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Griechenland
Erste
Antwort:
Heute
Demo der KKE – morgen Generalstreik der PAME
Geschrieben von: Aleka Papariga,
Generalsekretärin der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)
Montag,
den 06. Februar 2012
Auf
Kommunisten-online am 7. Februar 2012 –
Wir
rufen die Arbeiter auf, heute an der Massendemonstration der KKE auf dem
Omonia teilzunehmen. Morgen muß das gesamte Land mit dem angekündigten
Streik stillgelegt werden. Es gibt keine andere Lösung, wir haben keine
andere Wahl: Wir müssen ihnen Angst einjagen, wir müssen sie
aufhalten. Wir müssen tun was in unserer Macht steht, auf dem Weg der
Eskalation unserer Mobilisierungen, so daß die Kreditvereinbahrung und
das neue Memorandum nicht durchkommen, um die Regierung zu Fall zu
bringen (zu stürzen) durch den Willen, die Aktion und das organisierte
Einschreiten des Volkes. Das wird der erste Schritt sein.
Wir
werden uns selbst nicht darauf beschränken oder alles einer Abstimmung
an der Wahlurne unterwerfen. Das Wichtigste für die Menschen ist, daß
sie durch ihren Kampf verstehen, daß die Beseitigung der Regierung
nicht ausreicht. Das bürgerliche politische System hat Reserven – nämlich
die Kräfte, die heute als Anti-Memorandum-Kräfte auftreten. In
Wirklichkeit stehen sie dem Memorandum so ablehnend gegenüber wie es
einst die (frühere konservative Regierungspartei Nea Dimokratia) ND
war. Das wichtigste ist, die Klasse zu stürzen, die an der Macht ist,
denn in diesem Fall kann man nicht nur von einer Regierung des Volkes,
sondern man kann von der Macht des Volkes sprechen. Alle die Vorschläge
für mutige Verhandlungen, die heute vorgebracht wurden, führen zu
nichts anderem als zu einem Teufelskreis. Es kommt darauf an, daß das
Volk die Wirtschaft dieses Landes in seine Hände nimmt, konkret die
Produktionsmittel, die Monopole und die laufenden Geschäfte. Jede
andere Lösung führt nur dazu, daß das bürgerliche politische System
wieder Luft holen kann.
Es
geht um einen Umbruch – konkret gesagt eine bittere Periode, ohne
jeglichen Gewinne (zusätzliche Einkünfte) für die Menschen, aber es
kommt darauf an, daß das Volk das letzte Wort hat. Beginnend mit dem
heutigen Tag können die Alternativvorschläge gegen die gegenwärtige
politische Linie nicht in einzelnen und losgelösten volksfreundlichen
Vorschlägen bestehen, sondern es geht um die Macht der Arbeiter und des
Volkes. Ohne die Macht des Volkes ist es unmöglich, mit dem
Teufelskreis der Krise fertigzuwerden – natürlich zusammen mit einem
Austritt aus der EU und der einseitigen Streichung der Schulden.
Schluß
mit dem Feilschen. Selbst wenn sie 100 Prozent der Schulden abschreiben
sollten, es muß alles aus den Taschen der Menschen bezahlt werden, und
die Menschen müssen dafür mit ihrem Schweiß, ihrer Mühe und mit
ihren Problemen aufkommen. Es gibt keine andere Lösung. Wir würden die
Existenz einer Zwischenlösung sehr begrüßen, aber in dem Moment, da
sie nicht existiert, gibt es nur eine radikale Lösung.
Sie
haben sich eine Reihe von Punkten ausgesucht, wie zum Beispiel das 13.
und 14. Monatsgehalt, um die Menschen irrezuführen. Ihre
Alternativvorschläge sind: Den Menschen 5 oder 6 Monatslöhne
wegzunehmen, indem Tarifverträge abgeschafft werden und der Mindestlohn
gekürzt wird, indem untragbare Steuern erhoben werden, so daß sie dann
sagen können, sie hätten das 13. und 14. Monatsgehalt gerettet. Und im
selben Moment werden die Löhne gekürzt. Es wird darauf gewartet, daß
derartige Erklärungen heute abgegeben werden. Das Volk muß ihnen
zeigen, daß es nicht naiv ist, daß man es nicht in die Irre führen
kann. Und das an sich ist ein bedeutender Schritt nach vorn.
