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Präsidentin
Chiles,
Michelle
Bachelet, i
Vorsitzende
der Union der Südamerikanischen Nationen (UNASUR) |
LATEINAMERIKA:
DEMOKRATEN VEREINT GEGEN PUTSCHISTEN
PUTSCHREGIMES
WERDEN NICHT MEHR ANERKANNT
-
UNASUR beschließt volle Unterstützung für die bolivianische
Regierung von Evo Morales -
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel |
LATEINAMERIKA:
DEMOKRATEN VEREINT GEGEN PUTSCHISTEN
PUTSCHREGIMES
WERDEN NICHT MEHR ANERKANNT
-
UNASUR beschließt volle Unterstützung für die bolivianische Regierung
von Evo Morales -
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Santiago
de Chile, 16. September 2008, Tribuna Popular TP. – In den
gestrigen Abendstunden des 15. Septembers 2008 gab die Präsidentin
Chiles, Michelle Bachelet, im Namen der Union der Südamerikanischen
Nationen (UNASUR) die Erklärung von Santiago de Chile an die
Weltöffentlichkeit bekannt. Darin wird die von Evo Morales geführte
verfassungsmäßige Regierung von Bolivien unterstützt und
klargestellt, dass keine aus einem Putsch hervor gegangene Regierung
anerkannt werden wird.
Die
historische UNASUR-Konferenz, an der 9 Staatschef aus den dort verbündeten
12 lateinamerikanischen Ländern sowie hochrangige Vertreter der anderen
drei Teilnehmerstaaten teilnahmen, beschloss „die entschiedenste
Unterstützung für die verfassungsmäßige und von einer breiten
Volksmehrheit (per Referendum vor einigen Wochen) im Amt bestätigte
Regierung von Evo Morales“. Ebenfalls „widersprechen die Staatschef
energisch und erkennen „jedwede Situation“ nicht an, „die einen bürgerlichen
Staatsstreich, einen Bruch der Verfassungsrechtlichkeit voraussetzt oder
die territoriale Unantastbarkeit Boliviens verändert. Sie beschlossen
die Bildung von drei Ausschüssen, um die bolivianische Nation zu
unterstützen. Dies verkündete die zeitweilige UNASUR-Präsidentin
Michelle Bachelet auf einer Pressekonferenz am letzten Montagabend
gleich nach einer stundenlangen „hochintensiven“ Konferenz, wie sie
sie selbst nannte.
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Einer der Ausschüsse wird beauftragt, das Massaker vom letzten
Donnerstag in der Provinz Pando in Bolivien zu untersuchen, wo es eine
unbestimmte Zahl von Toten gab.
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Ein anderer Ausschuss wird im politischen Dialog zwischen Präsident
Morales und der Opposition helfen. Sie wird von der zeitweiligen Präsidentschaft
von UNASUR geleitet werden.
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Ein dritter Ausschuss wird logistische Unterstützung geben, um die
bolivianische Regierung gemäß ihrem Bedarf zu unterstützen.
Die
Erklärung von Santiago de Chile wurde einstimmig im Moneda-Palast
in Santiago de Chile angenommen. „Sie erinnert an die tragischen
Ereignisse, die an eben diesem Ort vor 35 Jahren die Menschheit
bewegten“, so verlas es Frau Bachelet.
Der
Wortlaut „verurteilt Angriffe auf Regierungseinrichtungen und die öffentliche
Verwaltung“ der vandalistischen Gruppen und „fordert die sofortige Rückgabe
der Einrichtungen, um den Dialog einzuleiten“. Auch ruft die Erklärung
von Santiago de Chile auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen,
damit die Gewalttätigkeiten beendet werden und die errichtete
Rechtsordnung durchgesetzt wird. Die Erklärung von Santiago de Chile
bringt auch eine klare Verurteilung des Massakers in Pando zum
Ausdruck. Sie unterstützt einen Aufruf, damit ein UNASUR-Ausschuss
gebildet wird und eine vollständige Untersuchung durchführt, um die
Ereignisse aufklären zu können und Empfehlungen zu formulieren, damit
nichts in Straflosigkeit verbleibt. Die Erklärung von Santiago de
Chile stellt sich hinter die nationale und territoriale Einheit
Boliviens.
