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KOMintern
(Wien):
Am
28. März gemeinsam auf die Straße!
Quelle:
Kommunistische Initiative Österreich vom 26.03.2009
Aufruf
der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative International (KOMintern)
zur Demonstration am 28. März in Wien,
zu
der mittlerweile über 200 Organisationen aufrufen. Nadir Aykut,
Kandidat der Liste, wird bei der Abschlußkundgebung vor dem Parlament
sprechen
Bei
den 30 größten börsennotierten österreichischen Konzernen sind
zwischen 2002 und 2006 die Vermögen massiv angestiegen: Gewinne nach
Steuern + 380%, Dividenden + 220%, Managergehälter + 120%. Die
Einkommen der Beschäftigten in diesen Konzernen jedoch sind gesunken!
Bei den Einkommen aller Beschäftigten zeigt sich in den 10 Jahren
zwischen 1997 und 2006, dass die untersten 25% massiv Kaufkraft verloren
haben (15% bis 25% und mehr).
Dies geschah durch Ausgliederungen und damit Abschieben von Teilen der
Belegschaft in billigere Kollektivverträge, freie Dienstverträge,
erzwungene Teilzeitarbeit und teilweise durch Lohnkürzungen bei Änderungskündigungen.
Verschärft wurde dies durch die Kostenexplosionen bei Wohnen und
Energie, welche normale Haushalte stark belasten und ärmere noch überproportional
stärker. In Österreich ist die Arbeitslosigkeit vor dem Hintergrund
der einsetzenden Wirtschaftskrise sprunghaft gestiegen, wir steuern
derzeit auf eine horrende Arbeitslosenzahl von 400.000 zu, bis
Jahresende prognostiziert das AMS 600.000 Arbeitslose. Besonders
betroffen sind einmal mehr schlecht qualifizierte Jugendliche aus
Arbeiter- und Migrantenfamilien. Die Tendenz ist aber in allen Bereichen
steigend.
Die
Massenarmut, die Armut Vieler trotz Arbeit gehören ebenso thematisiert,
wie der unverschämte Reichtum, der in den Händen Weniger angehäuft
ist:
•
1 Million Menschen sind arm oder armutsgefährdet, haben weniger als 780
Euro im Monat zum Leben.
• 60.000 Menschen in Österreich sind Euro-Millionäre,
• 92% aller Steuern und Abgaben werden von Menschen aufgebracht, die
über weniger als 2.400 Euro netto im Monat verfügen!
Allein
diese paar Zahlen zeigen, wie schief die Verteilung in Österreich
liegt. Daran werden schöne Resolutionen und höfliche Bitten, wie sie
von den sozialdemokratischen AK- und ÖGB-Spitzen vorgetragen werden,
nichts ändern. Gerade angesichts der kapitalistischen Krise und der Überwälzung
ihrer Kosten auf die arbeitenden Menschen durch Regierung und Kapital
brauchen die Menschen kämpferische Interessensvertretungen und die
Ermunterung, sich selbst zu organisieren und zur Wehr zu setzen.
In
der Zeit der Wirtschaftskrise ist nicht "Lohnzurückhaltung",
ein "Beitrag aller" oder die Subventionierung von Konzernen
angesagt, sondern:
Radikale
Umverteilung und radikale Systemänderung! Unsere langjährigen
Forderungen sind aktueller denn je. Der Kapitalismus bringt bei
Hochkonjunktur wie auch in der Krise Unternehmen Profite und den
Arbeitenden gerade mal das, was sie zum (Über-) Leben brauchen. Der
Kapitalismus wird immer wieder zu Krisen führen - eine Eindämmung von
"Neoliberalismus" ist zu wenig. Alle unsere Forderungen dienen
derzeit dazu, die Lage der arbeitenden Menschen innerhalb des
kapitalistischen Systems zu verbessern, unser Ziel aber ist, die Änderung
des Gesellschaftssystems selbst. Hin zu einer Gesellschaft, die nicht
auf Ausbeutung und der privaten Aneignung der gesellschaftlich
produzierten Werte basiert - Sozialismus also, als ein
Gesellschaftssystem, in dem jede/r beiträgt, was er/sie kann und jede/r
bekommt, was er/sie braucht!
Wir
fordern daher eine Steuerreform, die Normal- und Geringbeschäftigte
entlastet, auf der anderen Seite aber auch Staatseinnahmen bringt:
•
Arbeitseinkommen bis 1.000 Euro netto im Monat steuerfrei zu stellen,
• Einkommen bis ca. 4.000.- brutto (= 2.400 netto) massiv zu entlasten
• Einkommen über 12.000.- brutto (= 6.400 netto) mit einen Zuschlag
von 10% zu belasten
• Die reichsten 200.000 Menschen in Österreich haben 2/3 aller Vermögen.
Deren gerechte Besteuerung würde eine nachhaltige Entlastung (echte
Kaufkrafterhöhung) aller niedrigen und mittleren Einkommen ermöglichen
• Unternehmensbesteuerung ohne "Hintertürln"
• lückenlose Vermögens(zuwachs)besteuerung,
• Spekulationssteuern & Tobintax
• Erbschafts- und Schenkungssteuer für große Vermögen,
• Abschaffung der steuerlichen Stiftungsprivilegien • Einführung
einer Wertschöpfungsabgabe zur Finanzierung des Sozial- und
Gesundheitssystems
Wir
fordern:
–
Stopp der Privatisierung! Für den Erhalt des öffentlichen Eigentums!
– Generelle Überführung der Banken in öffentliches Eigentum bei
demokratischer Kontrolle!
– Staatliche Subventions- und Konjunkturpolitik im Interesse der
Arbeitenden, nicht der Konzerne!
– Restriktive Maßnahmen in der Finanzmarktregulierung!
– Konsequente Interessenspolitik für die arbeitenden Menschen statt
Unterwürfigkeit gegenüber und Kollaboration mit dem Kapital -
Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft!
– Gemeinsamer Kampf für ein anderes Wirtschafts- und
Gesellschaftssystem!
Kommunistische
Gewerkschaftsinitiative International (KOMintern), Liste 9 bei der
AK-Wahl in Wien (5.-18.Mai)
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