Die
EU ist eine verräterische Allianz. Trotz der Tatsache, daß sie Verbündete
sind in ihrer Unterstützung des kapitalistischen Systems, sind sie
gleichzeitig erbitterte Rivalen untereinander in der Frage, wer mehr von
der Krise profitiert und wer noch mehr von einer Konjunktur profitieren
würde. Es geht um Maßnahmen, die sie für sich selbst beschließen können,
aber das Volk darf nicht in die Falle der Rivalitäten der
EU-Mitgliedstaaten tappen. Das wird nicht nur von Deutschland
beschlossen, auch andere Länder werden ihre Beschlüsse fassen. Das
Volk darf nicht in deren Falle dieser Rivalitäten tappen, sie müssen
zu Fall gebracht werden, indem die Völker ihre eigene Lösung in der
Machtfrage durchsetzen. Anders kann das nicht gelöst werden. Denn es
wird immer Angstmache geben, und es wird immer das Ziel sein, in die
Eurozone zurückzukommen. Nichts könnte schlimmer sein für das Volk
als Angst zu haben und sich nur zwischen den beiden Dilemmas entscheiden
zu müssen, die ihnen die Ausbeuter anbieten.«
Übersetzung:
Zeitung
vum Lëtzebuerger Vollek / RedGlobe
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Griechenland:
Landesweiter
Generalstreik
ENTSCHLOSSENE
VERSTÄRKUNG DES KLASSENKAMPFES
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
18. Januar 2011, KKE-Website.
(Auf Kommunisten-online am 30. Januar 2012) – Ein wirklich großer
und harter Streik gegen die Unternehmer wurde am Dienstag, dem 17.
Januar, von den drei Arbeitergewerkschaften im Großraum Athen
organisiert, nachdem dort sowie in der griechischen Großstadt Volos die
Kräfte von PAME druckvoll vorgingen und der Streik von den
Basisgewerkschaften auf Initiative der PAME-zugehörigen Gewerkschaften
ausgerufen worden war. Ziel des Streiks war die Reaktion der
Arbeiterklasse auf die Zuspitzung der gegen die Arbeiter gerichteten Maßnahmen
seitens der Regierung der schwarzen Front, der Regierungskoalition aus
PASOK, ND, LAOS und der Troika mit ihren auf Flexibilisierung der
Arbeitsrechtsverhältnisse abzielenden Maßnahmen, ihren Plänen für
die weitere Senkung der Löhne um 150 bis 200 Euros, der Abschaffung der
saisonalen Prämienzahlungen im privatwirtschaftlichen Bereich, der
Individualisierung der Sozialversicherung nach Leistung, den
Privatisierungen, der brutalen Besteuerung mit Kopfsteuern zu Lasten
insbesondere von Familien mit Kindern aus der Arbeiterklasse und den
Volksmassen und den Folgen, daß Hunderttausende Familien ins Elend, in
die Suppenküchen, in die Obdachlosigkeit getrieben werden. Es ist
bemerkenswert, daß Tausende Familien die Kopfsteuer nicht bezahlt
haben, welche mit der Stromrechnung in die Haushalte kam, so daß die
Regierung seit gestern Beamte rausschickt, um die Stromanschlüsse jener
Familien aus den Volksmassen zu unterbrechen.
Es
war kein Zufall, daß der Streik mit der Ankunft der Troika-Delegation
in Griechenland zeitlich zusammenfiel, welche gemeinsam mit der
Regierung die Verstärkung der gegen die Arbeiter gerichteten
Kapitaloffensive ausarbeitet. Es ist charakteristisch, daß binnen
weniger Wochen die Bosse mit neuen Zuwendungen, Privilegien, mit einer
provokatorischen Zunahme der Zahl an mit Staatsgeldern geförderten
Geschäftsmöglichkeiten und der Bildung von Industriezonen beschenkt
worden sind, in denen es nun kraft Gesetz völlige Straflosigkeit für
das Kapital bei Löhnen in Trinkgeldhöhe für die Arbeiter gibt, und wo
gleichzeitig die Schiffseigner mit der vollen Liberalisierung neue
Privilegien erwarben, die sie mit der Abschaffung der Kabotage umsetzen.
