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Die
Linien von Chávez / 29. November 2009
BOLIVARISCHE
MEISTER DES SPORTS!!
von
Hugo Chávez Frías
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
auf
K-pnline am 7. Dez. 2009 -
I
Ich
glaube, dass selbst die gewagtesten Prognosen zu den 16. Bolivarischen
Spielen hinter dem erreichten großartigen Erfolg unserer Sportler in
ihrem schönen Kollektiv zurückgeblieben sind. Venezuela überbot
seinen eigenen Goldmedaillenrekord von 189 Goldmedaillen in Ekuador 2001
mit diesmal 205 Goldmedaillen, 166 Silbermedaillen, 96 Bronzemedaillen
und somit 467 Medaillen. Und all dies ist mal gerade ein Vorspiel dafür,
was unsere Mädchen und Jungen beim großen Ereignis in London 2012
anstellen können.
„Ganz
gewiss sind das Gold und das Silber kostbare Dinge. Aber die Existenz
der Republik und das Leben der Bürger sind noch wertvoller“, sagte
unser Bolívar 1820. Und wenn ich an diese schöne Aussage erinnern möchte,
dann tue ich dies, damit wir über die Bedeutung und den Inhalt der unübersehbaren
Tatsache nachdenken, dass erstmals nicht nur wir die Existenz einer
wirklichen und wahrhaftigen Republik bestätigen können. Sondern dass
wir erstmals ein Vaterland haben, wo das Leben jedes einzelnen seiner Bürgerinnen
und Bürger das wertvollste unserer Anliegen darstellt. Die in Bolivien
erreichte Ernte an Gold, Silber und Bronze ist ein erhellendes Zeugnis
der persönlichen und kollektiven Wertschätzung, die unser gesamtes
Volk erreicht.
Gratulation,
bolivarische Meister des Sportes!!
II
Ich
möchte tief befriedigt und stolz den Besuch hervorheben, welchen uns am
vergangenen Mittwoch der Präsident der Islamischen Republik Iran,
Mahmud Ahmadschinedschad abstattete. Jener Gladiator der
antiimperialistischen Kämpfe, wie ich ihn genannt habe, dieses Beispiel
der Festigkeit, der Ausdauer, des Kampfgeistes für die Freiheit seines
Volkes.
Die
Iranische und die Bolivarische Revolution sind Töchter derselben
Geschichte, der der Kämpfe unserer Völker für ihre Befreiung.
Mit
Ahmadschinedschad haben wir nicht nur eine Anzahl neuer Vereinbarungen
unterzeichnet, sondern wir zeigen darüber hinaus die großen
Fortschritte in der Ausführung der von beiden Ländern in Angriff
genommenen zahlreichen Projekte.***
Wir
gehen vereint mit Iran in einer internationalen Dynamik voran, die täglich
stärker wird, orientiert durch jenes, was unser Befreier Bolívar das
Gleichgewicht des Universums nannte. Gut brachte es Ahmadschinedschad
zum Ausdruck: „Heute nützen Rüstung und Munition nicht mehr. Niemand
kann seine Meinung durch Waffen den Völkern aufzwingen. Dies ist eine
schon niedergeschlagene Logik.“
Über
die Befreiung der Völker werden wir die Größe der Menschheit als
einer Gesamtheit erreichen können. Und über den Zusammenschluß
unserer Völker werden wir die angestrebte Befreiung erreichen können.
III
Am
heutigen Sonntag, dem 29. November 2009, begeht die ganze Welt den
Internationalen Tag der Solidarität mit dem Palästinensischen Volk.
Wir
erinnern uns der Worte von Mahmud Darwish, welche tagtäglich im
Widerstand der heldenhaften Palästinensern und Palästinenserinnen zu
Fleisch werden: „Unsere Heimat erstrahlt weit hinaus / Und sie
erleuchtet ihre Umgebung.../ Aber wir in ihr / Wir erdrosseln uns ohne
Unterlaß“.
Die
palästinensische Heimat ist stets trotz aller geographischen Ferne im
Herzen aller Venezolaner und Venezolanerinnen verwurzelt gewesen. Sie
hat in unserem Geist und der freiheitsliebenden, antiimperialistischen
und antikolonialistischen Gefühlswelt stets geleuchtet, gegründet auf
unser tiefes bolivarisches Erbe.
Mit
all diesen Empfindungen empfingen wir in der letzten Woche den Besuch
des Präsidenten der Nationalbehörde von Palästina, Mahmud Abbas, um
unsere unzerbrechliche Solidarität mit der Sache des palästinensischen
Volkes zu erneuern und zu bekräftigen.
Wir
fordern und fordern weiterhin vom Staat Israel, dass er nicht weiterhin
die freie, souveräne, unabhängige Existenz von Palästina zerstört,
behindert und destabilisiert.
An
die, die vor einigen Tagen am 9. November „feierten“ - in Anführungszeichen,
den sie wissen schon nicht mehr, was sie da feiern - die 20 Jahre des
Falls der Mauer von Berlin, denen müssen wir die Existenz einer Mauer
in Erinnerung rufen, die die gesamte Schande dieser Welt symbolisiert.
