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Generalstreik
in Belgien am 30. Januar 2012
„WIR
ZAHLEN NICHT FÜR DIE KRISENPROFITE DES KAPITALS“
von
Jens-Torsten Bohlke
Auf
Kommunisten-online am 31.
Januar 2012 –
Die drei großen belgischen Gewerkschaftsorganisationen,
welche 60% der belgischen Lohnarbeiter in ihren Reihen haben,
mobilisieren ihre Mitglieder und Militanten für den Generalstreik am
30. Januar und für die bei dieser Gelegenheit organisierten Aktionen.
Einige sind enthusiastisch und entschlossen. Andere, obwohl sie die
Ziele dieser Mobilisierung teilen, machen sich über die gewählte
Methode Gedanken. Hier einige Antworten auf der deutschsprachigen Seite
der CSC auf diese Frage, die berechtigterweise gestellt wird.
WIR
WOLLEN EINE SOLIDARISCHE UND GERECHTE GESELLSCHAFT
Zu
streiken ist eine ernste Entscheidung, die man nicht einfach mal so
trifft. Aber die gewerkschaftliche Aktion ist immer schwierig. Und während
unserer 125jährigen Geschichte mussten wir unsere sozialen Rechte immer
durch Kämpfe erobern und schützen. Das ist auch dieses Mal so.
Für
uns heute, für unsere Kinder und Enkelkinder morgen wollen wir eine
solidarische und gerechte Gesellschaft. Wir lehnen die zunehmende Armut
ab, die immer breiteren Gräben und Unterschiede. Wir wollen, dass jeder
leben kann, wachsen, arbeiten, altern kann, in Würde, mit einem
akzeptablen Einkommen, unter korrekten Lebens- und Arbeitsbedingungen.
DIE
MASSNAHMEN DER REGIERUNG SIND WEDER BERECHTIGT NOCH GERECHT
Die
Maßnahmen, die von der Föderalregierung ergriffen wurden, sind weder
berechtigt noch gerecht. Wir wissen, dass eine Sanierung notwendig ist.
Wir verlangen nur einfach, dass die breitesten Schultern die schwerste
Last tragen. Das ist nicht zu viel verlangt. Dennoch ist das nicht der
Fall. Wir sind nicht gehört worden! Die Arbeitsuchenden, die
Jugendlichen, die Älteren werden am schwersten durch die Sparmaßnahmen
getroffen.
Auf
unseren Websites www.lesconsequences.be und www.degevolgen.be kann jeder
die Wirkung dieser Maßnahmen für sich selber feststellen.
Am
2. Dezember wurde uns eine Konzertierung versprochen. Diese hat erst
verspätet begonnen und zurzeit besteht auch nichts Konkretes, das uns
veranlassen könnte, die Streikankündigung aufzuheben. Wir müssen also
noch einmal unsere Stimme erheben!
DIE
CSC HAT ALTERNATIVEN ZUR SPARPOLITIK
Es
ist möglich, gerecht zu SANIEREN, indem man die Schwächsten und die
Verletzbarsten schützt. Die CSC verlangt mehr und qualitativ bessere
Arbeitsplätze für viel mehr Personen: die Jugendlichen und die
Arbeitsuchenden müssen so schnell wie möglich eine richtige Arbeit
finden, die Karriere muss ausgeglichen sein, wenn es uns möglich sein
soll, länger zu arbeiten. Und das Alter darf nicht das alleinige
Kriterium sein, um das Ende der Karriere festzulegen, die Dauer und die
Schwere des Berufs müssen berücksichtigt werden.
Die
integrale Aufrechterhaltung des Index mit einer vernünftigen
Preisenergie, um die Kaufkraft zu bewahren. Der Index ist keine Lohnerhöhung,
sondern ein Mechanismus, der die Entwicklung der Löhne und der
Sozialzulagen auf die Preisentwicklung ausrichtet.
