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KP
Venezuelas erklärt:
DIALOG
DER ELITEN IST ABZULEHNEN!
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Maracay,
28. Februar 2009, Tribuna Popular / Gianni Amador / El
Periodiquito, TP. – Die Kommunistische Partei Venezuelas stimmt
dem Aufruf zum Dialog zwischen Regierung und Opposition nicht zu,
welcher von diesen beiden politischen Seiten erfolgt ist.
Für
die Kommunisten muss der Dialog ausschließlich mit dem Volk und den
produktiv Handelnden geführt werden, wie es bisher gelaufen ist. Der
Generalsekretär der KP Venezuelas, der Abgeordnete Oscar Figuera,
meinte dazu, dass es seit dem Antritt der Chávez-Regierung „einen ständigen
Dialog gibt.“ Als Beweis
dafür nennt er die Beteiligung des Volkes. „Der Dialog findet mit dem
Volk statt. Mit den produktiv Handelnden und mit der Gesellschaft
insgesamt. Mit ihnen ist die venezolanische Staatsmacht und sind die Kräfte
des revolutionären Prozesses zum Dialog verpflichtet“, so Genosse
Figuera. Nach seiner Auffassung „ist man derzeit dabei, ein Schema
einzubringen, um einen Dialograhmen elitärer Art zu schaffen. Welcher
wiederaufbauen soll, was in der Vergangenheit der Pakt der Eliten
war.“ In diesem Sinne, so erläuterte er, „ist die KP Venezuelas
gegen diesen Gedanken.“
Er
verwies energisch darauf, dass die KP Venezuelas diesem Dialogaufruf
nicht traut. Die Kommunisten werden jede Absicht ablehnen, „den Rahmen
für die Artikulierung und den Konsens zwischen den Eliten
wiederaufzubauen.“ Andererseits bezog sich Genosse Figuera auf die Möglichkeit,
die Wahlen zu den Räten und Komitees der Wohnsiedlungen mit den Wahlen
der Mitglieder der Nationalversammlung zusammenzuführen. Sie sollen
beide in diesem Kalenderjahr 2009 stattfinden, d.h. die Wahl der
Mitglieder der Nationalversammlung soll nicht erst im Jahr 2010
stattfinden. Er machte deutlich, dass die KP Venezuelas diesbezüglich
noch keine ausdiskutierte Position hat, sondern dies eine Meinung im
Rahmen der laufenden innerparteilichen Debatte sei. Das Thema würde
aber am Wochenende im ZK der KP Venezuelas diskutiert werden. Auf der
ZK-Tagung würden die Kommunisten auch die Lage im Lande und in der Welt
analysieren, auch die Entwicklung der Weltwirtschaftskrise, die
Perspektive der Einheit und des Kampfes angesichts dieser
Herausforderungen und Vorschläge zur Gesetzgebung auf den Gebieten der
Zivilrechts und des Arbeitsrechts.
Genosse
Figuera endete damit, dass das Thema der Bündnispolitik für die
kommenden Wahlen noch nicht ausdiskutiert worden ist, aber dazu Vorschläge
eingebracht worden sind. Es muss ein Raum für die Einheit erhalten
werden, welcher im Beibehalten des Kommandos Simón Bolívar oder einer
breiten antiimperialistischen und sozialistischen Front bestehen kann.
Quelle:
Tribuna Popular |