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Pressemitteilung
der NDFP-Verhandlungsdelegation
vom 3. Dezember 2007
„Ich
bin die einzige Entführte, die von den DOJ-52-Entführten zum Vorschein
gekommen ist“
von:
ELIZABETH PRINCIPE (Beraterin der NDFP-Verhandlungsdelegation)
Quelle:
Mail an die Redaktion von K-Online/5. Dezmeber 2007
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Um
weiteren Widernissen zu entgehen und von der Aufmerksamkeit für den Ruf
des Volkes nach ihrem Rücktritt abzulenken, war das Arroyo-Regime
gezwungen, mich wieder zum Vorschein kommen zu lassen.
Ich
wurde vom Militär am vergangenen 28. November 2007 beim Passieren einer
Kontrolle am Fern Laboratorium in Quezon City und nicht in einem
Einkaufszentrum (wie verleumderisch von den philippinischen Militärs
AFP behauptet) entführt. Mein Wiederauftauchen war wie der
Bombenanschlag auf das Glorietta-Einkaufzentrum beabsichtigt, um die
Aufmerksamkeit von der Forderung des Volkes nach Arroyos Rücktritt
abzulenken.
Ich
wurde mit Gewaltanwendung von 5-6 Militärangehörigen entführt. Mir
wurden die Augen verbunden, die Hände gefesselt, und für 72 Stunden
wurden meine Ohren mit Lärm beschallt. Ich wurde isoliert gehalten und
von der Geheimdienstgruppe im Hauptquartier der philippinischen Armee in
Fort Bonifacio seit dem 28. November 2007 verhört. Mein Recht auf
anwaltlichen Beistand wurde mir verwehrt.
Ich
war mir nicht einmal der Bestrebungen der Trillanes-Lim-Gruppe* bewusst.
Aber ich wurde lächerlich hineingezogen in Ereignisse, die im Peninsula
Hotel in Manila geschahen.
Unter
den 52 Personen, die aufgelistet sind und des Aufstandes seitens des
Justizministeriums (DOJ) unter Operationsplan Bantay Laya beschuldigt
werden, bin ich die einzige Person, die vom Militär zum Vorschein
gebracht wurde. Alle anderen Personen einschl. meines Ehemannes Leo
Velasco sind weiterhin vermisst. Obwohl das Militär gegen mein
Auftauchen war, entschieden sie letztlich, das sterbende Regime von
Gloria Arroyo zu retten zu versuchen.
Es
ist eine Lüge, dass meine Festnahme die grosse Protestdemonstration
gegen die Regierung vom vergangenen 30. November 2007 gestoppt hätte.
Die revolutionären Aktionen gegen die Regierung gehen seitens der
bewussten und organisierten Massen jeden Tag in verschiedenen Formen
landesweit weiter.
Vor
dem philippinischen Volk kritisiere ich mich selbst für den laxen
Umgang hinsichtlich meines eigenen Schutzes vor allem in der Zeit der
Militärbestrebungen für ein Absetzen des Arroyo-Regimes.
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
Mail an die Redaktion von K-Online
*Anmerkung:
Eine Gruppe von Offizieren um Trillanes und Lim bereitete laut
Verlautbarungen des Arroyo-Regimes einen Putsch gegen das im Volke sehr
verhasste US-hörige Arroyo-Regime vor, welcher von der NDFP, der
Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) und NPA ausdrücklich begrüßt
wurde.
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