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Venezuela
tanzt nicht nach der Pfeife von Standard Oil
Venezuela
stoppt Öl-Lieferungen an ExxonMobil
Quelle:
Kommunistische
Initiative (Österreich) vom 13.02.2008
Der
staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA hat angekündigt, seine
Handelsbeziehungen mit dem Öl-Multi ExxonMobil bis auf weiteres
einzustellen. Damit werde PDVSA den US-Konzern auch nicht mehr mit Öl
und Ölprodukten beliefern, kündigte das Unternehmen in Caracas an.
Damit reagiert PDVSA auf die „juristisch-wirtschaftliche Belästigung“
durch Exxon, das vor europäischen Gerichten ein Einfrieren von
PDVSA-Vermögenswerten in Milliardenhöhe erstritten hatte.
Zugleich wies PDVSA darauf hin, dass das Einfrieren der Vermögenswerte
in einer Höhe von 12 Milliarden US-Dollar weder der Stärke des
venezolanischen Staatsunternehmens entspreche, das über Aktiva in einer
Gesamthöhe von 109 Milliarden US-Dollar verfüge, noch in einem
angemessenen Verhältnis zu den strittigen Vermögenswerten von
ExxonMobil in Venezuela stehe. Deshalb seien die juristischen Aktionen
von ExxonMobil gegen Venezuela „unnötig, feindselig und eine Einschüchterung“.
Der
US-Konzern wehrt sich gegen die Verstaatlichung der Erdölunternehmen im
Orinoco-Gürtel, die am 1. Mai vergangenen Jahres in Kraft getreten war.
Während die meisten anderen Öl-Konzerne die Überführung ihrer
Tochterunternehmen in Joint Ventures mit dem venezolanischen Staat
zustimmten, verweigerte ExxonMobil die Kooperation. Die von Venezuela
zugesagte Entschädigung ist dem Konzern nicht hoch genug. PDVSA kündigte
an, die laufenden Verträge über gemeinsame Investitionen beider
Konzerne im Ausland zu erfüllen, behält sich aber vor, Verträge
aufzukündigen, bei denen dieser Schritt möglich is |