenzt ist.
2.
Die Widersprüche zwischen den Imperialisten sind sehr unsteht und
unregelmäβig.
Pack schlägt sich – Pack verträgt sich. Insbesondere die Nazi-Gringo
connection ist sehr tief und alt, bishin zu den alten Geheimbünden des
19. Jahrhunderts, deren einer Ausflüsse “Skull and Bones” sind,
denen Bush und Konsortium angehören. Groβvater
und Urgroβvater
Bush (Prescott und Samuel) haben Hitler finanziert, und zwar
lebensrettend, so wie ein beinahe überwiegender Teil der amerikanischen
Industriellen, noch inmitten der militärischen Feidseeligkeiten. Ohne
die technische Unterstützung der Amis bezüglich Treibstoffs , z.B., hätten
die Nazis nicht einen Panzer aufgefahren und auch kein Flugzeug (sic)(Quelle
kann beim verfasser angefragt warden). Diese Kooperation hat tausende
von amerikanischen Soldaten das Leben gekostet. Erinnern wir uns, daβ
die Allierten KZ-Schiffe und -fabriken bombardierten, wohlwissend, daβ
da Kommunisten einsaβen,
während sie die Opelwerke chirugisch genau aus dem Bombenteppich
nahmen, weil sie da mit dem deutschen Imperialismus verschwippt und
verschwägert waren. Da gibt es noch mehr und genügend Beispiele, auch
von Seiten des britischen Imperialismus. Sie sind ja sowie nur
widerwillig und gezwungener Maβen
in den Krieg gegen Deutschland gegangen, gezwungen durch die
intelligente Politik Stalins. Danach meinte Churchill, man hätte das
falsche Schwein geschlachtet und die Gringos päppelten die ganzen Nazis
wieder auf. Das ist ein langes Kapitel. DaFür fehlt mir hier aber der
Platz und die Zeit. Wer ist also der Feind meines Feindes? Eine Krähe
hackt der anderen kein Auge aus und so war es auch mit der
amerikanischen Bourgeoisie und den Nazis. In Irak und Afganistan sind
die Widersprüche der beteiligten Imperialisten keineswegs unversöhnlich.
Sie brauchen
einander. Sie sind Komplizen, wie es Gangster eben sind. Wie
Gangster die Poker spielen und versuchen sich gegenseitig über den
Tisch zu ziehen. Die Opfer sind aber immer die unterdrückten Klassen.
Man kann diese Widersprüche taktisch ausnützen, aber die Strategie ist
immer klassenmäβig.
Ich denke nicht daran meine internationaistische Solidarität zu
nationalisieren – weder positiv, noch negativ.
3.
Es ist historisch absolut falsch, daβ
es ohne Auschwitz kein Israel gegeben hätte. Selbst wenn es wahr wäre,
kann man nicht einsehen, warum die Palestinenser die Zeche zahlen
sollen. Ein Unrecht macht kein Anderes gut. Auschwitz markiert sicher
eine totale Verantwortung und Schuld des deutschen Imperialismus am Unglück
in Palestina. Der Zionismus, jedoch, war von Anfang an ein
Kolonisierungsprojekt lange vor dem dritten Reich. Die Vertreibung der
Palestinenser durch die Zionisten fing schon in den zwanziger und dreiβiger
Jahren an und zwar auch schon gewaltsam. Das wurde dann unterbrochen
durch den gemeinsamen Kampf mit den Briten gegen die faschistischen
Armeen Rommels. Zwischen 1945 und 1948 (drei jahre) rissen sich
die Zionisten dann 80% des Landes unter den Nagel. Ich habe in
meinem computer antisemitische Texte, wo du meinst, da spricht Hitler
persönlich (sic). Aber nein! Es handelt sich z.B. um die
Stellungnahme des deutschen Judenrates (sic) zu den Nürnberger
Gesetzen, wobei klar wird, daβ
die Zionisten die Verfolgung der Juden im Grunde begrüβten,
weil das ihr Kolonisierungsprojekt förderte (sic) )(Quelle kann beim
Verfasser angefragt warden). Als man David Ben Gurion anbot, alle jüdischen
Kinder nach England zu evakuieren, hat er das heftig abgelehnt mit dem
Argument, daβ
er es vorzöge, daβ
die Hälfte
dieser Kinder Hälfte umkäme, als daβ
sie nicht nach Palestina kämen. Also lieber die Hälfte tot und die
andere Hälfte nach Palestina, als Alle lebendig nach England. Es gab
Abmachungen zwischen Zionisten in Palestina mit den Nazis, jüdische
Jugendliche an der Waffe gegen die Palestinenser auszubilden, um als
Gegenleistung die Engländer auszuspionieren. (Ein gewisser Fieval
Polkes, Führer der zionistischen Terroristenorganisation Hagana. - Auch
Menachem Begin Führer der Terroristenorganisation Irgun. Spater Präsident
Israels, machte einBündnisangebot an die Nazis.) Die Beispiele zionistischen
Verrats an den Juden sind mannigfaltig. Das ist hier jetzt nur
mal kurz angetippt. Seinem Wesen nach war der Zionismus ein Verbündeter
