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Bolivien/Santa
Cruz:
Aggressive
Klassenkampfoffensive von Separatisten und Nazi-Stricherstudenten
zugunsten der Multis
IN
NAZIGESTALT DROHT JUGENDVERBAND SANTA CRUZ MIT ETHNISCHER SÄUBERUNG
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Santa Cruz
, Bolivien, 30.
April 2008, Tribuna Popular TP.- Täglich erlebt man auf
Schritt und Tritt die Diskriminierungen. Die Leute vom Jugendverband
Santa Cruz gehen mit Nazikennzeichen in die Schulen und rekrutieren
Jugendliche in der gesamten Provinz, die Geschenke verteilen sollen und
damit die Leute bitten sollen, für die Autonomie der Provinz zu
stimmen. Leute aus La Paz leben gefährlich in Santa Cruz. Dies ist
Folge der ständigen Bedrohungen durch Mitglieder des Jugendverbandes
Santa Cruz mit ethnischer Säuberung gleich nach dem
Autonomie-Referendum vom 4. Mai 2008.
Der
Jugendverband Santa Cruz ist die Schlägertruppe des
Bürgerkomitees Santa Cruz. Er liess verlautbaren, dass er keine
Demonstrationen zulassen würde, die nicht die Autonomie der östlichen
Provinz verteidigen würden. Die Verbandsleute schlugen vergangenen
Mittwoch auf eine Gruppe Bauern ein, die die Nationalisierung der
Kohlenwasserstoffe und die Verfassunggebende Versammlung forderten. Sie
griffen auch Lehrer und Bauern an, die durch die Strassen der Stadt
demonstrieren wollten.
Verschiedene
Gruppierungen in Santa Cruz, darunter Lehrkräfte und Universitätsgruppen,
protestierten gegen die Nazi-Umtriebe. Das Komitee von Einwohnern aus La
Paz in der Stadt Santa Cruz mit seinen Mitgliedern aus Kaufleuten und
Werktätigen aus La Paz beklagte, dass sie allen möglichen Bedrohungen
und Angriffen seitens jener Jugendlichen ausgesetzt seien, die im Namen
jenes Jugendverbandes Santa Cruz agieren würden. Laut der
bolivianischen Nachrichtenagentur ABI haben diese Belästigungen vor dem
Autonomie-Referendum sehr zugenommen.
„Wir
sind an den äussersten Punkt gekommen, wo sie von ethnischer Säuberung
sprechen und uns aus Santa Cruz rausstimmen wollen. Wer sind sie denn,
dass sie uns aus Santa Cruz rausschmeissen wollen? Wir sind in erster
Linie Bolivianer und können sein, wo wir sein wollen. Wie können sie
überhaupt von ethnischer Säuberung sprechen?“, meint Edwin Nunez,
Mitglied des ad-hoc-Komitees der Einwohner aus La Paz in der Stadt Santa
Cruz, einer Gruppe, die sich nach dem Verrat ihres einstigen
Vorsitzenden Daniel Rivera neu organisiert. „Leute vom Jugendverband
Santa Cruz bedrohen uns auf den Strasse. Sie sagen, sie würden uns am
Kragen packen und wollen uns in der Stadt schon nicht mehr sehen“,
bestätigte Carla Moya vom selben Komitee.
Diese
Angriffe gibt es seit einiger Zeit, laut den Klagen. Aber die
Diskriminierungen seitens des Jugendverbandes Santa Cruz haben sich
verstärkt. „Das sind Studenten. Aber im Klartext muss man sagen, dass
dies einige Übeltäter sind. Sie kommen unter Drogeneinfluss raus in
die Öffentlichkeit und greifen die Leute an. Das ist eine sehr grosse
Mafia, die seit einiger Zeit aktiv ist. Und wenn wir sie jetzt nicht
stoppen, wird es schlimmer mit denen werden“, fügt Carla Moya hinzu.
