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Ortega

USA nutzen Tragödie Haitis zur Truppenstationierung aus

USA WOLLEN MILITÄRSTÜTZPUNKT IN HAITI EINRICHTEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Tribuna Popular, 16. Januar 2010.-  Derzeit wird eine massive US-Militärpräsenz in Haiti eingerichtet. Die Tragödie des haitianischen Volkes wird ausgenutzt, um einen weiteren Militärstützpunkt in der Karibik einzurichten, von dem aus der US-Imperialismus aggressiv die fortschrittlichen Regierungen der Region bedroht.

Der Präsident Nikaraguas, Daniel Ortega, klagte die USA an, die Tragödie Haitis auszunutzen, um Tausende schwerbewaffnete Soldaten der US-Streitkräfte in jenes kleine Land zu verbringen. Er hält die Lage für besorgniserregend, weil „das US-Militär bereits die militärische Kontrolle über den Flughafen übernommen hat“.

„Ein Drama wird dazu manipuliert, um US-Truppen in Haiti zu stationieren. Die militärische Kontrolle über den Flughafen in Port-au-Prince haben sie schon übernommen. Und dies ist besorgniserregend“, so der Staatschef im Internet auf El 19.

Ortega brachte seine Anklage am gestrigen 18. Januar 2010 auf einer Beratung mit dem Informationsminister Syriens, Mohsen Bilal, in seiner privaten Residenz vor. Ortega spricht sich nicht dagegen aus, dass die USA humanitäre Zusammenarbeit praktizieren, Rettungspersonal einbringen, mit Militärhubschraubern und -flugzeugen Lebensmittel und andere Notversorgungsgüter nach Haiti einfliegen. „Aber scheinbar reichen ihnen ihre militärischen Stützpunkte nicht aus. Sie wollen diese Tragödie des haitianischen Volkes ausnutzen, um sich in Haiti militärisch festzusetzen. Und ich will dies anprangern“, so Ortega.

Die USA werden bis zu 10.000 Militärangehörige in das karibische Land entsenden. Ziel ist Hilfe und Vorbeugung gegen mögliche Turbulenzen, wie es militärische Befehlshaber der USA ausdrücken.

Admiral Mike Mullen, US-Generalstabschef, erklärte, dass insgesamt in und bei Haiti mehr als 10.000 US-Soldaten eingesetzt werden könnten, wenn die beteiligten Offiziere dies für nötig halten.

Es wird damit gerechnet, dass am Montag bereits die US-Truppen auf dem Flughafen von Port-au-Prince eintreffen werden. Gegenüber den Entscheidungen des Chefs im Weißen Haus machte Präsident Ortega deutlich: „Es gibt keine Logik, wonach US-Truppen in Haiti einzutreffen haben. Haiti bittet derzeit um humanitäre Hilfe. Haiti bittet derzeit nicht um Truppen. Es wäre verrückt, wenn alle beginnen würden, Truppen nach Haiti zu entsenden.“

Der Staatschef Nikaraguas schickte Solidaritätsbrigaden in das verwüstete Haiti. So befinden sich seit Donnerstag 31 Angehörige einer nikaraguanischen Militärbrigade in Port-au-Prince. Sie beteiligen sich an Rettungsmaßnahmen. medizinischer Notfallversorgung und Einschätzen der vom Beben hinterlassenen Schäden.

Ortega lobte die Beteiligung des Bolivarischen Bündnisses ALBA und stellte dem gegenüber klar: „Mich besorgt, dass die USA die humanitäre Hilfe von einer Armee begleiten lassen.“ Und weiter: „Ich will annehmen, dass für den US-Präsidenten Obama Fakten geschaffen werden zugunsten der militärischen Interessenlage in den USA, denn die militärischen Kreise der USA sind eng verflochten mit den großen transnationalen Konzernen, die an Krieg und Rüstung verdienen“.

„Ich will annehmen, dass Präsident Obama nicht das Schwerwiegende dieser militärischen US-Präsenz in Haiti in einem so dramatischen Moment wie diesem sieht“, so Ortega. Angesichts dieser Sachlage forderte er den Rückzug der militärischen Truppen und richtete einen Aufruf an die US-Regierung, die humanitäre Hilfe aufrecht zu erhalten und zu verstärken.

Ortega schlug des Weiteren vor, dass die Gelder für die Unterhaltung des US-Militärs auf der Insel in die humanitäre Hilfe einfließen sollten: „Ich erwarte, dass Obama die Truppen zurückzieht. Denn wenn sie Haiti besetzen, dann besetzen die USA ein lateinamerikanisches und karibisches Staatsgebiet“.

Es ist nicht das erste Mal, dass die USA sich direkt und einseitig in jenem karibischen Land einmischen. Es hat viele Einmischungen der USA in die Politik von Haiti gegeben. Was Misstrauen in die Handlungen hervorruft, die die USA jetzt als „Hilfe“ für dieses Volk ausgeben.

