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GEMEINSAMER KAMPF VON GRIECHEN UND IMMIGRANTEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Athen, 5. Juli 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am 7. Juli 2011) –  Das zweitägige politische und kulturelle Festival der griechischen und Immigranten-Arbeiter, welches von der Partei-Organisation Attika der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) im Fix-Park in Patissia organisiert worden ist, wurde erfolgreich durchgeführt. Tausende Menschen, Einheimische wie Ausländer, besuchten das Parkfest und brachten in der Praxis die Parole des Festivals „Gemeinsam ist der Gegner - Gemeinsam ist der Kampf - die Solidarität ist unsere Waffe“ zum Ausdruck.

Der Höhepunkt des Festivals war die politische Kundgebung am Samstagabend, wo Genosse Nikos Sofianos, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KKE und einer der Ratsherren der Stadt Athen, eine Ansprache hielt und dabei folgende Dinge hervorhob:

„Die Massenbeteiligung, der Erfolg des Festivals für die griechischen und die Immigranten-Arbeiter in diesem Jahr demonstriert, dass der Weg der Klassensolidarität und der Einheit derzeit gestärkt wird, dass der politische Standpunkt derzeit angesichts gemeinsamer Probleme und des gemeinsamen Klassengegners gestärkt wird. Es muß eine gemeinsame Reaktion geben. Die herrschende politische Linie, das System, gettoisierten den Immigranten, benutzen ihn, um den Preis der Ware Arbeitskraft weiter zu verbilligen und das Volk von seinen wirklichen Problemen abzulenken. Sie provozieren durch imperialistische Kriege Flüchtlingswellen. Und danach beschuldigen sie diese verfolgten Menschen für die Folgen ihres Zuwachses in den Ländern, welche sie aufgenommen haben.

Wir richten einen gemeinsamen Aufruf an die griechischen und die Immigranten-Arbeiter. Wir leben zusammen in den Wohngebieten der Hauptstadt. Unsere Kinder spielen gemeinsam, sie besuchen die Schulen gemeinsam. Wir sehen uns gemeinsam dem brutalen Angriff von Regierung und EU ausgesetzt, welche die Lasten der Krise der Mehrheit des Volkes aufzwingt. Massenarbeitslosigkeit, die harten Lohnkürzungen und der Angriff auf die Reste der Sozialpolitik machen keinerlei Unterschied zwischen den griechischen und den Immigranten-Arbeitern.

Jetzt müssen wir noch entschlossener und unbeirrter die Klasseneinheit in den Arbeitsstellen und in den Wohngebieten und die Organisierung in den Gewerkschaften und Verbänden schmieden.

Es gibt keine Zeit mehr für Verzögerungen, Illusionen und Hemmungen. Jetzt muß die Stärke des Volkes deutlich werden. Die Stärke, die das Volk erreicht, wenn es mit der KKE marschiert, mit der politischen Linie der KKE für die Überwindung des Systems marschiert, mit ihrer Linie des Brechens marschiert. Jetzt muß die klassenkämpferische Bewegung PAME noch weiter gestärkt werden. Jetzt brauchen wir noch mehr starke Bewegung der Arbeiterklasse mit der richtunggebenden Vorhutrolle der PAME, welche für die Rettung der Familien des Volkes kämpfen wird.“

Auf dem Festival wurden verschiedene Diskussionsrunden veranstaltet. Dabei ging es z.B. um die Einwanderungspolitik der Kapitalisten im Krisenzeitraum, die Probleme griechischer und Immigranten-Arbeiter in Athen, die Haltung der KKE bezüglich der Situation in den Kindergärten und die Probleme der griechischen und der Immigranten-Kinder.

Es gab auch ein musikalisches Programm auf dem Festival, einen Spielteil für die Kinder sowie Informationsstände von Immigranten und eine Buchmesse. Die Kampffront Aller Arbeiter (PAME), klassenkämpferische Gewerkschaften (wie die der Bauarbeiter, Zimmermeister, Textilarbeiter, Reinigungskräfte), MAS, OGE, EEDYE, EEDDA, die „Demokratische Kundgebung für des Volkes Freiheiten und Solidarität“ usw. hatten ihre eigenen Informationsstände.

Quelle:

http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-07-05/  

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Pressemitteilung der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) vom 11. Juli 2011

BEDEUTENDE ANTWORT AUF DIE INITIATIVE DER KKE FÜR DIE ANERKENNUNG DES UNABHÄNGIGEN SOUVERÄNEN STAATES PALÄSTINA

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

auf Kommunisten-online am 17. Juli 2011 – Die aus Palästina und Israel am Freitag, dem 8.Juli, zurückgekehrte Delegation der KKE hatte im Rahmen der Initiative der Partei für die Anerkennung des unabhängigen souveränen Staates Palästina eine Besuchreise in beide Länder gemacht. Die Genossen G. Marinos, Mitglied des Politbüros des ZK der KKE und Mitglied des griechischen Parlaments, G. Toussas, Mitglied des ZK der KKE, Mitglied des Europäischen Parlaments und zuständig für die Abteilung Europäische Politik der KKE, E. Vagenas, Mitglied des ZK der KKE und zuständig für die Abteilung Internationale Beziehungen des ZK der KKE sowie O. Maita, Mitarbeiter der Abteilung für Internationale Beziehungen des ZK der KKE nahmen an dieser Delegation teil.