Dieser
Streik wie auch seine Vorbereitung leisteten einen besonderen Beitrag,
weil er aus Solidarität mit den streikenden Stahlwerkern stattfand. Und
in den beiden Städten, wo der Streik organisiert wurde, bestimmten die
Stahlwerker von „Greek Steelworks“ die Atmosphäre in all den drei während
des Streiks stillgelegten Betrieben. Dafür gab es mit dem Streik vom
12.1. bereits einen Vorläufer in der Region Volos, im Metallbereich, wo
eine zweite Front eröffnet wurde, die so viel wie nur möglich Druck
auf die Bosse ausübte, welche 65 Entlassungen bei „Greek Steelworks“
vornahmen. Die streikenden Arbeiter in der Athener Fabrik und ihre
Gewerkschaft, die zu PAME gehört, zeigen sich seit 80 Tagen ungebeugten
Hauptes, während sich die Schlinge um den Eigentümer jener Industrie
zuzieht, denn der gestrige Streik war der zweite Streik innerhalb von 5
Tagen. Bisher hat der Industriekapitalist Manessis seine Verluste aus
dem lang anhaltenden Streik in der Athener Fabrik durch die Verdopplung
der Produktion in den beiden anderen Werken wettmachen können.
Die
Metallarbeiter in Volos kämpften gemeinsam mit allen klassenbewssten Kräften
in der Region einen harten Kampf und gewannen. Organisiert und
entschlossen gingen sie gegen einen organisierten Mechanismus vor,
welcher aus Polizisten (der Polizeichef von Volos forderte, daß die
Streikenden ihre Namen angeben), Gewerkschaften und Bürokraten,
Streikbrechermitteln, Parlamentsabgeordneten der bürgerlichen Parteien
und den Medien vor Ort bestand. Diese Medien unterstellten, daß „PAME
die Fabriken stilllegen will“.
Nach
24 Jahren ereignete es sich am 12. Januar erstmals, daß alle Maschinen
des Konzerns „Greek Steelworks“ stillstanden. Dies wurde am
Dienstag, dem 17. Januar, wiederholt.
Die
Bosse waren darüber dermaßen wütend, daß sie beim zweiten Streik
eine Schichtbesetzung von Arbeitern vortäuschten und einige ihrer
Lakaien anwiesen, ein Spruchband mit Parolen gegen PAME hochzuhalten.
Trotz der Aktivierung der Streikbrechermittel gelang dem
Industriekapitalisten nicht, die Fabrik in Gang zu bekommen.
Wir
müssen dazu erwähnen, daß GSEE, die Athener Arbeitergewerkschaft EKA
und die kompromittierten reformistischen Führungen dieser gelben
Gewerkschaften heuchlerisch in letzter Minute am Streik teilnahmen.
Dessen ungeachtet waren es dieselben Richtungsgewerkschaften von PASOK
und ND, die gegen den Streik in den anderen Fabriken von Greek
Steelworks auftraten. Wobei sie am Tag nach dem Streik äußerten, daß
sie am sozialen Dialog gemeinsam mit der Regierung und den
Industriekapitalisten teilnehmen werden, um mit darüber zu verhandeln,
wie viel die Arbeiter verlieren werden.
Charakteristisch
war auch die Haltung der von SYNASPISMOS, einer Partei im Präsidium der
Europäischen Linkspartei ELP, vertretenen Gewerkschafter in der
Gewerkschaftsbewegung, die zum Streik in Volos aufrief. Sie stimmten
nicht für den Streik, sondern lieferten ungültige Stimmzettel ab und
machten die provokatorische Äußerung „Streiks nutzen den
Unternehmern“. Mit ihrer Haltung der derzeitigen Stimme gegen den
Streik verweigerten sich die Opportunisten der praktischen Solidarität
mit dem heldenhaften 80-Tage-Streik der Stahlwerker trotz ihrer
opportunistischen Aufrufe für Solidarität. Bei seiner Anfrage im
Parlament zu den „Arbeitskosten“ akzeptierte der Führer der SYN, A.