Das wichtigste Beispiel dieser Einmischung

Aristide ist zweimal Opfer kolonialistischen Vorgehens der USA geworden. Erst nach seinem Exil im Jahr 1991, wo dann sein Premierminister René Preval sein Amt übernehmen musste. Später kehrte Aristide 1994 auf die Insel zurück, um seine Präsidentschaft zu beenden. Nach dem Staatsstreich von Aristide folgte ihm sein früherer Premierminister René Preval, der mit 88% der Stimmen gewählt wurde. Nachdem dann die Amtszeit von Preval abgelaufen war, kam Aristide wieder an die Regierung und erhielt eine bedeutende Stimmenmehrheit.

Aristide begann dann erneut mit seiner antiimperialistischen Politik und forderte vor allem von Frankreich die Zahlung oder Rückgabe von 90 Millionen Gold-Franc, welche die französische Regierung Haiti zwischen 1825 und 1885 geraubt hatte. Aber im Jahr 2002 entschied die Administration von US-Präsident George W. Bush die Zerschlagung von Aristide in Absprache mit Frankreich.

Aristide wurde erneut am 29. Februar 2004 von Angehörigen eines US-Sonderkommandos entführt, nachdem er von den französischen Gesandten Régis Debray und Veronique de Villepin-Albanel bedroht worden war, welche ihn zum Rücktritt bewegen wollten.

Ortega erinnerte auch, dass während des Erdbebens von 1931 Nikaragua von den Invasionstruppen der USA besetzt wurde und jene Soldaten Massaker im Volke begingen: „Sie ermordeten Menschen. Das war die Form, in der sie dazu beitrugen, der Tragödie zu begegnen. Denn sie hatten eine völlige militärische Kontrolle über Managua.“

Gleichzeitig erfüllt den nikaraguanischen Präsidenten Ortega die Vermehrung der US-Militärstützpunkte in Lateinamerika mit Besorgnis. Zuletzt die sieben Militärstützpunkte in Kolumbien, jetzt soll es in Haiti so weitergehen.

Quelle: http://www.pcv-venezuela.org/

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Hugo Chávez lee carta de Fidel Castro en Cumbre del ALBAVENEZUELA SCHICKTE ÜBER 5000 TONNEN HILFSGUT NACH HAITI

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Cubadebate, 18. Januar 2010 – Zwei Schiffe der venezolanischen Seestreitkräfte und weitere zwei Schiffe des Bolivarischen Bündnisses für die Völker Amerikas (ALBA) verließen heute Venezuela mit 5517 Tonnen Nahrungsmitteln und Hilfsgütern an Bord. Vom Flughafen La Guaira im venezolanischen Bundesstaat Vargas aus erklärte der venezolanische Innen- und Justizminister Tareck El Aissami, dass mit diesen Hilfsgütern bisher insgesamt 617 Tonnen Hilfsgüter von Venezuela aus an das vom Erdbeben so hart getroffene Volk Haitis geschickt worden sind.

Die heute ablegenden beiden Schiffe der venezolanischen Seestreitkräfte haben 616 Tonnen Lebensmittel und bei den Hilfsgütern über 116 Tonnen schwere Maschinen an Bord, so El Aissami. Der Minister hob hervor, dass „120 Angehörige der Humanitären Brigade Simón Bolívar auf den Schiffen mitfahren, die sich an den Wiederaufbau-Arbeiten des Brudervolkes von Haiti beteiligen werden“. Er erinnerte ferner daran, dass der Präsident Hugo Chávez eine erste Vorausabteilung von 79 Helfern bereits entsendet hatte, die vor Ort in Haiti bereits Hilfe leisten. Der Minister versicherte, dass Venezuela bei den Rettungsaufgaben weiterhin mithelfen wird, weil dies die Hauptarbeit in dieser Stunde schwersten Unglücks des haitianischen Volkes ist.

Unser humanitärer Auftrag bleibt die Suche nach Verschütteten in Ruinen und unterirdischen Räumen, so Tareck. Er kündigte auch die Entsendung weiterer Hilfsgüter auf dem See- und Luftweg nach Haiti an.

Venezuela schickte am vergangenen Mittwoch ein erstes Kontingent aus Ärzten, Rettungskräften, Militärspezialisten und Feuerwehrleuten zur Verfügung der haitianischen Rettungskräfte vor Ort, die die Such- und Rettungsaktionen koordinieren. Dazu startete von Caracas aus ein Transportflugzeug Hercules C-130 mit 49 Menschen an Bord und 14 Tonnen Hilfsgütern, darunter Werkzeug, Medikamente, Trinkwasser und langlebige Nahrungsmittel.

Quelle: http://www.cubadebate.cu/

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