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DIE GESCHICHTE WIRD MIT KLASSENKAMPF GESCHRIEBEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Athen, 18. November 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten–online am 20. November 2011) – 38 Jahre nach dem Aufstand der Studenten der Polytechnischen Institute und der Arbeiter Athens gegen die Militärdiktatur demonstrierten gestern Zehntausende Arbeiter, Studenten, Jugendliche und Arbeitslose in einer großen antiimperialistischen Massendemonstration von der Innenstadt Athens zur US-Botschaft. Ähnliche Massendemonstrationen fanden in Dutzenden Städten Griechenlands statt.

Sie sandten eine klare und lautstarke Botschaft gegen die Regierung der schwarzen Front aus den Parteien der Herrschenden PASOK-ND-LAOS aus, die bereits zu grausamen Maßnahmen der Ausgabenkürzungen, schweren Steuerlasten, Privatisierungen auf Kosten der Arbeiterklasse und der Familien des Volkes gegriffen hat.

Auf der Hauptdemonstration, zu welcher PAME, die Kampffront der Studenten, PASEVE, PASY, OGE aufgerufen hatten, überwog eine Losung und bekundete die Richtung für einen Ausweg: „Arbeiter: Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will. Du schaffst es ohne die Bosse.“

Eine Delegation des ZK der KKE unter Führung der Generalsekretärin des ZK der KKE, Genossin Aleka Papariga, war an der Spitze des Demonstrationszuges dabei.

Ein charakteristisches Beispiel für praktische Klassensolidarität war die Spendensammlung zur Unterstützung des gerechten Kampfes der Stahlarbeiter der „Greek Steel Mills“, die ihren Streik gegen Massenentlassungen und die Einschüchterungen durch die Bosse an diesem 18. Streiktag fortsetzen.

Quelle: http://inter.kke.gr/

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Aus einer Rede von Genossin Aleka Papariga, 
Generalsekretärin des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)

DIE HOFFNUNG DES VOLKES IM KLASSENKAMPF, IM GESELLSCHAFTLICHEN BÜNDNIS

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Aus einer Rede von Genossin Aleka Papariga, 
Generalsekretärin des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)

DIE HOFFNUNG DES VOLKES IM KLASSENKAMPF, IM GESELLSCHAFTLICHEN BÜNDNIS

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Athen, 15. November 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten–online am 20. November 2011) – Die Generalsekretärin des ZK der KKE, Genossin Aleka Papariga, sprach am Sonntag auf einer Großdemonstration der Jugendlichen. In dem überfüllten Hallenstadion gab sie ihre Einschätzung zu den politischen Entwicklungen in Griechenland ab. Eingangs stellte sie ihrer Ansprache die Frage voran „Was bestimmte die gegenwärtigen Entwicklungen, welche zur Regierung der schwarzen Front der bürgerlichen Kräfte führte?“ und erklärte dazu unter anderem:

„Die Hauptursache, welche zur Regierung der schwarzen Front der bürgerlichen Kräfte führte, war die Problematik einer bürgerlichen Einparteienregierung, bzw. der PASOK, allein zu regieren. Derweil schwoll die Unzufriedenheit der Volksmassen gegenwärtig an (...) und ohne das Referendum würde etwas geschehen sein, damit andere Parteien die Verantwortung für die Tragödie des Volkes auf sich nehmen.

Natürlich ist das jetzt dies keine wirklicher Sturz der PASOK, denn in der neuen Dreiparteienregierung steht die bisherige Regierung mit Ausnahme von 3-4 Ministern mit all ihren Regierungsbeamten wieder auf, jetzt natürlich zusammen mit den Parteien ND und LAOS.

Vor unseren Augen ist der Körper der bürgerlichen politischen Ordnung von seinen Fingerspitzen bis zu seinen Gedärmen in Erscheinung getreten und nimmt seine ständige Funktion in Zusammenarbeit mit den Kräften des Kapitals wahr. Die Ultra-Reaktionären kommen aus der Gebärmutter derselben bürgerlichen Kräfte.

Das ist keine griechische Ursprünglichkeit. Das repräsentativste Beispiel war die Etablierung von Le Pens Partei durch Mitterand und hinterher das Votum für Chirac als Präsident der Republik durch alle Parteien, auch die Kommunistische Partei Frankreichs (PCF), damit der Feind Le Pen nicht gewählt werden würde (...)

Vergeßt nicht, dass die Vereinbarung von ND und PASOK vom letzten Juni im letzten Moment zusammenbrach. Eine Vereinbarung, die auch einen Wechsel des Premierministers gebracht hätte. Sie brach mit dem Vorwand einiger Eigensinnigkeiten und Animositäten zusammen, dann war die organisatorische Einheit von PASOK mit der chefmäßigen Einmischung des amerikanischen Faktors gewährleistet (...)

Die Bildung dieser Regierung stellt ein wichtiges Beweisstück dafür dar, dass das politische System sich nicht mehr wie zuvor regieren kann, als dies durch abwechselnd regierende Parteien ging  Sie können das Volk nicht mehr beherrschen und steuern wie bisher vor noch kurzer Zeit.

Aus diesem Grunde hoffen sie alle darauf, dass die Regierung bis nach dem 19. Februar halten wird. Eine Fraktion der bürgerlichen politischen Welt und vor allem die Geschäftsleute werden dann eine Gelegenheit finden, damit keine Wahlen stattfinden werden, wie wir sie fordern.

