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KKE
und PAME verurteilen volksfeindliche Beschlüsse der Regierung
AUSNAHMEBEFEHL
GEGEN STREIKENDE IN GRIECHENLAND
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Athen,
30. Juli 2010, Mitteilung der KKE.-
Mit den Stimmen der sozialdemokratischen PASOK beschloss das
Parlament eine Gesetzänderung für das Arbeitsministerium, durch welche
jegliche Lohnsteigerungen untersagt werden, die über jene
Lohnsteigerungen hinausgehen, welche vom Griechischen Unternehmerverband
und der Mehrheit der Gewerkschaftsverbände im privatwirtschaftlichen
Bereich (GSEE) unterzeichnet worden sind. Diese Gesetzänderung
verordnet ein dreijähriges Einfrieren der Löhne, während die
Regierung im vorangegangenen Zeitraum die direkte Besteuerung auf
Inanspruchnahme öffentlicher Güter drastisch erhöhte und die
Inflationsrate auf 6% angestiegen ist. Im Klartext: Hier wird die
Massenkaufkraft der Arbeiter gesenkt.
Die
KKE verurteilt diese arbeiterfeindliche Gesetzänderung, welche nicht
nur die Löhne senkt, sondern auch die Abschaffung der
Kollektiv-Vereinbarungen auf den Ebenen ganzer Wirtschaftsbranchen oder
einzelner Firmen fördert.
AUSNAHME-BEFEHL
GEGEN STREIKENDE
Die
Regierung griff zu einem Ausnahme-Befehl gegen den Streik der
LKW-Fahrer. Wieder einmal ist diese für den Kriegsfall oder große
Naturkatastrophen vorgesehene Maßnahme von der bürgerlichen
sozialdemokratischen Regierung gegen das Streikrecht der Arbeiter
benutzt worden. Der Streik der LKW-Fahrer richtet sich gegen die
Gesetzesvorlage der Regierung, welche faktisch die Konzentration im
Transportgewerbe zugunsten der großen Monopolgruppen beschleunigt. Dies
führt zum wirtschaftlichen Ruin für die kleinen privaten
Transportunternehmer.
Die
KKE verurteilt diese Tatsache von der Parlamentstribüne aus, während
zugleich auch PAME mit einer Stellungnahme dieses Vorgehen verurteilt:
„PAME
ruft die Arbeiterklasse und die Volksmassen unseres Landes dazu auf, den
Beschluss der Regierung zu verurteilen, mit einem Ausnahme-Befehl gegen
die LKW-Fahrer vorzugehen, um so die Interessen des Kapitals
durchzusetzen. Die Regierung hat diesen Ausnahme-Befehl nicht mit dem
Ziel erlassen, um die Interessen der Mehrheit des Volkes gegenüber
einem 'Zunfthandel' zu schützen, wie sie die LKW-Fahrer nennt. Im
Gegenteil! Sie benutzt diese Maßnahme wie alle Unterdrückungsmittel
gegen die LKW-Fahrer und gegen das Volk, um den Interessen einer Kaste
von Parasiten aus Kapitalisten und multinationalen Kapitalgruppen zu
dienen, die das Transportwesen zwecks Erlangung zusätzlicher
Extraprofite beherrschen wollen.
Die
einzige Antwort auf diese Politik und die reaktionäre Front dahinter
aus Regierung, Führungen der Parteien ND und LAOS sowie der EU ist die
gemeinsame Kampffront der Volksbewegung, namentlich der Arbeiterklasse,
der kleinen Selbständigen, der kleinen und mittleren Fuhrunternehmer
und Händler, den kleinen und mittleren Bauern, mit gemeinsamem Vorgehen
gegen den gemeinsamen Gegner.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/2010news/2010-07-30-metafores
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