Das
Komitee erinnert daran, dass vor einigen Monaten eine Person als
Parteimitglied der „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS)* identifiziert
wurde und sie ihn brutal zusammenschlugen. Dies erschien als Meldung im
Kanal 7, aber nicht in den anderen Medien. „Dasselbe geschah nach
einer Demonstration in der Avenida Irala. Einige Jugendliche kamen aus
einer Klinik und fragten aggressiv, ob wir auf die Demonstration
gegangen wären“, äusserte der Funktionär Rivera. Laut dem Komitee
der Einwohner aus La Paz in Santa Cruz wird jede Äusserung gegen die
Interessen des Bürgerkomitees Santa Cruz aggressiv oder mit
Beleidigungen beantwortet. „Faktisch gibt es keinerlei Demokratie in
Santa Cruz“, sagte der Funktionär.
Die
Diskriminierung erlebt man tagtäglich und auf Schritt und Tritt. Die
Leute vom Jugendverband Santa Cruz gehen mit Nazikennzeichen in die
Schulen und rekrutieren Jugendliche in der gesamten Provinz, die
Geschenke verteilen sollen, und damit die Leute bitten sollen, für die
Autonomie der Provinz zu stimmen.
Quelle:
RNV http://www.tribuna-popular.org/i
*
Partei, die die letzten Wahlen gewann und den Präsidenten Evo Morales
stellte
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Boliviens
Minister für Kohlenwasserstoffe Carlos
Villegas:
TRANSNATIONALE
KONZERNE FINANZIEREN OPPOSITIONSGRUPPEN IN BOLIVIEN
La
Paz, 2. Mai 2008, Tribuna Popular TP/ABN.- Boliviens Minister für
Kohlenwasserstoffe Carlos Villegas enthüllte gestern in einem Interview
mit TELESUR, dass einer der von der Regierung des Präsidenten Evo
Morales in Bolivien nationalisierten strategischen Betriebe die
Hauptfinanzierungsquelle der Oppositionsgruppen ist, die das
separatistische Referendum vom 4. Mai 2008 unterstützen. Villegas
sagte, dass eine der Firmen Andina, Chaco, Pan American Energy und
Gasleitungen Transredes direkt in das Volksbegehren der Opposition
eingebunden ist, welches vom Präfekten von Santa Cruz, Rubén Costa,
angeführt wird. „Wir können nicht zulassen, dass Erdölgesellschaften
weiterhin die Finanzquellen für regionale und separatistische
Bewegungen abgeben, die sich mit einer Autonomie-Vision präsentieren“,
äusserte der bolivianische Funktionär. Unter Verweis auf die
Nationalisierung dieser Firmen sagte Villegas, dass die Entscheidung
getroffen wurde, gleich nachdem man nicht zu einer Vereinbarung mit den
ausländischen transnationalen Konzernen gekommen sei, denn es gab
technische, wirtschaftliche und politische Aspekte, die dies nicht
zuliessen.
Der
Minister erklärte, dass der bolivianische Staat über das Ministerium für
Kohlenwasserstoffe eine Bewertung zur Preisfestsetzung der Firmen
machte, dabei die Potentiale jedes einzelnen Betriebes berücksichtigte,
aber dass die Konzerne „keine Annäherung zuliessen, um an einen Punkt
der Übereinstimmung mit Mischformat zu gelangen und günstige
Zukunftsergebnisse zu erzielen. Diese Konzerne hatten eine unnachgiebige
Haltung. Sie liessen keine Rechtsmittel im Rahmen der Nationalisierung
zu. So als ob es keine Möglichkeit einer Verständigung geben würde.
Die Regierungsdekrete wurden verkündet, um die 51% bei jedem dieser
Konzerne zu erreichen“, erklärte er.
Nach
Ansicht des bolivianischen Minsters sind die Regierungsbeschlüsse zum
Wohle des Volkes mittels einer Politik, die nationales Handeln und
Interesse beinhaltet. Und aus diesem Grunde können sich „regionale
Interessen oder Wirtschaftsbereiche, reduziert auf über die Interessen
des Volkes“, nicht überschneiden.
Die
Regierung des Präsidenten Evo Morales führte an diesem Donnerstag den
Prozess in die letzte Phase der Verstaatlichung der Kohlenwasserstoffe
auf der Grundlage des Präsidenten-Dekrets vom 1. Mai 2006. Danach
werden 51% der Aktien erworben an den Erdölfirmen Andina, der
bolivianischen Tochter von Repsol YPF, der Firma Chaco, die bisher in Händen
des US-Konzerns Pan American Energy und der ausländischen Konzerngruppe
British Petroleum ist. Dies gelte auch im Fall der Firma Gasleitungen
Transredes, die zur britischen Kapitalgesellschaft Ashmore gehört.
