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links: Manuel
Zelaya (dritter von links mit Hut) mit den Präsidenten Hugo Chávez
(Venezuela), Raúl Castro (Kuba) und Fernando Lugo (Paraguay)
Solidaritätsaufruf
der KP Chiles vom 26. Juni 2009:
PUTSCH
IN HONDURAS STOPPEN!!
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Die
Republik Honduras sieht sich heute einer brutalen Kampagne der reaktionärsten
Kräfte des Landes und des amerikanischen Kontinents ausgesetzt. Diese
Kampagne ist darauf gerichtet, mit der demokratisch gewählten Regierung
Schluss zu machen. Die Vorbereitungen eines Staatsstreiches sind ganz
offenkundig. Es reicht ein Blick in die Presse und das Fernsehen des
Landes und in der Welt. Jene Kräfte sind dabei, die Bedingungen für
den nächsten Schritt zu schaffen, welchen das Großkapital und seine
Lakaien vorbereiten.
Zweifellos
mobilisiert die Reaktion mit allen ihren Möglichkeiten, um die Durchführung
einer Volksabstimmung zu verhindern, bei der es um demokratische
Durchsetzung einer neuen Verfassung im Interesse der großen Bevölkerungsmehrheit
geht. Die Streitkräfte, der Oberste Gerichtshof, das Parlament, das
Wahlgericht und die Massenmedien von Honduras arbeiten an der
Zerschlagung der Regierung, um demokratisches Regieren zu verhindern.
Wir
Chilenen haben schmerzhafte Erfahrungen mit derartigen Machenschaften,
mit denselben Handlungsträgern gemacht, die den Willen des Volkes
stoppen wollen. Der Putsch gegen den Präsidenten Salvador Allende mit
seiner Unzahl an Verbrechen und Zerstörung erfolgte genau an dem Tag,
an welchem Allende zu einer Volksabstimmung aufrufen wollte, um über
die politischen Kontroversen abzustimmen.
Zweifellos
sind die Machenschaften gegen das Volk von Honduras und seine Regierung
gelenkt und erzeugt vom Imperialismus, der den Vormarsch der
Volksbewegung auf dem lateinamerikanischen Kontinent umkehren will.
Besagte Machenschaften reihen sich ein in die Destabilisierungsaktionen
gegen Venezuela, Bolivien und Nikaragua, in die ständige Aggression und
Blockade gegen Kuba und in die massive Verleumdung durch Massenmedien
gegen jede sich nicht den Diktaten des Imperiums unterwerfende
Regierung.
El
Partido Comunista de Chile llama a solidarizar con el pueblo hondureño
y su derecho a decidir democráticamente su destino. El defender ese
derecho está en consonancia con nuestro camino por terminar con la
Constitución antidemocrática chilena sometida aún a los principios de
la dictadura pinochetista.
Die
Kommunistische Partei Chiles ruft dazu auf, sich mit dem honduranischen
Volk und seinem demokratischen Selbstbestimmungsrecht zu solidarisieren.
Die Verteidigung dieses Rechts steht im Einklang mit unserem Weg zur
Beendigung der chilenischen antidemokratischen Verfassung, die immer
noch den Grundsätzen der Pinochet-Diktatur unterworfen ist.
Guillermo
Teillier, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chiles
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/
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Aus
den letzten Meldungen von „Tribuna Popular“*
dieser Tage:
HONDURAS:
BRUTALE
UNTERDRÜCKUNG GEGEN VOLKSWIDERSTAND
übersetzt/zusammengestellt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel (4. Juli 2009)
Reaktionen
von Hugo Chávez
Putschistenpräsident
Roberto Micheletti macht den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez für
die Krise in Honduras verantwortlich. Demgegenüber erklärte Chávez am
Donnerstagabend, dass er sich nicht in die inneren Angelegenheiten von
Honduras einmischen will, sondern lediglich sehr wohl mit den
demokratischen Kräften zusammenarbeiten will, damit Honduras nach dem
Staatsstreich wieder zu seiner Stabilität zurückkehrt: „Wir sind
keine interventionistische Regierung. Wir sind verpflichtet, Honduras zu
respektieren. Aber wir sind mit anderen Ländern und internationalen
Organen damit befasst, alles in unseren Möglichkeiten Stehende zu tun,
um ein Blutbad zu verhindern.“ Dies äußerte Chávez in einer
Sondersendung seines Radio- und Fernsehprogramms „Aló Presidente“.
Chávez
bedauerte, dass in diesem Klassenkampf die honduranischen Soldaten sich
dem Druck und der ständigen „Manipulation“ der sie befehligenden
Bourgeoisie gebeugt haben. Dies habe dazu geführt, dass „dieselben
Militärangehörigen, die aus dem Volke kommen, dem Souverän gegenüberstehen.“
Er bekräftigte, dass der Einfluss aus den USA auf die Streitkräfte in
Honduras einer der Schuldigen daran ist, dass die honduranischen Militärs
so eine Haltung einnehmen: „Sie (die USA) unterliefen unsere Länder,
und vor allem Mittelamerika.“
„Die
honduranischen Soldaten sind von klein auf manipuliert worden. Sie
trichterten ihnen ein, dass die kapitalistische Gesellschaft sie leiten
wird. Sie beuten sie aus. Und sie machen Soldaten aus den Söhnen der
Armen, damit sie die Armen angreifen. So verfuhren die Reichen mit uns.
