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TAG
2:
GRIECHENLAND
STREIKT!
EIN
GROSSER ERFOLG DER ARBEIT VON PAME
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
29. Juni 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am
2. Juli 2011) – Ein
landesweiter Massenkampf begann gestern mit dem 48-Stunden-Streik und
geht heute den zweiten Tag des Streiks weiter. Dabei spielen die
klassenkämpferischen Kräfte die führende Rolle.
Die
Banner der Kampffront Aller Arbeiter (PAME) werden an den
Arbeitsstellen, vor den Firmen und Baustellen, in den Häfen und an den
öffentlichen Verwaltungsgebäuden geschwenkt. Tausende Arbeiter folgten
dem Kampfaufruf von PAME. Der Streik wird mit Erfolg geführt! Selbständige,
Kleinbauern, Rentner, Migranten und Studenten waren ebenfalls dabei.
Harte
Kämpfe fanden an den Toren der Fabriken und auf den Schiffsrampen
statt, um die Streikposten wirksam werden zu lassen und das Kapital die
Kraft der Arbeiterklasse dort spüren zu lassen, wo es ihm am meisten
wehtut. Dies geschah gestern, als sich Hunderttausende am Streik
beteiligten. Auf den vielen Dutzenden Demonstrationen in ganz
Griechenland sprachen sich viele Tausende Demonstrationsteilnehmer
einhellig auf den Straßen und Plätzen gegen die Maßnahmen aus.
Die
arbeitenden Volksmassen lehnen die neuen gegen das Volk gerichteten Maßnahmen
ab. Sie lehnen es ab, Sklaven der Herrschenden zu werden. Wir halten
fest, dass die neuen gegen das Volk gerichteten Maßnahmen
-
die Löhne und die Renten absenken;
-
das Rentenalter weiter heraufsetzen;
-
die indirekten Steuern von 13% auf 23% erhöhen;
-
die soziale Sicherheit drastisch kürzen;
-
die Liste gefährlicher Beschäftigungsverhältnisse erweitern;
-
die tägliche unbezahlte Arbeitszeit ausweiten;
-
besonders niedrige Löhne für junge Leute festsetzen;
-
die kollektiven Arbeitsverträge abschaffen;
-
die Zeitarbeitsverträge mit Entlassungen ohne Abfindungen etablieren;
-
die „Sozial“-Leistungen herabsetzen;
usw.
Darüber
hinaus privatisieren sie Betriebe, Land,
Wasserversorgungsdienstleistungen, Seehäfen, Flughäfen usw., welche
Staatseigentum waren, um Geld in die Staatskasse zu bringen und die
Schulden zu zahlen, die sie da für sich selbst in Anspruch nehmen.
Dessen ungeachtet ist der Grund der, dass sie weitere Bereiche der
Wirtschaft den Kapitalisten aushändigen wollen, damit die Kapitalisten
ihr überakkumuliertes Kapital investieren können.
Die
Arbeiter und die Schichten des arbeitenden Volkes wiesen die Einschüchterungen
zurück und beteiligten sich an den Streikdemonstrationen von gestern
Morgen und gestern Nachmittag in einer Zahl von Dutzenden
Veranstaltungen. Heute setzen sie ihren Massenkampf fort, welcher ein
bedeutendes Vermächtnis für neue Massenkämpfe und für die Verstärkung
des Massenkampfes sein wird. Die Überwältigende Mehrheit der
Protestierenden, die an den Streikdemonstrationen in 65 Städten
Griechenlands teilnahmen, taten dies mit den Fahnen von PAME und nicht
als sogenannte „empörte Bürger“ oder mit den Führungen der gelben
Gewerkschaften GSEE-ADEDY.
Das
Exekutivsekretariat von PAME grüßte die hunderttausend Streikenden,
die entschlossen für den Streik kämpften. Am Nachmittag des ersten
Tages des Streiks organisierte PAME eine Massendemonstration in der
Innenstadt von Athen, die sich bis zum Parlamentssitz erstreckte. Die
starken Streikpostenreihen der Massendemonstration beugten kleinen
Gruppen von Provokateuren vor, die Provokationen mit dem Ziel vornehmen
wollten, die Demonstration aufzulösen.
Obwohl
hunderttausende Streikende heftig für den Streik kämpften, welcher
erfolgreich in ganz Griechenland stattfand, obwohl Straßen und Plätze
von den Demonstrationen gefüllt waren, zeigten die internationalen
Fernsehanstalten lediglich die Aktivität der Provokateure, so als ob
dies die Hauptsache in Griechenland gewesen wäre. Und sie verwendeten
nur ein paar Sekunden für den Generalstreik. Dies ist ihre angeblich
objektive Information!