der Nazis, etwa so wie z.B. das Pilsudskiregime in Polen, was Hitler
aber nicht beindruckte und er nahm sie Alle mit im selben Sack. Der
heldenhafte Widerstand der Juden im Warschauer Ghetto, in den weiβrussichen
und ukrainischen Partisanenverbänden war sicher von der Nähe der
Arbeiterbewegung und der SU inspiriert, was nocheinmal klarmacht, daβ
der Hauptwiderspruch zwischen den KLASSEN UND NICHT ZWISCHEN Rassen und
Völkern – den Deutschen und Juden etwa – verläuft. Auch in Israel
existiert ein Rassismus gegen die orientalischen Juden. Das zionistische
Regime macht permanent Gala von Rassismus und Völkermord. Zu meiner
Freude, gibt es offenbar immer mehr Bürger Israels und auch Juden in
anderem Ländern, wie in den USA, die sich der zionistischen Politik
widersetzen. Das ist sicher nicht ganz einfach und braucht viel Mut
in einem reaktionär-religiös zementierten Umfeld. Ich
interessiere mich sehr für Palestina und kann nur sagen, was der
Zionismus da anrichtet, ist nicht entschuldbar und eine Menge hat er
offenbar von den Nazihenkern der Juden gelernt. Ich hatte hier in
Nicaragua etwa ein Jahr lang mit den Vertretern der israelischen
Bourgeoisue zu tun. Ich kann nur sagen: Nie wieder! Ich, und auch
Andere, haben unser gesamtes professionelles Eigentum verloren – mir
haben sie es schlicht gestohlen, während sie satt in einem pompösen
Luxushotel saβen.
Ihr Wort gilt absolut nichts. Die Lüge ist eine legitimes Mittel für
sie- (Das geschriebene Wort erfüllen sie Dir bis auf den letzten
Buchstaben. Nur sie unterschreiben fast nichts.) Und das war
durchaus chauvinistische Ideologie. Für sie waren wir Goyim
(Nichtjuden). Und ein Goy hat kein Recht. So war das und meine Worte
sind milde im Vergleich zu Anderen, die das Selbe oder Schlimmeres
erlebt haben. Ich rede hier ausdrücklich von der zionistischen Kaste.
Ähnlich gewissen deutschen Herrschaften.
4.
Um auf die zionistische Kosmologie einzugehen: Man muβ
sie ein für alle Mal entmythisieren. Die Diaspora hat es nie gegeben
und diese Mär entspricht so etwa dem wilhelminischen Pangermanismus.
Damals – etwa 100 nach c. - lebten etwa eine Million Menschen in
Palestina, von denen nach dem Fall von Massada etwa 10 000 auswanderten,
meitens die Oberschicht. Und für mehr gab es auch gar keine
Tranportmittel. Die Römer verboten den Juden lediglich Jerusalem, haben
sie aber nicht mehr oder weniger vertieben oder als Sklaven verschleppt,
wie alle anderen unterworfenen Völker auch, in ihrem Machtbereich.
Damals misionierten die ausgewanderten Juden noch und die, die blieben,
wurden später zum groβen
Teil islamisiert. Die echt legitimen Nachkommen der damaligen Israelis
sind also genau die heutigen Palestinenser, während die heutigen Juden
- insbesondere die Ostjuden - von den Kasaren – einem tartarischen
Abzweig – abstammen und ein anderrer groβer
Teil von Berbern und Arabern aus der Zeit als diese Spanien eroberten (Sefardim).
Bei
alldem stütze ich mich auf den israelischen Historker Shlomo Sand und
es gibt noch Andere, deren Namen ich jetzt grade nicht genau weiβ.
Auch David Ben Gurion und Ytzak bin Rabin, immerhin Arqueologen
und Historiker und prominente Exponenten des zionistischen Universums,
haben diese Version noch in den zwanziger Jahren vertreten. Als aber das
Kolonisierungsprojekt Palestina politisch akut wurde, hat man das dann
schnell unter den Teppich gekehrt.
Aber
mal abgesehen vom historischen Aspekt, kann man sagen, daβ
die britischen und amerikanischen Imperialisten die damalige
Konkursmasse ihres deutschen Komplizen und konkurrenten treu übernahmen
und als Fortsetzung mit dem vom deutschen Imperialismus angerichteten
unsagbaren Leid und Unrecht noch einmal zuätzlich Schindluder betrieben
und es zu einer blutigen und elendigen Spaltung de Völker ausnutzten
und einsetzten. Und da muβ
jetzt der Arbeiterbund noch eins draufsetzen. Bravo!
Meiner
Meinung nach kann diese verfahrene Kiste in Palestina nur durch einen
gemeinsamen Staat gelöst werden, ohne religiöse, völkische oder
sonstwelche Beschänkungen dieser Art .
Die
Gazaerklärung geht der Anerkennung der Klassenwidersprüche und der
daraus abzuleitenden Klassensolidarität mit besten sozialdemokratischen
Argumenten aus dem Weg, mit “die brauchen uns nicht”. Wenn dem so wäre,
bräuchte man den ganzen proletarischen Internationalismus nicht.
Ich bitte doch sehr!