Sie leiteten die Armen an, damit sie dem Vater- und Mutterland den Dolch
in den Rücken stoßen“, so Chávez. Er hob hervor, dass die
Auseinandersetzung zwischen Soldaten und Volk „aufgehört hat und nie
wieder im Stammland von Simón Bolívar geschehen wird. Und ich erwarte,
dass so etwas nie wieder in unserem Amerika vorkommt.“
Micheletti
erklärte am Vorabend, dass „die Intervention von Chávez ist deutlich
und bestimmt, in dieser Lage, die Honduras durchlebt.“
Seit
seinem Amtsantritt im Jahr 2006 wurde Zelaya rasch zum Bündnispartner
von Chávez. Im August 2008 schloss er sein Land der „Bolivarischen
Alternative für Amerika“ (ALBA) an. Darin sind Venezuela, Kuba,
Nikaragua, Bolivien, Ekuador, Honduras und Dominika Mitgliedsstaaten.
(1)
Schachern
von US-Imperialismus und Oligarchie von Honduras
Putschistenpräsident
Micheletti sagte der „New York Times“, er habe „keine Einwände“
gegen vorgezogene Wahlen im November 2009 als Ausweg aus der Krise. Dies
will er verkünden, wenn Miguel Insulza, Generalsekretär der OAS, am
Freitag nach Honduras kommt. Die OAS würde eine „Amnestie“ mit den
Putschisten aushandeln, so die „New York Times“. Auch würde die OAS
Garantien dafür anbieten, dass Zelaya sein Versprechen hält, nicht
mehr für eine Wiederwahl anzutreten. So also soll „die friedliche Lösung
des Konfliktes“ aussehen. Micheletti sollen bei all dem 72 Stunden für
einen friedlichen Rücktritt vom Präsidentenstuhl verbleiben. Folgt er
dem nicht, soll Honduras aus der OAS ausgeschlossen werden. (2)
Der
fortschrittliche US-amerikanische Publizist James Petras berichtete im
Interview mit der regierungsnahen venezolanischen Nachrichtenagentur
ABN, dass die US-Regierung anfangs hinter den Putschisten in Honduras
stand. Wegen des starken internationalen Protestes gegen den reaktionären
Militärputsch in Honduras schwenkte die US-Regierung um und handelte
mit dem Oberkommando des Militärs in Honduras die Möglichkeit aus,
dass Präsident Zelaya sein Amt wieder einnehmen könnte. Wobei ihm dann
äußerst erschwert bleiben müsste, seine eingeschlagene Linie enger
Beziehungen mit dem venezolanischen Präsident Chávez und den
ALBA-Mitgliedsstaaten fortzusetzen.
Petras:
„Vom ersten Moment an war die US--Regierung in den Putsch verwickelt.
Aus vielen Blickwinkeln können wir diese Analyse machen. Erstens gibt
es die Tatsache, dass die honduranischen Militärs nicht tätig werden,
ohne die im Lande anwesenden Militärberater aus den USA zu
konsultieren.“
Petras
konkretisierte, dass die US-Militärberater auf allen Kommando-Ebenen
der honduranischen Streitkräfte maßgeblich sind: „Dies mal als
allerersten Punkt: Es ist strukturbedingt unmöglich, dass die
honduranischen Militärs auch nur einen Finger krumm machen, ohne ihre
Berater aus den Vereinigten Staaten zu konsultieren.“
Petras
weiter: „Zweitens: die Obama-Regierung ist sehr verärgert über die
Tatsache, dass Zelaya im Bündnis mit Chávez steht und wirtschaftliche
Hilfsmaßnahmen im Zusammenschluss mit der ALBA ergreift.“
Dann
führt Petras an, dass bis jetzt die Obama-Regierung nicht geäußert
hat, dass es da einen Militärputsch gegeben habe. „Und sie haben
weder Hilfe noch Beziehungen mit der Putschregierung gekürzt.“ Er
sagt, alle dort ergriffenen Maßnahmen bis jetzt seitens der Regierung
in Washington sind Reaktionen, die durch den weltweiten Protest gegen
den Putsch erzwungen worden sind.
Petras
weiter: „Grundsätzlich prangern sie den Putsch nicht an. Erst als die
gesamte Region Lateinamerika den Putsch verurteilte und nach vielen
Schwankungen, und um nicht isoliert zu werden, übernahmen sie verbal
die Positionen der Vereinten Nationen, der OAS und der anderen
internationalen Organe. Dies aber stets mit viel Zurückhaltung, denn
sie wollen faktisch nicht ihre Verbündeten schwächen. Und diese Verbündeten
der US-Regierung sind die Militärs und die Oligarchie.“
Er
hob hervor, dass bei den Beratungen in der UNO über das Thema die
US-Delegation die Debatte um vier Stunden verlängerte, um Abschwächungen
in der Abschlusserklärung zu erreichen. Während alle
lateinamerikanischen Länder ihre Botschafter aus Honduras abgezogen
haben, würden die USA ihren Botschafter dort belassen.
Petras:
„Jetzt versuchen sie zu vermeiden, dass Zelaya als Präsident in das
Land zurückkehrt. Und sollte er doch zurückkehren, dann würde er dies
unter Rahmenbedingungen tun können, die seine Politik des Bündnisses
mit Chávez abschwächen. Zweifellos dachte Obama, der Putsch könne
ohne größere Folgen ablaufen.“
Und
weiter: „Wieder einmal
haben wir einen Bumerang-Effekt. Jedes Mal, wenn Obama versucht, die
Machtposition der USA auszuspielen, sei es in Afghanistan oder in der
Wirtschaftspolitik mit dem Wirtschaftsankurbelungsprogramm oder was auch
immer, dann schlägt er politisch los und muss sich anschließend zurücknehmen.