Der
Präsident Boliviens dankte für die Unterstützung von UNASUR
Der
bolivianische Präsident Evo Morales dankte für die „umfassende und
entschiedene“ Unterstützung, die er von seinen UNASUR-Amtskollegen in
Chile erhielt. Er forderte seine Widersacher auf, dass sie „diesen
Aufruf zur Bewahrung der Einheit und der Demokratie“ in Bolivien
begreifen sollten. Der Regierungschef bekräftigte, dass UNASUR „jetzt
nicht nur ein Gütesiegel ist“, denn „UNASUR bewegt sich in würdiger
Weise, um politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme zu
lösen“. UNASUR bildet ein Diskussionsforum für die „ehrlichste
Diskussion, um unsere Probleme zu verstehen.“
Und
weiter: „Es wird nicht mehr abgewartet, dass ein Herr aus dem Norden
kommt und die regionalen Probleme wie einst löst“, sagte Morales, der
heute morgen zur Pressekonferenz im Zusammenhang mit seiner Teilnahme an
der gestrigen Konferenz in Santiago de Chile am Montag einlud. „Das
ist das erste Mal, dass UNASUR sich beteiligt, um die Einheit, die
Demokratie in einem Lande zu verteidigen. Dafür mein Respekt und meine
Hochachtung. Wir erwarten, dass einige bürgerliche Behörden und Führungsleute
diesen Aufruf begreifen“, so Evo Morales. (1)
Hugo
Chávez: Die Putsch-Oligarchien des Kontinents nehmen Notiz und bekommen
eine wahre politische Lektion mit dieser Konferenz verpasst
Die
Regierungsvertretungen vereinbarten in Santiago de Chile, einen neuen
Typ ihrer Beziehungen als Gruppe und im Block gegenüber den USA zu
formieren.
Die
Abhaltung der Sonderkonferenz der UNASUR-Mitgliedsstaaten in Chile
begann den Staatsstreich in Bolivien abzuschaffen. So bewertete dies
heute der venezolanische Präsident Hugo Chávez.
Wir
erwarten von denen hinter jenen Handlungen, dass sie Notiz von der
Konferenz nehmen und die richtige politische Lektion lernen. Dies erklärte
der Präsident Chávez auf der Pressekonferenz im Miraflores-Palast in
Caracas. Er beurteilte, dass die Verantwortlichen der gewaltsamen
Ausschreitungen in Bolivien, die er faschistisch nannte, völlig
isoliert sind, selbst wenn sie auf ihre Standpunkte verzichten.
Chávez
bekräftigte den Appell an den bolivianischen General Luis Trigo und die
bolivianischen Militärs, den mit dem Präsidenten Evo Morales und dem
Volk verhandelten Kompromiss zu übernehmen und sich nicht in den Dienst
der US-Regierung zu stellen. Wie gut würde es sein, wenn Trigo sich
gegen die umfassende Aggression der USA in seinem Land aussprechen würde,
unterstrich der venezolanische Regierungschef. Jener Militär zeigte in
den vergangenen Tagen, dass die bolivianischen Streitkräfte nachdrücklich
Einmischungen von außen jedweder Art ablehnen.
Die
Faschisten und Putschisten in Bolivien werden im eigenen Safte schmoren,
äußerte Chávez in Anlehnung an einen Spruch des ehemaligen
venezolanischen Vizepräsidenten José Vicente Rangel.
In
der Schlusserklärung der UNASUR-Sonderkonferenz verurteilten die Länder
die geschehenen Massaker und kündigten die Schaffung von drei Ausschüssen
zur Unterstützung Boliviens an, um die logistische, Ermittlungs- und
politische Hilfe zu koordinieren. Die Regierungsvertretungen
vereinbarten in Santiago de Chile, dass sie einen neuen Typ ihrer
Beziehungen als Gruppe und im Block gegenüber den USA formieren. (2)
Quelle:
Tribuna Popular
(1)
http://www.tribuna-popular.org/
(2)
http://www.tribuna-popular.org/ |