Wir
hatten es mit einem massiven Medieneinsatz zur verzerrten Darstellung
der Wirklichkeit in Griechenland zu tun. Dies zielte darauf ab, den
Massenwiderstand zu verbergen, den Massenkampf und die Forderungen von
Hunderttausenden aus den Reihen des arbeitenden Volkes zu verschweigen.
Das
Pressebüro des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)
vermerkte in seiner Verlautbarung: „Ganz zufällig“ erscheinen die
verschiedenen Gruppen von vermummten Personen auf den
Streikdemonstrationen bei den Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei.
Diese Tatsache ist ein erneuter Beweis und lässt das Volk erkennen,
dass die Bewegung, vor welcher das System und die Unterdrückungsmechanismen
Angst haben, jene Bewegung in den Fabriken und den Firmen ist, die
Bewegung der Arbeiterklasse ist, welche dem Volk eine Perspektive gibt.
Die klassenkämpferische Arbeiterbewegung weiß, wie zu kämpfen ist.
Und sie schützt sich selbst vor den Provokateuren. Die Massenkämpfe
gehen unvermindert weiter.
Des
Weiteren prangerte das Exekutivsekretariat von PAME die inszenierten
Spiele von ein paar Dutzenden Provokateuren mit den Einsatzkräften der
Bereitschaftspolizei an, weil sie darauf ausgerichtet sind, die Massenkämpfe
der Arbeiter zu verunglimpfen, das arbeitende Volk und die Jugend
einzuschüchtern und sie von der Beteiligung an den
Streikdemonstrationen abzuhalten. PAME rief die Arbeiter dazu auf, den
Provokateuren zu trotzen und den provokatorischen Handlungen dieser
Mechanismen eine organisierte Antwort durch die massenhafte Beteiligung
an den Demonstrationen zu erteilen.
In
einem Interview gegenüber MEGA TV am 28. Juni 2011 hob Genossin Aleka
Papariga, die Generalsekretärin der KKE, hervor, dass die
Machenschaften der Provokateure „auch der Regierung nützen“. Sie fügte
hinzu: „Es gibt viele Klüngel innerhalb und außerhalb der Regierung
zu jeder Zeit, oder andere werden durch relative Mechanismen geschaffen,
welche diese Zwischenfälle benutzen oder sie sogar erzeugen.“ Beim
Gespräch über die Möglichkeit des Staatsbankrotts für den Fall, dass
das Parlament Griechenlands die gegen das Volk gerichteten Maßnahmen
der Regierung nicht beschließt, sagte Genossin Aleka Papariga:
„Der
Bankrott ist eine Tatsache. Vielleicht sind sie sich jetzt einig über
die Bedingungen oder die Verteilung der möglichen Verluste unter den Gläubigern.“
Genossin Aleka Papariga rief das Volk dazu auf, für den Austritt
Griechenlands aus der EU und für parallel zu erfolgende radikale Veränderungen
in der Gesellschaft und in der Wirtschaft Griechenlands zu kämpfen.
Tag
2 des Streiks
Am
zweiten Streiktag veranstaltete PAME gemeinsam mit PASEVE (Landesweiter
Antimonopolistischer Protest der Selbständigen und Kleinhändler), PASY
(Kampffront Aller Bauern), MAS (Kampffront der Studenten) und OGE
(Griechischer Frauenverband) massive Streikdemonstrationen in 65 Städten
Griechenlands.
In
Athen fand die Massenkundgebung auf dem Omonoia-Platz statt. Eine
Delegation des ZK der KKE mit der Generalsekretärin der Partei,
Genossin Aleka Papariga an der Spitze, nahm an dieser Kundgebung teil.
Anschließend erfolgte der Demonstrationszug auf den Straßen der
griechischen Hauptstadt, welcher auf dem Omnoia-Platz endete, wo die
protestierenden Menschen bis zur Abstimmung über das Paket der gegen
das Volk gerichteten Maßnahmen ausharrten, welches am Nachmittag von
der Parlamentsmehrheit von PASOK mit 155 Stimmen beschlossen wurde. Die
Parlamentsfraktion der KKE stimmte geschlossen gegen die Maßnahmen und
ging zur Demonstration von PAME, wo Genossin Aleka Papariga Grußworte
sprach und darin betonte, dass es notwendig ist, den Kampf für die Überwindung
der gegen das Volk gerichteten Entscheidungen der Regierung, des
Kapitals und der EU fortzusetzen.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-06-29-strike-day2/ |