Denn im gegenwärtigen Moment ist es ihm unmöglich, die
imperialistische Politik der früheren US-Präsidenten fortzusetzen.“
ABN
fragte Petras: „Was glauben Sie wäre die Entwicklung der Lage, wenn
Zelaya am Sonnabend in Tegucigalpa erscheint?“
Petras
dazu: „Alles wird vom Grad der Unterstützung abhängen, die die USA
weiterhin geben. Wenn sie so weitermachen und die Regierung nicht als
putschistisch definieren, wenn die Hilfe weitergeht, wenn der
Botschafter der USA weitermacht, dann glaube ich, dass der Besuch von
Zelaya scheitern kann.“
Und
nach einigen Sekunden Pause fuhr Petras fort: „Ich glaube, dass sie
jetzt mit den Putschisten gerade verhandeln. Sie wollen versuchen, die
Folgen des Besuches zu minimieren. Sie wollen versuchen, die OAS zu
spalten. Sie wollen einen Keil zwischen die Präsidenten von Ekuador und
Argentinien einerseits und andererseits Zelaya treiben. Ich denke, dass
sie sehr wohl versuchen werden, Zelaya festzunehmen, was eine große
Krise auf dem gesamten Kontinent auslösen wird. Dies kann die USA in
eine sehr schwierige Position bringen.“
Er
bekräftigt die Bedeutung der Unterstützung der USA für die
Putschregierung, denn nach seiner Meinung kann Honduras auch ohne Sitz
in der OAS überleben. Nicht jedoch kann Honduras überleben ohne 85%
seines Außenhandels mit jenem Land im Norden.
Petras:
„Viel wird abhängen vom Grad, in welchem Washington es schafft,
Zelaya vollauf zu schwächen. Schon damit er als kraftloser Präsident
zurückkommt, der weder eine Volksbefragung noch eine Volksabstimmung
starten kann. Ich glaube, Washington versucht genau dies.“ (3)
Das
Kräfteverhältnis im Inneren von Honduras derzeit
Die
Partei der Demokratischen Einigung (PUD) ist die anerkannte politische
Organisation und Vertretung der fortschrittlichsten revolutionären
Ideen in Honduras. Sie entstand aus dem Zusammenschluss revolutionärer
Parteien und Organisationen wie der Partei für die Umgestaltung von
Honduras, der Honduranischen Revolutionären Partei, der
Morazanistischen Partei der Nationalen Befreiung und der Partei der
Demokratischen Erneuerung. Letztgenannte ging aus der Kommunistischen
Partei von Honduras hervor.
Die
PUD stellt die honduranische Linke dar und verfügt über eine Kongreßfraktion.
Sie widersetzte sich der gesetzwidrigen Auflösung des Kongresses, die
aufgrund eines gefälschten Briefes von Präsident Zelaya erfolgte.
Womit seitens der Reaktion versucht wurde, dem Putsch einen Anstrich von
„Rechtmäßigkeit“ zu geben.
Wegen
der konsequenten Haltung der Kongressmitglieder der PUD hatten die
Putschisten deren Festnahme vorbereitet, aber jene Parlamentsmitglieder
nahmen nicht an der Kongress-Sitzung teil. Stattdessen griffen sie zum
Selbstschutz und stellten sich an die Spitze der Volksbewegungen.
Deshalb gab die faschistische Putschistenclique einen Fahndungsbefehl
gegen diese Kongressmitglieder der PUD heraus: Silvia Ayala, César Ham,
Marvin Ponce, Marleny Paz und Óscar Mejía.
Die
Abgeordneten und Funktionäre der PUD sind der Verfolgung ausgesetzt. César
Ham ist laut Meldungen ermordet worden, was jedoch von Quellen der PUD
dementiert worden ist. (4)
Die
blutigen faschistoiden Gräueltaten in Form von gewaltsamen Entführungen
und Verschleppungen, Festnahmen, Inhaftierungen, Folterungen,
Ermordungen und an unbekannten Orten Verschwinden lassen von aktiven
Demokraten und Mitgliedern fortschrittlicher Organisationen sind in
diesen Tagen in vollem Gange.
So
stoppten Militärs der 105. Brigade beispielsweise am 2. Juli 2009 gegen
10:30 Uhr an der Autobahn-Zahlstelle zwischen Choloma und San Pedro Sula
einen Bus voller Menschen, die zu einer Demonstration am Parque Central
jener Stadt fuhren. Sie zerrten Elio Briones heraus, schlugen ihn brutal
zusammen und verschleppten ihn. „Niemand weiß, wohin“, so Zeugen.
Informationen
besagen, dass Dutzende Festnahmen dieser Art durch das Militär in allen
Städten des Landes stattgefunden haben. Zeugen sprechen von „Jagd und
Suche nach Aktiven der Volksbewegung, Verschwinden lassen vieler
Genossinnen und Genossen, allgemeinem und massiven Durchkämmen ganzer
Wohngegenden durch Militärs.“
Die
Fristverlängerung durch die OAS, wie sie von Präsident Zelaya
akzeptiert worden ist, hat möglich gemacht, dass die faschistische
Diktatur den Ausnahmezustand erklärte, die individuellen Freiheiten
beschränkte und die Unterdrückung ausdehnte auf jede Form von
demokratischer Meinungsäußerung und Protest.
Vertrauenswürdige
Quellen aus den honduranischen Sicherheitsdiensten und Abteilungen der
Armee und Polizei in Honduras berichten, dass die Putschisten-Diktatur
und die faschistische Clique in der Armee paramilitärische Elemente
rekrutieren und bewaffnen. Diese Söldner sollen verdeckt im ganzen Land
agieren.
„Diese
bezahlten Verbrecher haben derzeit den Auftrag, die Reihen der
Massenbewegungen in den öffentlichen Protesten zu unterlaufen, sich
dort erst mal wie vermeintliche Mitdemonstrierende gegen den Putsch
aufzuführen. Ihre Aufgabe besteht dabei darin, alle Aktiven des
Protestes zu identifizieren, die gegen den Putsch agieren. Deren
Wohnanschrift und ihre Verwandten herauszubekommen, und anschließend
die Informationen der Armee und Polizei zu liefern“, so der Bericht.
