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Venezuela:

Militärschlag gegen Drogenmafia und Korruption steht bevor

CHAVEZ BEFIEHLT EINNAHME DER HÄFEN CABELLO UND MARACAIBO

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Cumaná, 15. März 2009, Tribuna Popular TP / ABN. – Der Präsident der Republik, Hugo Chávez, befahl den venezolanischen Seestreitkräften, in dieser Woche mit der Einnahme der Häfen Cabello im Bundesstaat Carabobo und Maracaibo im Bundesstaat Zulia zu beginnen: „Bereitet Euch zur Einnahme des Hafens Cabello vor“, sagte er. „Und das muss in dieser Woche sein“, konkretisierte er. Dies in seinem Fernsehprogramm „Alo Presidente“ Nr. 327, gesendet aus Cumaná im Bundesstaat Sucre.

Die Entscheidung zur Einnahme begründet der Regierungschef mit dem Gesetz der Dezentralisierung, Delimitierung[1] und Übertragung von Kompetenzen der Staatsmacht, welches von der Nationalversammlung am 12. März 2009 nach zweiter Debatte reformiert und angenommen worden war. Der Regierungschef meinte, dass die Flughäfen ebenfalls von der venezolanischen Regierung kontrolliert sein werden. Der Minister der Volksmacht für Öffentliche Bauten und Wohnungswesen, Diosdado Cabello, sowie der Bevollmächtigte für Verteidigung, Ramón Carrizalez Rengifo, sollen die notwendigen Aktionen zur Umsetzung des Befehls begleiten und anweisen.

Chávez wies darauf hin, dass die oppositionellen Gouverneure von Carabobo, Enrique Salas Feo, und von Zulia, Pablo Pérez, eine eigene Armee suchen müssten „oder Hilfe von der 4. Gringo-Flotte erbetteln“, um sich der Einnahme der Häfen zu widersetzen, denn „sie würden ein Gesetz brechen“ und, wie er betonte, dies verdient, dass sie ins Gefängnis gesteckt werden. Der Präsident äußerte, dass mit dieser Entscheidung beabsichtigt ist, mit den „Drogenschmuggel-Mafiosis“ Schluss zu machen, welche die Häfen und den Zoll kontrollieren. „Dies ist ein Thema der nationalen Sicherheit, der Schmuggel, die Mafiosis vom Zoll, der Drogenschmuggel.“ Und er versicherte, sich dieser Dinge anzunehmen und „Räume zu infiltrieren mit Netzen des militärischen und Volksgeheimdienstes.“

Abschließend meinte der Regierungschef: „Wir müssen uns darum kümmern. Koste es, was es wolle! Wir müssen dieses Land voller Korruption verändern. Uns wird dabei niemand stoppen.“ Um „ein großartiges Heimatland zu haben“, so Chávez.

Quelle: Tribuna Popular


[1]  Aufhebung eines Limits, einer Einschränkung

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