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Anmerkung
Roter Webmaster
Die
Partei „Die Linke“ ist nicht antifaschistisch –
sie
ist nur nicht-faschistisch und zwar so, wie es auch die SPD, FDP und CDU
ist – nicht mehr und nicht weniger
Von
Günter Ackermann/3. Juni 2008
Anneliese
Fikentscher und Andreas Neuman haben vollkommen recht, wenn sie sich über
den ominösen Bundesarbeitskreis Shalom ärgern und sich über deren
Inhalte empören. Aber der PDS (sie hieß sie damals noch) gehörten noch
mehr Linkskräfte an, als ich vor Jahren diese Partei verließ. Der Grund
meines Austritts war auch, dass sich solche Elemente breit machten, die die faschistische
und rassistische Politik der Zionisten offen unterstützten. Wir hatten
in dem (noch) linken Kreisverband im Dezember 2000 schwere
Auseinandersetzungen mit denen, als der (noch) linke Kreisvorstand eine
Kundgebung zur Unterstützung des Widerstands der Palästinenser mit
trug.
Dieser
faschistische Bundesarbeitskreis Shalom ist also nur die Neuauflage von
etwas, das es längst in dieser Partei gab. Gysis Rede, die Solidarität
mit den Zionisten zur Staatsdoktrin zu machen und diese Jungzionisten,
zeigen nur, wie tief diese Partei inzwischen gesunken ist. Denn das, was
die vorgeben erreichen zu wollen, erfüllen sie nicht.
Namhafte Menschen
jüdischen Glaubens distanzieren sich inzwischen von der Politik
Israels. Eine Kritik, ja Kampf gegen diese Kriegspolitik, ist ein
wirklicher Kampf gegen Antisemitismus und nicht das kritiklose Nachäffen
zionistischer und USA-Positionen und deren Schandtaten. Die Juden haben ein Recht darauf, vor
solchen Dummschwätzern und Kriegshetzern, wie
dieser Bundesarbeitskreis Shalom, geschützt zu werden. Shalom bedeutet bekanntlich Frieden.
Das genau haben diese nicht im Sinn, sondern Krieg und den Massenmord an Palästinensern
und anderen Menschen – auch mit der zionistischen Atombombe. Um das zu
erreichen, ist ihnen auch das Mittel der Lüge nach Goebbelsscher
Machart Recht. Solche Typen, wie die des Bundesarbeitskreises Shalom,
sind der verlängerte und gut bezahlte Arm der zionistischen
rassistischen Kriegsverbrecher und der USA.
Die
Forderung, die „Linke“ solle antifaschistisch bleiben, zielt m.E.
aber am Wesentlichen vorbei. Sie ist sicher (noch?) keine faschistische
Partei, ihr aber gleich das Ehrenzeichen antifaschistisch umzuhängen,
ist etwas zuviel des Guten. Die „Linke“ ist nicht-faschistisch und
zwar so, wie es auch die SPD, FDP und CDU ist – nicht mehr und nicht
weniger. Aber sie ist nicht antifaschistisch.
Wenn
sich jetzt die Pro-Zionisten breit machen, so ist das nur entlarvend für
die bürgerlichen Nicht-Faschisten: Die Grenze zum Faschismus ist fließend.
Damit
will ich nicht sagen, dass es in dieser Partei keine wirklichen
Antifaschisten gibt. Aber sie sind von der Politik der Führung in die
Irre geführt und werden belogen. Schlimm dabei ist nur, dass sie die Lüge,
die „Linke“ sei links, sozialistisch, antifaschistisch usw. glauben
und in der Partei bleiben – wenn auch mit einem schalen Geschmack im
Mund.
G.A.
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Israels
Krieg im Nahen Osten
Der
Einzug faschistischen Denkens in die ‘Linke’ muß gestoppt
werden!
Die
‘Linke’ muß eine antifaschistische Partei bleiben!
Erklärung
anläßlich des 1. Parteitages der Partei ‘Die Linke’ am 24. und 25.
Mai 2008 in Cottbus - Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann am 22.
Mai 2008
Quelle:
Arbeiterfotografie
Die
‘Linke’ muß eine antifaschistische Partei bleiben. Sie muß alle
Arten von faschistischen Zuständen und Gefahren im Blick haben. Sie
darf faschistische Zustände und Gefahren nicht punktuell sehen. Der
Blick darf sich nicht nur auf bestimmte Länder richten. Sie darf ihren
Blick nicht verschließen vor staatlichen Formen von Faschismus in Ländern
der ‘westlichen’ Welt. So darf sie beispielsweise Faschismus im
Verhalten der USA gegenüber den Häftlingen in Guantanamo oder im
Verhalten Israels gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht
übersehen. Aber sie muß den Faschismus nicht nur erkennen, sondern
auch scharf verurteilen. Sonst macht sie sich zum Komplizen des
Faschismus.
Nun
aber gibt es eine Gruppierung innerhalb der ‘Linksjugend’, die sich
‘Bundesarbeitskreis Shalom’ nennt, sich als „Plattform gegen
Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven
Antikapitalismus innerhalb des Jugendverbandes Linksjugend [‘solid]“
bezeichnet, vorgibt, „Querfronttendenzen in der Linken bekämpfen“
zu wollen, in den Ereignissen von New York City am 11. September 2001
„islamistische Anschläge“ erkennen will und sich „solidarisch mit
Israel [erklärt], was auch eine Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen
aller Art einschließt.“ (Grundsatzerklärung des BAK Shalom) [1]
Mit dem Ziel, die ‘Linke’ zu desorientieren, wird alles vermengt:
Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus bis hin zum
Antikapitalismus - suggerierend, daß jeder Anti-ismus zu verurteilen
sei. Das Kernstück des Antiimperialismus sei „der Hass auf die
Vereinigten Staaten von Amerika“, wird behauptet, statt auf die
Verurteilung der von den USA begangenen Völkerrechtsbrüche zu drängen.
