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Hugo
Chávez Frias:
Verteidigung
der Ausweisung des US-Botschafters Duddy
UNASUR-SONDERSITZUNG
WEGEN BOLIVIEN-KRISE AM MONTAG
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas
, 13. September
2008, Tribuna Popular TP.- „Seit
dem Morgengrauen bin ich am Telefon. Ich sprach mit Evo (Morales), mit
Lula (Luiz Inácio Da Silva), mit Cristina (Fernández de Kirchner), mit
der ich drei Male telefoniert habe, mit Bachelet, Uribe, Correa und Lugo.
Wir haben Konferenzschaltungen gemacht und heute nachmittag vereinbart,
uns in Santiago de Chile am Montag zur UNASUR-Sondersitzung zu
treffen“, so letzten Freitagabend Hugo Chávez im Exklusivinterview
mit „Gegenschlag“, der Fernsehsendung von Vanessa Davies.
Chávez
bekräftigte gegenüber den Präsidenten von Kolumbien, Ekuador,
Argentinien, Paraguay, Chile, Brasilien und Bolivien: „Es muss
rechtzeitig jetzt gehandelt werden. Nicht erst nach der Zerschlagung von
Präsident Evo Morales und etlichen Toten. Sie sind dabei, Evo
fertigzumachen, wie wir riechen können. Und wir können das nicht
zulassen.“
In
diesem Sinn versicherte Chávez, dass die jüngsten Ereignisse dem
US-.Präsidenten anzulasten sind: „Er weiss, dass ihm nur wenige
Monate verbleiben. Er will die Putschpläne beschleunigen und Brandsätze
hochgehen lassen, hier in Lateinamerika. Wir müssen das stoppen. Wir
haben hart daran gearbeitet, um das immer wieder zu stoppen.“
Am
Ende hob er hervor, dass die Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernández
de Kirchner, um konkrete Beschlüsse gebeten hat: „Damit die Welt erfährt,
dass wir keine Regierung mehr akzeptieren werden, die nicht legitim gewählt
worden ist.“
Chávez
verteidigte auch die Entscheidung, Duddy auszuweisen. Er bewertete
letzte Nacht den Beschluss der venezolanischen Regierung, Patrick Duddy
als Botschafter der USA aus Venezuela auszuweisen, als einen absolut
gerechtfertigten, notwendigen und angemessenen Schritt. Chávez betonte,
dass diese letzten Donnerstag angekündigte Entscheidung eine harte
Geste ist, „die keinen Zweifel belässt“. Dennoch sei damit kein
Land isoliert, wie sich zeige. „Wir sind bereit, gemeinsam zu handeln,
koordiniert zu handeln, jeder von uns auf seine Art, mit seiner Souveränität,
aber eben gemeinsam.“ Er bekräftigte, dass die Ausweisung des
US-Botschafters aus Venezuela eine Solidaritätserklärung mit dem vom
USA-Imperium angegriffenen Volk Boliviens ist: „Evo (Morales) beweist
seit einiger Zeit die unverhüllte Einmischung des US-Botschafters in La
Paz, dessen Treffen mit jenen sezessionistischen Provinz-Präfekten,
jenen Putschisten, denen sie Millionen Dollars gegeben haben“ seitens
der Regierung der USA. Er alarmierte, dass es in Bolivien einen Putsch
gibt, eine inszenierte Verschwörung.
Er
stellte klar, dass die venezolanische Regierung keine weitere Aktion
vorgesehen hat. „Wir haben keinen anderen Plan, ausser einer starken
diplomatischen Geste für unser Brudervolk (...) Wir haben keinen
anderen Plan, ausser die USA können die anderen Beziehungen im
Energiebereich, im kommerziellen und unternehmerischen Bereich ändern.
Sie werden das schon sehen“, so Chávez.
Quelle.
http://www.tribuna-popular.org/ |