Zum
Schluβ
muβ
man noch bemerken, daβ
der - im selbst erwählten ideologischen Exil - sich selbst
beweihräuchernde Vergleich mit Karl Liebknecht - auf der Website von
TSB - völlig unangebracht ist. (Die Führung des Arbeiterbundes
vergleicht das Unverständnis mit seiner Position mit demder hassvollen
Vatrlandsverteidiger bei Ausbruch des ersten Weltkrieges.) Selbst wenn
der Arbeiterbund Recht hätte, mit seiner Haltung, ist es schon ein
starkes Stück die ehrlich gemeinte linke Solidarität mit anderen
unterdrückten Völkern – in einem nicht ganz einfachen
politischen Zusammenhang – von vornherein mit der mies-fiesen
Vaterlandsverteidigung von Kriegshetzern und Oportunisten- insbesondere
von damals - gleichzusetzen. Das beleidigt tausende von ehrlichen
Antiimperialisten, die sicher nicht immer auf der selben ideologischen
Linie liegen und auf dieser schon gleich gar nicht. Karl Liebknecht
sagte: Diesem System keinen Mann und keinen Pfennig. Und : der
Hauptfeind steht in eigenen Land. Und das stimmt. Das hat absolut
nichts mit der aufgekündigten Solidarität mit anderen Völkern zu tun.
Er hat nicht gesagt, daβ
man die bolschewistischen Genossen nicht unterstützen dürfe, weil der
Knuto-Zar dem deutschen Imperialismus als Ausrede diente. Er hat nicht
gesagt, daβ
es der einzigste Feind ist. Er hat gesagt: Haupt-feind.
So
das ist jetzt meine persönlich Meinung. Ich kann Dir aber sagen, daβ
diese Position des Arbeiterbundes für Revolutionäre und Freiheitskämpfer
der dritten Welt völlig unverständlich bis beleidigend ist. Weiβt
Du was hier viele Linke über den Holocaust denken? Nicht, daβ
sie das Schreckliche an diesem unsäglichen Völkermord leugenen. Aber
sie sagen, das Gedöns, daβ
ihr macht, ist ein Problem von Euch Europäern, weil da Weiβe
ermordet wurden. Uns ist es gleich oder schlimmer gegangen –zeitweise
jahrzehntelanger Alttag, aber da hat kein Hahn danach gekräht.
(So ähnlich wie bei uns mit den Romas und Sintis, für deren Holocaust
sich nur ein paar aufrechte Linke interessieren, während die
Persilscheinmoral des offiziellen Deutschlands, sie diskriminiert und
gleichzeitig permanent versucht sich mit Krokodilstränen vor den Juden
reinzuwaschen (die Profite nicht zu vergessen) und dabei eben auch sich
über palestinensische “Terroristen” entrüstet.) Das stimmt zum
Beispiel für den Völkermord an den Indianern en den USA mit etwa den
gleichen Methoden – KZ´s, Leichenberge, etc.
Liebe
Genossin, niemand gewinnt eine Diskussion. Ein jeder überzeugt sich
selbst. Wie auch immer – es ist vielleicht für dich interesant mal
eine Position aus dieser Ecke zu hören.
Bis
demnächst
Mit
kommunistischem Gruβ
Ulrich
aus Nikaragua
Der
Verfasser hat seine politische Erziehung im Arbeiterbund erhalten und
diese Organisation hat seine Linie bis heute geprägt.
zurück |
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Zynischer
Antideutscher Jubel am Tod zahlloser Palästinenser die Zerstörung
ihrer Lebensgrundlagen:
„Hamastan
ist abgebrannt!“ |
Von der „antideutschen“
Schmierenkomödie zur Grand opéra. Die Paralyse der Kritik: eine
Gesellschaft ohne Opposition
Quelle:
Kommunistische Assoziation Hamburg (KAH)
auf
Kommunisten-online am 15. Dezmber 2009 (gekürzt) - Karrieren machen
sich manchmal leicht: Eben noch Handy-Verkäufer in der Kleinstadt,
gelang Paul Potts dank Britain’s Got Talent der Aufstieg zum
weltberühmten Opernstar. Ganz ähnlich erging es der – allerdings völlig
talentfreien – Hamburger „antideutschen“ Neocon-Gruppe Kritikmaximierung
nach der Blockade ihrer kriegspropagandistischen Veranstaltung durch
Antiimperialisten und andere Linke. Unversehens wurde diese Aktion
einmal durch die neoliberale Medien-Mangel gedreht. Heraus kam ein
„antisemitischer Krawall“ mit zahlreichen „Nazis“, jüdischen
und anderen „Opfern“, ein Super-Skandal, der – seit ein
„antideutsches“ Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten (BGHU)
für den 13. Dezember zur Protestdemonstration gegen „linke
antisemitische Schläger“ aufruft – international und bis in die
Spitzenpolitik für allerhand Empörung sorgt.
