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Fidel Castro zeigte telefonisch sein Interesse  am Besuch von Hugo Chávez in Haiti

Quellen: Radio Havanna Cuba RHC, AIN, GRANMA, TRABAJADORES, JUVENTUD REBELDE, PL, REUTER, EFE, IPS, ANSA, AFP, XINHUA, TASS, DPA, AP siehe

übersetzt von Jens T. Bohlke, Brüssel, exklusiv für Kommunisten-Online/12. März 2007

Puerto Príncipe, 13. März (RHC).- Der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, verabschiedete sich heute von Haiti, wo er mit Hochrufen von einer Menge gefeiert wurde, welche zugleich gegen den USA-Präsidenten Bush auf dessen Rundreise durch andere Länder Lateinamerikas protestierte.

Hugo Chávez traf aus Jamaika spätnachmittags in Puerto Principe ein. Er traf sich dort mit dem haitianischen Präsidenten René Préval. Dabei empfing er mindestens vier Telefonanrufe vom kubanischen Präsidenten Fidel Castro, der sich für die Entwicklung des Treffens in Haiti interessierte.

Hugo Chávez, der heute erneut Bush angriff, besuchte Puerto Principe im Rahmen einer Rundreise durch Argentinien, Bolivien und Nikaragua, zeitgleich mit der Reise des Chefs des Weissen Hauses seit einer Woche durch Brasilien, Uruguay, Kolumbien, Guatemala und am vorgesehenen Ende bevorstehenden Mittwoch Mexiko.

Der venezonlanische Staatschef, der mit einem roten Hemd bekleidet war, wurde am Flughafen Toussaint Louverture von René Préval in Begleitung des haitianischen Aussenministers Raynald Clerisme empfangen. Bei seiner Ankunft empfingen ihn einige tausend Menschen mit Beifall und Rufen "Hoch Chávez! Nieder mit Bush!". Sie folgten ihm voller Begeisterung von den ersten Momenten seines Besuches an, als er die Flughafenzone verliess und einige Baustellen besuchte, die mit venezolanischer Hilfe finanziert werden.

Nach Niederlegung eines Blumengebindes vor der Statue von Simón Bolívar bedankte sich der venezolanische Staatschef beim haitianischen Volk für den Empfang. Dabei nannte er das haitianische Volk "heldenhaft" und "geschlagen". Er zeigte sich bewegt vom Empfang, den die Menschenmenge ihm bereitete.

Der venezolanische Regierungschef erinnerte an die Hilfe Haitis für den Befreier Simón Bolívar in der Unabhängigkeitsepoche Venezuelas und anderer Andenstaaten zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Er sagte, dass das haitianische Volk "500 Jahre an der Gestaltung seiner eigenen Geschichte arbeitet".

Hugo Chávez, René Préval und das Politbüromitglied des ZK der Kommunistischen Partei Kubas Esteban Lazo gaben anschliessend eine Pressekonferenz, auf der der südamerikanische Staatschef versicherte, die Existenz einer "neuen Welle" festgestellt zu haben, die Lateinamerika durchdringt und mit der Reaktion der Völker auf seine Rundreise zu tun hat.

Hugo Chávez äusserte, dass "Bush das mörderischste, totschlägerischste und kolonialistischste Reich darstellt, welches die Geschichte kennengelernt hat", während die bolivarianische Revolution, die er voranzubringen angab, eine Bewegung "der Brüderlichkeit, Befreiung und Emanzipation der Völker" ist. Der venezolanische Präsident verneinte, dass "eine persönliche Konfrontation" mit Bush vorhanden wäre. Er machte die Kontroverse zwischen Beiden auf dem Gebiet der Ideen aus.

René Préval seinerseits informierte über ein Abkommen, durch welches die Belieferung Haitis mit Rohöl aus dem staatlichen venezolanischen Ölunternehmen PDVSA von 7.000 auf 14.000 Barrels täglich erhöht wird. René Préval hob hervor, dass Haiti von Venezuela drei Millionen Dollar für den Ankauf von Ausrüstung für die Müllentsorgung erhalten hat. Laut René Préval wurde der Bau von drei Kraftwerken vereinbart, die von Venezuela finanziert werden.Was ermöglicht, die einheimische Energieerzeugung um 100 Megawatt zu erhöhen.

Erst kürzlich kündigte die venezolanische Regierung die Schaffung eines humanitären Fonds von 20 Millionen Dollar zugunsten von Haiti, dem ärmsten Land des Kontinents, an. Seit dem 14. Mai 2006, dem Tag der Regierungsbildung unter Staatspräsident René Préval, ist Haiti Mitunterzeichner des Karibischen Erdölvertrages, auf dessen Grundlage Venezuela verschiedenen karibischen Nationen Erdöl zu Vorzugspreisen liefert.

Quellen: Radio Havanna Cuba RHC, AIN, GRANMA, TRABAJADORES, JUVENTUD REBELDE, PL, REUTER, EFE, IPS, ANSA, AFP, XINHUA, TASS, DPA, AP

http://www.radiohc.cu

übersetzt von Jens T. Bohlke, Brüssel, exklusiv für Kommunisten-Online

 

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