Der
bolivianische Staat erwarb auch die Aktienmehrheit am
Logistikunternehmen „Logistikfirma Bolivianische Kohlenwasserstoffe
(„Compania Logistica de Hidrocarburos Boliviana“/CLHB), einem
Konsortium aus peruanischem und deutschen Kapital.
Villegas
erklärte, dass das Staatsunternehmen Yacimiento Petroliferos Fiscales
Bolivianos (YPFB) damit beginnen wird, in diesen Betrieben die
Verwaltung und Ausbeute der Ressourcen zu übernehmen, womit erfüllt
wird, was 2005 gesagt wurde. Dass „der bolivianische Staat die
Kontrolle der strategischen Betriebe ausüben wird“.
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org/
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Bolivien:
Schwere
Niederlage für Separatisten, einheimische Oligarchie und
US-Imperialismus
75%
blieben separistischem Referendum in Santa Cruz fern
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Santa
Cruz, Bolivian, 4. Mai 2008, Tribuna Popular TP.- 75%
Wahlenthaltung beobachtete man heute beim illegalen separatistischen und
verfassungsfeindlichen Referendum, welches Strömungen der Oligarchie
von Santa Cruz entsprechend politischen Vorgaben aus dem US State
Department gestartet hatten, um die Kontrolle in der Region
wiederzuerlangen.
Seit
den ersten Stunden machten Gruppierungen der Oligarchie von Santa Cruz
mobil, um ihre Stimmen in einige Stimmgefässe zu werfen, die bereits
grossspurig mit JA gekennzeichnet waren. Dies beklagten Gruppierungen,
die der revolutionären Regierung von Evo Morales nahestehen. Nur in
Gebieten mit hohem Bevölkerungsanteil der Ultrarechten sah man Leute
zur Stimmabgabe gehen. Der Rest der Bevölkerung entschied sich für das
Fernbleiben und wies dadurch diese Form der Abspaltung der Provinz von
Bolivien zurück.
Angesichts
dieser niederschmetternden Lage für die Oligarchie entfalteten
Neonazigruppen wie der Jugendverband Santa Cruz als Teil der
Ultrarechten der Region Santa Cruz Gewaltausbrüche gegen jene, die
nicht zum Referendum gingen. Dabei verletzten sie 28 Menschen und töteten
einen Menschen, wie internationale Agenturen berichten.
Seit
heute mittag setzten die grossen privaten Massenmedien mehrheitlich eine
Zensur durch und brachten etliche Stunden keinerlei Berichterstattung über
das Geschehen in Santa Cruz. In diesen Stunden gab es lediglich von
einigen privaten Medien Falschmeldungen, wonach 85% mit JA und 15% mit
NEIN gestimmt hätten, ohne jedoch über die Wahlbeteiligung und die
absoluten Zahlen zu berichten oder die Orte und Menschen zu zeigen.
Bolivianische
Kongressmitglieder informierten vom grossen Scheitern des Referendums,
bei dem nur 35% der Bevölkerung erfasst waren. Diese 35% der Bevölkerung
hatte die volle Kontrolle des Wahlsystems, denn der Nationale
Wahlausschuss erkannte den Wahlgang nicht an, so dass die Auszählung
von einem Unternehmen vorgenommen wurde, welches von den Separatisten
angeheuert worden war.
Der
Präsident der Republik Bolivien Evo Morales unterstrich gestern, dass
der Botschafter der USA bei der OAS, Hector Morales, Verteidiger der
Abspaltung von Provinzen aus dem bolivianischen Staatsgebiet ist.
Der
bolivianische Staatsminister Alfredo Rada bedauerte, dass das Referendum
in der Provinz Santa Cruz (Ost) "gewaltbeladen" wegen
Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der Autonomie an
etlichen Orten der Region abgelaufen ist.
Die
Regierung der Republik Bolivien bezeichnete das Referendum als klares
Scheitern der Separatisten und einen grossen Sieg für die Einheit
Boliviens sowie Unterstützung für den revolutionären Prozess mit Präsident
Evo Morales an der Spitze.
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org/ |
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