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KP
Venezuelas:
Comando
Simon Bolivar als Einheitsinstrument beibehalten!
DISKUSSION
UM FORM FÜR EINHEIT DER REVOLUTIONÄREN KRÄFTE IN VENEZUELA
von
Juan Pablo Arocha
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, z.Zt. Bangkok
Caracas, 25. Februar
2009, Tribuna Popular TP.-
„Laßt uns um die Einheit kümmern! Laßt uns um das kümmern,
was wir tun, um das, was wir sagen! Laßt uns revolutionäre
Verantwortung übernehmen!“ Diesen Rat erteilte Präsident Hugo Chávez
am 15. Januar 2009, als er im Stadttheater von Caracas die verbündeten
Parteien in das Wahlkampfkommando der Sozialistischen Einheitspartei
Venezuelas (PSUV) zu intergrieren ankündigte. Er führte weiter aus, daß
der Erfolg bei der Annahme der Verfassungsänderung von der gemeinsamen
Arbeit der dies unterstützenden Organisationen abhängt. Er erinnerte
daran, daß das Außerachtlassen dieses Aspektes in 2007 die
Referendumsniederlage und den Verlust von Schlüsselpositionen bei den
Regionalwahlen in 2008 hervorrief.
Die
KP Venezuelas forderte am Montag, dem 16. Februar 2009 und somit
unmittelbar nach dem Sieg bei der Volksabstimmung über die Verfassungsänderung,
die Struktur des Kommandos Simon Bolivar beizubehalten, um sie als
Rundtischdiskussion für die Chávez unterstützenden politischen
Organisationen zu nutzen. Von der PSUV gab es darauf keine positive
Reaktion. Dies ist nicht neu, denn traditionell sind die Wahlbündnisse
für Chávez nach jeder Wahl auseinandergebrochen.
Die
Forderung der Kommunsiten fand Widerhall bei der Partei „Heimat für
alle“ (PPT): „Es kann nicht immer nur dann die Hand zu den Bündnispartnern
ausgestreckt werden, wenn es um eine schwerwiegende Kampagne geht.
Erforderlich ist ein strategisches Bündnis. Man kann nicht von Wahl zu
Wahl mit verschiedenen Wahlbündnisnamen auftreten“, so José Hernández,
PPT-Vertreter im Kommando Simon Bolivar.
Der
Kommunist Yul Jabour schätzt ein, daß einer der den Sieg des „JA“
vom 15. Februar 2009 herbeiführenden Faktoren der Zusammenhalt der Chávez-Bündnispartner
gewesen ist. Er erinnerte daran, daß bei der Kampagne für die
Volksabstimmung zur Verfassungsänderung in 2007 „die Einheit nicht
praktiziert worden ist“. Die KP Venezuelas bedauert, daß vom
Vorsitzenden der PSUV keine Antwort auf den Vorschlag der Beibehaltung
des Wahlbündnisses gekommen ist, denn „es ist sehr wichtig, das
Experiment weiterzuführen, um zum Sozialismus voranschreiten zu können“.
BÜNDNIS
WOFÜR?
Zu
den traditionellen Bündnispartnern der PSUV gehörten bisher nicht nur
die PPT und die KP Venezuelas, sondern auch die Partei von Lina Ron
(„Venezolanische Volkseinheit“) und kleine Gruppen wie „Unabhängige
für die Gemeinschaft“, „Volkswahlbewegung“ und
„Jugendpartei“. Die beiden letztgenannten Grüppchen wurden 2008 aus
dem Bündnis verstoßen. Dies gleich nach ihrer Entscheidung, Abdala
Mackled als eigenen Kandidaten für den Bürgermeisterposten von
Valencia aufzustellen. Obwohl Ron sagt, sie würde „diszipliniert“
mithelfen, wenn eine gemeinsame Plattform reaktiviert werden würde,
lehnte sie ab, daß dies konkret werden könnte: „Bündnis wofür? Was
werden wir diskutieren?“
Die
UPV-Vorsitzende glaubt, daß nach der Abstimmungsschlacht nur bleibt, über
Pläne der Regierung zu diskutieren: „Ich versichere dir, daß sie
mich nicht mal anrufen werden, um was mit mir zu diskutieren. Sie werden
mich nicht mal anrufen, denn ich bin nicht Regierung. Und weil es nicht
angenehm ist, jemanden wie mich mit anderen Antworten anzurufen.“
Hernández
glaubt zwar, daß das Bündnis wichtig ist. Dies schon „wegen der
Krise, die gesellschaftlich und wirtschaftlich aufkommt.“ Aber es
ginge um ein bestimmtes Arbeitsschema, womit eine „kollektive Führung
der Revolution“ eingerichtet werden sollte. Sowohl PPT als auch KP
Venezuelas haben kritisiert, daß der Prozeß unter Führung von Chávez
keine taktische Einheit aufrechterhält und die PSUV die alleinige Führungsrolle
als Ausführungspartei beansprucht.
In
der UPV glaubt man, daß die Maschinerie, welche die Wahlen für das
„JA“ am 15. Februar 2009 bewegte, das Mandat von Chávez allein
gewesen ist. Lina Ron gibt seiner Führungsrolle einen „mystischen“
Charakter. Nur Chávez könnte der einigende Faktor für die Einheit der
Parteien sein.
„Wie
schön ist es, wie Brüder zusammen zu sein! Die Streitigkeiten sind
vorbei“, sagte der Regierungschef zu seinen Bündnispartnern beim
Festakt im Stadttheater am 15. Februar 2009.
Quelle:
http://www.talcualdigital.com/Avances/Viewer.aspx?id=17663&secid=28,
zitiert in Tribuna Popularhttp:// |