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Erzreaktionär
und Erzbischof Kardinal
Urosa |
Venezuela:
Kardinal
und Kapital gegen Kommunismus und Revolution
KARDINAL
UROSA FÜHRT ABENDS ANTIKOMMUNISTISCHE POLITISCHE KAMPAGNE DURCH
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel |
Venezuela:
Kardinal
und Kapital gegen Kommunismus und Revolution
KARDINAL
UROSA FÜHRT ABENDS ANTIKOMMUNISTISCHE POLITISCHE KAMPAGNE DURCH
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas, 9. Juli
2010, Tribuna Popular TP.-
Kardinal Urosa Savino, Erzbischof von Caracas, reihte sich
in die Anhängerschaft des Stammtisches der venezolanischen äußersten
Reaktion (Tisch der Ultrarechten / MUD) ein und erklärte heute, dass Präsident
Chávez vorhat, eine „kommunistische Diktatur“ zu errichten.
Kardinal Urosa versucht auf diese Weise an eine Propagandakampagne aus
der Zeit des kalten Krieges anzuknüpfen, um das venezolanische Volk zu
betrügen und den Sieg der revolutionären Kräfte in den bevorstehenden
Wahlen zu verhindern.
In
Erklärungen der in Rom weltweit ausgestrahlten Vatikan-Stimme „Unión
Radio“ äußerte der oberste Geistliche des katholischen
Kirchenbezirkes Caracas, dass er mit seinen Anklagen dazu beitragen möchte,
„an die Öffentlichkeit zu bringen, dass der Weg, auf welchen er (Chávez)
uns über eine Reihe verfassungsrechtlicher Gesetze führen will, ein
Weg ist, der in die marxistische Diktatur, in die kommunistische
Diktatur führt, was ein Ruin für das Land ist“.
Die
Erklärungen des Prälaten sind in ihrem Wesen politisch und keinesfalls
religiös. So spielt er die Anliegen der Opposition hoch, indem er erklärt,
dass mit der kürzlichen Annahme einer Reihe von Gesetzen Chávez das
Ergebnis des Referendums für die Verfassungsänderung von 2007
missachtet, wo mit einem minimalen Vorsprung von unter 1% jene
Verfassungsreform abgelehnt wurde.
„Offenbar
missachtet derzeit die Regierung das Ergebnis des Referendums vom 2.
Dezember 2007, in welchem 'Nein' gesagt wurde zu jener Reform (der
Verfassung), die vorhatte, das sozialistische System in der nationalen
Verfassung zu verankern, und (jetzt) macht er das über diese
Gesetze“, so Urosa.
Die
Kommunistische Partei Venezuelas (PCV) kam diese Woche der
antikommunistischen Medienkampagne der Opposition entgegen und erklärte:
„Wir haben mit großer Erwartung die Medienkampagne wahrgenommen,
welche die Konterrevolution, die Opposition, um das Gesetz zur
Organisierung der Kommunen unter Nutzung der alten Hirngespinste des
Antikommunismus betreibt, von wegen dass mit diesem Gesetz der
Kommunismus derzeit herbeigeführt wird“.
In
diesem Sinn formulierte Genosse Douglas Gómez als Führungsfunktionär
der KP Venezuelas: „Als Partei, die wir historisch die Fahnen des
Aufbaus der neuen Gesellschaft der Zukunft hochgehalten haben, welche
der Kommunismus sein wird, sind wir uns dessen bewusst, dass derzeit in
Venezuela der Aufbau des Kommunismus nicht auf der Tagesordnung steht.
Weil dies einen Prozess der Reife der materiellen Bedingungen
voraussetzt, welche den Übergang zu dieser neuen Gesellschaft ermöglichen“.
„In
Venezuela steht ein revolutionärer Prozess an, welcher in seiner
Richtung darauf abzielt, an erste Stelle die enormen Ungleichheiten und
Ungerechtigkeiten zu lösen, welche ererbt sind aus dem Kapitalismus der
4. Republik. Und so die Bedingungen für die Schaffung einer Übergangsgesellschaft
zu fördern, die der Sozialismus ist“.
Aus
diesem Grund unterstrich Genosse Gómez: „Das Ziel der Opposition
besteht darin, die kommunistischen Vorurteile im venezolanischen Volk zu
beleben oder hoch zupeitschen, damit sich die Menschen im Moment der
Wahlen enthalten und nicht für den revolutionären Prozesses
stimmen“.
Chávez
hat seinerseits auch die Möglichkeit verneint und die Erklärungen von
Urosa Savina über die Absicht der Regierung zurückgewiesen, ein
kommunistisches Modell zu errichten, wie es in der einstigen Sowjetunion
existierte, weshalb er den Kardinal als „Barbaren“ und „unwürdig“
seines Amtes abqualifizierte.
Chávez
erklärte, dass der Prälat mit dieser Art von Äußerungen „lügt“.
Weshalb er den Kardinal warnte, dass er „der Staatsmacht“ antworten
muss. Chávez verkündete, dass er von jetzt an den höchsten Vertreter
der katholischen Kirche in Venezuela ignorieren würde.
Urosa
Savino schloss aus, sich mit Chávez zu treffen, um die Standpunkte
anzunähern. Zugleich hob er angesichts der Kritiken von Chávez hervor:
„Die venezolanische Bischofskonferenz ist sich vollauf einig.“
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org/ |