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„Antideutsche“
Kriegshetzer sind Faschisten – unabhängig
welcher Partei sie angehören
Von
Günter Ackermann/24. Juli 2008
Sie
geben sich links, sie geben sich antifaschistisch, wenn man aber hinter
ihre Maske schaut, sieht man das rassistische und faschistische Bärtchen
von anno-tobak.
Sie
wettern gegen die Kritiker der imperialistischen Kriegspolitik,
insbesondere die Kritik an der Kriegspolitik der USA und deren Erfüllungsgehilfen
Israel. Jede Kritik an die Kriegsverbrechen der Zionisten beschimpfen
sie als antisemitisch, jede Aktion dagegen sowieso. Die Araber sind die
Intermenschen – ersatzweise auch schon mal das deutsche Volk, das
unisono als nazistischer diffamiert wird und an dem selbst Massenmord
gerechtfertigt wird. So beim Jahrestag der angloamerikanischen
Terrorbomber auf Dresden im Februar 1945.
Einige
von ihnen – z.B. der Konkret-Herausgeber Gremnitza – fordert gar
Israel auf, gegen den Iran seine Atomwaffen einzusetzen.
Dass
sich jetzt die Partei „Die Linke“ auch eine solche faschistische
Arbeitsgemeinschaft leistet, muss nicht verwundern. Fans der
Kriegspolitik Israels finden sich auch in der Parteispitze. Gregor Gysi
z.B. will den Prozionismus gar zur Staatsdoktrin der BRD machen.
Jetzt
hat sich tatsächlich als Ableger der Jugendorganisation der Partei
„Die Linke“ eine „BAK
Shalom der Linksjugend ['solid]“ gegründet. Sie unterhalten eine
„Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und
regressiven
Antikapitalismus“
Wie
auch bei den „normalen“ Faschisten steht der Feind links. Anstelle
des Antijüdischen, wie bei den Faschisten der Hitler-Richtung, stellen
sie den zionistischen Rassismus und sehen in Arabern Untermenschen und
potentielle Mörder. Auch die „Linke“-Faschisten machen das nicht
anders. Und sie werden von Teilen der Parteispitze hofiert.
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Rabiater
Fanclub
Israel-Kritiker
im Visier:
BAK
Shalom in der Partei Die Linke will »Antizionisten das Handwerk legen«
und schreckt dabei vor Denunziation nicht zurück
Knut
Mellenthin
In:
junge Welt vom 18.07.2008
Der
Streit um die »Israel-Solidarität« entwickelt sich zum Spaltpilz in
der Partei Die Linke. Am 13. Juni hat der »BundessprecherInnenrat der
Linksjugend [solid]« den Bundesarbeitskreis Shalom aufgefordert, seine
Öffentlichkeitsarbeit einzustellen. Zugleich wurde dem BAK Shalom
vorgeworfen, die ihm zur Verfügung gestellten Finanzmittel »satzungswidrig«
verwendet zu haben. Der Arbeitskreis wurde aufgefordert, dieses Geld zurückzuerstatten.
Seither versucht der BAK Shalom, unter Berufung auf den
innerorganisatorischen »Pluralismus« Unterstützung zu mobilisieren.
Die Israel-Fans haben dabei offenbar Erfolge zu verzeichnen. Unter
anderem hat am 22. Juni der Hamburger Landesverband der Linksjugend das
Vorgehen der [solid]-Spitze in einer einstimmig angenommenen Resolution
verurteilt. In der Stellungnahme heißt es: »Auch in Hamburg gibt es
keinen politischen Konsens zu den Ansichten des BAK Shaloms. Aufgabe
eines demokratischen Jugendverbandes ist es jedoch, politischen
Differenzen auch politisch zu begegnen und sie gemeinsam zu diskutieren.
Ohne solche Diskussion würde berechtigter Weise der Eindruck entstehen,
daß Minderheitsmeinungen in unserem Jugendverband mit bürokratischen
Mitteln unterdrückt werden.«
Grundsätze
verhöhnt
Der
inhaltslose Begriff »Minderheitsmeinungen« läßt die Frage offen, wo
die Grenzen zur offensichtlichen Verhöhnung wesentlicher Grundsätze
der Linkspartei und ihres Jugendverbandes liegen. Man würde den BAK
Shalom völlig mißverstehen, wenn man ihm zugute halten würde, daß er
lediglich für eine differenziertere Bewertung des Staates Israel
streitet. Tatsächlich ist der Arbeitskreis, wie er zuletzt mit seiner
Kampagne »60 Jahre Israel – Ein ganzer Monat Feierei!« deutlich
gemacht hat, eine Fan-Gemeinde Israels und ganz besonders seiner
Streitkräfte. Neben fortwährenden Bekundungen von »Sympathie und
Solidarität« bei israelischer Musik brachte der BAK Shalom Aufkleber
in Umlauf, auf denen Israel als »Ein Stück Freiheit im Nahen Osten«
bejubelt wurde. Auf zweien waren israelische Soldaten zu sehen. Natürlich,
denn für den BAK Shalom schließt die unreflektiert zur Schau gestellte
Israel-Begeisterung auch die »Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen
aller Art« ein, wie es in der Grundsatzerklärung des Arbeitskreises
heißt.