Gleichzeitig
informieren die Massenorganisationen darüber, dass „das Putschregime
das Gerücht in Umlauf setzt, wonach Nikaraguaner und Venezolaner
Honduras infiltriert haben und zu massivem Protest im ganzen Land
anstiften. Eine üble Lüge, um die Brutalität der Unterdrückung zu
rechtfertigen“, so die Massenorganisationen.
Laut
diesen Informationen hat die Zahl der Inhaftierten,
Zusammengeschlagenen, Verletzten, Gefolterten und Vermissten
mittlerweile die Tausenden erreicht. Zu all dem schweigen die privaten
und öffentlichen Massenmedien in Honduras. (5)
Quellen:
*Tribuna Popular, die Website der KP Venezuelas
(1)
http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5199&Itemid=1
(2)
http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5194&Itemid=1
(3)
http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5190&Itemid=1
(4) Partido Unificación
Democrática/ Ediciónde:PrensaPopularSolidaria_ComunistasMiranda.
http://prensapopular-comunistasmiranda.blogspot.com
in:
http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5192&Itemid=1
(5)
http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5191&Itemid=1
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Aktuelle
Informationen aus und um die Lage in Honduras
2
Tote, 37 Verletzte und 360 Festgenommene ist die Bilanz bis heute Nacht
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Tegucigalpa,
03 Juli 2009. Tribuna Popular TP/Agenturen – Die
Putschregierung von Honduras verschärft die Militarisierung des Landes
durch starke Militärpräsenz in der Öffentlichkeit vor der Rückkehr
von Präsident Zelaya. Landesgrenzen und Flughafen sind militärisch
abgeriegelt.
Wie
der Vorsitzende des Komitees zur Verteidigung der Menschenrechte in
Honduras, Andreé Pavón, am vergangenen Freitag bei einem
Telefoninterview von Telesur verkündete, führte die brutale Unterdrückung
der Volksbewegung durch die Putschisten zu 2 Ermordete, 37 Verletzten
und 360 Festgenommenen. Wörtlich: „Ich möchte, dass die Welt weiß,
dass das öffentlich zuständige Innenministerium keinerlei rechtliche
Schritte gegen diese Militärs eingeleitet hat. Wir sind dabei, Prozesse
vorzubereiten, damit strafrechtlich gegen diese verantwortungslosen
Militärs und Polizeiangehörigen vorgegangen werden kann, so bald wir
zur verfassungsmäßigen Ordnung zurückgekehrt sein werden.“
Er
führte auch aus, dass der Sitz des Obersten Gerichtshofes militärisch
stark abgeriegelt worden ist und dort Angehörige des Oberkommandos der
honduranischen Streitkräfte alles in Gewahrsam genommen haben. Er
machte auch auf den Verfassungskonflikt aufmerksam, denn die Verfassung
der Republik Honduras gibt dem Kongress nicht das Recht, Manuel Zelaya
aus dem Präsidentenamt zu jagen. Dies seien verfassungswidrige
Vorgehensweisen der Putschunterstützer, die rein taktischer Natur sind,
keine rechtliche Grundlage haben und lediglich den Militärputsch bemänteln.
Pavón prangert die rechtswidrigen Rekrutierungen jugendlicher Paramilitärs
als Machtmissbrauch der Streitkräfte und des von Zelaya eingesetzten
Generals Romeo Váquez Velasquez an, denn nach honduranischem
bestehendem Recht erfolgen Rekrutierungen ausschließlich freiwillig und
nach Ausbildung. Er äußerte seine Besorgnis über jenen Fall der
„falschen Positiven“ in Kolumbien, wo Jugendliche angeblich im
Feuergefecht mit den Streitkräften getötet worden sein sollen, und
ihre Körper später in Massengräbern verscharrt in etlichen
Landesteilen aufgefunden wurden. Wörtlich: „Diese gelegten Bomben
sind Teil der Struktur aus Angst und Furcht. Und sie missbrauchen die
Jugendlichen zur Organisierung eines sich bewaffnenden Honduras, was
nicht richtig ist. Dieses Land ist immer friedlich gewesen.“
Starke
Militarisierung und Einschüchterung der Bevölkerung
Andererseits
wurde bekannt, dass am letzten Freitag reguläre und irreguläre Verbände
der Streitkräfte die städtischen Zentren und Autobahnen von Honduras
abriegelten. Dabei kreisten Hubschrauber der Luftwaffe in diesen
Gebieten, um Demonstranten einzuschüchtern und Unterstützungsaufmärsche
für Zelaya abzuwürgen. Auf Zugangswegen in die Hauptstadt Tegucigalpa
werden intensive Personenkontrollen von den Militärs durchgeführt. In
Bussen zu Protesten anreisenden Bauern, Indios und Arbeitern wurden die
Personalausweise abgenommen.
Diese
Informationen stammen von Juan Barahona, dem Vertreter des Volksblocks (Bloque
Popular). Wörtlich: „Nichts wird den Kampf gegen das Regime, zur
Unterstützung von Zelaya und für die Wiedererrichtung der verfassungsmäßigen
Ordnung faktisch stoppen können.“
Laut
Barahona werden die Massenorganisationen des honduranischen Volkes unter
keinen Umständen die Pläne des Putschpräsidenten Roberto Micheletti
akzeptieren, die allgemeinen für Ende November 2009 vorgesehenen Wahlen
vorzuziehen: „Micheletti ist ein gesetzwidriger Präsident, der von
den Streitkräften eingesetzt worden ist. Er besitzt nicht die Befugnis,
Wahlen vorzuverlegen.“ Und weiter: „Wenn Wahlen vorgezogen werden,
dann muss dies mit Zelaya an der Spitze der Nation geschehen. Denn er
ist der verfassungsmäßige vom Volk frei gewählte Präsident. (...)