Es wird darauf hingewiesen, daß die KKE entschlossen an der Seite des palästinensischen Volkes steht und vielfältige Aktivitäten organisiert, um die Solidarität der griechischen Arbeiter mit dem gerechten Kampf des palästinensischen Volkes zum Ausdruck zu bringen. Darüber hinaus verurteilt die KKE die griechische PASOK-Regierung für die Entwicklung der militärischen Zusammenarbeit mit Israel. Die KKE prangert die kürzlicih erfolgte Entscheidung der griechischen Regierung an, die humanitäre Hilfsmission für das hart bedrängte Volk von Palästina zu verhindern.

Die Delegation der KKE realisierte in Palästina eine Reihe von Begegnungen mit Vertretern der Palästina-Behörde, den Vertretern aller politischen Kräfte des palästinensischen Volkes sowie denen der israelischen politischen Kräfte. Dabei stellte die Delegation der KKE die Initiative der KKE vor und erläuterte sie als eine besonders entscheidende Phase in der Entwicklung des Kampfes für die Bildung und Anerkennung des Staates Palästina wenige Wochen vor der maßgeblichen Generalversammlung der UNO.

Im einzelnen traf sie sich in Ramallah mit dem Außenminister der Palästina-Behörde, Riyad Al-Maliki, sowie mit

- der Delegation der Palästinensischen Volkspartei, geführt vom Generalsekretär dieser Partei, Bassam Al-salhi;

- der Delegation der Volksfront für die Befreiung Palästinas, geführt von Abderahim Malouh, Mitglied ihres Politbüros;

- der Delegation der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas, geführt von Ramzi Rabah, Mitglied ihres Politbüros;

- der Delegation der Fatah, geführt von Azam Al Ahmad, welcher der Parlamentsgruppe der Fatah vorsteht;

- der Delegation der Hamas, geführt von den Hamas-Parlamentsmitgliedern Jaber Fokaha und Mahmoud Musleh;

- dem Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsfront (PLO) und Zuständigen für Dienstleistungen der Palästina-Behörde für die Palästinenser in der Diaspora, Taysir Khaled;

- der Delegation der KP Palästinas, geführt von ihrem Generalsekretär Genossen Mahmoud Saade.

Während ihres Aufenthalts in Ramallah gab der KKE-Delegationsleiter Genosse G. Marinos eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem Generalsekretär der Palästinensischen Volkspartei, Bassam As-salhi.

Darüber hinaus traf sich die KKE-Delegation in Jerusalem (in der Knesset) mit einer Delegation der KP Israels und der Hadash (Demokratische Front für Frieden und Gleichheit), die aus Hana Sweid, der Vorsitzenden der Parlamentsgruppe von Hadash, Dov Khenin, Parlamentsmitglied von Hadash, Afu Agbaria, Mitglied des Politbüros des ZK der KP Israels und Parlamentsmitglied und Aida Touma, Mitglied des Politbüros der KP Israels und zuständig für die internationalen Beziehungen der KP Israel, bestand.

Die Initiative der KKE, welche vom Politbüros des ZK der KKE beschlossen worden ist, umfaßt in kurzer Darstellung:

Eine dauerhafte entschlossene Frontstellung gegen den Imperialismus und in diesem Rahmen den Kampf für den Rückzug der israelischen Besatzungskräfte zugunsten eines unabhängigen, souveränen und lebensfähigen Staates Palästina in den Grenzen von 1967 vor dem von Israel entfesselten „6-Tage-Krieg“ und mit Ost-Jerusalem als seiner Hauptstadt.

- Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge gemäß UNO-Beschlüssen;

- Entfernung der Siedler;

- Abbau der Mauer;

- Freilassung der politischen Gefangenen.

Die Delegation der KKE legte den Vorschlag der KKE auf der Pressekonferenz und in allen zuvor erwähnten Begegnungen vor. Dieser Vorschlag wurde warmherzig begrüßt und traf auf eine bedeutende und positive Antwort.

Die KKE sieht die Schaffung des Staates Palästina im Gegensatz zu den Plänen der USA und der EU, die im Wesen eine solche Schaffung mit beschränkter Souveränität im Sinn haben. Darüber hinaus verurteilt die KKE den Standpunkt gleicher Distanzwahrung zum Täter und zum Opfer, welchen die EU verfolgt, sowie auch den ähnlichen Standpunkt der Sozialdemokratie und der opportunistischen Kräfte in Europa wie der sogenannten „Europäischen Linkspartei“ (ELP).

Schließlich sollte beachtet werden, daß im Rahmen der Initiative der KKE die Generalsekretärin der KKE, Genossin Aleka Papariga, einen Brief an den Premierminister von Griechenland, G. Papandreou, sandte, welcher von ihm forderte, daß Griechenland den Antrag auf die Anerkennung von Palästina als Mitgliedsstaat der UNO unterstützt.

11/7/2011

Quelle: http://inter.kke.gr/

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