Keinen
Fußbreit den Faschisten!
Solidarität
mit Israel zu bekunden und dabei undifferenziert „Solidarität mit
Verteidigungsmaßnahmen aller Art“ zu propagieren, ist Gutheißen von
Gewalt – bis hin zum Einsatz von Atomwaffen, über die Israel seit
Jahrzehnten illegal verfügt. Und sich solidarisch zu erklären mit dem
Bau einer gigantischen Grenzanlage auf palästinensischem Gebiet heißt,
sich im Widerspruch zu befinden mit dem Internationalen Gerichtshof der
Vereinten Nationen, der am 9. Juli 2004 urteilt: „Der von Israel, der
Besatzungsmacht in den besetzten palästinensischen Gebieten, vollzogene
Mauerbau einschließlich in und um Ost-Jerusalem und das zugehörige
Regime stehen im Widerspruch zu internationalem Recht.“ Es ließe sich
einwenden, es gehe um reine Verteidigung, und die sei legitim. Aber
Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des Bundesarbeitskreises Shalom der
Linksjugend, unterstellt dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad,
Israel vernichten zu wollen (Tagesspiegel vom 20.05.2008) [2],
wiederholt damit zum tausendsten Mal die Falschmeldungen, der Iran drohe
damit, Israel von der Landkarte zu tilgen und das jüdische Volk zu
vernichten - eine Falschmeldung, die jüngst von der Bundeszentrale für
politische Bildung zurückgenommen werden mußte [3]. Und ein (atomarer)
Angriff auf den Iran, der als Verteidigung Israels ausgegeben wird,
bleibt ein Angriff und ist ein Verbrechen. Es ist ein Verbrechen gegen
Millionen Menschen. Und die Mißachtung von Menschenleben ist der Kern
faschistischen Denkens.
Keinen
Fußbreit den Faschisten!
Solidarität
mit Israel zu bekunden, ohne die Verbrechen des israelischen Staates zu
verurteilen, ist Mittäterschaft. Es ließe sich einwenden, Israel sei
kein faschistisches Land. Aber ist die Zerstörung von Hunderten von palästinensischen
Ortschaften, wie sie 1948 erfolgt ist, keine Form von Faschismus? Was
ist die Vertreibung von Hunderttausenden von Menschen aus ihrem
angestammten Lebensraum? Um was handelt es sich, wenn Menschen bei großer
Hitze ohne Wasser in die Wüste geschickt werden und bei einem
derartigen Todesmarsch umkommen? Was ist das Zerstören von Feldern und
Olivenbäumen, die zum Überleben unabdingbar sind? Was ist die Zerstörung
von Wohnhäusern? Was ist die Zerstörung der Energieversorgung im
Gaza-Streifen? Was ist das Abschneiden der Wasserzufuhr? Was ist der
Mauerbau? Was sind die ‘gezielte Tötung’ genannten Mordaktionen
ohne Gerichtsverfahren gegen Menschen, denen vorgeworfen wird, sie seien
Terroristen, und gegen Unbeteiligte? Das sind Beispiele von Aktionen,
aus denen tiefste Mißachtung gegenüber menschlichem Leben spricht. Ist
das nicht faschistisch?
Keinen
Fußbreit den Faschisten!
Bak
Shalom will Querfronttendenzen - Bündnisse zwischen links und rechts -
bekämpfen, baut aber - beispielsweise wenn sie die Anschläge vom 11.
September, deren Urheberschaft in keiner Weise geklärt ist, so
genannten Islamisten in die Schuhe schiebt - am Feindbild des
Islamismus, wie es auch Kräfte am rechten Rand des politischen
Spektrums tun. In Köln finden 2008 zwei Kongresse statt, beide haben
den Islam zum Thema. Der eine nennt sich „Kritische Islamkonferenz“,
der andere „Anti-Islam-Konferenz“. Auf der einen hält Ralph
Giordano eine Rede mit dem Titel „Nicht die Migration, der Islam ist
das Problem!“. An der anderen wird der französische Rechts-Außen Le
Pen teilnehmen. Für die eine wird in zionistischen Kreisen geworben,
z.B. bei einer Iran-Konferenz des ‘Mideast Freedom Forum Berlin’
unter Beteiligung von Henryk M. Broder, für den der Unterschied
zwischen „Islam und Islamismus“ der gleiche ist wie der zwischen
„Terror und Terrorismus“. Die andere wird von den rechten
Gruppierungen ‘Pro Köln’ und ‘Pro NRW’ veranstaltet. Der
Gleichklang ist ein Alarmsignal!
Keinen
Fußbreit den Faschisten! Die ‘Linke’ muß antifaschistisch bleiben!
Links:
[1]
Grundsatzerklärung des BAK Shalom: http://bak-shalom.de/index.php/wir/
[2]
Tagesspiegel vom 20.05.2008: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Die-Linke;art141,2534166
[3]
An die Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html |