Wir sind vorbereitet, motiviert und organisiert, um eine große
Kundgebung zum Empfang von Zelaya zu veranstalten. Wir werden ihn
erwarten, wo immer er auch ist. An jedem Flughafen, an jeder Grenzübergangsstelle.“
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/
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Venezuelas
Präsident Hugo Chávez zum Putsch in Honduras
WIR
DÜRFEN NICHT ZULASSEN, DASS DIE GORILLAS WIEDER DAS SAGEN HABEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas, 28 Juni 2009, Tribuna Popular/VTV.-
„Wir
sind mit Honduras (...) Dies ist ein Moment der Generalprobe. Und wir dürfen
vor den Gorillas nicht nachgeben. (...) Ich kenne ihre Gesichter. Und
wir haben sie seit langer Zeit historisch geschlagen. Wir dürfen nicht
zulassen, dass die Gorillas wieder das Sagen haben“, rief der Präsident
der Republik, Hugo Chávez, aus. Er bekräftigte seine volle Zurückweisung
gegenüber dem Staatsstreich gegen seinen honduranischen Amtskollegen
Manuel Zelaya, welcher verschleppt und gewaltsam nach Kostarika
verbracht worden war.
„Sie
dürfen der Bestie nicht weiterhin den Weg öffnen. Wenn unsere
Botschaft angegriffen worden sein sollte, zum Beispiel, und unser
Botschafter wäre angegriffen und verschleppt worden, dann wäre diese
Militärjunta-Regierung dort, obwohl sie immer noch nicht ihr Gesicht
zeigt, in einem faktisch beginnenden Kriegszustand. Und dann müssten
wir handeln, sogar militärisch. Ich kann nicht mit verschränkten Armen
zuschauen und zur Kenntnis nehmen, dass sie meinen Botschafter gerade
massakrieren oder in die venezolanische Botschaft eindringen. Ich habe
bereits die venezolanischen Streitkräfte in Alarmzustand versetzt“,
verkündete der venezolanische Staatschef.
Gleichzeitig
verurteilte er die Rolle einiger Massenmedien wie CNN, die den
Staatsstreich zu rechtfertigen suchen: „Das ist ein Putsch gegen uns
alle, gegen das Volk von Honduras, gegen das venezolanische Volk. Und
wir dürfen ihn nicht zulassen. Wir werden alles tun, was wir tun müssen.“
Er rief das venezolanische Volk dazu auf, vor dem Miraflores-Präsidentenpalast
und auf der Plaza Bolívar in Caracas zu demonstrieren, um diese
niederträchtige Tat zurückzuweisen.
Er
betonte, dass den extrem rechtsgerichteten Kräften eine Lektion erteilt
werden wird: „Von hier aus machen wir das militärische Oberkommando
von Honduras verantwortlich dafür, hauptsächlich seine Ausführungspersonen.
Sie werden vor der Weltöffentlichkeit als lediglich Gorillas dastehen
(...) Wie sagte Roy Chaderton (der Botschafter Venezuelas in der OAS):
'Jemand hat den Gorillas den Käfig geöffnet.' „
Er
hob ebenfalls hervor, dass dies für uns alle eine Prüfung ist: „Ich
habe gerade mit der Präsidentin Michelle Bachelet in Chile und mit den
die UNASUR bildenden südamerikanischen Staatspräsidenten gesprochen.
Sie sind aufgebracht über das, was da gerade vor sich geht (...) Die
ALBA ist dabei, sich zu beraten. Wir sind in ständigem Kontakt“, so
Chávez.
Er
führte aus, dass eine außerordentliche ALBA-Beratung einberufen worden
ist, die in Nikaraguas Hauptstadt Managua stattfinden wird. Der
Staatschef erklärte auch, dass Micheletti als Präsident des
Nationalkongresses von Honduras in seiner Absicht, sich faktisch zum
Staatspräsidenten von Honduras aufzuschwingen, „in Gefangenschaft
oder im Exil enden wird.“ Und verächtlich mit dem Namen Micheletti
scherzend, fügte Chávez spöttelnd hinzu: „„Wenn sie Peletti oder
Gafetti oder Gorilletti vereidigen: Gorilletti, sieh zu, dass Du schon
mal deine Koffer packst.“
http://www.pcv-venezuela.org
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Das
mobilisierte Volk bricht faschistischen
Ausnahmezustand
GENERALSTREIK
IN HONDURAS FÜR RÜCKKEHR VON ZELAYA
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Tegucigalpa,
29. Juni
2009, Tribuna
Popular / TeleSUR.-
Immer noch protestieren hunderte Honduraner an diesem Montag auf
den Straßen. Sie trotzen dem 48-stündigen Ausnahmezustand, der am
vergangenen Sonntag vom faktischen Präsidenten Roberto Micheletti verhängt
worden war. Sie fordern die Rückkehr des verfassungsgemäßen Präsidenten
des Landes, Manuel Zelaya. Außerdem befindet sich das honduranische
Volk mitten in einem Generalstreik, zu welchem etliche gesellschaftliche
Gruppierungen des Landes aufgerufen haben.
Dies
berichtete die TeleSUR-Korrespondentin Adriana Sívori aus Tegucigalpa.
Sie erklärte, dass Protestierende in Unterstützung des verfassungsgemäßen
Präsidenten Manuel Zelaya die ganze Nacht über Mahnwachen trotz des
Ausnahmezustandes abgehalten haben, welcher vom faktischen Präsidenten
Roberto Micheleti verkündet worden war.
