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USA
mischen sich erneut in die inneren Angelegenheiten eines Landes ein:
Putschversuch
der USA mit bezahlten Lumpen in Bolivien
Anmerkung
Roter Webmaster
Kommunisten-online.de
vom 11. September 2008 – Fast genau 35 Jahre nach dem blutigen
Putsch gegen Präsident Allende im Nachbarland Chile sind die USA erneut
– zum wiederholten Mal – in einen Putschversuch in ihrem
„Hinterhof“ verwickelt. In Chile wurden Lumpen, die von der Präfektur
von Santa Cruz (in Händen
der Opposition gegen Morales) bezahlt wurden, gegen Einrichtungen des
Staates gehetzt und wüteten mit Plünderung und Zerstörung. Dahinter
stecken die Großgrundbesitzer, die amerikanischen Energiekonzerne und
– natürlich – die Diplomaten der USA.
Aber
2008 ist nicht 1973. Damals gab es in Lateinamerika nur drei Länder,
die nicht von blutigen und USA-hörigen Diktatoren beherrscht wurde:
Chile, Kuba und Mexiko.
In
Kuba versuchten und versuchen die USA seit dem Sieg der dortigen
Revolution 1958 die sozialistische Regierung zu stürzen – vergeblich.
Als dann in Chile der Sozialist Allende zum Präsidenten gewählt wurde
und begann, im Interesse seines Volkes soziale und wirtschaftliche
Reformen durchzuführen und die den USA-Konzernen gehörende Kupferminen
zu enteignen, musste er verschwinden. Allende gab sich der
linkssozialdemokratischen Illusion hin, man könne eine
gesellschaftliche Veränderung friedlich durchsetzen. Am 11. September
wusste er, dass das unmöglich ist.
Heute
aber befindet sich Lateinamerika im Aufbruch. Die bolivarfische Bewegung
mobilisiert die dortigen Völker gegen den Imperialismus zu kämpfen.
Und es gibt Venezuela, ein wirtschaftlich und politisch, aber auch militärisch
starkes Land. Putschversuche gegen den dortigen Präsidenten brachen
bald in sich zusammen.
Die
USA sind erstmal an ihre Grenzen gekommen und es wird ihnen Einhalt
geboten. Es ist aber anzunehmen – da es hier um satte Profite in
astronomischer Höhe geht – dass spie noch mehr Versuche machen
werden, wieder an die Reichtümer der Völker Lateinamerikas heran zu
kommen.
G.A.
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USA
Botschafter Philip Goldberg ist persona no grata
und muss raus |
Bolivien:
USA-Botschafter
Philip Goldberg zur persona no grata* erklärt
PRÄSIDENT
EVO MORALES WEIST YANKEE-BOTSCHAFTER AUS DEM LANDE AUS
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
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La
Paz
,
10. September 2008, Tribuna Popular TP/ABI.-
Präsident Evo Morales erklärte am heutigen 10. September
2008 den Botschafter der Vereinigen Staaten in Bolivien, Philip
Goldberg, zur persona no grata. Er wies dann auch sogleich den Kanzler
David Choquehuanca an, den Diplomaten zu benachrichtigen, damit er
Bolivien umgehend verlässt.
"Ohne
Angst vor jemandem, ohne Angst vor dem Imperium (USA) erkläre ich heute
hier vor dem bolivianischen Volk den Herrn (Philip) Goldberg,
Botschafter der Vereinigten Staaten, zur persona no grata", verkündete
Evo Morales im Palacio Quemado anlässlich des Starts des
Fernsehprogramms "Meine Erste Arbeit", das die Arbeitsmöglichkeiten
der Jugendlichen im Lande erweitern helfen soll.
"Wir
wollen hier weder separatistische noch spalterische Personen, die gegen
die Einheit des Landes Verschwörungen betreiben. Wir wollen hier keine
Personen, die gegen die Demokratie losschlagen", bekräftigte der
Staatschef unter dem Beifall der Anwesenden bei jener Veranstaltung.
Wenige
Stunden nach der Rückkehr des Anführers der bürgerlichen Bewegung,
Branco Marinkovic, am letzten Dienstag, randalierten Horden von
"Autonomie-Demonstranten" und Kriminellen mit Hass, Terror, Plünderungen
und putschend durch die Innenstadt von Santa Cruz, besetzten staatliche
Einrichtungen und zerschlugen sie praktisch. Am Dienstagvormittag
begannen die sogenannten Unionisten, eine von der Präfektur von
Santa Cruz finanzierte Terrorgruppe, mit einer Demonstration
durch einige Strassen der Innenstadt, um sich dann zum Steueramt in de
Sucre-Strasse zwischen der La-Paz-Strasse und der Benis-Strasse zu
begeben, wo sie Ausrüstungen raubten und alles demolierten, was ihnen
in den Weg kam. Die gewalttätigen Ausschreitungen verlagerten sich dann
zum Sitz der Nationalen Bodenreformbehörde (INRA), der nur 2
Querstrassen weiter am Platz des 24. September liegt. Anschließend
demolierten sie die Einrichtungen des Nationalen
Telekommunikationswesens (ENTEL), wo sie ebenfalls plünderten.
Der
Staatschef erinnerte daran, dass der gegenwärtige Botschafter der
Vereinigten Staaten in Bolivien, bevor er im Lande akkreditiert worden
war, sich als US-Missionsleiter in Pristina im Kosovo betätigte, wo er
die Abspaltung und die Unabhängigkeit jener Region unter Inkaufnahme
von Tausenden Toten betrieb.
Morales
erklärte, dass die Entscheidung seiner Regierung gegenüber dem
Botschafter der Vereinigten Staaten ein Gedenken an den historischen
Kampf des bolivianischen Volkes gegen das neoliberale Modell und gegen
jede Art ausländischer Einmischung darstellt: "Ich will euch
sagen, meine Brüder und Schwestern, und dem bolivianischen Volk, dass
es die Verpflichtung der Landesregierung und des bolivianischen Volkes
ist, die nationale Einheit zu verteidigen."
Morales
sagte weiter, dass nur das organisierte Volk die Demokratie gegenüber
den Separatisten verteidigen und wiederherstellen kann. Er rief die
gesellschaftlichen Bewegungen und das Volk auf, die Einheit Boliviens zu
verteidigen.
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org/
Anmerkung
der Redaktion:
*
"persona no grata" heißt: Diplomaten besitzen im Gastland
diplomatische Immunität, auch wenn sie dort eine Straftat begehen. Dem
Gastgeberland bleibt dann nur die Möglichkeit, den Diplomaten des
Landes zu verweisen, indem es ihn zur Persona non grata erklärt. In
diesem Fall haben die Diplomaten das Gastland innerhalb einer bestimmten
Frist zu verlassen. Weitere häufige Gründe für einen
„diplomatischen Rauswurf“ sind Spionageverdacht gegenüber einem
Diplomaten oder auch Retourkutschen, wenn die eigenen Diplomaten zur
Persona non grata erklärt wurden. (s.
Wikipedia) |