Was
war geschehen
Rund
30 Aktivisten des Internationalen Zentrums B5 in Hamburg-St.
Pauli hatten am 25. Oktober 2009 eine Veranstaltung der
„antideutschen“ Gruppe Kritikmaximierung im benachbarten
Kino B-Movie verhindert, in deren Rahmen der Film „Warum
Israel“ des französischen Regisseurs Claude Lanzmann gezeigt werden
sollte. Dafür hatten sie das Eingangstor zum Hof, in dem sich das Kino
befindet, mit einer Kette verschlossen und mit einem Transparent
bespannt, auf dem die Segregationsmauer im Westjordanland abgebildet
war. Davor hatten sich vier junge Männer postiert, die, mit
Holzgewehren bestückt und abgetragenen Tarnjacken verkleidet, die
Besatzung eines israelischen Checkpoints darstellen wollten, um an die
Lebensrealität der Palästinenser in den besetzten Gebieten zu
erinnern. Die habe Lanzmann in seinem Film „vergessen“, hieß es in
einem vor Ort verteilten Flugblatt.
Diesem
Szenario sahen sich die Kinobesucher – eine mehr oder weniger
geschlossene Gruppe „Antideutscher“ – gegenüber. Die im Internet
verbreitete Legende hingegen will, dass sie vor dem B-Movie ein
zum Äußersten bereiter linker Schlägertrupp erwartet hatte. Gerüstet
mit „Quartzhandschuhen und Holzstäben“ (Rheinische Post),
Gürteln und sonstigen „Waffen“ sollen die B5-Aktivisten
die „Antideutschen“ mit Faustschlägen traktiert und daran gehindert
haben, in den Kinosaal zu gelangen.
„Antideutsche“
schalten Staatsschutz ein
Wie
die Antideutsche Gruppe Hamburg erklärt, wurde am 25.10. aus
ihren Reihen die Polizei gerufen. Diese blieb jedoch untätig und
beobachtete lediglich die Szenerie – offenbar sah sie keinen Grund zum
Einschreiten. Die von den „Antideutschen“ behauptete „Prügelaktion“
(BAK Shalom) hat gar nicht stattgefunden. Es gab Rempelein,
Schubsereien und unserer Kenntnis nach insgesamt vier Backpfeifen, als
die „Antideutschen“ einen Durchbruch versuchten. Mittlerweile haben
Zeugen berichtet, dass es nicht nur von Seiten der Antiimperialisten zu
o.g. Tätlichkeiten gekommen war, sondern auch von den sich in den
Medien als Saubermänner darstellenden „antideutschen“ Rechten. Sie
sollen Pfefferspray gegen die Aktivisten der B5 eingesetzt
haben.
Mindestens
ein Angehöriger des „antideutschen“ Lagers hat nach Angaben der Antideutschen
Gruppe Hamburg einen der Kino-Blockierer wegen einer angeblichen
Schlägerei, die Tage später an einem anderen Ort stattgefunden habe,
bei der Polizei angezeigt – der Staatsschutz ermittelt.
Medienberichte, die sich auf Polizeiangaben stützen, bestätigen das.
Sie schweigen allerdings darüber, wer die „Schlägerei“ angefangen
hat.
Der
„antideutsche“ Denunziant wird den Ermittlern Lügen der gleichen
Preisklasse erzählt haben, wie sie von den „antideutschen“ Ultras
der Zeitschrift Bahamas – einem Flaggschiff dieser Szene –
und anderen Neocons samt ihrer Fan-Gemeinde aus der Roten Flora
und der blau-weißen Web-2.0-Antifa über die Ereignisse am 25.10.
verbreitet werden: Antiimperialisten sollen „Judenschweine“ und
„Schwuchteln“ gerufen haben.
Nun
fehlen nur noch seriös klingende Aussagen, die der mittlerweile überstrapazierten
Verleumdungsmasche der „Antideutschen“ zum Erfolg verhelfen. Nachdem
nämlich bekannt wurde, dass die am 25.10. vor der B5
eingesetzten Polizeibeamten „antisemitische Pöbeleien“ nicht bestätigen
können und keine Anzeigen von Zeugen erstattet wurden, die mutmaßliche
Täter identifizieren und ihre Aussagen notfalls auch unter Eid
wiederholen könnten, bleibt den Urhebern der Schmutz-Kampagne nur ein
letzter Strohhalm: „Lennart K.“.
„Lennart
K.“
Vor
dem Hintergrund des nord(„anti“)deutschen Bauerntheaters, das sich
seit seiner Uraufführung zur Grand opéra auf internationaler Bühne
ausweitet, mag es den einen oder anderen beruhigen: Wenigstens
„Lennart K.“ (laut Spiegel Online „Augenzeuge“, der gehört
haben will, wie „Judenschweine“ gerufen wurde) ist kein Phantom der
„antideutschen“ Oper – es gibt ihn wirklich. Er gehört zu den
ungezählten Pop„antideutschen“, die sich in der Roten Flora
wohlfühlen wie die Made im Speck. Kein Wunder: Verbotsschilder auf dem Flora-Monatsprogramm
mit durchgestrichenem „Pali-Tuch“ und durchgestrichener
Friedenstaube machen deutlich: Araber und Kriegsgegner sind im
Event-Center der mittelständischen Hamburger Jugend unerwünscht. Noch
wohler fühlen sich die „Antideutschen“ allerdings im Web 2.0. Dort
stellen sie – und so auch „Lennart K.“ – Fotos von Devotionalien
der israelischen Armee neben Fotos von ihren Nike-Schuhen, ihrer
Freundin, der israelischen Nationalfahne und Mettwurst-Brötchen aus.