Durch
das Brechen des faschistischen Ausnahmezustandes will die immer stärker
werdende Gruppierung mit den Militärs in den Dialog treten, die sich
bewaffnet in den Außenanlagen des Präsidentenhauses befinden. Wie Sívori
erklärte, macht die Volksbewegung die Militärs darauf aufmerksam, dass
sie ihr Vaterland nicht verraten sollen. Trotz des Regens stehen die
Militärs weiterhin in den Panzerfahrzeugen einem Volk gegenüber,
welches für die Demokratie in seinem Lande und die Rückkehr des
demokratisch gewählten Präsidenten kämpft. Sívori berichtete, dass
Militärs jenen Platz mit Fahrzeugen und Panzern eingeschlossen haben.
Laut
Sívori versuchen viele Ausländer, wegen der Militarisierung rasch per
Flugzeug das Land zu verlassen. All dies ereignet sich inmitten eines
von etlichen Massenorganisationen des Landes organisierten
Generalstreiks. Die Demonstranten am Präsidentenhaus kämpfen stehend,
um den Staatsstreich der Streitkräfte gegen den Präsidenten Zelaya zurückzuweisen,
durch den im Land eine angespannte Lage unter dem Ausnahmezustand der
Putschisten herrscht.
In
einer Entfernung von ca. 500 Metern um den Regierungspalast errichteten
junge Anhänger der „Partei der Demokratischen Einigung“ und anderer
gegen den Putsch ankämpfender Organisationen Barrikaden an den Hauptzugängen
zu den Protestplätzen.
„Wir
wollen Mel“, „Nein zum Putsch“ sind einige der Sprechchöre aus
den Lautsprechern rund um den Regierungssitz, den die Putschisten
besetzt halten. Am vergangenen Sonntag gründeten politische und
gesellschaftliche Organisationen die „Front des Volkswiderstandes“,
welche alle Bürger des Landes zum zivilen Generalstreik aufgerufen hat.
Daran sind aktiv seit diesem Montag Gewerkschaften, Bauern- und
Studentenorganisationen beteiligt.
Lateinamerika
reiht sich in die Proteste ein
Unterdessen
schließen sich lateinamerikanische Länder den Forderungen nach der Rückkehr
des verfassungsmäßigen Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, an.
So wird sich die Arbeitergewerkschaft Boliviens (COB) an diesem Montag
in La Paz versammeln, um in etlichen Städten Boliviens Demonstrationen
zur Ablehnung des Staatsstreiches in Honduras und zur Verteidigung der
Demokratie in jenem Land zu organisieren. Laut dem Generalsekretär der
stärksten Gewerkschaft Boliviens, Pedro Montes, werden bei der
Versammlung in La Paz Einzelheiten des landesweiten Aufmarsches
abgesprochen werden.
Montes
bekräftigte, dass die Führungspersonen und die bolivianischen Werktätigen
den faschistischen Staatsstreich imperialistischen Ursprungs zurückweisen.
Er informierte gleichzeitig, dass er mit Arbeitern in Honduras in
Kontakt steht, die die tiefgreifenden Strukturveränderungen zum Wohle
der Gesellschaft fordern, aber von einer gegen die Entwicklung des
Landes Honduras agierenden Gruppe gestoppt worden sind.
Ebenso
schließt auch Panama sich den Kundgebungen gegen den Staatsstreich
gegen Präsident Zelaya in Honduras an. Dort wurden Solidaritätsveranstaltungen
für das honduranische Volk organisiert, die in der panamaischen
Hauptstadt stattfinden werden. Die „Partei der Volksalternative“
(PAP) und die „Vereinigung des Integralen Kampfes des Volkes“ (ULIP)
führen an diesem Montag eine Kundgebung an der Botschaft von Honduras
durch, um ihre Unterstützung für das honduranische Volk und für die
Wiedereinsetzung der Demokratie in jenem Land zu bekunden.
Gleichfalls
brachte die „Nationale Front für die Verteidigung der
Wirtschaftlichen und Gesellschaftlichen Rechte“ (FRENADESO) eine
Protestveranstaltung auf der Plaza Catedral voran und kündigte weitere
Solidaritätsveranstaltungen an. Übereinstimmend verurteilten alle
Organisationen den Staatsstreich und die Verschleppung des legitimen und
verfassungsgemäßen Präsidenten Manuel Zelaya. Dabei betont FRENADESO,
dass die Putschunterstützer Zelaya nicht verzeihen, Teil der „Bolivarischen
Allianz für die Völker Unseres Amerikas“ (ALBA) zu sein. Dass sie
gegen die Annäherung des Präsidenten an die honduranische
Volksbewegung sind und dagegen, dass er dem Volk die Möglichkeit
gegeben hat, selbstbestimmt seine eigene Geschichte in die Hand zu
nehmen. Eine Erklärung der Pressesprecherin der Regierung Panamas
verwies auf die Zurückweisung der Aktion gegen Zelaya und erinnerte
daran, dass der Militärputsch in Honduras das interamerikanische System
auf den Prüfstand stellt, zu welchem Panama gehört.
Panamas
Präsident Martin Torrijos sprach sich in seiner Funktion als Geschäftsträger
des „Komitees der Sozialistischen Internationale Lateinamerikas und
der Karibik“ gegen den Putsch aus. Auch rief er die Einrichtungen,
politischen Parteien und Massenorganisationen von Honduras dazu auf,
„die schnellste Normalisierung der demokratischen Ordnung“ auszuführen.
Dafür muss „die unverzügliche Wiedereinsetzung von Präsident Zelaya
in die volle Ausführung seiner Funktionen als einer Grundvoraussetzung
für dieses Ziel“ erreicht werden.