Einer Mauer, die jetzt endlich wird fallen müssen. Der von Israel
entlang Cisjordanien gebauten Mauer. Der Apartheid-Mauer gegen das palästinensische
Volk.
IV
Beim
Schreiben dieser Linien haben wir keine sichere Meldung über das
Geschehen bei der Wahlfarce in Honduras. Es kann dafür keinen anderen
Namen als Farce geben. Bei allem Lichte ist dies die zweite Etappe eines
Staatsstreiches. Dies ist das funkelnagelneue honduranische Modell: die
neue Technik des Imperiums, der „legale Putsch“.
Die
Fratze des Imperialismus enthüllte sich ein Mal mehr mit dem Verrat am
Präsidenten Zelaya und am insgesamt kritikwürdigen Abkommen von San
José Tegucicalpa. Die USA und Israel, bedauerlicherweise zusammen mit
einer kleinen Gruppe von Regierungen aus der Region, werden sich dafür
hergeben, die „Regierung“ anzuerkennen, die aus der Farce
hervorgehen wird.
Das
Imperium befindet sich im Niedergang. Aber deshalb ist es aggressiver.
Wenn Präsident Obama äußert, dass diese „Wahlen“ ein „Beginn
vom Nullpunkt“ sind, dann müssen wir dies nicht nur als Ausdruck von
Scheinheiligkeit deuten. Es ist die Bestätigung für die Art und Weise,
mit der die USA ihre Herrschaft in der Region beizubehalten versuchen.
Wir
müssen rausgehen und dieses Anziehen der Daumenschraube in der neuen
imperialen Strategie durchbrechen. Der Wille der Völker Unseres
Amerikas hat es geschafft, Situationen dieses Kalibers umzukehren. Dies
bewies die Einheit des Volkes und der Streitkräfte in den ruhmreichen
Ereignissen des 13. April 2002 in Venezuela. Dies beweisen derzeit das
honduranische Volk in fünf Monaten des Widerstandes und der Präsident
Zelaya mit seinem mutigen und würdigen Handeln. Venezuela wird keinen
anderen Präsidenten anerkennen, so lange es keine Gerechtigkeit in
Honduras geben wird.
Das
honduranische Volk wird siegen!!!
V
Ein
wirklich und wahrhaft demokratischer Prozeß trägt an diesem Sonntag
das Brudervolk von Uruguay. 2,5 Millionen Uruguayer und Uruguayerinnen
werden an die Wahlurnen gehen, um das Schicksal des Landes für die nächsten
fünf Jahre zu entscheiden.
Nichts
können die Uruguayer erwarten außer von sich selbst, um es mal mit den
Worten des ewigen Nationalhelden der einstigen Banda Oriental, José
Gervasio Artigas, zu sagen. Und ich habe die ganz gewisse Erwartung,
dass sie durch das Ausüben der Souveränität ihres Volkes
über ihren Weg entscheiden werden. Heute mehr denn je, in
Umschreibung von Benedetti, existiert Uruguay. Und darüber hinaus weiß
es, dass es existiert.
Gruß
dem großartigen uruguayischen Volke!
VI
Am
gestrigen Samstag gingen die Ereignisse des Außerordentlichen
Parteitages der PSUV weiter. Eine Kommission aus Delegierten war beim
Empfang unserer Bolivarischen Meister des Sportes anwesend. Und anschließend
begannen die 772 Delegierten aus den sozialistischen Patrouillen in der
Versammlung mit der Regierung die Erörterung eines für unser Volk
hochinteressanten Themenkomplexes. Erster Punkt dabei war die Sicherheit
der Bürger und der Kampf gegen das Verbrechen.
Im
Beisein von einer Expertengruppe und der über tausend Landsleute, die
sich gerade in der Ausbildung zur Gründung der ersten Einheiten der
Bolivarischen Nationalen Polizei befinden, führten wir eine
umfangreiche und konstruktive Diskussion.
Ausgehend
davon ergaben sich verschiedene Handlungslinien für die große
Strategie und die dazugehörigen Taktiken, die uns ermöglichen werden,
diese Rechtsbrüche zu zerschlagen.
Wir,
die Regierung, die PSUV, die Nationale Polizei, die Bolivarischen
Streitkräfte und das Volk werden eine einzige Front gegen das
Verbrechen bilden! Und wir werden siegen! Und der Parteitag der PSUV ist
zu einem großartigen Ort der Diskussion, der Analyse und der revolutionären
Lösungen geworden.
Hin
zum Sozialismus!
***
Die Redaktion von K-Online betont ausdrücklich,
daß die Ansichten des revolutionären Demokraten Hugo Chávez Frías
nicht immer auch die Ansichten der marxistisch-leninistischen Redaktion
von K-Online sind. Da unsere hochgeschätzten Genossen von der KP
Venezuelas den og. Artikel von Hugo Chávez Frías in ihrer
Parteizeitung unkommentiert veröffentlichten, publizieren wir ihn
ebenfalls gerne in der Übersetzung in die deutsche Sprache.
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/
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