Eine
gerechte Besteuerung: jeder, auch die großen Vermögen und die großen
Unternehmen, müssen seinen gerechten Beitrag leisten. Die
Steuerhinterzieher und die Börsenspekulanten müssen bestraft werden.
All das muss qualitative öffentliche Dienste, die allen zugänglich
sind, aufrechterhalten und verstärken.
Ein
Europa im Dienste seiner Bürger, das eine nachhaltige Wiederbelebung
der Wirtschaft stimuliert, die auf die Beschäftigung ausgerichtet ist.
Die Europapolitik kann sich nicht engstirnig darauf beschränken,
Einsparungen zu machen. Europa darf kein Sklave der Kapitalmärkte und
Ratingsagenturen sein.
Auf
unserer Websitewww.nossolutions.be bzw. www.dealternatieven.be finden
Sie im Detail die Alternativen der CSC.
Wir
sind zu Recht entrüstet!
Wir
haben alternative Lösungen!
Es
liegt an uns, Tag für Tag die Gesellschaft aufzubauen, die wir wollen,
eine solidarische und gerechte Gesellschaft.
Wenn
Sie diese Überzeugung teilen, übermitteln Sie diesen Brief all Ihren
Freunden, Ihren Bekanntschaften und Kollegen… Gemeinsam ist man stärker.“
Soweit
die wortwörtliche Erklärung der größten jener drei Gewerkschaften,
die sich zur gemeinsamen Gewerkschaftsfront in Aktionseinheit bei diesem
Generalstreik zusammengeschlossen haben. Im Unterschied zu den
vorangegangenen Generalstreiks, bei denen der öffentliche Dienst
getrennt vom privatwirtschaftlichen Bereich in den Ausstand trat, werden
dieses Mal am 30. Januar auch die Autobahnen, der öffentliche Personen-
und Güterverkehr sowie die wichtigen Häfen von Antwerpen und Ostende
bestreikt werden. Es wird also nicht nur zur Kampfdemonstration in Brüssel
kommen, sondern in allen Städten des Landes werden gewerkschaftliche
Protestdemonstrationen stattfinden.
Die bürgerliche
Koalitionsregierung Di Rupo will gravierende Einschnitte im Sozialsystem
Belgiens vornehmen. Bei den Gewerkschaften heißt es daher: „Seit
ihrer Entstehung in 1944 ist die soziale Sicherheit Gegenstand von
Debatten zwischen der Linken und der Rechten. Bisher kam es in unserem
Land immer zu einem redlichen Kompromiss. Wie wird das morgen aussehen?
Hat die soziale Sicherheit ein Zukunft?“
7,6
Milliarden Euro Steuerermäßigung zugunsten der Konzerne verkündete
diese aus opportunistischen Sozialisten und konservativen und liberalen
Parteien gebildete Regierung, welche oftmals kaum 1% an Steuern zahlen.
Nur wenn die Gesamtmasse auch der kleinen und mittleren Unternehmen berücksichtigt
wird, zahlten die belgischen Unternehmen 11,8% im Jahr 2009. Nach den
geltenden Gesetzen müssten es 33,99% Steuern sein, die von den
Unternehmen zu zahlen wären. Aber mit Tricks wie dem Absetzen von
fiktiven Zinsen mogeln sich vor allem die Konzerne um die Steuerzahlung
herum.
Andererseits
soll Belgien 22 Milliarden Euro in den öffentlichen Haushalten
„einsparen“. Wie dazu die Position der Gewerkschaft CSC aussieht,
ergeben diese Zeilen:
„Was
geschah seit 2008?
Vor
der Krise
In
unserem Land war die Haushaltssituation schon vor der Finanzkrise von
2008 nicht sehr gesund. Die „Regenbogen-“ und „violetten“
Regierungen hatten vereinbart, das strukturelle Gleichgewicht zwischen
Einnahmen und Ausgaben zu organisieren und ausreichende Reserven für
die Veralterung zu bilden. Damals sprach die CSC von „Basteleien“
und verlangte vergeblich strukturelle Maßnahmen. Somit waren die Jahre
2007 und 2008 verloren.
