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KP Venezuelas: Der rote Hahn singt Klartext.

Auch wenn ihm nicht immer zugehört wird

WEGE IN DIE RICHTIGE RICHTUNG ÖFFNEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Caracas, 2. Juni 2011, Tribuna Popular Nr. 190 / Leitartikel. (auf Kommunisten-online am 5- Juli 2011) –   In diesen Tagen wird bei uns viel von den imperialistischen Angriffen auf Venezuela gesprochen. Es stimmt, die Sanktionen gegen PDVSA, auch wenn sie keine wirklich bedeutende wirtschaftliche Auswirkung auf unseren größten Wirtschaftszweig haben, sind Machenschaften des Imperialismus auf dem internationalen Schachbrett.

In diesem Fall verfolgt der Imperialismus weiterhin das Ziel, dem theokratischen Regime des Iran Schläge zu versetzen und es zu isolieren. Jenes derzeitige Regime in Iran löste die Monarchie des Schah Mohammad Reza Palahvi ab und setzte eine nationalistische Politik mit Orientierung auf die Stärkung der iranischen Bourgeoisie durch, was das derzeitige Regime in Iran objektiv in die Auseinandersetzung mit dem imperialistischen System brachte.

Ganz ohne Zweifel ist es so, dass immer dann, wenn der Imperialismus auf seinem Weg seine weltweite Medienkampagne vertieft und gegen souveräne Staatsführungen wie in der gegenwärtigen Phase des revolutionären Prozesses in Venezuela losschlagen kann, er dies auch tut.

Erneut relevant erweisen sich da die Ausführungen der Kommunistischen Partei Venezuelas über die Notwendigkeit des Voranschreitens auf dem Weg der nationalen Befreiungsrevolution.

Wir skizzierten die konkreten Elemente im Projekt der „Politischen Linie der KP Venezuelas“, welches in Vorbereitung des 14. Parteitags der venezolanischen Kommunisten diskutiert wird. Und zwar in der These 11, wo es um darum geht, was eine nationale Befreiungsrevolution ausmacht:

- Sie ist ein Prozess des Brechens der Vorherrschaft der imperialistischen Großmächte über die kolonialen, halbkolonialen und abhängigen Länder im Allgemeinen;

Dieses Brechen bringt unter anderen Errungenschaften folgende mit sich:

- die Rettung und Stärkung der nationalen Souveränität;

- die Errichtung eines modernen und effizienten Nationalstaats revolutionären volksdemokratischen Wesens;

- die unabhängige Wirtschaftsentwicklung;

- die massive Industrialisierung mit fortschreitender selbständiger technologischer Entwicklung und wachsender Produktivität;

- die Errungenschaft der Nahrungsmittel-Souveränität, und

- die Errichtung der Grundlagen für die vollständige Entwicklung der nationalen Kultur.

Die These 13 desselben Projekts unterstreicht die Bedeutung der „Rettung der einheimischen Erdöl-Industrie und unserer eigenständigen Fähigkeit zur politischen Verfügungsgewalt über die Kohlenwasserstoffe und die Energieträger im allgemeinen. (...) im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gab es seitens des Imperialismus und seiner Vasallen vor Ort das andauernde hartnäckige Bestreben, die Firma PDVSA aufzulösen, zu schwächen und letztlich zu entnationalisieren. Diese Absichten wurden nur zum Scheitern gebracht und das Gegenteil erreicht ausgehend vom Sieg über den Erdöl-Sabotage-Streik von 2002-2003. Wenn Venezuela da nicht auf eine konsequent die nationalen Interessen des Landes verteidigende Regierung hätte zählen können, dann würde Venezuela schon seit etlichen Jahren jede Kontrolle über seinen Hauptwirtschaftszweig verloren haben und weit zurückgeworfen sein auf dem Weg hin zu vollständiger nationaler Befreiung. (...)“

Ansonsten ist zu verstehen, dass „die nationale Befreiung in einer vom Imperialismus und seinen transnationalen Konzernen beherrschten Welt nicht außerhalb eines Prozesses des Widerstands und der Akkumulation von Kräften auf kontinentaler und weltweiter Ebene angegangen werden kann“, wie es gut in der These 16 heißt.