Herr Papademos nimmt den Auftrag an, weitere Maßnahmen zur Verringerung des Haushaltsdefizits einzuleiten, um bei der Absprache zwischen der Troika und den griechischen Regierungsbehörden voranzukommen und Maßnahmen in einem Umfang von 8,2 Milliarden Euro für 2013 und 2014 festzulegen. Es ist sehr zweifelhaft, dass sie überhaupt die Durchsetzung dieses Schuldenschnitts erreichen werden.“

Genossin Aleka Papariga äußerte weiter: „Die Frage, ob die Monopole oder das Volk, rückt in den Vordergrund. Dies bedeutet, entweder die Macht des Volkes oder die Macht der Monopole. Eine ausschlaggebende Sache ist auch die Haltung zum imperialistischen Krieg.“

Genossin Aleka Papariga unterstrich: „Die tiefgreifende Krise, die wir durchleben, ist nicht nur ein Anzeichen für neuen Nährboden für Kriege und möglicherweise einen verallgemeinerten Zündungspunkt zwischen den starken imperialistischen Mächten. Die Einbindung Griechenlands wird noch gefährlicher für das Volk werden. Es gibt bereits eine Einbindung durch die Beteiligung Griechenlands an Kriegen vor Ort mit Stützpunkten, mit dem Transitverkehr für Streitkräfte und mit der Beteiligung an Besatzungsarmeen.“

Genossin Aleka Papariga rief die Jugend zum Kampf an der Seite der KKE gegen die Beteiligung Griechenlands an den imperialistischen Bündnissen und für die Pläne zur Errichtung der Macht des Volkes auf, welche das Land endgültig aus den imperialistischen Bestrebungen erlösen wird.

Desweiteren ging die Generalsekretärin des ZK der KKE auf folgende Punkte ein: „Einige Opportunisten, und Ihr wißt schon wer, die da die Fensterscheiben einschlagen und unglücklicherweise das oder die Opfer von Unterdrückung sind ... jene, die da der Meinung sind, dass wir am Beginn eines Aufstands sind, dass die bürgerliche Klasse harmlos geworden ist und wir in kurzer Zeit eine „Linksregierung“ haben werden ... sie stehen bereit, um Euch zu sagen, dass die Entwicklungen ein Ergebnis des Einbringens der Bewegung der empörten Bürger auf den Plätzen sind.

Wenn die empörten Bürger sich befriedigt über den Fall von G. Papandreou zeigen, laßt sie glücklich sein damit. Wir hatten nie Zweifel daran, dass ihr Ziel die Änderung nur der Fassade war.

Nein, liebe Leute, was die jüngsten Entwicklungen bewirkte, kam durch die Brüche im bürgerlichen politischen System zum Vorschein. Es waren die Problematik des Steuerns der Krise sowie die bedeutenden Kämpfe der Volksmassen, die Dutzenden von Streikmobilisierungen, die Besetzungen und die anderen fortgeschrittenen Kampfformen mit radikalen und gerechten Forderungen (...) die die Frage auf die Tagesordnung stellten, die Macht der Monopole zu brechen. Sie führten zur Diskussion über die Macht des Volkes.

Sie verbreiteten die Losung, dass alle Räder stillstehen, wenn der starke Arm der Arbeiter dies will. Dass die Arbeiter es auch ohne die Bosse machen können. Dies waren die Mobilisierungen der Volksmassen, welche einen Einfluß auf europäischer und internationaler Ebene haben (...)

Alle Vorschläge von SYRIZA, die immer wieder mal propagiert werden und ständig wechseln, sind heute von der Krise selbst überholt worden, von der Entwicklung der Krise zunichte gemacht worden. Selbst der Schuldenschnitt von 50% ist ein schwerer Schlag für ihren Vorschlag nach einem teilweisen Schuldenerlass, wie er nicht gemäß den Interessen des Volkes ist.

Um da mal anzusetzen: Keine der Schulden wurde vom Volk gemacht. Es ist eine Utopie und noch mehr eine Illusion, davon zu reden, die Schuldenbelastung zu teilen.

Ihr Vorschlag mit den Eurobonds, welcher auch eine Form der Darlehensaufnahme darstellt, hat sich bereits überholt, weil es ein Vorschlag der EU-Mitgliedsstaaten und gewichtiger politischer Kräfte ist. Sie sind die Ziele der einen oder anderen Gruppe von Konkurrenten, welche anderen Gruppen von Konkurrenten gegenüberstehen.

Keinerlei politische Kräfte, ganz beliebig charakterisiert, „links“, „Mitte“, „gut“ oder „sozial“ und nicht allein eine PASOK-Regierung, „Anti-Regime“, „Anti-System“ oder „anti-autoritär“, - das alles kann sie nicht von diesem einen Kriterium freimachen: ihrem Standpunkt bezüglich ihrer tatsächlichen Haltung zur Arbeiterklasse und ebenso zur kapitalistischen Ausbeutung sowie der objektiven Führungsrolle der Arbeiterklasse in der gesellschaftlichen Produktion. (...)

Das Volk hat die Kraft, sich den Angriffen erfolgreich entgegenzustellen, sich erfolgreich mit der Verleumdung der organisierten Massenbewegung auseinandersetzen und den Antikommunismus zu ächten.

Nieder mit der schwarzen Front!

Nieder mit allen Parteien der Herrschenden!

Für die Stärkung der KKE und das Bündnis mit der KKE als einzige Perspektive, welche Hoffnung bringt.

Für den Austritt aus der EU und die Streichung der Schulden mit der Macht des Volkes!“

Quelle: http://inter.kke.gr/

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