Die
Krise im Jahr 2008
Dann
kam die Finanzkrise, hervorgerufen durch den Konkurs der amerikanischen
Geschäftsbank Lehman Brothers. Sie zwang den Staat dazu, Defizite zu
machen oder zusätzliche Anleihen aufzunehmen, um so die Banken zu
retten und die Auswirkungen der Krise über die Einnahmen (Beiträge und
Steuern) und Ausgaben (vor
allem die der Onem) zu bewältigen und die Kosten der
Wiederaufschwungspolitik zu tragen. Folge: Ende 2009 betrug das
Haushaltsdefizit 6 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP), das ist doppelt
so viel wie die EU erlaubt. Im gleichen Jahr erreichte die öffentliche
Schuld 96,2 % des BIP, das sind 1,5 Mal mehr als was die europäische
Norm vorgibt (Maximum 60% des BIP).
Haushalte
2010 und 2011
So
kann es nicht weiter gehen. Die Haushalte für 2010 und 2011 sahen daher
eine erste Anstrengung von 3,3 Milliarden an Ersparnissen vor, verteilt
in drei gleiche Teile: 1,1 Milliarden auf die Ausgaben, 1,1 Milliarden
an neuen Einkommen und 1,1 Milliarde an „diversen“ Elementen
(Beitrag der Kernkraftwerke, Abgaben des Banksektors und Betrugsbekämpfung).
Das erlaubte auf jeden Fall, die Aufblähung der Schulden mehr oder
weniger zu stoppen und die öffentliche Schuld konnte auf 4 % des BIP
gesenkt werden. Dazu muss man sagen, dass sich die Wirtschaft in Belgien
schneller als vorgesehen erholt hat.
Und
heute?
Seit
April 2010 ist die Regierung handlungsunfähig und der internationale
und wirtschaftliche Kontext hat sich radikal verändert. Zum Glück hat
unser Modell des Sozialschutzes die Auswirkungen der Krise auf die
Wirtschaft und die Beschäftigung unseres Landes abgeschwächt. Seit
Beginn der Krise ist unser jährliches durchschnittliches Wachstum sogar
höher als das in Deutschland. Laut den letzten Angaben seien die
Haushaltsziele für 2011 erreicht: Haushaltsdefizit von 3,6 % und
Reduzierung der Schulden von 96,6% auf 96,5%.
Es
muss saniert werden, aber wie?
Diese
gute Nachricht tritt aber in den Hintergrund durch die Krise der
Eurozone, die zu einer verstärkten Koordination der europäischen
Wirtschafts- und Haushaltspolitik führte. Es muss also weiterhin
saniert werden, um bis 2015 ein Haushaltsgleichgewicht zu erreichen.
Weshalb
sanieren?
Weil
Sanierungen uns gegen den Terror der Finanzmärkte schützen. Weil die
Kosten der Veralterung ansteigen und im Jahr 2060 5,6 % des BIP
ausmachen werden. Weil die Zinslast den Rest der öffentlichen
Verschuldung verdrängt; je schwächer die Zinslast, umso mehr Spielraum
ist vorhanden. Weil die soziale Sicherheit der Arbeitenden ein schweres
strukturelles Defizit aufweist: ungefähr 3,9 Milliarden im Jahr 2012;
dem nicht entgegenzusteuern, würde nur die Argumente jener unterstützen,
die schwere Einbrüche bei den Sozialleistungen befürworten.
Wie
intelligent sanieren?