Gegenüber dieser Situation hält die KP Venezuelas weiterhin das Banner der Notwendigkeit hoch, entschlossen die kollektiven Schritte zu gehen, um eine Patriotische Nationale Breite Front aufzubauen, - ganz unabhängig davon, welcher Name für sie beschlossen werden sollte.

Dazu stellt die These 39 des Entwurfs klar: „Vom Wesen und der Entwicklung des Prozesses der nationalen Befreiung im gegenwärtigen Venezuela her (...) definierte der 12. Parteitag vom Juli 2006 die Patriotische Nationale Breite Front als eine gesellschaftliche und politische Front der Arbeiterklasse und aller Werktätigen, der Bauern ohne Land und der Kleinbauern mit Land, der indigenen Völker, der städtischen und ländlichen Mittelschichten, der am meisten vernachlässigten und verelendeten gesellschaftlichen Zwischenschichten, der Kleinbourgeoisie, der nichtmonopolischen Bourgeoisie und der nicht mit imperialistischen Interessen verknüpften Bourgeoisie sowie auch der verschiedenen gesellschaftlichen Bewegungen, Organisationen und Parteien, die all diese Teile der Klassen und Schichten der Gesellschaft repräsentieren.“

Der Rote Hahn singt weiterhin Klartext!

Auch wenn ihm nicht immer zugehört wird.

Quelle:

http://www.tribuna-popular.org/

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Venezuelas Präsident Hugo Chávez zu US-Sanktionen

USA WOLLEN VENEZUELA UND KUBA MIT SANKTIONEN TREFFEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Havanna, 2. Juni 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 5. Juni 2011) – Venezuelas Präsident Chávez erklärte am gestrigen Mittwoch, dass sowohl seine Regierung als auch die kubanische Regierung der Welt ein Beispiel für Solidarität und Zusammenarbeit geben. Aber dies „wird mit Furcht seitens des Imperiums (der USA) gesehen. Und darum greifen sie uns an, blockieren sie uns und versuchen sie, Venezuela auf vielerlei Art zu blockieren“, so Chávez zu den US-Sanktionen gegen die staatliche venezolanische PDVSA.

Chávez gab die Erklärungen bei der Einweihung des Intergralen Rehabilitationszentrums im Bezirk Macaro der Stadt Caracas ab. Dieses neue Rehabilitationszentrum ist Teil einer ganzen Kette von 13 solcher Einrichtungen in ganz Venezuela. Außerdem gibt es dort 26 Integrale Diagnosezentren und 3 Hochtechnologiezentren. Die Zahl der Einrichtungen im öffentlichen Gesundheitswesen beläuft sich damit auf 593 Einrichtungen, die in ganz Venezuela mit Unterstützung durch kubanisches Fachpersonal tätig sind.

Chávez empfahl seinem US-Amtskollegen Obama, sich den Schritt gut zu überlegen. Dies, nachdem Obama die Sanktionen gegen die staatliche venezolanische Ölfirma PDVSA angekündigt hatte. Das Pentagon ist damit beschäftigt, „die venezolanische und die kubanische Revolution zu schwächen und zu zerstören, weil wir für sie ein schlechtes Beispiel für die Welt sind“, so Chávez.

Außerdem „bedrohen sie auch die Länder der ALBA (Bolivarisches Bündnis für die Völker Unseres Amerikas), die Länder mit einer wahren Revolution, Veränderungen, Umgestaltungen“ auf dem amerikanischen Kontinent.

In der vergangenen Woche informierte das US State Department (Außenministerium) über neue Sanktionen gegen sieben ausländische Strukturen, darunter PDVSA, wegen des Unterhaltens von Handelsbeziehungen mit Iran.

Laut der Maßnahme wird PDVSA direkt mit der US-Regierung keinen Vertrag mehr erhalten können und ebenso wenig an Finanzierungsprogrammen für Ausfuhren oder Einfuhren Zugang erhalten. Lizenzen für US-Erdöltechnologien werden verwehrt werden.

Dennoch wird Venezuela über seine Niederlassung Citgo Erdöl in den USA verkaufen und raffinieren können. Citgo ist in den gesamten USA vertreten, denn die Sanktionen werden weder seine Verkäufe noch die Geschäfte seiner Tochterunternehmen beeinträchtigen.

(Mit Information von TeleSur)

Quelle:

http://www.cubadebate.cu/nciones/  

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