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Sozialistische Einheitspartei Venezuelas startete Integrationsprozess

Die PSUV wird nicht marxistisch-leninistisch sein, sagt Chávez

Übersetzung: Jens-Torsten Bohlke, Brüssel/23. Juli 2007

Caracas , 22. Juli, Tribuna Popular TP.- Der Präsident Hugo Chávez betonte, dass die Sozialistische Einheitspartei Venezuelas PSUV „nicht die Banner des Marxismus-Leninismus ergreifen wird, weil er ein Dogma ist, weil er schon vorbei ist“. Dies äußerte er in der Debatte, welche die Bewerber um die Mitgliedschaft an diesem Wochenende im Hauptstadt-Distrikt begonnen hatten.

In seiner regelmäßigen Radio- und Fernsehsendung „Aló Presidente“ meinte Chávez, dass die Bildung der Bataillone in einigen Bundesstaaten begonnen worden ist. Und dass die Diskussion über das Programm, die Grundsätze und die Statuten der neuen Partei in diesen Wochen in der Debatte sein werden. Dabei hob er hervor, dass die Partei nicht marxistisch-leninistisch sein wird. Und er wies darauf hin, „wer nicht damit einverstanden ist, hat alle Freiheit, wenn er nicht hier bleiben will, mag er zur Kommunistischen Partei gehen“.

Auch ging er auf die Rolle der Werktätigen bei der Umgestaltung der Gesellschaft und dem Aufbau des Sozialismus ein: „Und jenes mit der Arbeiterklasse als Motor der Geschichte ist vorbei, schon jetzt ist die Arbeit eine ganz andere Sache, ganz anders“. Er äußerte, dass der Präsident Kubas, Fidel Castro, eine ganz andere Meinung über die Rolle der Arbeiterklasse bei der Umgestaltung der Gesellschaft hat.

Präsident Chávez führte nicht aus, welches die Klasse ist, die die Rolle übernimmt, welche der Marxismus der Arbeiterklasse bei der Zerschlagung des Kapitalismus und dem Aufbau des Sozialismus zuweist. Aber deutlich brachte er zum Ausdruck, dass er kein Marxist, sondern Sozialist ist.

Die Sozialistische Einheitspartei Venezuelas (PSUV) wird kommendes Wochenende mit Basisversammlungen in 12 Bundesstaaten und dem Hauptstadtdistrikt fortfahren, so kündigte es Staatspräsident Hugo Chávez heute an. Der Staatschef informierte, dass gestern 80% von 1340 Basisversammlungen in 22 Hauptstadtvierteln in den Grundorganisationen der neuen Partei, als „Bataillone“ bezeichnet, durchgeführt worden sind. Es fehlt uns, dem Volk, der Revolution, notwendigerweise für die Einheit des Volkes und die politisch-ideologische Konsistenz, - so Chávez -, dass wer auch bittet für die Bildung der neuen Organisation zu arbeiten, dies ohne Dogmatismus tut. Gleichfalls bekräftigte er den Aufruf an alle venezolanischen Revolutionäre, sich in der „großen sozialistischen Einheitspartei“ zu vereinen, während er gleichzeitig das Recht von Parteien wie der Kommunistischen Partei, Vaterland für Alle (Patria para Todos) oder Podemos bestätigte, ihre Organisationen aufrechtzuerhalten, wenn sie dies so entscheiden. Der Prozess der Bildung der Partei mit fast sechs Millionen Bewerbern um die Mitgliedschaft wird am 28. Juli mit Mitgliederversammlungen in Caracas und den Bundesstaaten Miranda, Vargas, Aragua, Carabobo, Amazonas, Delta, Bolívar, Portuguesa Guarico, Barinas Apure und Cojedes fortgesetzt.

Übersetzung: Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Quelle: http://www.tribuna-popular.org

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