Indem
man nicht zu schnell vorgeht, was der Kaufkraft der Haushalte und den
Kapazitäten der Unternehmen schaden würde, also letztlich dem Wachstum
und der Beschäftigung. Und indem man sozial saniert. Der
Zukunftskongress der CSC legte die großen Sanierungsprinzipien fest:
·
Vor allem müssen jene zur Kasse gebeten werden, die die Krise
verursacht haben und jene, die in den letzten Jahren am wenigsten
beigetragen haben: die Finanzwelt, Spekulanten, die Reichsten, die Betrüger....
·
Die Einnahmen müssen verstärkt werden statt blindlings bei den
Ausgaben zu streichen.
·
Bei allen Anstrengungen muss darauf geachtet werden, dass die
breitesten Schultern das schwerste Gewicht tragen.
·
Die Schwächsten müssen verschont bleiben, besonders die
schwachen (realen) Einkünfte und die Sozialleistungsempfänger.“
Wie
treffen die Kürzungsmaßnahmen die älteren Arbeitenden?
Vorruhestand
ab 62 anstelle 60 und nach 40 Jahren Berufstätigkeit anstelle 35
Jahren.
Für
öffentlich Bedienstete in Schritten von 5 hin zu 40 Jahren Berufstätigkeit.
Ausnahme:
ab 60 nach 42 Arbeitsjahren. Ab 61 nach 41 Arbeitsjahren.
Im
Detail: Das Mindesteintrittsalter beim Vorruhestand, jetzt 60 Jahre,
wird ab 2013 um 6 Monate jährlich hochgesetzt mit Ausnahmen für
diejenigen, die in besonders jungen Jahren zu arbeiten begonnen haben.
Bei
Entlassung müssen ältere Arbeitende bis zum Erreichen des 58.
Lebensjahres aktiv Bewerbungen wegen Arbeitssuche vornehmen, ansonsten
droht ihnen Leistungskürzung. Bisher war es so, daß „55-Plusser“
im Entlassungsfall Arbeitslosenleistung erhielten und sich nicht zu
bewerben brauchten, weil Ältere eh kaum eine Chance auf Arbeit haben.
Jetzt sollen Arbeitslose ab 60 nicht mehr aktiv in Arbeit vermittelt
werden. Auch werden die Arbeitslosenleistungen gekürzt, z.B. wird der
Zuschlag für 20 Arbeitsjahre vor Eintritt der Arbeitslosigkeit ersetzt
durch 25 Arbeitsjahre, die vor Eintritt der Arbeitslosigkeit geleistet
worden sein müssen. Dies alles bei Arbeitslosenleistungen, die den
Bezieher ohnehin zum Leben unterhalb der Armutsgrenze verurteilen.
Wie
treffen die Kürzungsmaßnahmen die jungen Arbeitslosen?
Schulabgänger
haben es nicht leicht, einen Arbeitsplatz zu finden, weshalb sie in
Belgien nach 9 Monaten Arbeitslosigkeit eine „Wartezeitleistung“
erhielten. Diese Leistung soll fortan erst nach 12 Monaten
Arbeitslosigkeit gezahlt werden und wird an drei positive Beurteilungen
durch das Arbeitsamt gekoppelt, bisher wurde sie automatisch gezahlt.
Nach drei Jahren Arbeitslosigkeit droht die Einstellung der Leistung bei
jungen Arbeitslosen unter 30 Jahren, Ausnahmen soll es nur noch für
Familienoberhäupter geben.
Das
Verhältnis zwischen Kommunisten und Gewerkschaften in Belgien
Kommunisten
sind in Belgien in den Gewerkschaften und in den Massenorganisationen
recht aktiv dabei. Die in der PVDA/PTB organisierten Kommunisten leisten
vielfältige Unterstützungen bei Streiks und Massenprotesten. Diese
klare Parteinahme der PVDA/PTB brachte der Partei in den letzten Monaten
einen deutlichen Durchbruch auch bei der größten Gewerkschaft, der
ACV-CSC. In den Schulungen für die aktiven Gewerkschafter (Militanten)
ging es u.a. auch darum vorzutragen, wie krass die Positionen der bürgerlichen
und opportunistischen Parteien denen der Gewerkschaft entgegenstehen.