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/
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Zum
Putsch in Honduras:
Das
imperialistische System ist nicht stark genug, um auf Gorillaregierungen
verzichten zu können – wird es nie sein
Der
schlimmste Blinde ist der, der nicht sehen will
Von
Ulrich aus Nikaragua
Kommunisten-online
vom 1. Juli 2009 – Der Putsch in Honduras ruft bei mir nicht nur
die selbstverständliche Empörung hervor. Er lässt auch Rückblicke
aufleben. Ich blicke zurück auf die Jahre 1988-90. Als damals Alles so
richtig den Bach runter ging, die Sowjet-Union zusammenbrach und die
DDR, als die zentralamerikanischen Revolutionen und Widerstände plötzlich
sich in Übereinkommen mit dem Klassenfeind auflösten, als die bürgerliche
Hyäne lauthals das Ende der Geschichte hinausheulte, da waren es nicht
wenige innerhalb de Linken und der fortschrittlichen Menschen im
Allgemeinen, die davon „mortzmäβig“
beeindruckt waren. Sie waren mehrheitlich so beeindruckt, daβ
ich häufig Sätze zu hören kriegte, daβ
es wohl jetzt keine Kriege und Gorillaregierungen mehr geben würde. So
tief beeindruckt waren alle vom Ein- und Aufschlag des Neoliberalismus
und unmittelbar danach die „Globalisierung”. Lenin und Marx
waren „orthodoxe” alte Hüte durch die Bank. Haufenweise schmissen
die Leute die Klassiker auf den Abfallhaufen. Jetzt kam die neue Zeit
– ganz anders - und man müsste mit ihr leben, ob es einem gefiel oder
nicht. Alles war so übermächtig, so unwiderstehlich etc., daβ
es wie gesagt keiner Staatsstreiche etc. mehr bedurfte. Ansonsten
galt für Jedermann: „Rennt was ihr könnt, Leute, und rette sich wer
kann”. Das Wort „Klasse” war fast unanständig, gefährlich, war
verfemt. So einer wie ich, der niemals an die Mär vom Ende der
Geschichte und der „friedlichen” Stabilisierung des Systems glaubte,
war ein ewig Gestriger, Orthodoxer und bestenfalls ein Romantiker.
Als Kommunist war ich da ziemlich allein, hier. In der Tat war im
Design der Globalisierung die politische Treuhandschaft des Systems den
mitte-“links” Parteien zugedacht und nicht den Gorillas. Die
Apologeten des imperialistischen Systems glaubten selbst zunächst an
ihr ideologisches Ammenmärchen. Es war wohl ein Satz mit X.
All
denen, die damals so schrecklich „realistisch” waren und
wurden, würde ich jetzt gerne mal ihre eigenen Worte und Taten von
damals in das Gesicht reiben oder besser gesagt schmieren. Da haben sie
jetzt ihren Dreck. Was sie partout nicht glauben wollten, passiert
jetzt. Wir kommen „langsam zur Natur zurück”. Erinnert ihr Euch an
das Lied von Ernst Busch? Der Putsch in Honduras ist nichts Neues und
nichts Anachronistisches. Es ist das was viele Angsthasen und Umfaller
nicht wahr haben wollten und wollen: die ewig hässliche Fratze des
Imperialismus und seiner Orks. Lenin hat Recht und Punkt, Aus, Schluss
Der
Kampf geht weiter und das System ist nach wie vor nicht stark genug, um
auf Gorillaregierungen verzichten zu können und wird es nie sein, ganz
im Gegenteil. Der Putsch ist ein Ausdruck von rasant zunehmender
Schwäche und Hilflosigkeit des Imperialismus. Die Geschichte ist nicht
zu Ende und wird es nie sein. Sie geht flugs, munter und
beschleunigt weiter. Das mussten sie jetzt mit ihrem Auftritt in
Tegucigalpa endlich mal selbst zugeben. Da sollte den letzten
„realistischen” Blauauge doch mal ein Licht aufgehen. Nur wer
so orthodox nicht vom Glauben an die „Stabilität” des Systems
ablassen will, dem geht kein Licht auf. Hier in Nikaragua gibt es ein
schönes Sprichwort. Der schlimmste Blinde ist der, der nicht sehen will.
Also,
Freunde und Genossen Weidmannsheil. Ein fröhliches Jagen. (Wer
nicht versteht, wer hier gejagt wird, ist orthodox)
Ulrich
Aus
Nikaragua.
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Kommunistische
Initiative Österreich:
NEIN
ZUM MILITAERPUTSCH IN HONDURAS!
In
den Morgenstunden des 28.Juni ueberfiel honduranisches Militär die Präsidentenresidenz
in der Hauptstadt
Tegucigalpa und entführte den Präsidenten Manuel Zelaya unter
Gewaltanwendung in eine Kaserne. Anschließend wurde er in die
Hauptstadt Costa Ricas geflogen und somit deportiert.
Die
Außenministerin Honduras, Patricia Rodas, wurde
mit brutaler Gewaltanwendung gemeinsam mit dem kubanischen Botschafter
von vermummten Militärs entführt, als auch die anwesenden, sie
schuetzenden, Botschafter Nicaraguas und Venezuelas attackiert, unter
flagranter Mißachtung internationaler Abkommen.
Militär
patrulliert in den Straßen der Hauptstadt und anderen wichtigen Städten,
Militärflugzeuge und Hubschrauber sind am Himmel, das staatliche TV
wurde besetzt, die Privatmedien senden nur Unterhaltungsprogramme, die
Telefonleitungen und die
Elektrizitätversorgung wurde unterbrochen.