Tsipras, die Logik der Regierung (daß nämlich der Lohn der Arbeiter
ein Teil der „Kosten“ ist - ein Begriff, welcher den Angriff des
Kapitals auf die Löhne, Renten sowie die saisonalen Prämienzahlungen
an die Arbeiter rechtfertigt).
PAME
organisierte eine Großdemonstration in Athen, wo der Vorsitzende der
Gewerkschaft in den Greek Steelworks, G. Sifonios, und andere Funktionäre
von PAME sprachen. Die klassenbewussten Kräfte erklärten ihre
Entschlossenheit, einen standhaften Klassenkampf zu führen, den Kampf
in den Greek Steelworks fortzusetzen, jede Beteiligung an sog.
„sozialen Dialogen“ zu verweigern, „Garnisonen“ in jedem
Arbeiterwohngebiet zu organisieren und damit dem Abklemmen der
Stromzufuhr bei Familienhaushalten aus der Arbeiterklasse und den
Volksmassen zuvorzukommen sowie den Kampf zu einem neuen Generalstreik
zu eskalieren.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2012/2012-01-18/ zurück |
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Der Widerstand
des griechischen Volkes gegen
das Finanzkapital wird Führung und Richtung gegeben durch eine
starke Kommunistische Partei und eine kämpferische Gewerkschaft
- ganz anders in
Deutschland
Eine Kritische Anmerkung zum Artikel
„Griechenland im Würgegriff des Finanzkapitals´´
Von Günter Ackermann
Kommunisten-online am 11. Februar 2012
– Der Artikel ist gut. Er enthüllt die Machenschaften des
Finanzkapitals gegen das griechische
Volk und auch gegen die anderen Völker Europas. Soweit – so
gut. Was aber mit keinem Wort erwähnt wird ist, dass das
griechische Volk, die griechische Arbeiterklasse vehement gegen
dem Finanzkapital Widerstand leistet. Und das nicht, wie
hierzulande allzu oft geschehen. Mit Latschdemos, rechten
Sozialdemokraten am Rednerpult, die manchmal sogar radikale Sprüche
klopfen aber die
Bewegung schon verraten haben, ehe sie das Maul aufmachten.
In Griechenland ist das anders. Mit der KKE
hat das griechische Proletariat eine starke Kommunistische
Partei und mit MAME besteht eine konsequente und kämpferische
Gewerkschaft, die die Massen wirklich mobilisiert und kämpferisch
gegen die Angriffe des EU-Finanzkapitals in den Kampf führt.
Ich meine, das ist sehr wichtig und durfte
nicht verschwiegen werden.
G.A |
Griechenland im Würgegriff
des Finanzkapitals
Quelle:
Arbeit-Zukunft-online
vom 7. Februar 2012
Auf
Kommunisten-online am 11. Februar 2012 – Wie an einem Strick hängt
Griechenland an den Hilfskrediten des internationalen Finanzkapitals und
der Strick wird immer enger gezogen.
Es
ist schon merkwürdig, wie da „geholfen“ wird.
Griechenland
hat Schulden in Höhe von rund 350 Milliarden Euro. Damit wurde
finanziert, dass die Reichen in Griechenland keine Steuern zahlen müssen
und sich noch am Staatshaushalt bedienen können. Derzeit laufen
folgende „Hilfsmaßnahmen“: In einem ersten „Hilfspaket“ erhält
Griechenland 110 Milliarden Euro. In einem zweiten „Hilfspaket“
sollen 130 Milliarden Euro folgen. Dazu haben die Banken als Vertreter
des internationalen Finanzkapitals sich bereit erklärt, auf 100
Milliarden Schulden zu verzichten. Die Verhandlungen darüber sind noch
im Gang. Nach den Grundrechenarten werden also insgesamt 340 Milliarden
Euro „Hilfen“ gegeben – bei 350 Milliarden Euro Schulden. Dann müssten
die Schulden ja praktisch weg sein, oder? 10 Milliarden sollten ja kein
Problem sein?
