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KP
Venezuelas fordert Änderung der Nationalisierungspolitik
REGIERUNG
VERZÖGERT DIE NATIONALISIERUNG DER BANCO DE VENEZUELA
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas,
4. März
2009, Tribuna Popular TP.-
Die venezolanische Regierung zögerte zumindest in diesem
Jahr die Nationalisierung der Banco de Venezuela aus der spanischen
Santander-Finanzkonzerngruppe hinaus. Dies bestätigten am letzten
Mittwoch Regierungsquellen.
Am
31. Juli 2008 kündigte Präsident Hugo Chávez Frías an, dass der
venezolanische Staat die Banco de Venezuela erwerben würde. Sie ist
derzeit ein privates Geldinstitut der spanischen Finanzkonzerngruppe
Santander und eine der wichtigsten Banken Venezuelas. Chávez machte bei
dieser Gelegenheit seinerzeit deutlich, dass diese souveräne
venezolanische Entscheidung einen medialen Krieg der spanischen
Massenmedien gegen seine Person und gegen Venezuela verursachen würde.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters äußerte eine "hoher
Regierungsfunktionär": "Nein, ich glaube nicht daran, dass
der Kauf der Bank noch in diesem Jahr geschehen kann. (...) Mit denen
ist schon gesprochen worden." Eine Quelle aus der Banco de
Venezuela selbst bestätigte diese Information. Andere
Nationalisierungsankündigungen von Chávez wie im Fall des größten
Metallhüttenwerkes der Andenregion TERNIUM SIDOR oder der mexikanischen
Zementfabrik CEMEX sind auch immer noch nicht konkretisiert worden.
Es
scheint so zu sein, dass die Schwierigkeiten der venezolanischen
Regierung beim Durchführen von angekündigten Nationalisierungen
wirtschaftlicher Art sind. Denn die Form der Nationalisierung besteht
jeweils im Kauf der Aktien (Anteile) der Unternehmen zum Marktpreis.
Für
die KP Venezuelas ist es ein Fehler, die Nationalisierung durch Kauf der
Unternehmen zum Marktpreis durchzuführen. Beim Nationalisieren sollte
vielmehr die politische und gesellschaftliche Notwendigkeit der Maßnahme
und ihrer Durchführung berücksichtigt werden, um nach erfolgter
Nationalisierung die Investitionen einzuschätzen, die das Privatkapital
dort jeweils vorgenommen hat, und dies dann den erzielten Profiten gegen
zurechnen. Die Partei des roten Hahnes hat sich erst kürzlich sehr
zustimmend zur Nationalisierung des gesamten Finanzsystems und der
gesamten Nahrungsgüterwirtschaft geäußert, um die Nahrungssouveränität
der Venezolaner zu gewährleisten.
Quelle:
Tribuna Popular |