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KKE
protestiert schärfstens in aller Form
ANTIKOMMUNISMUS
KOMMT IN EUROPA NICHT DURCH
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
17. Dezember 2010, KKE-Website (Kommunisten-online vom 20. Dezember
2010) – Die KKE reagierte unverzüglich
auf die antikommunistische Initiative der Außenminister von 6
EU-Mitgliedsländern (Lettland, Litauen, Bulgarien, Tschechische
Republik, Ungarn, Rumänien), welche sich an die Europäische Kommission
richtet und dazu aufruft, eine gemeinsame „europäische Position“
bezüglich sogenannter „Verbrechen des Kommunismus“ zu bilden. In
Richtung der unakzeptablen Gleichsetzung von Nazi-Faschismus mit
Sozialismus schlägt sie vor, dass das „öffentliche Verharmlosen,
Leugnen und Abstreiten von totalitären Verbrechen“ zum Gegenstand
strafrechtlicher Verfolgung werden soll.
In
ihrer Verlautbarung prangert die Internationale Abteilung des ZK der KKE
die Verstärkung des antikommunistischen Angriffs an. In der
Verlautbarung steht im Detail: „Die Kommunistische Partei
Griechenlands verurteilt auf das schärfste die Initiative der Außenminister
von Bulgarien, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien und der
Tschechischen Republik mit deren Forderung, dass die Europäische Union
die strafrechtliche Verfolgung all jener in der EU einleitet, die die
sogenannten „Verbrechen“ des Kommunismus nicht anerkennen.
Dieses
Vorgehen ist Teil der Kampagne zur Verfälschung der Geschichte des
sozialistischen Aufbaus sowie der Verfälschung der Geschichte des 2.
Weltkriegs durch die nichtakzeptable Gleichsetzung von Kommunismus mit
Faschismus. Es richtet sich gegen die kommunistischen Parteien, die sich
unter den Bedingungen der weltweiten kapitalistischen Krise an der
Spitze der Kämpfe der Arbeiterklasse befinden, damit den Arbeitern
nicht die Lasen der Systemkrise aufgebürdet werden sowie der Weg zur Überwindung
des Ausbeutersystems geöffnet wird.
Mit
diesem juristischen Vorgehen beabsichtigen sie, die antikommunistischen
Verbotsgesetze zu verallgemeinern, die bereits in gewissen EU-Mitgliedsländern
in Kraft getreten sind. Derlei juristisches Vorgehen offenbart u.a. die
Verlogenheit und widerwärtige Heuchelei der bürgerlichen Demokratie.
Das Verbot der Tätigkeit der kommunistischen Parteien und der
kommunistischen Symbole in EU-Ländern sowie die Bemühungen, dies
schrittweise innerhalb der EU allgemein durchzusetzen, beweist, dass die
bürgerlichen Klassen und ihre Regierungen einen neuen Gegenangriff der
revolutionären Arbeiter- und Volksbewegung fürchten, denn sie kennen
bestens das Ausmaß und das unüberbrückbare Wesen der Widersprüche
und die Ausweglosigkeit des Kapitalismus, und dass die Zukunft einer
Gesellschaft ohne die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen gehört,
dem Sozialismus-Kommunismus.
Die
KKE fordert:
-
dass jegliches Verbot der Arbeit der kommunistischen Parteien und
kommunistischen Jugendorganisationen in Osteuropa und den baltischen
Staaten eingestellt wird;
-
dass das Fördern des Verbots kommunistischer Symbole sofort gestoppt
wird, genau wie jedes antikommunistische Gesetz und jegliche
strafrechtliche Verfolgung gegen Kommunisten;
.
dass all Gesetze aufgehoben werden, die jene verfolgen, welche die
nichtakzeptable Gleichsetzung von Kommunismus mit Faschismus und die
Verfälschung der Geschichte des 2. Weltkriegs nicht akzeptieren.
Der
Antikommunismus wird scheitern. Die gesellschaftliche Entwicklung lässt
sich nicht aufhalten. Und ihre Triebkraft ist der Klassenkampf. Wir
werden den Kampf für die Überwindung des Kapitalismus verstärken.
Die
Internationale Abteilung des ZK der KKE“
Am
17.12. schickte die KKE Delegationen zum Protest in die Botschaften der
6 EU-Mitgliedsstaaten (Lettland, Litauen, Bulgarien, Tschechische
Republik, Ungarn, Rumänien). Sie prangern die Verstärkung des
antikommunistischen Angriffs an und übergeben ein Protestschreiben an
die Regierungen der 6 Länder.
Elissaios
Vagenas, Mitglied des ZK der KKE und zuständig für dessen
internationale Abteilung und Kostas Papadakis, Mitglied des ZK der KKE
und Mitglied von dessen internationaler Abteilung, besuchten die
Botschaften von Litauen und Lettland.
Giorgios
Toussas, Mitglied des ZK der KKE und Mitglied des Europäischen
Parlaments als Leiter der KKE-Delegation, besuchte die Botschaften von
Bulgarien und der Tschechischen Republik.
Babis
Angourakis, Mitglied des ZK der KKE und Mitglied des Europäischen
Parlaments als Leiter der KKE-Delegation besuchte die Botschaften von
Rumänien und Ungarn.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/2010news/2010-12-17-anticommunists
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