So
weit – so banal. Wichtigtuer wie „Lennart K.“, die schon immer
gern mal in die Zeitung wollten, wären hier und anderswo nicht der Rede
wert, wenn sie nicht Phänotyp einer neu-rechten Stammtischkultur wären:
Mittlerweile treiben sich Heerscharen junger („Anti-“)Deutscher
unter Pseudonymen wie „Moshe Dayan“ in den Sudel-Ecken des Web 2.0
herum, tyrannisieren erklärte Feinde (wie Kapitalismuskritiker oder
Friedenspolitiker) mit permanenten Verleumdungen und sonstigem
Dauer-Stalking. Vor allem aber tun sie in Foren, die ironischerweise
unter Labels wie Anti-Defamation firmieren, bevorzugt eines:
Sie lassen ihrer Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit freien Lauf und
beschimpfen Palästinenser oder andere, die unter Verdacht stehen, aus
dem arabischen Kulturraum zu stammen, wahlweise als „grüne Pest“,
„Islam-Nazis“ oder „Musels“.
„Lennart
K.“ nennt Muslime, die gegen den Gaza-Krieg protestierten, „Fascist
Madness“. Und einer seiner Gesinnungsfreunde bejubelt den massenhaften
Tod von Palästinensern und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen
zynisch: „Hamastan ist abgebrannt!“ Das „antideutsche“ Web 2.0
ist eben nicht nur Tummelplatz für Verleumder, Lügner und Psychopathen
– dort gären auch Rassismus und Menschenhass.
„Den
Global-Peace-Mob bekämpfen!“ – Das Bündnis gegen
Hamburger Unzumutbarkeiten als Aussteigerprogramm
Aber
warum sollte die politische Nähe zu unappetitlichen „Lennart
K.“-Typen einem erschreckend großen Teil der (Ex-)Linken noch
peinlich sein? Organisationen wie die FAU oder die Berliner VVN-BdA
haben alle Ekel- und Schamgrenzen hinter sich gelassen und marschieren
– ebenso wie Vertreter von jüdischen Gemeinden, Hochschuldozenten, Künstler
und andere Bürger, die ins „antideutsche“ Jauchebecken
hinabgestiegen sind, weil sie reflexartig alles blind unterschreiben, wo
„gegen Antisemitismus“ draufsteht – Seite an Seite mit dem Bündnis
gegen Hamburger Unzumutbarkeiten.
(…)
Bahamas
verbreitet – selbstverständlich im Namen Israels und der Shoah-Opfer
– offen, was man in der Roten Flora bislang nur hinter
vorgehaltener Hand aussprechen kann: Ressentiments gegen das „Multikulti-Gewese“,
gegen Migranten im Allgemeinen und Muslime im Besonderen und
Begeisterung für die „vernünftigen Einwände“ des französischen
Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen „gegen die ungebremste
Islamisierung“ (Bahamas). Nur konsequent, dass das
Zentralorgan der „Antideutschen“, zusammen mit der Jungen
Freiheit, dann auch Jubelarien auf die italienische Rassistin
Oriana Fallaci („Moslems vermehren sich wie Ratten“) und ihre
Vernichtungsfantasien angestimmt hat.
Nicht
wenige Unterstützer des BGHU stehen der Bahamas-Redaktion
in nichts nach. Beispielsweise die Prozionistische Linke Frankfurt:
„Den Global-Peace-Mob bekämpfen!“ Das Internet-Portal Lizas
Welt, Experte für Rufmord-Kampagnen gegen die jüdisch-israelische
Linke. Die Gruppe Morgenthau, die gegen „antirassistische
Tabus“ und „Klimageschwätz“ wettert und für „militärische
Interventionen“ zur Verteidigung der westlichen Zivilisation am
Hindukusch und überall wirbt. Last but not least: die Antideutsche
Gruppe Hamburg, die sich nicht einmal entblödet, öffentlich
Stimmung gegen Barack Obamas halbherzige Friedensbemühungen zu machen,
und sich nach der Rückkehr der Bush-Administration und ihrer
Kriegsverbrecherpolitik sehnt.
(…)
13.12.2009
– mal wieder blau-weiße „Flagge zeigen“
Dieses
Gruselkabinett ruft für den 13. Dezember zur Demonstration gegen
„linke antisemitische Schläger“ auf. Der Zug, der sich an diesem
Tag vor der Roten Flora zum Angriff auf die B5 in
Bewegung setzen wird (sicher schließt sich noch, wie meist bei
„antideutschen“ Aufmärschen, die Partei Bibeltreuer Christen an),
besteht nicht nur aus Kriegshetzern, Kultur- und anderen Rassisten oder
einfach Täterkindern und -enkeln, die die Palästinenser für die unmögliche
„Wiedergutmachung“ des deutschen Menschheitsverbrechens an den Juden
zur Kasse bitten. Er besteht auch aus autonomen und anderen Linken, die
zu den deutschen, US-amerikanischen und britischen Barbareien in Bagram,
Abu Ghuraib, Kunduz und sonstigen Zentren massenhafter Menschenschlächterei
und -quälerei im Namen der Zivilisation geschwiegen haben und
schweigen. Wir meinen all die deutschen Heuchler, die heute
„antisemitische Zensur“ schreien, wenn die Kritikmaximierungs-Bellizisten
in ihrer Hasspropagandafreiheit eingeschränkt werden, aber keine
Probleme damit haben, wenn jüdische Linke wie Ilan Pappé in
Deutschland Redeverbot erhalten oder ein Haufen „antideutscher“
Stammtischbrüder unter Leitung des Linkspartei-Politikers Andreas
Waibel im Frankfurter Club Voltaire einfällt und dort wahllos
auf Besucher eindrischt.