Als einzige außerparlamentarische Partei kam dabei die PVDA/PTB mit in
den Vortrag, so daß vielen aktiven Gewerkschaftern klar wurde, daß die
PVDA/PTB wirklich und nicht nur vom Namen und Anstrich her die Belgische
Arbeiterpartei ist, d.h. die Interessen der Arbeiterklasse vollauf
vertritt.
Der
PVDA-Vorsitzende Peter Mertens verwies in einem Fernseh-Interview am 29.
Januar 2012 auf das Negativbeispiel des imperialistischen Deutschlands,
welchem Belgien nicht folgen solle. Menschen in Deutschland würden
massenhaft für Stundenlöhne von 6, 7 oder 8 Euro arbeiten, was einfach
menschenunwürdig ist. 11 Milliarden Euro, die die Regierung Belgiens
derzeit bei den arbeitenden Menschen holen will, solle sie bei denen
holen, die über große Vermögen verfügen, d.h. die Spekulanten, die
Millionäre, die Bankiers und die großen Unternehmer. In der
Fernsehdebatte hielten die bürgerlichen Meinungsmacher dem Vorsitzenden
der Gewerkschaft ABVV und Peter Mertens vor, daß laut Meinungsumfragen
60% der Flamen gegen den Streik wären. Peter Mertens konterte sofort,
daß laut einer Studie der Universität Leuven 7 von 10 Belgiern sich für
den Gebrauch des Streikrechts in diesen Tagen ausgesprochen haben. Er
verurteilte den Medienkrieg, wonach der Arbeitslose, der Arbeitende, der
Vorruheständler und der Rentner diejenigen sein sollen, die die Krise
verursacht hätten.
Peter
Mertens äußerte weiter, daß die Jugendlichen in ziemlicher Panik
derzeit leben, weil sie durch die Krisenfolgen kaum noch Arbeit finden.
Er dementierte entschieden, daß die Jugend kein Interesse mehr an
gewerkschaftlicher Organisierung hätte, wie von der Presse gerne
unterstellt worden wäre. Er führte dann noch den Namen des Konzerns
Exxon Mobile in Antwerpen an, welcher 4,1 Milliarden Euro Profit macht
und darauf nur 0,002% Steuern zahlt.
ABVV-Vorsitzender
Rudy Kennis musste sich in der Fernsehdiskussion gegen falsche
Beschuldigungen zur Wehr setzen, die Gewerkschaften würden Brüssel am
30. Januar „blockieren“. Er stellte klar, daß die Gewerkschaften
vorgeschlagen hatten, den EU-Gipfel vom 30. Januar zu verlegen, was
abgelehnt worden war. Und natürlich wird es am 30. Januar zu
Demonstrationen auch in Brüssel kommen, was zum Generalstreik gehört.
Peter Mertens wies darauf hin, daß ein Streik nicht aus Lust gemacht
wird, sondern für die beteiligten Menschen das letzte Mittel ist, zu
welchem sie greifen.
Eine
weitere Provokation seitens der Fernsehjournaille bestand abschließend
darin, dem ABVV-Vorsitzenden vorzuwerfen, die Gewerkschaft würde
arbeitswillige Menschen am 30. Januar davon abhalten, zur Arbeit zu
gehen. Der Gewerkschaftsvorsitzende stellte klar, daß genau dies Teil
des europäischen Rechts und Teil des Streikrechts ist. Immerhin würden
die Streikenden nicht bei vollem Lohn streiken, sondern mit 30 Euro
Streikgeld Einbußen hinnehmen, um ihr Recht auf Streik auszuüben. Und
der Streik wird nicht nur für die Interessen der Streikenden geführt,
sondern betrifft die Interessen der gesamten Arbeiterklasse Belgiens.
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