Das
verfassungswidrige, ja kriminelle Vorgehen der Putschisten wird
dokumentiert durch die Vorlage einer gefaelschten Ruecktrittserklaerung
von Praesident Zelaya, die als Grundlage fuer die Abstimmung im
Parlament und zur Legitimation des so eingesetzten „neuen
Staatsoberhauptes“ gedient hat. Weiters wurde behauptet, dass
Praesident Zelaya durch ein Asylansuchen in Costa Rica seinen Ruecktritt
bestaetigt haette - dies ist eine infame Luege. In den Strassen der
Hauptstadt und im ganzen Land fordern die Menschen die Rueckkehr ihres
demokratisch gewaehlten Praesidenten Manuel Zelaya, den Rueckzug des
Miltaers in die Kasernen und damit ein Ende ihrer Gewalt, die bereits
zur Ermordung eines Abgeordneten gefuehrt hat.
Der
Putsch richtet sich gegen den demokratisch gewaehlten Präsidenten und
seine Regierung, welcher nicht den Interessen der einheimischen
Machteliten und ihrer auslaendischen Unterstuetzer Folge leistet,
sondern erstmalig in der neueren Geschichte von Honduras für soziale
Gerechtigkeit arbeitet. Die unter Einhaltung aller ordnungsgemaessen
Bestimmungen anberaumte Volksbefragung haette unter Beobachtung von
internationalen Vertretern wie der Organisation Amerikanischer Staaten
(OAS) stattfinden sollen; schon dies bestaetigt ihren vollkommen
verfassungsgemaessen Charakter. Die Ausweitung der demokratischen Rechte
des Volkes, ein Prozess der mittlerweile in ganz Lateinamerika
stattfindet, ist nun der
Anlaß für den Putsch des Militärs.
Unabhaengig
voneinander haben internationale Organisationen wie die UNO, die
Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die Europaeísche Union,
sowie auch die USA und viele andere Nationen weltweit sich eindeutig
gegen diesen Militaerputsch ausgesprochen.
Wir
verurteilen entschieden den Militärputsch. Wir wissen zu viel über die
zahlreichen Militärputsche und deren Folgen, sei es in Chile (1973), in
Argentinien (1976) oder anderswo. Der jetzige Ablauf aehnelt frappant dem
Putschversuch in Venezuela von 2002.
Als
in Oesterreich lebende Menschen verurteilen wir die verzerrende,
unrichtige und den Putsch rechtfertigende und verharmlosende Darstellung
der Ereignisse in Honduras im oesterreichischen staatlichen Fernsehen
und Radio sowie in den oesterreichischen Privatmedien.
Wir
fordern den österreichischen Bundespräsidenten, die österreichische
Bundesregierung und alle entsprechenden Instanzen dazu auf, den Militärputsch
in Honduras unmißverständlich zu verurteilen und alles in ihrer Macht
stehende zu unternehmen, um durch Wiedereinsetzung des demokratisch
gewaehlten Praesidenten Manuel Zelaya zur Wiederherstellung der
verfassungsgemaessen Ordnung in Honduras beizutragen.
Die
schrecklichen Zeiten der Militärputsche und anschließender
Putschisten- Regime in Lateinamerika und der ganzen Welt muß endgültig
vorbei sein!
Unsere
Solidarität gilt dem Volk von Honduras und seinem von ihm demokratisch
gewählten Präsidenten Manuel Zelaya.
NO
PASARAN!
Wien,
am 28. Juni 2009
|
Solidarität
mit dem honduranischen Volk
und ihrem gewählten Präsidenten
MAHNWACHE
am
Mittwoch, 1. Juli 2009
Um
18.00 Uhr
am
Stephansplatz/Graben
Bitte
bringt selbstgefertigte Transparente und Tafeln mit !!!
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Stellungnahme
eines K-online-Lesers zum Thema vom 29. Juni 2009:
Die
honduranische Bourgeoisie rüstet sich zum Klassenkampf gegen das Volk
Lieber
Günter,
heute
machte mich jemand darauf aufmerksam - weißt Du etwas Genaueres?
Gestern,
am Sonntag den 28.Juni 2009 hat in dem mittelamerikanischen Land
Honduras ein Staatsstreich gegen den in bürgerlich-demokratischen
Wahlen gewählten, linksgerichteten, fortschrittlichen Präsidenten
Manuel Zelaya stattgefunden. Die Medien hierzulande halten sich (meines
Wissens) bis jetzt sehr bedeckt (was natürlich kein Wunder ist...).
Der
vor ein paar Jahren von der Mehrheit des honduranischen Volkes gewählte
Präsident Manuel Zelaya sowie die Botschafter der Länder Kuba,
Nicaragua, Ecuador und Venezuela wurden verhaftet. Die honduranische
Bourgeoisie rüstet sich zum Klassenkampf!!!...
Am
Sonntag, den 28. 6. 2009 war geplant, daß das honduranische Volk über
eine Verfassungsänderung und eine unbegrenzte Wiederwahlmöglichkeit
des Präsidenten abstimmt. Die honduranische Bourgeoisie hatte aber große
Angst vor der Stimme des Volkes. Deshalb führte sie mittels des
Befehlshabers der honduranischen Streitkräfte am Morgen des 28.Juni
2009 einen Staatsstreich gegen den vom Volk gewählten Präsidenten
durch!
Das
Volk von Honduras braucht unsere Solidarität! Verbreitet diese
Nachricht bitte möglichst schnell an alle unsere politischen Freunde!
Nieder
mit den Putschisten!
Für
die Freiheit und den sozialen Fortschritt in Honduras!
Es
lebe die Revolution des Volkes in Honduras!
Nie
wieder Pinochet und seinesgleichen!!!
RotFront
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