Hamburger
LINKE gegen Linke
Apropos
Linkspartei: Der Landesvorstand der Hamburger LINKEN, der an
dem gewaltverherrlichenden öffentlichen Applaus einiger seiner
Parteigenossen für das israelische Massaker auf dem Gaza-Streifen
nichts auszusetzen hatte, beweist die gleiche Doppelmoral. Er prügelt,
wenn auch verbal, fleißig mit: Statt Friedenspolitiker in den eigenen
Reihen, wie Norman Paech und Joachim Bischoff, gegen „antideutsche“
Pöbler innerhalb und außerhalb der Partei zu verteidigen, dem
grassierenden Neokonservatismus mit einer konsequenten Ideologiekritik
zu begegnen und die Umtriebe des BGHU als das zu enttarnen, was
sie sind: eine rechte Schmierenkomödie, machen Hamburger LINKE
lieber Jagd auf linke Gegner der „Antideutschen“. Wie die
Online-Zeitschrift scharf-links berichtet, wurde die Homepage
der Arbeitsgemeinschaft Kritische Linke der LINKEN einfach
aus dem Netz geschossen und die Gruppe zwangslaufgelöst. Auch die
Website der AG.Medien unterliege der Zensur: Unerwünscht
kritische Inhalte seien „auf Anweisung des Landesvorstands“ einfach
gelöscht worden, so scharf-links. Aber das ist nicht alles:
Christiane Schneider, Vizechefin der Linkspartei-Fraktion in der
Hamburger Bürgerschaft, hat Claude Lanzmanns Film „Warum Israel“
ideologisch verklärt und das große Halali gegen die Antiimperialisten
z.B. mit der Falschbehauptung, jene hätten „das Existenzrecht Israels
bestritten“, auch noch kräftig angeheizt.
Lanzmann
Wer
und wessen Werk wird hier eigentlich mit allen Mitteln als politische
und moralische Autorität inthronisiert? Claude Lanzmann war als Schüler
in der Résistance, später Kampfgefährte Jean-Paul Sartres und ist
Regisseur des Dokumentarfilms „Shoah“, der wohl bedeutendsten
filmischen Dokumentation des NS-Völkermords, so die gängigen Angaben
zu seiner Biographie in den Medien. Dies ist eine selektiv verkürzte
Darstellung. Was seine Anhänger verschweigen: Von den kommunistischen
Idealen Sartres hat sich Lanzmann längst verabschiedet. Setzte sich
Sartre bis zuletzt für die Entrechteten dieser Welt ein – Lanzmann
hat sich auf die andere Seite, auf die Seite der Mächtigen gestellt.
Der Geschützdonner ihrer gewaltigen Militärapparate und nicht der
Klang der „Internationale“ lassen sein Herz höher schlagen. Wie der
Regisseur der Welt anvertraute, vernachlässigt er in seinem
filmerischen Schaffen dann auch die Perspektive der Wehrlosen vor
den Panzern, die auf dem Platz des Himmlischen Friedens von der brutalen
Kriegsmaschinerie überrollt wurden. Er richte sein Augenmerk auf den
„Mann im Inneren des Panzers“, so Lanzmann – „wenn es sich um
einen Israeli handelt.“ Dass dieser Panzerfahrer nicht Israel in
seinen Grenzen von 1967 verteidigt, sondern den Weg freischießt für
eine völkerrechtswidrige Eroberungs- und Besatzungspolitik, erwähnt
der Lautsprecher für Liebermans Groß-Israel-Ideologie lieber nicht. So
verwundert es auch nicht, dass Lanzmann keinerlei Mitgefühl mit dem palästinensischen
Zivilisten vor dem Panzer kennt – Millionen von Menschen, die auf der
Westbank und dem Gaza-Streifen ohnmächtig in die Kanonenrohre der Tanks
einer der stärksten Armeen der Welt blicken müssen. Die arabische Bevölkerung
des Nahen Ostens existiert für Lanzmann nur als Inkarnation des
Barbarischen schlechthin. „Israels Feinde machen keine Gefangenen.“
Solche reißerischen Slogans, die mittlerweile zum Markenzeichen des
Regisseurs geworden sind, erweisen sich als Propaganda-Märchen –
diverse Gefangenenaustausche, die israelische Regierungen mit arabischen
Kriegsgegnern verhandelt und durchgeführt haben (aktuelles Beispiel:
Gilat Shalit), strafen den Regisseur Lügen. Lanzmann zeichnet ein
kulturrassistisches Schreckensbild des mordlüsternen Arabers, dessen
angesichtig nichts gelte, so Lanzmanns Plädoyer für ein noch rücksichtsloseres
Vorgehen des israelischen Militärs, außer der Logik des Krieges: „Töten,
um nicht getötet zu werden.“ Eine Vorstellungswelt entfesselter
Brutalität, in der „antideutsche“ Blogger ihren
sozialdarwinistischen Gewaltphantasien freien Lauf lassen können –
die Zahl der mit israelischen Merkava-Panzern und sonstigem
Kriegsgerät geschmückten Internetauftritte lässt sich kaum überschätzen.