Welche
»Minderheitsmeinungen« werden als nächste Anspruch auf Toleranz und
Handlungsfreiheit innerhalb der Linken erheben? Der Bundesarbeitskreis
»Bombt Iran!« oder der Freundeskreis der Bundeswehr?
Der
BAK Shalom versteht sich als Sprengsatz in der Linken. Falls das nicht
anhand ihrer Vorgehensweise ohnehin schon klar war, hat es der
stellvertretende Bundessprecher Henning Wötzel-Herber in einem
Interview mit der »antideutschen« Zeitschrift Konkret (6/2008) offen
ausgesprochen: Die Mehrheit in der Partei sei »wohl eher propalästinensisch,
aber es ist eine schweigende Mehrheit. Wir versuchen, sie zu reizen, die
Verhältnisse klar zu machen und den antizionistischen Konsens zu
brechen.« Auf die Konkret-Nachfrage »Wird Paech, Gehrcke und den
anderen Antizionisten jetzt das Handwerk gelegt?« antwortete Wötzel-Herber:
»Wir müssen daran arbeiten, aber es ist nicht so einfach.« Auch Oskar
Lafontaine müsse langfristig abgeschossen werden, aber »ich befürchte,
daß es in naher Zukunft nicht gelingen wird, Lafontaine aus der
Parteispitze wegzudrängen«.
Exemplarisch
für die Taktik des BAK Shalom ist derzeit seine Kampagne gegen den
Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion, Norman Paech. Nachdem dieser
am 23. April auf einer Veranstaltung in Berlin-Neukölln gesprochen
hatte, richtete Shalom-Bundessprecher Benjamin Krüger zwei Tage später
einen Brief an den Linke-Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi, in dem er
klagte: »Auf dieser Veranstaltung wurden – neben heftiger Kritik an
der Bundestagsfraktion Die Linke und explizit Deiner Person – nicht
nur antizionistische, sondern auch klare antisemitische Äußerungen von
Herrn Paech und anderen Gästen der Veranstaltung geäußert.« –
Unter Hinweis auf weitere geplante Veranstaltungen mit Norman Paech
wurde Gysi aufgefordert, »mit Mut gegen solche nicht akzeptablen
Veranstaltungen und Äußerungen vorzugehen«.
Absetzung
gefordert
Am
30. April forderte der BAK Shalom in einer von den bürgerlichen Medien
stark beachteten Pressemitteilung die Absetzung Paechs als Außenpolitischer
Sprecher der Bundestagsfraktion. Dem Abgeordneten wurde neben »antizionistischen
Ressentiments« auch »eine ungehemmte Verbrüderung mit der
terroristischen Hamas« vorgeworfen. Dieser Angriff bezieht sich darauf,
daß Paech neben einer eindeutigen Abgrenzung von Hamas auch dafür plädiert
hatte, sie in den Friedensprozess einzubeziehen. Damit sei Paech für
die Linke »untragbar geworden«.
Inzwischen
spielen die Sprecher des BAK Shalom verfolgte Unschuld: In einem Brief
vom 10. Juni an Norman Paech schreiben sie: »Wir haben zu keiner Zeit
behauptet, Du hättest antisemitische Aussagen getätigt (...) Wir
wissen daher nicht, warum Du die Behauptung aufstellst, wir hätten Dich
als Antisemiten bezeichnet.« – Norman Paech, so erfährt man nun, ist
der Spielverderber, der sich angeblich einem vom Arbeitskreis gewünschten
»kritischen Dialog« verweigert.
Erstaunlich
ist in diesem Zusammenhang das Verhalten maßgeblicher Vertreter der
Linken. Die Vizepräsidentin des Bundestags, Petra Pau, hatte kein
Problem, am 5. Mai, auf dem Höhepunkt der Kampagne gegen Paech, auf
einer Jubelveranstaltung des BAK Shalom für Israel aufzutreten. Und der
stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Bodo Ramelow,
wettert intern gegen Norman Paech. Nicht gerade ein konstruktives
Arbeits- und Diskussionsklima.
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