Die
Realität sieht anders aus! Mit all diesen angeblichen „Hilfen“ soll
der Schuldenstand Griechenlands bis 2020 auf 250 Milliarden
„sinken“. Ob das erreicht wird, steht in den Sternen. Denn in der
Realität steigen die Schulden Griechenlands derzeit, da die Zinsen für
Staatsschulden steigen, da die Steuereinnahmen durch die Bedingungen für
diese „Hilfen“ trotz einem unglaublichen Sozialkahlschlag
einbrechen.
Wie
kann es bei einer so einfachen Rechnung zu so einer katastrophalen
Entwicklung kommen? Wie schafft es das Finanzkapital, dass ein Land
durch seine „Hilfen“ immer mehr am Strick des Finanzkapitals und
seiner Kredite hängt und regelrecht erdrosselt wird?
Nun
ja, eigentlich sollte ja alles daran gesetzt werden, die Steuereinnahmen
des griechischen Staates zu heben. Doch das Gegenteil ist der Fall!
Niemals haben die EU, der IWF, die Finanzkontrolleure, die in Athen
alles überprüfen, gefordert, dass die Steuern für die Reichen erhöht
oder wenigstens endlich eingetrieben werden. Stattdessen wird sogar
alles dafür getan, die Staatseinnahmen zu senken. So fordert die EU,
allen voran Merkel und Sarkozy, die Senkung des Mindestlohns von 751
Euro Brutto auf 570 Euro, die Abschaffung des 13. und 14. Monatslohns
(Weihnachts- und Urlaubsgeld) sowie die Entlassung von 150.000
Staatsbediensteten in den kommenden drei Jahren. Faktisch bedeutet dies
eine Lohnsenkung von rund 30-40%! Wieder reichen die Grundrechenarten
aus, um zu berechnen, dass das natürlich auch mindestens 30-40% weniger
Steuern bedeutet. Denn in Griechenland sind die Arbeiter wohl die
einzigen, die regelmäßig und gnadenlos ihre Steuern und Sozialabgaben
zahlen müssen.
Es
ist offensichtlich, dass diese Maßnahmen gerade nicht dem Abbau von
Schulden dienen! Es ist offensichtlich, dass Griechenland so seine
Schulden ja niemals loswerden kann.!
Mit
all den „Hilfen“ wird Griechenland also nicht etwa von seinen
Schulden befreit, sondern auf Dauer an den Strick des Kredits gehängt.
Dann kann das Finanzkapital den Strick beliebig zuziehen und seine
Forderungen erpressen.
Und
die Forderungen des Finanzkapitals sind eindeutig und klar: Griechenland
mit seinen hochqualifizierten Arbeitskräften soll zu einem
Billiglohnland heruntergedrückt werden. Wären die Schulden weg, wäre
Griechenland frei, dann könnte man es nicht mehr so erpressen. Daran
haben diese Herrschaften keinerlei Interesse. Die Krise wird also
genutzt zur Erpressung. Und gegen wen richtet sich diese Erpressung?
Gegen die Arbeiterklasse!
Doch
diese Erpressung richtet sich nicht nur gegen die griechische
Arbeiterklasse. Keiner soll sich in dem angenehmen Glauben in Sicherheit
wiegen, jetzt ginge es gegen „die faulen Griechen“. Wer jetzt
tatenlos zusieht, wie die griechischen Kolleg/innen erpresst, herabgedrückt,
ausgepresst werden, der darf sich nicht wundern, wenn ihm morgen sein
Chef oder der Investor, der seinen Betrieb aufgekauft hat, damit droht:
„In Griechenland kann ich billiger produzieren! Da zahle ich kein
Weihnachts- und Urlaubsgeld!“ Dann darf man sich nicht wundern, wenn
auch das eigene Weihnachts- und Urlaubsgeld, der eigene Lohn auf einmal
zum Abschuss freigegeben werden.
Solidarität
ist eine Lebensnotwendigkeit für die Arbeiterklasse! Wer heute zusieht,
wie seine Kolleg/innen abgezockt werden, ist morgen selber dran. Nur
gemeinsam sind wir stark!
Daher:
Solidarität
mit der kämpfenden griechischen Arbeiterklasse!
Schluss
mit der Erpressung Griechenlands!
Die
Reichen sollen die Krise bezahlen!
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