Eine Welt, die Lanzmann mit schwülstigen Pathosformeln treffsicher
bedient: „In ‚Warum Israel’ sehen wir in einem Bild einen Kampfjet
am Himmel, wir hören den Lärm, und jemand sagt: ‚Das ist beruhigende
Musik in meinen Ohren’“, schwärmt er der Welt mit
bellizistischer Emphase von seinem Film.
Die
machtpolitische Option der Antisemitismuskritik
Seit
dem 25.10. reiten Claude Lanzmann und seine kriegsbegeisterten Fans auf
einer Welle der Sympathie. Vom CDU-Hardliner Wolfgang Bosbach bis zur
autonomen Kleinstadt-Antifa – überall Empörung über
„antisemitische Krawalle“, die gar nicht stattgefunden haben, und
„Courage!“-Rufe an den Filmemacher. Mit ihrer Unterschrift unter der
Parole „Es darf keine antisemitische Filmzensur geben!“ sonnen sich
auf der Internet-Plattform NPD-Blog dutzendweise A-, B- und
C-Prominente im Glanz des heroischen Kampfes gegen den „linken
Antisemitismus“: Cem Özdemir, Pop-Papst Diedrich Diederichsen, Ralph
Giordano oder die Jura-Studentenband Tocotronic.
Alle
wollen dabei sein, wenn es gegen den herbeihalluzinierten linken
„antisemitischen Mob“ in St. Pauli geht. Denn da gibt es neben
kostenloser PR eine Menge zu holen: Künstler Daniel Richter, der aus
einem Milieu stammt (das hat er in seinem Interview mit der Welt vergessen
zu erwähnen), in dem der Name Israel vor gar nicht langer Zeit noch in
Anführungszeichen gesetzt wurde, nutzt die Gunst der Stunde für eine
gründliche Reha-Maßnahme in der neuen Heimat: im bürgerlichen Lager.
Dabei schreckt er nicht einmal davor zurück, den bekennenden
Sozialisten und Kommunisten von der B5 – genauso, wie Die
Welt und Wallstreet-Journal es gern hören –
anzudichten, sie hätten eine zweite „Reichskristallnacht“
verbrochen. „Diese Linken sind aufgetreten wie SA-Männer, die in den
Dreißigerjahren vor Läden standen, auf die sie die Worte ‚Kauft
nicht bei Juden!’ geschmiert hatten“, weiß Richter ganz genau. Was
für eine unfassbare Geschichtsklitterung und Verharmlosung der
faschistischen Prügel- und Mordorgien gegen Juden, Kommunisten und
Sozialdemokraten!
Diese
für manchen vielleicht merkwürdige und bisweilen unübersichtliche
Allianz von vermeintlich linksradikaler Szene und bürgerlich-konservativer
Presse – der Antisemitismus in der CDU maximal eine Randnotiz wert ist
–, liberalen Professoren wie linksliberalen Bundestagsabgeordneten
repräsentiert das, was wir die „machtpolitische Option der
Antisemitismuskritik“ nennen. „Antisemitismuskritik“ besteht hier
wesentlich aus einer permanenten Gleichsetzung von Rechts und Links. Ihr
Gegenstand ist nicht der Antisemitismus, sondern das, was ihre Wortführer
darunter verstehen wollen: „Barbarischer Antikapitalismus“ und „Islamversteherei“.
Das drückt sich in Worten wie „Linksnazis“, „Islamfaschismus“
oder „antisemitische Antifa“ aus. Die Behauptung, der Antisemitismus
habe sich „aus seiner rechten Lagerbindung“ gelöst und nach Links
ausgedehnt, wo er sich „hinter den Unschuldsmasken von Antirassismus,
Antiimperialismus oder Globalisierungskritik“ verberge (Frankfurter
Rundschau), erlaubt es, konsequent antikapitalistische Linke als
„antisemitisch“ zu denunzieren.
Wenn
Linke Kapitalismus sagen, dann meinen sie Ausbeutung, Elend und Armut
– eben das „ganze System des Schwindels und Betrugs“ (Karl Marx).
Wenn „antideutsche“ und andere Neocons linken Kapitalismuskritikern
unterstellen, diese meinten in Wahrheit „die Juden“, dann
projizieren sie ihre eigenen hässlichen Ressentiments –
„Kapitalismus = Juden“ – auf andere. Der „antideutsche“
Philosemitismus ist nichts weiter als ein alter ego des Antisemitismus.
Denn er fußt auf antijüdischen Vorurteilen (die ihren Ursprung in der
westlichen Zivilisation haben und in Deutschland zur
Vernichtungsideologie ausgewachsen waren) und verleiht ihnen ein
freundliches Antlitz. Unter veränderten historischen Bedingungen kann
dieser Philoantisemitismus wieder zurückfallen in blanken mörderischen
Judenhass.
Die
philoantisemitischen „Antideutschen“ führen mit Parolen wie „Jede
Kritik an Israel ist antisemitisch“ einen Kampf für „die Juden“,
die sie fälschlicherweise mit Zionisten identifizieren, und verteidigen
den nur in ihren deutsch-pathologischen Phantasien existierenden
Idealstaat Israel, in dem es angeblich keine Klassenherrschaft, keinen
Rassismus, keinen Antisemitismus, keinen Sexismus und auch sonst keine
gesellschaftlichen Widersprüche gibt. Entsprechend begreifen
„Antideutsche“ Juden auch nur als abstrakte Kategorie – eine für
deutsche Vergangenheitsbewältigung und Neutralisierung von
Kapitalismuskritik optimal zurechtgestutzte Spezies als Summe für
Ideologieproduktion verfügbarer Exemplare. Der einzelne Jude, die
einzelne Jüdin als menschliches Individuum ist den „Antideutschen“
nur ein Dreck. Besonders dann, wenn er/sie mit dem von
„Antideutschen“ propagierten Klischee des einzig „richtigen“
Juden, des bis an die Zähne bewaffneten zionistischen Muskeljuden,
nicht kompatibel ist. Die hasserfüllten Angriffe von
„Antideutschen“ auf (israelische) jüdische Linke und ultraorthodoxe
Juden demaskieren den „antideutschen“ Philoantisemitismus.
Israel
und zionistisches Judentum wandeln sich zur Chiffre für das
„zivilisierte Abendland“ und die kapitalistische Gesellschaft.
„Wer Israel schützt, schützt nicht nur den Staat der Juden, er schützt
die westliche Wertegemeinschaft“, erklärt Mathias Döpfner,
Vorstandschef der Axel Springer AG. Und wer es nicht ganz so
staatstragend mag, feiert Tel Aviv als „weltweit 10-beste
Partystadt“ (Stefan Kunath, BAK Shalom). In jedem Fall aber
soll gelten: Um eine „Westorientierung“ kommt man nicht herum, wie
es Bahamas-Autor Martin Blumentritt zusammenfasst. Die
„realen Möglichkeiten menschlicher Emanzipation“, so Blumentritt,
seien „nur im Westen entwickelt“. Kritik an der westlichen Welt habe
sich „in die Propagierung eines Rassenkampfes gegen die ‚weiße
Rasse’ verwandelt“.
„Antideutscher“
und anderer Antisemitismuskritik von rechts geht es nicht um Israel,
nicht um Juden, nicht um gesellschaftlichen Fortschritt. Sie ist
vielmehr ein Mittel, jeglichen Widerstand gegen die restlose
Durchkapitalisierung der Welt und gegen ihre Profiteure zu brechen und
die Macht der herrschenden Klassen zu legitimieren. Diese
„Kritik“ am Antisemitismus ist ein Mittel der Erweiterung und
Vertiefung des kapitalistischen Zugriffs auf gesellschaftliche
Ressourcen und die Ausbeutung von Arbeit, sie ist eine Ideologie der
dynamischen Gewalt des Kapitals geworden. Westliche Werte und weiße
Rasse gegen die „linken Antisemiten“. Das ist Kulturkampf für das
Kapital. Deshalb wird diese „Antisemitismuskritik“ auch von seinen
Nutznießern im Munde geführt und gegen seine Opfer gerichtet. Das
Eintreten der „antideutschen“ Neocons für „zivilisatorische
Mindeststandards“ und ihr angeblicher Kampf gegen die Barbarei sind
eine Form des Klassenkampfes der Gewinner gegen die Verlierer des
Kapitalismus.
Von
der machtpolitischen Option dieser „Antisemitismuskritik“
sprechen wir, weil sie als Legitimationsideologie für eine
geopolitische Neuordnung im Nahen Osten und imperialistische Kriege
genauso funktionieren kann wie für eine radikal antigewerkschaftliche
Politik oder auch – wie jetzt von den „Antideutschen“ in Hamburg
betrieben – für die Schließung eines linken und migrantischen
politischen Zentrums, wo Hartz-IV-Geschädigte und andere arme Schlucker
immer offene Türen vorfinden.
„B5
räumen!“ (Martin Blumentritt). Genau darum, die Organisatoren des
Spektakels sprechen es in ihren Publikationen ganz offen aus, geht es
den Bahamisten, der „antideutschen“ Gruppe Kritikmaximierung,
dem BGHU und seinen Unterstützern – schon seit Jahren, wie
die Antideutsche Gruppe Hamburg freimütig erklärt. Denn
schließlich dürfe die B5 „nicht anders behandelt werden als
jeder andere Nazi“, meinen sie. Sollte das „antideutsche“ Bündnis
sein Ziel erreichen, so wäre das jedoch nicht im Entferntesten die
„Maximierung“ von Kritik, sondern das genaue Gegenteil: ihre
Paralyse. Wir wären damit dem von Herbert Marcuse beschriebenen
Horrorszenario einen Schritt näher – der Gesellschaft ohne
Opposition.
Kommunistische
Assoziation Hamburg (KAH)
Dezember
2009 |